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Ich wollte euren Rat mal zu grundsätzlichen Fragen:

Wie ist das eigentlich, muss ich mir erst eine Überweisung vom Hausarzt holen oder kann ich mir direkt einen Termin bei einem Psychiater/Psychologen geben lassen?

Übernimmt die Krankenkasse die "Behandlung" oder muss man da etwas berücksichtigen? ( Antrag, ... )?

Auf was muss man/ich noch achten wenn ich mir nen Arzt suchen und mir helfen lassen möchte?

Kennt jemand gut Ärzte in Erding ( ok, das wär ein großer Zufall ) bzw. was haltet ihr von dieser:
http://www.therapie.de/psychotherapie/bauriedlschmidt/

13.09.2014 22:04 • 16.09.2014 #1


19 Antworten ↓


Suchst du nun einen Psychologen, einen Psychotherapeuten oder einen Psychiater? Das macht einen Unterschied.
In Österreich ist es so, dass man für einen Termin beim Psychiater keine Überweisung braucht, für eine Psychotherapie hingegen schon, und man stellt dann mit dem Psychotherapeuten einen Antrag bei der Krankenkasse. In Deutschland kann es anders sein. Aber auch bei euch wird es Unterschiede geben, je nachdem, ob man zu einem Arzt oder einem Therapeuten will.

13.09.2014 22:11 • #2



Erst Hausarzt? - Überweisung - direkt?

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Puh, da hab ich keine Ahnung. Ich hab schon einige Zeit Probleme ( Richtung ängstlich-selbstunsicher-vermeidende PS ) und jetzt ist mein Halt gestorben und ich glaub ich sollte mir mal prof. Hilfe suchen. Jetzt frag ich mich halt wie ich am besten vergeh. Heilpraktiker fallen generell weg aber wie es mit dem Rest ist kA, da hoff ich auf eure Hilfe!

13.09.2014 22:23 • #3


igel
In Deutschland ist es ganz ähnlich. Zu einem Psychiater kannst Du direkt gehen, ist ja schließlich ein Arzt.

Wenn Du Dich von einem Psychotherapeuten behandeln lassen willst, musst Du erst einen Antrag bei deiner Krankenkasse stellen. Darin muss ein Arzt, kann auch der Hausarzt sein, die Psychotherapie befürworten. Dann übernimmt deine Kasse zunächst die Kosten für eine bestimmte Anzahl von Sitzungen. Der Psychotherapeut ist meist kein Arzt, sondern Diplompsychologe - bitte nicht mit Psychiater verwechseln.

13.09.2014 22:24 • #4


igel
Heilpraktiker kannst Du vergessen. Die bringen dir nichts und keine gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten.

13.09.2014 22:26 • #5


Ok, dann also Psychiater und wie find ich nen "guten" ( ok ist von Person zu Person abhängig ) aber gibts iwelche Möglichkeiten da was fest zu machen?

http://www.jameda.de/erding/aerzte/neur ... 0035776_1/
<<< Wäre evtl. was

13.09.2014 22:31 • #6


Schlaflose
Bei einem Psychiater wirst du aber wahrscheinlich nur ein Medikament bekommen, aber keine Therapie.

14.09.2014 06:18 • #7


Moin moin

Hier in Deutschland ist es so:

Überweisung beim Hausarzt abholen für einen Psychiater/Neurologen.

Vorher Termin machen bei einem Psychiater/Neurologen.

Dann dahin gehen mit der Überweisung und Problematik schildern. Der Arzt entscheidet dann z.b.ob eine Medikation sinnvoll wäre... Aber daa ist immer nur ein Angebot. Du musst natürlich kein Antidepressivum nehmen. Dann bittest du den Arzt um eine Überweisung zum Psychologen und damit kannst du dann zum Therapeuten/Psychologen gehen. Auch da solltest du jetzt schon möglichst viele anrufen und dich auf Wartelisten setzen lassen! Die Wartezeit auf eine Psychotherapie dauert leider zwischen einem halben und 2 Jahren.

Es ist Usus das du 5 probatorische Sitzungen zum kennen lernen machen kannst. Die übernimmt die Krankenkasse immer. Die braucht man auch, denn das A und O einer erfolgreichen Therapie ist die Chemie zwischen Patient und Therapeuten.

Und der Therapeut stellt den Antrag auf Psychotherapie bei deiner Kasse. Nicht du. Nur der Therapeut.

Hoffe, ich konnte helfen

14.09.2014 06:40 • #8


PS.
Es gibt Hausärzte mit einer Zusatzausbildung zum Psychologen. Auch da kannst du hingehen. Habe ich aber nie ausprobiert...

Und:
Es gibt das so genannte Kostenerstattungsverfahren, wenn die Wartezeit auf einen Therapieplatz unzumutbar lang ist
Da frag aber deine Kasse was du dafür machen musst.
Lg

14.09.2014 06:42 • #9


igel
Privat bekommt man vergleichsweise schnell einen Termin. Wenn jemand ganz dringend eine PT braucht erstattet ihm die Krankenkasse die Kosten, denn er bekommt vom Therapeuten ja eine Rechnung, die er zunächst selber zahlen muss.

