App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

12

T

teichmaus
Mitglied

Beiträge:
243
Themen:
8
Danke erhalten:
9
Mitglied seit:
Hallo,

ich würde mich gerne über Manipulation durch andere austauschen. Also, Manipulation durch Partner, Eltern, Freunde, Arbeitskollegen ...

Vielleicht kann man einfach ein paar Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig aufbauen.

Wer hat Lust?

teichmaus

31.07.2008 #1


100 Antworten ↓
Z

Zicke50
Mitglied

Beiträge:
28
Themen:
2
Mitglied seit:
Hallo Teichmaus,

Wem der Schuh passt, der zieht ihn sich an, meinst du? Nun, ich liege mit meiner Vermutung doch wohl nicht daneben, oder? Ich sehe es so, dass nicht nur ich damit angesprochen wurde, aber die andere/n betroffene/n Person/en beziehen das vielleicht nicht auf sich.

Ich wollte mich zurückziehen, weil ich das, was du als Manipulation bezeichnet hast, hier nicht weiter betreiben wollte, indem ich Beiträge schreibe, auf die die andere betroffene Person dann reagiert oder umgekehrt. Ich wollte niemandem mehr Raum und Freiheit nehmen. Aus diesem Grunde hatte ich, nachdem du früher in diesem Thread schon dieses Thema angesprochen hattest, auch lange überlegt, ob ich überhaupt etwas schreibe und mich in einem anderen Beitrag, an dem ich auch gerne teilgenommen hatte, schon rausgehalten. Außerdem hatte ich das Gefühl, es war dir gar nicht so Recht, dass ich hier „auftauchte“. Es freut mich, wenn ich mich da geirrt habe. Es lag und liegt mir fern, „rumzicken“ zu wollen, jedenfalls hier...

Ich habe mal auf einen Beitrag in einem anderen Thread geantwortet, weil dort über meine Person geschrieben wurde und ich mit dem, was dort stand, nicht ganz einverstanden war. Als Manipulation habe ich das nicht gesehen (falsch?). Ich wollte einfach meine Sicht der Dinge darstellen, weil ich der Meinung bin, man muss beide Seiten kennen, um sich ein objektives Urteil oder eine objektive Meinung bilden zu können. Das habe ich schon öfters in diesem Forum gedacht, wenn man manche Beiträge liest. Die Leser bekommen doch immer nur die Sichtweise des Schreibenden vermittelt, kennen aber die andere Seite überhaupt nicht. Und alles hat nun einmal zwei Seiten.

Meinen eigenen Thread habe ich sicher nicht in dem Wissen geschrieben, dass eine der dort angesprochenen Personen das lesen würde. Zu dem Zeitpunkt war mir bekannt, dass der Betreffende mit dem Forum „nichts am Hut“ hatte und so fühlte ich mich sicher. Außerdem stand dort eigentlich nichts, was dem Betreffenden nicht bekannt war. Ich habe mich aber durch seinen Beitrag auch nicht manipuliert gefühlt, wenn es mir auch etwas unangenehm war, zugegeben.

Du hast schon Recht, oft merkt man selber gar nicht, dass man manipuliert, es geschieht eher unbewusst. Ich finde das Ganze ziemlich verwirrend. Vor allem, weil man bei dem, was man tut, ja nicht automatisch denkt: jetzt manipuliere ich. Sondern man handelt doch eher unbewusst oder gefühlsmäßig. Dass das dann als Manipulation ausgelegt werden kann, wird einem oftmals erst später bewusst.

Ich würde gerne weiter mitreden, wenn es denn nicht unerwünscht ist..

