Hey WeiserKaiser,
das freut mich, dass du wieder mit dem meditieren angefangen hast und das sogar schon kanntest und zudem auch noch Erkenntnisse daraus gewonnen hast. Da bist du ja quasi ein Überflieger, wenn das bei dir so schnell geht
Darf ich fragen, welchen Fehler du entdeckt hast?
Meditation ist eine gute Sache, wenn man damit klar kommt. Ich kann es noch nicht alleine und mach es lieber unter Anleitung, also ein Podcast oder YouTube Video, hab da eine echt gute Seite gefunden, mit der ich quasi immer "ins Bett gehe" und mich in den Schlaf lullen lasse

Sehe mir ganz gerne auch Videos zur Persönlichkeitsentwicklung usw. an, manche sind echt gut, man muss eben sehen, was einen anspricht... Ich kann dir gerne mal meine Lieblingsseiten sagen, aber ich glaube Werbung ist hier nicht gestattet
Warum gehst du denn zu keinem Arzt mehr? Schlechte Erfahrungen?
Wenn du denkst du bist manisch depressiv, wäre eine sichere Diagnose schon gut, dann kann man auch besser was dagegen machen egal ob Medikamente oder Therapie. So wie ich dich verstehe hast du noch nie eine Therapie gemacht - weder stationär noch ambulant. Klar, wenn du es alleine schaffst ist es gut, aber wenn es nicht geht, ist es keine Schande Hilfe in Anspruch zu nehmen - auch für Männer. Ich habe mich gestern mit einer getroffen, die ich letztes Jahr in der Klinik kennen gelernt habe und aktuell wieder stationär ist. Sie meint auch, dass gerade sehr viele Männer auf Station wären. Nur leider darf man sich nicht zuviel davon versprechen. Wunder geschehen auch dort nicht und man ist irgendwie trotzdem auf sich gestellt. Aber wenn man es daheim nicht mehr aushält und nichts mehr so richtig gebacken bekommt, ist es gut aus dem Alltag mal gezogen zu werden. Aber es gibt auch hier die Unterschiede an Qualität von Kliniken. Die zuständigen Psychiatrien sind auch sehr unterschiedlich, habe hier auch schon einiges gehört. Ich hatte zwar Glück in der Hinsicht, allerdings sind spezielle Fachklinik oft besser, haben aber extreme Wartezeiten und wenn es einem schlecht geht, benötigt man ja gleich Hilfe und nicht erst in ein paar Wochen oder Monaten...
Seither tat die Wiedereingliederung in die Arbeit ja auch gut, nur diese Mal hatte ich keine Chance dazu und dass nach 16 Jahren Zugehörigkeit zur Firma. Das war schon hart. Genauso wie die ganzen Dinge, die danach noch kamen. Mich wundert es eigentlich, dass es mir für die Umstände relativ gut geht. Aber das blühende Leben bin ich natürlich gerade auch nicht. Hätte nicht gedacht, dass es so schwierig mit Arbeit und Wohnung ist. Daher kann ich dich ganz gut verstehen, dass du dich auf die Arbeit freust. Ich freue mich auch darauf, wenn man wieder Struktur hat, unter Kollegen auch mal nette Gespräche hat und eine Aufgabe. Wir Menschen sind schon ein komisches Völkchen - wir jammern bei zuviel Arbeit, aber auch wenn man gar keine hat. Liegt aber auch daran, dass ein zuviel von allem einfach schwer ist, ein Mittelmaß wäre gesund und ist eben schwer zu erreichen.
Ist das bei dir dann eine neue Arbeitsstelle? Was hast du denn gelernt und fühlst dich in dem Bereich richtig?
Das ist ja auch ein ganz wichtiger Punkt.
Ich kann gut verstehen, dass dich der Tod von deinem Paps sehr belastet hat und du dich wohl mit dem *beep* versucht hast zu beruhigen oder abzulenken. Hast du deshalb angefangen damit oder vorher schon ausprobiert? Und klar ist es hart, wenn einen die Mutter "rauswirft". Aber ehrlich gesagt, war das wohl das richtige von ihr. Man muss es alleine da raus schaffen und nicht anderen zuliebe usw. Und du hast es ja dann auch selber geschafft und das ist dann auch richtig und eher dauerhaft.
Hast du schonmal was von Co-Abhängigkeit gehört? Das sind ganz oft Angehörige/ Familie oder Freunde, macht aber leider meist beide kaputt auf Dauer. Von daher hast du ja schon ein wichtiger großer Schritt alleine geschafft und kannst stolz drauf sein. Und da ihr ja jetzt ein gutes Verhältnis habt, ist ja umso besser.
Konntest du denn mit jemand darüber reden, was für dich damals so schwer war oder hast du alles in dich reingefressen und versucht mit *beep* zu lösen? Ich denke sowas wäre gut in einer Therapie aufgehoben. Überleg es dir mal. Aber dann musst du dranbleiben, weil es nicht einfach ist jemand zu finden. Die Psychologen sind ja alle völlig überlaufen und man hat auch ambulant lange Wartezeiten. Und was du gelernt hast in dieser schweren Zeit ist auch beeindruckend. Es ist besonders, wenn man sich in andere hinein versetzen kann. Aber das können die wenigsten, ich fände es schon mal ausreichend, wenn man jeden einfach so akzeptieren würde, wie erst ist und nicht die eigene Meinung überstülpen oder unbedingt durchsetzen möchte. Ich finde es auch sehr schade, dass heutzutage auf wenig Menschen noch Verlass ist. Viele haben die Einstellung " komm ich heute nicht, komm ich morgen...". Ich bin sehr zuverlässig und wünsche mir das von anderen auch, aber naja...
Wie äußert sich denn bei dir das manisch depressive? Ich kenne mich damit nicht gut aus, aber habe schon gehört, dass man in der Manie eben übertriebene Dinge macht und sich für den Größten hält und in der Depression eben genau das Gegenteil...
Wenn die Musik gerade das einzige Interesse ist, kannst du es vielleicht ausweiten.
In welcher Form machst du denn Musik - spielst ein Instrument, singst oder schreibst und in welcher Richtung?
Wenn es dir wichtig ist, dann geh doch mal in Bremen auf die Suche wie hier bereits vorgeschlagen wurde, das sollte es dir doch dann wert sein. Ich kann gerne wieder nachfragen, wenn du hier ein kleiner Ar. brauchst
Und ja das mit den Hunden kann ich dir nur empfehlen, aber ist natürlich nicht jedermanns Sache
Ich hoffe so, dass ich irgendwann einen eigenen haben kann, aber seither war es schwierig und man muss ja auch an den Hund denken und nicht nur, dass es mir gut tut...
Ich guck am Dienstag nochmal 2 Wohnungen an und hab am Mittwoch ein Vorstellungsgespräch.
Drück mir die Daumen, dass auch ich mal wieder Glück habe
Liebe Grüße und