Die Möglichkeit gibt es wohl, kenne aber niemanden, der es in der Praxis so gemacht hat. Die Krankenkassen haben sicher sehr hohe Auflagen, bevor sie diesem Verfahren zustimmen. Wenn überhaupt.

14.09.2014 06:57 • #10


Für das Kostenerstattungsverfahren muss der Patient eine Liste erstellen, wann er welchen Therapeuten angerufen hat und wo er direkt abgelehnt wurde bzw.wo er sich mit welcher Wartezeit auf die Warteliste hat setzen lassen. Manche Kassen wollen 10 Angaben, manche 20... Die Liste reicht man dann mit einer Dringlichkeitsbescheinigung des Hausarztes bei der Kasse ein.

Eine Bekannte hat es gemacht und der Therapeut hat immer direkt mit der Kasse abgerechnet. Sie musste nix in Vorleistung bezahlen.
Es gibt auch seit 2 Jahren ca.ein Gesetz, das die Kasse verpflichtet ist, ihrem Patienten innerhalb einer festgelegten Zeit einen Therapieplatz zu besorgen.
Gruß
Flocke

14.09.2014 07:02 • #11


Aber nicht bei der AOK, dort wurde das Anfang des Jahres gestrichen. Ich hatte alle Therapeuten bei mir im Umkreis ab telefoniert und wurde Überfall abgelehnt, weil kein Platz, daraufhin hatte ich die Kasse angerufen un um Hilfe gebeten, fehlanzeige, für terapieplätze sind die nicht mehr zuständig....

Lg

14.09.2014 08:30 • #12


Echt!?
Das recherchiere ich morgen mal. Bin ja auch bei der AOK. Und die Wiese ev.hat uns mal gesagt, das die Kasse vom Gesetzgeber verpflichtet ist, einen Therapieplatz innerhalb einer bestimmten Zeit zu bieten.
Ich schreibe hier, wenn ich schlauer bin...
Lg

14.09.2014 08:46 • #13


Ja ich meine zum März oder April ist das geändert worden.ich bin bei der AOK Rheinland/Hamburg.

14.09.2014 09:54 • #14


Zitat von sommerblume21:
Ja ich meine zum März oder April ist das geändert worden.ich bin bei der AOK Rheinland/Hamburg.

Heute tippel ich hin. Habs gestern nicht geschafft...
Lg

16.09.2014 06:14 • #15


Also, ich war just gerade im AOK Kundencenter hier in Essen Steele und die Dame hat folgendes gesagt :

Für das Kostenerstattungsverfahren benötigt die AOK eine Auflistung von 4-5 abtelefonierten Psychologen von mehr als 3 Monaten Wartezeit auf einen Therapieplatz.

Dann holt man bei der AOK ein Antragsformular, reicht dieses beim privat niedergelassen Psychologen ein. Der füllt es aus und dann lässt man sich vom Psychologen außerdem eine Kopie der Approbationsurkunde sowie Eintragung ins Ärzteregister geben
Und auf dem Antrag werden die bereits abgeleiteten probatorischen Sitzungen eingetragen.

Das dann bei der Kasse einreichen und die bewilligt dann. Auf jeden Fall.

Ganz ehrlich, ich finde die Voraussetzungen echt human! Bei anderen Kassen schaut's anders, strenger aus...

Das Gesetz muss ich morgen früh telefonisch recherchieren... Hab ne Nummer bekommen.
Lg
Flocke

16.09.2014 15:08 • #16


Ach, das ist ja interessant und du bist auch bei der AOK Hamburg Rheinland? Dann frag ich mich, warum ich am tel abgewimmelt wurde. Da werd ich morgen nochmal anrufen... die Bedingungen sind absolut OK, bei einem privaten bekommt man doch immer einen Termin.
Lg

16.09.2014 18:25 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Jepp, ich bin auch bei der AOK Hamburg Rheinland. Hacke da mal nach... Wünsche dir Erfolg

16.09.2014 18:40 • #18


!J!D!
Hallo

achte bei der Suche bitte auch darauf, dass der Therapeut ne Kassenzulassung hat. Sonst kannst du es nicht über die Krankenkasse machen sondern musst es selbst zahlen.

Ich habe auch vor Kurzem Termine zu Erstgesprächen bei Psychotherapeuten ausgemacht und habe gefragt, ob ich eine Überweisung brauche. Die Antwort war nein. Du kannst das natürlich auf fragen, wenn du wegen eines Termins nachfragst.

16.09.2014 20:11 • #19


Vllt liest du noch mal die letzten Beiträge
Beim Kostenerstattungsverfahren geht es ja gerade darum bei einem nicht zugelassenen Psychologen ne von der Kasse bezahlte Therapie zu machen

16.09.2014 20:15 • #20



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