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Gute Nacht allerseits ^^

Habe seit einiger Zeit extreme Probleme länger als 2 h am Stück zu schlafen, wache teilweise auf und denke (wünsche) mir, es sei schon halb sechs, aber nein, 00:37...

Dann liege ich teilweise bis zu 3 h knallwach im Bett und schaffe es einfach nicht mehr, zur Ruhe zu kommen. Habe lange Canna. konsumiert, da ging das wesentlich besser, möchte und will aber nicht länger den Schleier des betäubt seins auf mein Bewusstsein legen. Dadurch träume ich natürlich auch viel Intensiver und die letzten beiden Nächte habe ich von meiner Ex geträumt..., der Wunsch, dass man sich gut versteht, ist hierbei präsenter als der Austausch von Zärtlichkeiten, wir unternehmen Dinge und verbringen Zeit zusammen, an Zärtlichkeiten erinnere mich gar nicht.
Waren nur 1 Monat zusammen und das ist jetzt auch wieder ein Monat her, bin zwar nicht so gut drauf, trauer aber auch nicht wegen ihr, allerdings merke ich, wie sehr mich ihre abweisende Art seit dem letzten Treffen (ende September) beschäftigt. Sie ist Borderlinerin und natürlich muss ich ihr Verhalten nicht auf mich beziehen, aber das, was im Bewusstsein ist, und das, was das Unterbewusstsein so treibt, sind grundsätzlich verschieden (das war auch während der Beziehung so, hab mich seit dem ersten Tag alarmiert gefühlt, mich nicht noch einmal auf eine Frau mit BL Störung einzulassen, jedoch hat sie mit ihrer perfekten Spiegelung meiner Wünsche und Vorstellungen alles rationale ausblenden lassen).

Mich nervt das einfach nur noch, Medikamente oder Schlaftabletten sind für mich keine Option, da *beep* ich lieber wieder, da weiß ich wenigstens, was drin ist und kenne die Nebenwirkungen...

Verstehe auch nicht, warum die träume so oberflächlich ablaufen, denn in mir steckt eine tiefe Sehnsucht nach Partnerschaft und Geborgenheit, im Traum sind wir fast ausschließlich draußen und unter Leuten, also nie irgendwas zu Hause in Zweisamkeit. Ich hoffe, ich schaffe es irgendwie, das Geschehene als geschehen und Geschichte zu akzeptieren, aber das Unverständnis über mich (warum habe ich trotz aller Warnsignale diese Beziehung gewagt einzugehen) und über sie (warum hat sie sich auf mich eingelassen, wenn sie wusste, dass sie einen ganz anderen Typ Partner braucht als mich) ist zu stark.

Das Text schreiben hilft anscheinend, fange an zu gähnen und die Augen werden schwerer, also beende ich diesen Thread mal wie begonnen...

Gute Nacht allerseits ^^

27.10.2016 02:16 • 01.11.2016 #1


16 Antworten ↓


cube_melon
Dir ist schon bekannt, dass man nach dem Absetzen von solchen "Mittelchen" Entzugserscheinungen bekommt?
Auch was da drin ist kann dir keiner sagen. Gibt ja auch keine Packungsbeilage bei so einem "Medikament".

Eine Beziehung mit einem Menschen mit einer BPS ist immer besonders. Eine Beziehung hat auf längere Zeit nur eine Chance, wenn es halbwegs, mit einer entsprechend angepassten Therapie behandelt wurde. Dazu muss der Partner sich auch mit der Thematik auseinandersetzen, einige grundlegende Dinge beherrschen und sehr kompromissbereit sein.
Bei einer BPS besteht halt die Problematik, dass die Menschen Probleme haben alleine zu sein, aber enge Bindungen Impulse auslösen die den Partner wegstoßen. Dieses wegstoßen kann auch sehr krass ausfallen. Entsprechend fühlen sich die Partner.
Warum sie dir aus deiner Sicht Augen gemacht hat kann ich dir sagen. Borderliner sind auch nur Menschen und haben auch das Bedürfnis nach Nähe und Sexualität.

Wirf bitte nicht alle Menschen mit BPD in eine Schublade. Es gibt auch wirklich genug die in Beziehungen leben und wo beide glücklich sind.