Lieben Gruß
Zicke


Hallo, Simple,

Zitat:
Ich habe also jemandem bekundet, dass er meine Aufmerksamkeit hat und ich Achtsam bin.
Tugenden, die ich für ganz wichtig erachte.
Durch diese Aufmerksamkeit bekommt der Beachtete die Chance im übelsten Fall mich zu vereinnahmen mit allem, was er an Aufmerksamkeiten benötigt.
Soweit, so Gut, wenn nicht gerade Dieses zur völligen Vereinnahmung führt, damit zur Manipulationsgefahr und Ausnutzung



Ich glaube, diese Aussage kann man auch von zwei Seiten sehen. Du siehst die Gefahr, durch deine Achtsamkeit, Aufmerksamkeit und Fürsorge völlig vereinnahmt und ggf. manipuliert zu werden. Das mag richtig sein. Aber besteht nicht auch die Möglichkeit, dass der derjenige, dem du all dies zuteil werden lässt, sich nicht auch vereinnahmt und damit ggf. manipuliert fühlen kann? Dass bei dem anderen Gefühle aufkommen, wie z.B.: „er macht und tut alles für mich, was bezweckt er damit bzw. was wird jetzt von mir erwartet? Wie soll mich ich mich jetzt verhalten? Muss ich mich dankbar zeigen? Muss ich im Gegenzuge mich genauso verhalten?“ Oder auch: „Eigentlich ist mir das zu viel, aber wie soll ich ihm das vermitteln, ohne ihn zu kränken?“

Hast du z.B. deine Mutter mal gefragt, ob sie deine Fürsorge in dem Maße überhaupt wollte?
Wenn du dich irgendwann ausgenutzt gefühlt hast, hast du mit deiner Fürsorge nicht vielleicht erst den Grundstein dafür gelegt? Auch dafür, dass sich deine Geschwister dann aus Bequemlichkeit ihrerseits zurückgezogen und dir das Feld überlassen haben?

Das ist nicht böse gemeint und ich mag mit meinen Gedankengängen falsch liegen, aber es ist vielleicht eine Überlegung wert.

lieben Gruß
Zicke

21.05.2008 15:54 • #82


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Manipulation

x 3


N

Nicita
Mitglied

Beiträge:
258
Themen:
18
Danke erhalten:
1
Mitglied seit:
Hallo,



war heute beim Fussball und habe ein bissel Dampf abgelassen...

Ich weiß jetzt gar nicht ob es was mit Manipulation zu tun hat...wollte nochmal auf Zickes Posting eingehen.

Zitat:
Erziehung fand im Übrigen hauptsächlich durch meinen Vater statt, weil meine Mutter zu schwach war und ebenfalls von ihm nur untergebuttert wurde. Ergebnis war, dass ich ein wenig selbstbewusster Mensch wurde, der sich kaum etwas zutraute, der sich nicht abgrenzen konnte, nicht „nein“ sagen mochte aus Angst vor Zurückweisung und Ablehnung, immer auf der Suche nach Anerkennung und damit manipulierbar. In Beziehungen wollte ich aber immer das Sagen haben, aus Angst, so zu werden wie meine Mutter.

All dies habe ich aber so hingenommen und mir über die Auswirkungen auf mich und mein Leben nie größere Gedanken gemacht. Ich hatte zwar zeitweise mit Angstzuständen und Panikattacken zu tun, habe dies aber nie in einen Zusammenhang mit meiner Erziehung gebracht.



Bei uns lief das ähnlich, wobei ich zu meiner Mutter ein gutes Verhältnis hatte..Die Frage ist warum war sie "schwach"...Bei uns war es so, dass mein Vater sehr cholerisch war...Er konnte massiv ausflippen und rumbrüllen und wurde ein zwei Mal wohl auch handgreiflich meiner Mutter gegenüber...um die FAssade zu wahren nach außen, hätte sich meine Mutter aber nicht getrennt..obwohl sie eigentlich eine sehr stolze Frau ist.

Auch ich schwanke darin, einerseits das Sagen, die KOntrolle haben zu wollen und gleichzeitig der Wunsch, dass mir was abgenommen wird, dass ich mich fallen lassen kann..dass ich nicht für alles verantwortlich bin..

Ich habe auch lange gebraucht und bin mir heute immer noch nicht sicher ob das die Gründe für mein Verhalten sind...

Zitat:
Komischerweise verstärkten sich meine Probleme in dem Moment, wo ich anfing, über mich und etwaige Zusammenhänge mit meiner Erziehung nachzudenken. Anstatt Erkenntnisse umzusetzen und gegenzusteuern, machte ich immer mehr falsch und verrannte mich immer mehr. Momentan fühle ich mich absolut beziehungsunfähig.

