Huhu Hotin^^
,,Dies kann unmöglich richtig sein. Es ist nicht so häufig, aber in vielen Fällen so, das Menschen ihre Meinung über ihre Mitmenschen verändern und zwar in beide Richtungen."
Nein, das ist nicht so- und das kann man auch nicht so einfach pauschalisieren. Wenn du dein ganzes Leben lang von anderen Leuten fertig gemacht wurdest, dich zurückziehst und ihnen dann mit Selbstbewusstsein entgegentrittst, denkst du, dass diese Personen dich dann automatisch nicht mehr als das ,,kleine Opfer" von damals wahrnehmen, sondern auf einmal als starke Persönlichkeit? Nein, für diese Leute wirst du IMMER das kleine Opfer bleiben- deswegen entwickelt man ja Selbstbewusstsein, um drüber zu stehen und dass es einem am Wichtigsten ist, was man selbst über sich denkt.
Wie es immer so schön gesagt wird: ,,Änder dich selbst- die anderen kannst du nicht ändern." Damit ist- ich sag es nochmal- vor allem der Blickwinkel auf die EIGENE Person gemeint.
Ich nenne mal ein Beispiel. Ein Bekannter von mir wurde damals zusammen mit mir in der Schule von verschiedenen Leuten bespuckt, weil er nicht soviel Geld hatte wie alle anderen und sich keine neuen Klamotten leisten konnte. Heute arbeitet er in einer Bank, hat enorm viel Selbstbewusstsein dadurch gewonnen, dass er um sich gekämpft hat.
Letztens hat er einige unserer Mitschüler in der Stadt getroffen. Denkst du, sie hätten auch nur ein bisschen ihre Meinung über ihn geändert, bloß weil er jetzt in nem Anzug rumrennt und sich gegen andere Leute zur Wehr setzt- oder zufrieden mit sich und seinem Leben ist?
Das ,,Der ist ein Opfer"-Denken hat sich so krass bei den Leuten eingebrannt, dass sie ihn immer noch als denjenigen von damals wahrnehmen.
Genau wie bei meiner Großtante immer noch im Kopf das kleine Mädchen vorhanden ist, was sich nicht gegen andere zur Wehr setzen kann und beschützt werden muss.
,, Warum die Gesellschaft alle und jeden akzeptieren soll, kann ich nicht nachvollziehen.
Ein Neonazi ist für mich ein Mensch, der andersdenkenden mit Gewalt schaden will. Er ist gegen Meinungsvielfalt. Warum soll ich so jemanden akzeptieren?
Auch ich bin die Gesellschaft. Ich vertrete das Recht auf körperliche und psychische Unversehrtheit für jeden. Warum soll ich akzeptieren, das päd., Kindern psychische Schäden zufügen."
Mein Freund ist ehemaliger Neonazi- er hat nie jemandem geschadet, der anders denkt als er und auch noch nie Ausländer verprügelt oder irgendwelche Dönerbuden angezündet. Es sei denn, die Gegenseite hat Gewalt angewandt. Er hatte lediglich eine ziemlich die Einstellung dazu, ist damit aber nicht zwingend hausieren gegangen. Wenn die Leute zu ihm gesagt haben, sie finden seine Einstellung schei., war das eben so.
Übrigens sind die meisten ,,*beep*" so. Aber das Bild des sich ständig um sich kloppenden, ,,AUSLÄNDER RAUS!"-brüllenden und Haken-Kreuz schmierenden Überprollo kommt bei den Leuten einfach besser an, als ein Mensch, der nicht jedem mit seiner Meinung ins Gesicht springen muss.
päd. ja, das ist immer wieder schön, wenn Leute automatisch denken: päd. = Kinderschänder.
Nicht alle Leute, die päd. sind, schänden Kinder oder vergewaltigen diese. päd. ist auch keine Krankheit, die man heilen kann- das ist eine sexuelle Orientierung. Betroffene leiden da öfters drunter, als es sich viele vorstellen können- natürlich gibt es auch darunter Welche, die sich nicht unter Kontrolle haben, aber wo gibt es die denn nicht? Nicht alle von ihnen tun Kindern was.
Nicht falsch verstehen, ich würde es auch nicht unterstützen, dass die Menschen unbedingt in einem Kindergarten oder ähnlichen Einrichtungen arbeiten sollten- ich finde nur, dass jeder der mit der Mistgabel um sich schlägt und schreit ,,päd. verbrennen!" der kann sich gleich bei den kranken Amis mit ihren ,,Gott hasst Schwuchteln"-Plakaten einreihen- ist da genau dasselbe. Zumindest in verschiedenen Orten.
Es gibt auch genug Menschen, die Kinder vergewaltigen, weil sie keine Frau/Mann in ihrem Alter abbekommen- oder Kinder vergewaltigen, weil sie wissen dass sie stärker sind und so ihre Macht ausüben wollen.
Steinigt mich halt oder hasst mich- aber ich empfinde Menschen, die etwas nicht aus reinem Instinkt machen, sondern anderen bewusst Schaden zufügen, einfach weil es können, für weitgehend herzloser und gefühlskälter.