27.10.2016 03:08 • x 3 #2



Schlafprobleme und Einsamkeit

x 3


Jo, alles bewusst.
Egal, war ein Spielzeug, da es noch genug andere Spielzeuge gibt wurde ich dann wieder durch ein tolleres, größeres und vielleicht nicht so aufmerksamkeitsforderndes ersetzt, tolles Gefühl....
Nich mal ne Stellungnahme zu bekommen vom gegenüber, tolles Gefühl...
Wie Luft und Dreck behandelt zu werden, tolles Gefühl...

Mir erging es jetzt von 2 aus 2 mal exakt gleich nach einer Beziehung mit einem Menschen mit einer BPS, ein drittes Mal wird es hoffentlich nicht geben, für Krankheiten habe ich Verständnis, für Egoismus nicht

P.S. hatte das eben weiter ausgeführt, war aber noch nicht eingeloggt, nachdem der Text dann weg war, war meine Motivation, dass nochmal so ausführlich zu beantworten, dahin

27.10.2016 07:30 • #3


Entwickler
Zitat von Namb:
Mir erging es jetzt von 2 aus 2 mal exakt gleich nach einer Beziehung mit einem Menschen mit einer BPS, ein drittes Mal wird es hoffentlich nicht geben, für Krankheiten habe ich Verständnis, für Egoismus nicht

P.S. hatte das eben weiter ausgeführt, war aber noch nicht eingeloggt, nachdem der Text dann weg war, war meine Motivation, dass nochmal so ausführlich zu beantworten, dahin

Ich würde nie was mit einer Borderlinerin anfangen. Für jede Störung habe ich Verständnis, aber das geht eindeutig zu weit. Wenn Borderlinerinnen durch die Bank boykottiert würden, dann erst würden sie einen Drang verspüren, ihr diabolisches Verhalten (anders kann ich es nicht nennen) zu überdenken und abzustellen. Ja, letzten Endes ist es extrem narzisstisch, wie sich da aufgeführt wird. Und in der Regel sind sie noch uneinsichtig und stolz obendrauf. Ich habe gesehen, wie mein Stiefsohn darunter gelitten hat, wie er behandelt wurde.

27.10.2016 12:06 • x 1 #4


cube_melon
Zitat von Entwickler:
Wenn Borderlinerinnen durch die Bank boykottiert würden, dann erst würden sie einen Drang verspüren, ihr diabolisches Verhalten (anders kann ich es nicht nennen) zu überdenken und abzustellen.

Genau, we heal the world /ironie

27.10.2016 13:33 • x 1 #5


cube_melon
@Namb
Bei einem Menschen mit BPS bin ich selbst auch vorsichtig. Ist er mir zu heftig, lasse ich ihn nicht an mich heran. Das gilt aber auch für andere Diagnosen und "normale" Menschen.
Letztendlich kanntest Du das und hast nicht auf dein Bauchgefühl gehört, bzw. es ignoriert. Ein wenig trägst Du auch Anteil daran.

Noch einmal - unbehandelt ist es nahezu unmöglich mit einer stark ausgeprägten Borderline Persönlichkeit zusammen zu leben oder gar eine Beziehung zu haben. Mit behandelt meine ich, dass dieses Schwarz-Weiß denken und fühlen und einige andere erlernte Verhaltensweisen sehr stark vermindert sind.
Dazu kommt, dass sich die Partner auch in die Thematik einlesen sollten. Ohne kennen der Verhaltens- und Reaktionsketten hat man da keine Chance. Diese Diagnose erfordert ein sehr speziellen Umgang.

Eines kann ich dir versichern - hinter dieser Maske aus Narzismus, Egoismus und Abstoßen, steckt ein Mensch der oft unbeschreiblich gequält wurde. Dieser hat diese Qualen keinesfalls freiwillig bestellt. Ich kenne auch Schicksale, wo die Nachbarn weggeschaut haben.
Bis heute begegnen mit etliche Menschen mit BPS die keine Ahnung von DBT, Skills und anderen Therapieformen haben. Auch kennt nahezu keiner die passenden Kliniken. Wenn ich sehe, wie die Versorgung/Aufklärung dieser Menschen ist krieg ich Plaque.