Muss ich jetzt meinem Vater die Schuld daran geben?


In der Phase bin ich auch gerade...jetzt wo ich anfange richtig zu Zusammenhänge zu verstehen, ballt sich in mir alles zusammen...und das schlimme ist, man hat niemand mit dem man wirklich darüber reden kann..vor zwei Wochen kamen mir beim Kochen solche "ERkenntnisse" , ich war nicht mehr fähig, mich wirklich meiner Tochter anzunehmen in dem MOment. Das macht mich fertig...Ich weiß teilweise gar nicht wie ich mit den Erkenntnissen umgehen soll...was bringt es mir ...?

Man muss seinem Vater nicht die Schuld geben...Ich schwanke auch noch zw. Wut und gleichzeitig Verständis dafür, dass er so reagiert hat..Er lebt seit 15 Jahre nicht mehr...

Der Hohn ist, dass mir immer gesagt wurde, dass man nicht lügen soll...dadurch tendiere ich dazu immer viel zu reden und habe schwierigkeiten dinge nicht zu erzählen...gleichzeitig war nahezu unsere ganze Familiensituation eine Lüge..

Hat es doch was mit Manipulation zu tun

lg

17.05.2008 22:38 • #66


Zum Beitrag im Thema ↓


R
Hallo Teichmaus.
Habe gerade Deinen Thread gefunden.
Mich interessiert das Thema sehr.
Wie stellst Du es Dir vor?
Bin erst neu hier.

L.G.Rücklicht

#2


N
Hallo Teichmaus,

wäre auch gerne dabei

Mein erster Gedanke war abe...Warum entsteht Manipulation ? Habe gerade im Moment viele GEdanken darüber...

Meinungen anderer über mich/ oder allgemein, die man dann annimmt, weil man in sich selbst nicht stark genug ist, die eigene Meinung anzunehmen, zu vertreten ?

Oder wie meinst du das?

LG
Nicita

#3


T
So, dann will ich mal erklären, wie ich das meine:

Es gibt ja viele Formen der Manipulation, deswegen habe ich zumindest schon mal aufgeschrieben, wo ich Manipulation herkenne.

Ich wurde in meiner Grundfamilie sehr manipuliert. Alles mußte nach aussenhin stimmen, es wurde darauf geachtet, dass nicht über uns geredet wurde, der Schein wurde gewahrt. Und wehe, es war doch anders, dann war man für alles mögliche verantwortlich: dass die Familie kaputt sei, dass es dem Vater/der Mutter schlecht ging, und und und ...

In meinem Beziehungen erlebte ich auch Manipulation - vor allen Dingen in meiner letzten.

Naja, und es ist dadurch für mich manchmal sehr schwer, der eigenen Wahrnehmung Glauben zu schenken.

Ich will auch gar nicht alles auf einmal schreiben, sondern mal schauen, wie sich die Gespräche hier entwickeln. Und so nach und nach kommt dann mehr und mehr hervor.

Ich würde mich jedenfalls über regen Erfahrungsaustausch und evtl. neue Erkenntnisse freuen.

Alles Liebe
teichmaus

x 1 #4


simple8
hallo teichmaus,

ein interessantes thema hast du aus gesucht.

ich habe hierzu nur als anfang die folgenden fragen:
wer will mich wohin manipulieren?
warum lasse ich diese manipulation möglicherweise zu?
kann ich gegen diese manipulationsversuche mich wehren?
wo laufe ich gefahr selber zu manipulieren?

lG
s8

#5


P
hallo,

ein wirklich gutes thema...

ich weiß - aus eigener erfahrung - dass ein mensch mich im großen ausmaß durch 'emotionale nähe' meinerseits manipuliert hat...heute weiß ich, doch leider zu spät erkannt!!!

gruß

x 1 #6


P
berichtigung:

heute weiß ich es, doch leider zu spät erkannt!!!

