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Hallo,

Ich habe herausgefunden, dass das was mich die letzten Monate über plagt Verlustängste sind. Sie stammen aus - kurz gesagt - einer Beziehung mit meiner Borderline-kranken Ex und an einer Freundschaft mit meinem damals (vor 2 Jahren) besten Freund, der wie ein Bruder war. Beide haben mich damals verlassen.

Seit letzten Sommer habe ich zwei beste Freundinnen (ja, zwischen Mann und Frau kann es das geben). Ich stehe beiden sehr nahe und umgekehrt auch. Eine von beiden hat mir offenbart, dass ich aber sehr anstrengend bin und die Freundschaft zu sehr umklammere.

Ich weiß, dass ich mein Selbstwert steigern muss, daran arbeite ich. Das ist ja schön und gut. Nur trotzdem habe ich immer ein flaues Gefühl wenn eine von Beiden nicht oder nur sporadisch antwortet oder allgemein auf mich reagiert. Mir ist zwar klar, dass es sicher nicht an mir liegt, sondern an tausenden anderen Gründen die nichts mit der Freundschaft zu tun haben (ich glaube ich bin - abgesehen von meiner aktuellen Umklammerung - ein ziemlich guter Wegbegleiter). Trotzdem is da immer diese Angst, die mir keine Ruhe lässt.

Gibt es ein Trick wie ich mehr vertrauen aufbauen kann?

09.01.2014 17:53 • 29.01.2014 #1


2 Antworten ↓


Den Trick suche ich auch noch

27.01.2014 11:21 • #2


hallo !

ich geb hier einfach mal meinen unqualifizuierten senf dazu. weil ich beide seiten kenne.

"trick" gibt es keinen. menschen zu vertrauen ist schwer, vor allem wenn man enttäuscht wurde. und oft vertraut man menschen, die es nicht verdienen. man vertraut, wird verletzt, vertraut wieder und wird wieder enttäuscht. das ist ein teil der menschlichen natur. und jeder macht diese unerfreuliche erfahrung, manche früher und manche später. und ein paar machen sie zu oft. dann sind da narben, die es uns schwer bis unmöglich machen, es noch einmal zu wagen und wieder zu vertrauen.

warum sollte man es trotzdem tun?
erstens weil es tatsächlich menschen gibt, die es verdienen. nicht viele, aber wenn wir uns öffnen finden sie uns!
und zweitens (und das weiß ich aus erfahrung) weil wir sonst zu ängstlichen, bedürftigen schlingpflanzen werden, die unseren mitmenschen die luft zum atmen nehmen. und dann schlagen wir sie in die flucht. das ist das fiese an diesem kreislauf! je mehr wir unsere menschen nicht verlieren wollen, desto eher treiben wir sie von uns weg.

mein lösungsweg sieht folgendermaßen aus:
der schlüssel ist nicht das vertrauen in den anderen menschen, sondern vertrauen in mich selbst. wenn ich darauf vertraue, dass ich ein liebenswerter mensch bin, eine gute freundin und eine eigenständige persönlichkeit, dann kann ich auch anderen glauben dass sie mich mögen. auch wenn sie dann mal kurz angebunden sind, weniger zeit haben oder zwischenzeitlich andere prioritäten als mich.

keine ahnung, ob dir das weiterhilft . mir hilft es manchmal! aber es ist trotzdem schwer, sich das in erinnerung zu rufen, wenn die beste freundin mal eine woche abwesend ist. patentlösung ist es sicher keine. aber ich finde, es klingt schon mal nach einem ganz schön schlauen ansatz !

glg

29.01.2014 12:34 • x 1 #3




Dr. Reinhard Pichler