Es ist auch immer eine Frage, wie gehe ich mit mir um? Im Bezug darauf meine ich, wieviel läßt man sich gefallen? Es gibt heftige Borderliner, aber jeder kann selbst freiwillig entscheiden was er mitmachen will und was nicht. Dies ist ein Kernpunkt im gutem Umgang mit sich selbst.

Es ist Schade, dass dein Text >Nul gewandert ist. Hätte es gerne gelesen.

27.10.2016 14:34 • x 1 #6


Zitat von Entwickler:
Zitat von Namb:
Mir erging es jetzt von 2 aus 2 mal exakt gleich nach einer Beziehung mit einem Menschen mit einer BPS, ein drittes Mal wird es hoffentlich nicht geben, für Krankheiten habe ich Verständnis, für Egoismus nicht

P.S. hatte das eben weiter ausgeführt, war aber noch nicht eingeloggt, nachdem der Text dann weg war, war meine Motivation, dass nochmal so ausführlich zu beantworten, dahin

Ich würde nie was mit einer Borderlinerin anfangen. Für jede Störung habe ich Verständnis, aber das geht eindeutig zu weit. Wenn Borderlinerinnen durch die Bank boykottiert würden, dann erst würden sie einen Drang verspüren, ihr diabolisches Verhalten (anders kann ich es nicht nennen) zu überdenken und abzustellen. Ja, letzten Endes ist es extrem narzisstisch, wie sich da aufgeführt wird. Und in der Regel sind sie noch uneinsichtig und stolz obendrauf. Ich habe gesehen, wie mein Stiefsohn darunter gelitten hat, wie er behandelt wurde.



....wenn es immer so einfach wäre...

Habe heute auch meinen Klinikbefund bekommen und da steht aich was von narzistischer Persönlichkeitsstórung, beziehungsunfähig, arbeitsunfähig etc...

Habe einen großen Anteil daran, und gebe mir am scheitern den größeren Anteil. Mich drauf einzulassen unterstreicht nur meine Unfähigkeit, mich klar zu distanzieren und meine Sehnsucht über meine Vernunft hab siegen lassen.

27.10.2016 21:47 • #7


Zitat von cube_melon:
@Namb
Bei einem Menschen mit BPS bin ich selbst auch vorsichtig. Ist er mir zu heftig, lasse ich ihn nicht an mich heran. Das gilt aber auch für andere Diagnosen und "normale" Menschen.
Letztendlich kanntest Du das und hast nicht auf dein Bauchgefühl gehört, bzw. es ignoriert. Ein wenig trägst Du auch Anteil daran.

Noch einmal - unbehandelt ist es nahezu unmöglich mit einer stark ausgeprägten Borderline Persönlichkeit zusammen zu leben oder gar eine Beziehung zu haben. Mit behandelt meine ich, dass dieses Schwarz-Weiß denken und fühlen und einige andere erlernte Verhaltensweisen sehr stark vermindert sind.
Dazu kommt, dass sich die Partner auch in die Thematik einlesen sollten. Ohne kennen der Verhaltens- und Reaktionsketten hat man da keine Chance. Diese Diagnose erfordert ein sehr speziellen Umgang.

Eines kann ich dir versichern - hinter dieser Maske aus Narzismus, Egoismus und Abstoßen, steckt ein Mensch der oft unbeschreiblich gequält wurde. Dieser hat diese Qualen keinesfalls freiwillig bestellt. Ich kenne auch Schicksale, wo die Nachbarn weggeschaut haben.
Bis heute begegnen mit etliche Menschen mit BPS die keine Ahnung von DBT, Skills und anderen Therapieformen haben. Auch kennt nahezu keiner die passenden Kliniken. Wenn ich sehe, wie die Versorgung/Aufklärung dieser Menschen ist krieg ich Plaque.

Es ist auch immer eine Frage, wie gehe ich mit mir um? Im Bezug darauf meine ich, wieviel läßt man sich gefallen? Es gibt heftige Borderliner, aber jeder kann selbst freiwillig entscheiden was er mitmachen will und was nicht. Dies ist ein Kernpunkt im gutem Umgang mit sich selbst.

Es ist Schade, dass dein Text >Nul gewandert ist. Hätte es gerne gelesen.