#7


N
Zitat von teichmaus:

Ich wurde in meiner Grundfamilie sehr manipuliert. Alles mußte nach aussenhin stimmen, es wurde darauf geachtet, dass nicht über uns geredet wurde, der Schein wurde gewahrt. Und wehe, es war doch anders, dann war man für alles mögliche verantwortlich: dass die Familie kaputt sei, dass es dem Vater/der Mutter schlecht ging, und und und ...



Na, dann willkommen im Club Du hast es ja bereits angedeutet... in meinem anderen Thread...

Ich weiß nur nicht mehr, ob ich verantwortlich gemacht wurde..ich habe einfach nichts erzählt...(darf man ja nicht!)

Die Frage ist nach wie vor. WAs ist Manipulation...Frage ich mich selbst.

ERzähle kurz eine Geschichte:
Meine Mutter hatte nach dem Tod meines Vaters einen Lebensgefährten. Netter Mann, wirklich, gut situiert, gebildet usw.
Als ich beim Mittagessen was erzählen wollte, dass nicht in das "gute" Bild passen würde...bekam ich einen Tritt unter dem Tisch Ist das bereits Manipulation ? Keine Ahnung...

Andere wollen ihre Wertevorstellung auf einen übertragen, weil sie es nicht anders kennen und der Meinung sind, diese Anschauung ist richtig und gut...Ist das bereits Manipulation ?

WEitere Antworten

lg

x 1 #8


simple8
wäre dann erziehung schon von geburt an als manipulativ einzuschätzen sein?

ich frage mich, ist der einfluss der eltern und ihrer verhaltensweisen nicht schon eine beeinflussung, der wir uns aus einem selbstgemachten meinungsbild gar nicht entziehen können?

machen da nicht die entwicklungen im kindesalter, des heranwachsens, mit dem schaffen einer eigenen meinung, soweit die möglichkeit besteht, erst klar, wohin man sich bewegen möchte und welche manipulation man selber zulassen will oder gegenwirken in der lage sein wird. ein beispiel ist meiner meinung nach in der pupertätsphase, in der der jugendliche anfangen, sich gegen die bisher kennen gelernten ansichten und auffassungen auflehnt und damit so einiges an "unordnung" in das familienumfeld bringen.

in einer gefühlsbetonten beziehung, bin ich als herangereifter mensch doch für mich soweit herr meiner eigenen meinung, so dass ich sagen kann, halt, soweit und nicht weiter. wenn ich mich aus gewissen situationen nicht herausziehen kann, ohne dabei für mich abwägen zu können, was für mich noch akzeptabel ist ohne das ein schaden entsteht, wird diese beziehung doch fraglich betrachtet werden müssen, oder?
dafür sind dann freunde, familie oder soetwas, wie dieses forum, eine hilfestellung, soweit sie auch selber für sich angenommen werden kann.

es gibt ein schönes buch das heisst "märchenhafte freiheit".
es stellt mit vielen thesen verschiedener gebiete zur persönlichkeitsfindung die fragen an den leser, wie weit er sich in seiner persönlichkeit stark und selbstsicher bewegt und einer manipulation aussetzt.
ich finde es ein lesenswertes buch. liest sich nicht in zehn minuten, weil man wirklich sich gedanken machen muss.

lG
s8

#9


T
Juhu, es gibt Antworten - freu.

Für mich ist das ein sehr wichtiges Thema.

Lieber simple,
ich würde gar nicht mal erst mit diesen Fragen anfangen. Denn ich denke, dass für jeden Menschen Manipulation wo anders anfängt bzw. jeder was anderes darunter versteht. Und sicher, irgendwo manipuliert man immer irgendwo.

Liebe Pauline,
darf ich wissen, was Du mit emotionaler Nähe meinst? Geht es um eine Beziehung?

Liebe Nicita,
irgendwo ist das schon eine Manipulation, wenn man unter dem Tisch eine getreten bekommt, damit man den Mund hält.
Ich denke eh, dass man in der Erziehung sehr viel manipulieren kann, schließlich sind die Kinder abhängig von den Erwachsenen und werden in gewisse Richtungen gelenkt. Ich spreche also nicht von liebevoller Erziehung.