,,Auch ich bin die Gesellschaft. Ich vertrete das Recht auf körperliche und psychische Unversehrtheit für jeden."
Da siehst du aber nur die eine Seite. Du vertrittst das Recht auf körperliche und psychische Unversehrtsheit für jeden- das heißt, du vertrittst auch das Recht eines Menschen, der beispielsweise jemanden aus deinem engsten Kreis umbringen würde? Du würdest für ihn eintreten, dass er körperlich und psychisch unversehrt bleibt, obwohl du nur im Beispiel, deine Familie an ihn verloren hättest?
Das kauf ich niemandem ab, diese Einstellung: ,,Ich vertrete körperliche und psychische Unversehrtheit für jeden."
Ich vertrete körperliche und psychische Unversehrtheit für die Leute, die ich mag, die ich liebe oder die mir eben auf Sympathiebene begegnen- kenne ich diese Personen nicht richtig, ist mir deren psychische und körperliche Unversehrtheit auch egal. Fügen sie mir Schaden zu- füge ich ihnen ebenfalls Schaden zu.
Satan sagt:
,,Kann das zerfetzte und blutige Opfer das blutverschmierte Maul "lieben", dass ihm Stück für Stück die Gliedmaßen abreißt?"
,,Na, dann ist es doch klar, dass Du Ablehnung erfährst. Du willst doch provozieren? Ha, ha.
Wenn Du die versuchst durch provozieren anzugreifen, wirst Du ausgegrenzt. Das ist eine ganz natürliche Abwehr- und Schutzfunktion der Menschen. Da verstehst und missachtest Du eine wichtige Verhaltensweise von Menschen."
Es ist klar, dass man Ablehnung erfährt, weil man provoziert? Mag sein, ja, aber wer sagt denn, dass ich dadurch irgendwen angreife? Ich glaube nicht, dass jemand der mich sieht, meinen Aufzug zwingend als Angriff empfindet- wenn doch, ist das okay, dann soll er mich eben angreifen- er muss nur damit rechnen das ich auch zurückschlage. Und ja, er muss dann die Konsequenzen tragen- so wie ich die Konsequenz tragen muss, dass ihm mein Aufzug nicht gefällt.

,,Das stimmt nicht. Allein mit Deiner Kleidung forderst Du ständig, sie sollen über Dich und vor
allem über sich selbst nachdenken. Das wollen sie aber selbst entscheiden, wann und über wen, und über was sie nachdenken."
Tut mir Leid, aber KOMPLETT falsch. Nein, das fordere ich nicht- ich kleide mich nicht so, weil ich zwingend die Leute dazu bringen will, über sich selbst nachzudenken. Das mach ich, wenn ich mir solche Pads wie ,,Vegan 4 Life" ,,*beep* raus" oder meinetwegen ,,ANTI-MENSCH" auf meine Tasche klatsche. Das mache ich, wenn ich jedem, den ich draußen sehe, ansprechen würde und erklären würde, was es mit meinen ganzen Zeichen um den Hals auf sich hat, ohne dass die Leute es wissen wollen.
Ich kleide mich so weil ich das schön finde, weil es mich widerspiegelt und meine Persönlichkeit ebenfalls. Ich wüsste nicht, was die Leute an meinen Klamotten dazu bringen sollte, über sich selbst nachzudenken. Wenn sie es trotzdem tun, sollen sie das- meine Absicht wars jedenfalls nicht.
Ich bin dafür verantwortlich was ich sage und wie ich mich kleide- nicht dafür, was die Leute darunter verstehen.
,,Ich habe schon mal erwähnt, da das verkehrt herum gedacht ist.
Hättest Du Respekt vor den Menschen, würdest Du eine Kleidung tragen,
die sie nicht unbedingt mögen, aber noch akzeptieren können.
Das tust Du aber nicht. Also rege Dich doch nicht über ihre Reaktion auf."
Und ich habe schon mal erwähnt, dass das nicht so einfach funktioniert. Ich sags nochmal: Man kann an Menschen nicht automatisch positive Reaktionen erwarten, bloß weil man selbst ihnen gegenüber wohlgesonnen ist. Ich weiss nicht, wie du dir vorstellst, wie ich unter Menschen hausieren gehe- ich werte sie weder ab, noch nehme ich sie als Blitzableiter.
Nochmal- ich behandle die Menschen so wie ich auch behandelt werden möchte. Und wenn ich einen schlechten Tag hab und dann doch mal wer herhalten muss- dann kann ich im Umkehrschluss auch nicht erwarten dass sie das runterschlucken, das ist mir aber meistens bewusst und somit ehrlich gesagt, ziemlich egal- wenn ich einen schlechten Tag hab, ist mir sowieso alles erstmal egal.