Ja, alles richtig. Eine traumatische Erfahrung ist allerdings noch lange keine Genehmigung nicht betroffene deswegen in den Abgrund zu ziehen, zu belügen, betrügen und zu vernichten. Ich war zu gutgläubig und viel zu instabil, liebe-und Bestätigungsbedúrftig, selbst eine "normale" Frau kann mir in diesem Stadium nur schwerlich gerecht werden, weil ich ein idealbild habe, dass von niemandem erfüllt werden kann. Naja, weiter geht's, was uns nicht umbringt, macht uns nur härter...
Ich muss jetzt irgendwie zusehen, dass ich in mein Leben eine klare Linie bekomme und anfangen mich und mein Leben anzunehmen und mit Achtung und Liebe zu füllen.

Bezüglich des Zulassens muss ich eingestehen, dass ich alles zulasse, da sie auf Grund ihrer Krankheit einen guten "Vorwand" hat, sich so zu verhalten. Ich bin fordernd und konfrontierend, dass sich zum 2. Von 2 malen eine BPS gestörte Person nach einer so kurzen Zeit (keine 2 Monate) von mir trennt, kann kein Zufall sein. Ich fordere es ja: zeige mir, dass du mich magst, oder verlasse mich, aber quäle mich bitte nicht mit Desinteresse...

Greez

27.10.2016 21:52 • #8


cube_melon
Habe gerade nicht so viel Zeit um ausführlich zu schreiben.

Es liegt mir absolut fern ein schädigendes Verhalten von anderen zu tolerieren oder schön zu reden.
Ich wehre mich gegen eine Stigmatisierung von Borderline Patienten.

Beispiel:
Ein Mensch hat ein Alk. und schädigt massiv sein Umfeld. Die Reaktionen der Umstehenden sind klar, verständlich, sachlich.
Nun stell einen ähnlichen Fall dar, wo ein Borderliner sein Umfeld schädigt. Da geht dann gleich gefühlt eine Hexenjagt los.

Guckst Du hier:
http://www.borderline-plattform.de/inde ... atisierung

28.10.2016 12:03 • #9


Entwickler
Zitat von cube_melon:
Habe gerade nicht so viel Zeit um ausführlich zu schreiben.

Es liegt mir absolut fern ein schädigendes Verhalten von anderen zu tolerieren oder schön zu reden.
Ich wehre mich gegen eine Stigmatisierung von Borderline Patienten.

Beispiel:
Ein Mensch hat ein Alk. und schädigt massiv sein Umfeld. Die Reaktionen der Umstehenden sind klar, verständlich, sachlich.
Nun stell einen ähnlichen Fall dar, wo ein Borderliner sein Umfeld schädigt. Da geht dann gleich gefühlt eine Hexenjagt los.

Guckst Du hier:
http://www.borderline-plattform.de/inde ... atisierung

Ist ja auch nachvollziehbar. Viele Ar. gibt es viel stärker verbreitet bei Borderlinern im Vergleich zu Alkis.

28.10.2016 12:07 • #10


cube_melon
So viel zum Thema "klar, verständlich, sachlich".

28.10.2016 14:45 • #11


Entwickler
Bestimmte Sachverhalte muss man auch mal auf den Punkt bringen.

28.10.2016 15:25 • #12


Luna-Rose
Hmm, ich dachte, es geht hier um Schlafprobleme und Einsamkeit? Aber das Thema Borderline passt auch! Ich war auch mit einem Borderliner zusammengewesen. Er war Alk. und hat sich immer mehr zerstört. Habe das anfangs nicht mitbekommen, denn er war sehr anhänglich und liebevoll gewesen. Die meisten Borderliner sind leider dazu nicht in der Lage langfristig eine Beziehung zu führen. Meistens wollen sie nicht alleine sein und können auch nicht alleine leben. Bin schon viele, viele Jahre von ihm getrennt, weil er mich fast kaputt gemacht hätte. Lügen über Lügen, manipulierte seine Familie und mich. Er war sehr witzig und intelligent! Saß dann im Gefängnis wegen ständiger Trunkenheit und fuhr ohne Fahrerlaubnis weiterhin ein Auto.
Trotzdem habe ich ihm geholfen, bis er mir im Gefängnis sagte, ich sei krank und wäre ein Borderliner! Wir hatten da mal wieder Streit gehabt und es gab auch wegen Eifersucht häusliche Gewalt. Wahrscheinlich wurde er auf seine Psyche hin untersucht und da muss wohl Borderline diagnostiziert worden sein. Er stalkte mich jahrelang per Telefon und über das Internet!
Er hat mich gedemütigt, geschlagen und meine Familie sowie Freunde schlecht gemacht. Irgendwann war ich einsam, weil keiner mehr Kontakt zu meinem Lebensgefährten haben wollte. Das war sein Ziel gewesen, mich von allen zu isolieren. Er kontrollierte mein Handy, mein PC, schrieb in meinen Namen emails an Freunde. Ständig knackte er mein Passwort von meinem PC und machte nur Unfug. Hatte Viren auf meinem Rechner, weil er auf diverse Por.seiten ging. In seine eigene Wohnung wollte er auch nicht, da wäre er ja einsam gewesen. Ich musste arbeiten und er verlor seine Arbeit als Banker. Es kam, wie es kommen musste und ich wäre ihn nie losgeworden, wenn er nicht im Gefängnis gesessen hätte. Das war meine Chance gewesen und habe ihn nicht mehr besucht.