Mir geht es in meinem thread gar nicht um die Manipulation durch Medien oder sonst was in der Art. Sondern um die Manipulation, die unser Leben dahingehend verändert hat, dass Angstzustände und Panikattacken unser Leben bestimmen oder bestimmt haben.

Und da hoffe oder wünsche ich mir, dass man sich ein bißchen Halt gibt und sich Mut macht.

Versteht ihr was ich meine?

Liebe Grüße
teichmaus

#10


P
hallo teichmaus,

ja, meine damit eine jahrelange beziehung...

einschüchterung und beeinflussung ist doch manipulation, oder?

ganz langsam und stetig - anfangs vielleicht unbewußt, später bewußt - wurde ich durch dominanz und egoismus meines ex-mannes zu einem 'instrument' und zwar zu seinem.....


gruß

#11


T
Hallo Pauline,

dann habe ich das richtig verstanden. Ja, das ist auch Manipulation. Ich habe das selber auch erlebt. Zunächst denkt man noch, das ist Liebe und irgendwann stellt man fest, dass man seinen Weg verlassen hat und ein anderer Mensch geworden ist.

Bei mir tauchten danach viele, viele Fragen auf. Und das Schlimme ist, dass ich es Jahre später noch einmal mit mir habe machen lassen. Allerdings war das eine andere Art der Manipulation.

Ich denke, ich habe es jetzt begriffen!! Lange hat es gedauert, aber immerhin bin ich jetzt soweit. Aber schlimm für mich sind immer noch diese offenen Fragen ...

teichmaus

#12


P
hallo teichmaus,

diese offenen fragen habe ich an mich selbst .. ich finde keine befriedigende antwort!!!

mir sagte jemand: "hake es ab"..."du kannst es nicht mehr ändern" ....
"es kann nur besser werden"...

ist ja auch irgendwie richtig und ich kann auch zwischenzeitlich trotz der hin und wieder aufkeimenden fragen und den dazu fehlenden antworten gut damit umgehen..

trotz allem hat es mein leben geprägt...

ich habe gelernt - anfangs mit allzu viel vorsicht - dann mit gesundem mißtrauen durch's leben zu gehen - und schaue positiv in die zukunft

gruß

pauline

x 1 #13


simple8
hallo ihr lieben,

ich habe diese offenen fragen und finde keine befriedigende antworten....

das lese ich aus den beiträgen.

nun könnte ich ja manipulierend sagen, ich hatte anfangs fragen gestellt, die aber als nicht relevant erschienen.

warum lässt man sich manipulieren, wo liegt der hintergrund.

ich höre emotionales als begründung, liebe, als eine andere.

ist ok, anfänglich mag es in ordnung sein, doch was ist, wenn sich mit der zeit die frage einschleicht, wieso mache ich etwas, was ich gar nicht wollte oder will.
warum reagiere ich nicht so pragmatisch, wie in anderen fällen, in denen es ohne emotionen zusammen läuft.

warum schiebe ich dem nicht einen riegel vor und wie kann ich das tun.
welche ängste entstehen bei mir, die sich bei den gedankenspielen ergeben, konsequenzen aus meinen überlegungen zu ziehen?

weiß ich im endeffekt, was ich wirklich will, oder ist es eine eigene ungefestigte meinung. signalisiere ich aus meinem verhalten heraus nicht eine unsicherheit, die der andere ausnutzen könnte?

gerate ich möglicherweise in eine abhängigkeit?

ist misstrauen ein richtiger weg? verbaue ich mir dadurch nicht mögliche bessere wege, die ich durch dieses selber verbaue.

vllt. darf/kann ich antworten finden, auch von euch.