Ich erklärs dir nochmal anhand eines Absatzes aus dem Buch Satan:
,,Man projiziert seine Reaktionen, seine Antworten und sein Einfindungsvermögen auf jemanden, der wahrscheinlich weit weniger eingestimmt ist als man selbst. Es ist ein Fehler, dass man von den Leuten erwartet, dass sie einem dieselbe Rücksichtnahme, Höflichkeit und Respekt entgegenbringen, die man ihnen gegenüber selbstverständlich aufbringt. Stattdessen müssen Satanisten danach trachten, den Satz "Wie du mir, so ich dir" zur Anwendung zu bringen."
,,Mit Deiner Kleidung und vermutlich vielem anderen (ich kenne Dich nicht)
Tust Du das ohne Dir darüber bewusst zu sein, wie Menschen kommunizieren und interagieren."
Da muss ich dich enttäuschen. Man kann durchaus auch eine sehr positive Ausstrahlung haben, auch wenn man so eine ,,düstere" Meinung über die Gesellschaft hat, wie ich. Ich bin kein ,,Misanthrop". Ich hasse Menschen nicht- aber ich sehe auch keinen von Ihnen als etwas Besonderes an. Ich entscheide selbst, wer für mich besonders ist und wer nicht. Und das tut jeder andere Mensch außer ich ebenso.
,,Wenn mich jemand von oben bis unten naserümpfend anschaut- auch DAS ist eine Art Abwertung."
Mmmh, ja da geb ich dir ausnahmsweise mal Recht

Der Mensch muss mit meiner Art Provokation leben, also muss ich auch damit leben wie ich auf andere Menschen wirke- jepp.
,,Das bedeutet doch, das Du an den Tagen, wo Du jeden zum Kotzen findest, bestimmt nicht auf andere positiv zu gehst."
Nö, tuts auch nicht- das streite ich nicht ab. Zeig mir doch einen Menschen, der einen total beschissenen Tag hat und trotzdem positiv und lächelnd auf andere zugeht, obwohl er im Inneren denkt, dass sie ihm alle auf die Nerven gehen.

)
Ich weiss, manche können das- aber ich kanns nicht. So rechne ich eben auch damit, dass von den Leuten negativ was zurückkommt- das schrieb ich oben bereits schon.
,,Das ist viel zu einfach gedacht.
Sobald ich mich in den persönlichen Bereich meines Mitmenschen begebe,
findet ein Abgleich des Angst-, bzw. Aggressionspotentials statt.
Dabei zeige ich dem andern wie feindlich ich ihm gegenüber trete.
Dies hat in der Praxis folgende Auswirkung.
Wenn ich möchte, das mein Gegenüber friedlich bleibt muss ich unbedingt
mit allem, was mir zur Verfügung steht Signale aussenden, das ich mein Gegenüber akzeptiere und nicht angreifen werde.
,,Wie Du umfangreich beschreibst, kennst Du diesen Zusammenhang möglicherweise nicht,
oder hast Dir eine eigene Regel gebastelt.
Sollte mein Gegenüber jedoch Aggressionssignale senden, sollte man sehr schnell auf Gegenwehr umschalten, also auch aggressive Signale senden."
Also erstmal trete ich NIEMANDEM feindselig gegenüber- sondern neutral. Wenn derjenige mich angreift- greife ich ihn ebenfalls an. Davor ,,alles dafür tun" dass er mich nicht angreift, ist nichts für mich- dann würde ich mich selbst verleugnen. Ich trete jedem Menschen gleich gegenüber- neutral, egal wer oder was er ist. Und wenn er mir das Signal sendet, das er mich zum Kotzen findet, dann geh ich eben auf Angriff."
,,Wenn Du an andere Stelle geschrieben hast, das jemand es dreifach zurück
bekommt, wenn er Dir etwas tut, kann ich das nicht nachvollziehen."
Das ist eben die andere Extreme von: ,,Du schlägst mich und ich halte dir noch die andere Wange hin."
,,Da irrst Du Dich vermutlich. Bei richtigem Verhalten bekommst Du viel mehr Respekt, als Du
Dir es jemals vorstellen konntest."
Wer sagt dir, das ich mich nicht richtig verhalte? Vor allem wer sagt dir, dass ich jemand bin, der alles und jedem seine Meinung über die Menschheit und Gesellschaft um die Ohren schlagen muss? Woran machst du fest, dass ich andere Menschen nicht respektvoll behandle?
,,Sehe ich anders. Auch Du erwartest doch den Respekt der anderen.
Ich erwarte oft sehr viel von meinen Mitmenschen. Manchmal vielleicht auch zu viel."
Lies mein Tagebuch- ich erwarte garnichts mehr von anderen Menschen, ausser von denen, denen ich vertraue. Deswegen hab ich diese ,,Friss oder stirb"-Einstellung- ja, die ist extrem- aber die hat mir auch aus meinen Depressioenn geholfen. ich bin so und das ist okay so.
Ich denke, wie gesagt, dass es gefährlich ist, von anderen Menschen genau den Einsatz zu erwarten, den man selbst gibt- denn JEDER MENSCH ist anders. Und nicht für jeden Menschen ist das wichtig, was dir selbst wichtig ist- und deswegen ist man selbst der einzige Mensch von dem man etwas erwarten sollte.
Liebe Grüße
SonneSatans