Jahrelang hatte ich meine Ruhe und dann hat er mich über Fb kontaktiert. Bin ja ein freundlicher Mensch und nahm seine Freundschaftsanfrage an. Das war großer Fehler gewesen! Während ich in der Reha war, hat er auf meinem Profil schlimme Dinge über mich geschrieben und all meine Freunde konnten das Lesen. Habe ihn auf die Blacklist gesetzt und die Beiträge gelöscht. Es verging ein Jahr und dann stand er plötzlich vor meiner Tür. Es war Anfang November gewesen und ich war krankgeschrieben. Er wurde obdachlos! Wieder nutzte er meine Gutmütigkeit aus und ich konnte ihn nicht auf der Straße lassen. Also nahm ich ihn bei mir auf und verlangte, das er sich um seine Belange kümmert. Das hat er auch getan, aber 10 Tagen haben mir wieder mit ihm gereicht. Ja, er war liebevoll und machte Frühstück und kochte.

Trotzdem, ich bin froh gewesen, als ich ihn wieder losgeworden bin! Ganz ehrlich!

Mit einem Borderliner könnte ich auch keine Beziehung mehr eingehen. Da ist so vieles kaputt gemacht worden! Kann dich daher sehr gut verstehen.

Liebe Grüße
Luna-Rose

01.11.2016 03:43 • x 1 #13


cube_melon
Eine ausgeprägte und nicht behandelte BPS verläuft so ziemlich immer destruktiv und demjenigen ist ab einem gewissen Punkt nicht mehr zu helfen.

Ist BPS nicht behandelt, also besteht ein Substanzmissbrauch, selbstschädigendes Verhalten und ist die Impulskontrolle nicht vorhanden, ist so ein Mensch definitiv nicht in der Lage eine Beziehung zu führen.
Gewalt und Schädigung und Traumatisierung des Umfeldes ist auf gar keinen Fall tolerierbar. Da ist Selbstschutz angesagt. Zumal sich sein Zustand durch diese instabile Beziehung noch verschlimmert.

Ich frage mich immer, warum Menschen sich dem so lange aussetzen und nicht gehen. Er war derjenige der dir gegenüber mehrere Straftaten begangen hat. In deinem Fall hätte ich Anzeige erstattet und mir mein Umfeld gesichert. Warum Du dich nicht davor geschützt hast, ist mir unverständlich.

Bitte Leute, lasst so etwas nicht mit euch machen. Egal was für eine Diangose ein Mensch hat. Schützt euch und vor allen Dingen eure Kinder (!)

01.11.2016 13:10 • #14


Danke für deinen Beitrag Luna.

Ich habe nun schon einige Male gelesen, wie liebevoll und einfühlsam Borderlinern Patienten seien, wie sie einen immer wieder anhimmeln und wieder fallen lassen. Meine Erfahrungen sind da komplett das Gegenteil. Zum einen wurde ich in beiden Fällen nach wenigen Wochen in den Wind geschossen, niemals wurde versucht den Kontakt, geschweige denn die Zweisamkeit wieder aufleben zu lassen, beide Male blieben die Damen mit dem, was ich mir an Zuneigung, Geborgenheit und Zärtlichkeit wünschte, hinter meinen Erwartungen zurück. Vielmehr war es so, dass sie sehr aufmerksam meiner Lebensgeschichte und meinen Erwartungen lauschten und mir vermittelten, sie würden es mir mit Freuden zeigen, wie liebevoll sie sein können. Letztlich war aber ich die treibende Kraft, der aktive Part, kam von mir nichts, passierte auch nichts. Ich denke ein Hauptproblem bei mir ist die Sehnsucht nach einem Menschen, der mir das Gefühl gibt, es sei gut, dass ich auf der Welt sei. Mir fehlt auf Grund meiner frühkindlichen Beziehung wie bereits erwähnt das Gefühl, geliebt zu werden, die narzistisstischen und ideologischen Züge, die ich in meinem Leben entwickelt habe, gepaart mit dem Gefühl, nicht in diese Welt zu passen, nicht klar darüber zu sein, was meine Motivation ist, entfachen eine unglaubliche Angst, nicht liebenswert zu sein.
Der dadurch resultierende Hunger nach Anerkennung und Geborgenheit, Interesse an meiner Person, überfordert alle Personen inklusive mir.
Der ewig präsente Wunsch, eine Familie zu gründen, glücklich zu sein, eine Partnerschaft zu führen, wirkt auf mich immer utopischer. Ich mache zwar im Moment ganz gute Fortschritte und merke auch, dass mich die letzte Trennung emotional sehr kalt lässt, dennoch ist die Sehnsucht nach einem zu Hause und die Angst, keine Wirkung auf Frauen zu haben, unglaublich belastend.
Ich habe mir vorgenommem am Wochenende wieder öfter unter Menschen zu gehen und nicht mehr all die Zeit zu Hause in Trübsal zu verbringen. Den Wunsch, eigene Kinder zu haben, schiebe ich jetzt in die Schublade: das wird wohl eher nichts.
Mein Bedürfnis, Menschen, die auf mich liebenswert wirken, das aber nicht erfahren haben, mit meinem Tun und Sein die Weiten der Liebe zu zeigen, bringt mich nur an Menschen, die mir persönlich nicht das entgegen bringen können, was ich mir von einer Partnerschaft erwarte.
Bzgl selbstzerörung und Substanzmissbrauch kann ich niemandem einen Vorwurf machen, habe ich mich zwar nie wirklich selbst verletzt, aber durch sämtliche Studienabbrüche, Demotivation, Unentschlossenheit und etlichen Kilogramm konsumierten Marihuanas, habe ich genug dafür getan, mich immer weiter runter zu wirtschaften.

Was ist jetzt übrig?
Ein Gefühl des ewigen Versagens, Scheiterns und Sehnsucht, unendliche Sehnsucht...
...und ich bin wahrlich kein schlechter Mensch, benutze niemanden, um meine Bedürfnisse zu befriedigen, aber ich bin ängstlich, verunsichert und so verflucht misstrauisch, niemals den Anforderungen meines gegenübers gerecht werden zu können, von dem Gefühl, sexueller Defizite auf Grund meiner Hypersensiblen Art zu haben, ganz zu schweigen...

So, genug Melancholie für heute, habt einen schönen Tag und lasst euch nicht benutzen

Ganz liebe Grüße an die Leser/innen

Euer Nam

01.11.2016 16:19 • x 1 #15


Entwickler
Zitat von Namb:
Was ist jetzt übrig?
Ein Gefühl des ewigen Versagens, Scheiterns und Sehnsucht, unendliche Sehnsucht...
...und ich bin wahrlich kein schlechter Mensch, benutze niemanden, um meine Bedürfnisse zu befriedigen, aber ich bin ängstlich, verunsichert und so verflucht misstrauisch, niemals den Anforderungen meines gegenübers gerecht werden zu können, von dem Gefühl, sexueller Defizite auf Grund meiner Hypersensiblen Art zu haben, ganz zu schweigen...

Hallo Namb,

das hätte auch von mir sein können.

01.11.2016 17:17 • x 1 #16


Hallo Namb,

das hätte auch von mir sein können. [/quote]

Hey Developer

Dann sei doch erstmal beruhigt, nicht allein mit solch zermürbenden den Kopffickerein zu sein. Mich beruhigt es leidensgenossen zu haben, das gibt Kraft und Zuversicht.

01.11.2016 17:42 • #17



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