lG
s8

#14


P
hallo simple,

berechtigte grundsätzliche fragen zu dem thema manipulation ‚mensch zu mensch’, über die man sicher tage-, nächtelang diskutieren kann…

da ich mich in diesem thread personenbezogen geäussert habe, bringen mich ’warum, wieso, weshalb’ nicht wirklich weiter und die wahre antwort werde ich für mich auch nicht mehr finden…

einen ansatz gibt es…ich habe mich deshalb selbstkritisch in die verantwortung genommen mit der feststellung bzw. dem ergebnis: SELBST SCHULD

ich habe dadurch einiges dazugelernt…auch über mich…

du, ich meinte ‚gesundes’ misstrauen, aber gleichzeitig auch ‚gesundes’ vertrauen, denn das, was ich gemacht habe, war ‚blindes’ vertrauen und damit bin ich gestrandet…

gruß

pauline

#15


simple8
hallo pauline,

ich schreibe dich direkt an, weil du auf meinen eintrag direkt geantwortet hast.
ich denke, es ist schon gut und richtig anhand persönlicher erfahrungen oder beispielen seine meinung im thread zu erläutern.

aber wollen wir nicht erkennen oder hilfen suchen, warum habe ich mich manipulieren lassen? warum habe ich mich dem nichterwehrt?

ich habe aus deinem beitrag glesen, dass du in den jahren deiner ehe mehrfach derartige erfahrungen machen musstest.
waren es loyalitätsgründe oder sollte der schein nach aussen gewahrt bleiben??

ich für mich habe festgestellt, dass ich einem traum, oder nennen wir es brutal einer selbstlüge, erlegen war und dann sehr unsanft und leidvoll erwachen musste.
ich habe mit der folgenden zeit bei mir festgetellt, dass sich meine lebenseinstellung geändert hat.
ich habe mich nicht mehr blenden lassen von dem großen schönen und glitzernden schein des umfeldes. also habe ich mein umfeld begonnen aufzuräumen und mit menschen mich zu umgeben, denen ich zutraue gleiche gedanken und ideen zu vertreten. ein schwerer leidvoller weg.

lG
s8

#16


P
hi simple,

in deiner antwort finde ich wieder worte wie: WARUM??

nein, ich will es nicht mehr wissen….ich will nicht mehr nach schuldzuweisungen suchen, es hilft mir persönlich nicht mehr weiter…ganz im gegenteil, es würde mich wieder ‚runterreißen’….

fehler werden gemacht….ich kenne jetzt meine fehler, leider erst zu spät erkannt; bin dadurch in selbstmitleid verfallen, verbitterung, selbstaufgabe etc. ...ich stand mir im wege, habe mich immer wieder mit diesen fragen und den fehlenden antworten selbst 'umzingelt'..gebracht hat es mir letztendlich nicht's....

erkenntnis meinerseits: mach es in zukunft besser und schau in diese positiv!!!

um zu dieser erkenntnis zu kommen, war es auch für mich ein leidvoller weg, den man wohl erst einmal gehen muss wie du ihn jetzt gehst…dieser weg ist zu schaffen!!

ich wünsche dir viel kraft…

gruss

pauline

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

simple8
liebe pauline,

danke für deine antwort.
wie ich sie auffassen soll weiß ich eigentlich so gar nicht.

ich will auch nicht versuchen etwas in deine antwort hinein zu interpretieren.

mein leidvoller weg ist ein großstück abgehandelt, ich habe meine erkenntnisse aus den fragen, die mich zum ergebnis gebracht haben, schon länger gezogen, ohne anspruch auf endgültigkeit.

ich bin sicherlich nicht verbittert oder schwelge im selbstmitleid.

berufliches hat meine situation im großen und ganzen hervorbeschworen, ich habe etwas daran zu ändern, wie auch immer ich die chancen finden werde.
ich habe privat dabei ebenfalls erkenntnisse ziehen müssen, diese sind genauso schmerzlich, aber ich habe nicht vor, mich unterkriegen zulassen oder x für´n u vormachen...

jedenfall habe ich meine schwächen für mich klarer erfasst und kann zu ihnen stehen, sei es dadurch, dass ich verletzlich bleibe, oder rechtzeitig aus derartigem herausziehen kann, mit oder ohne schmerzen.

ich weiß auf jedenfall, dass ich manipulierbar bleiben werde. denn ich weiß, dass im augenblick, in dem emotionen und der innere einsatz für eine sache aufgebracht wird, bin ich mit herz und seele dabei. ohne dem würde ich keine großen sinn in dem finden können.

lG
s8

#18


T
So, ich schalte mich mal wieder dazwischen

Bei mir ist das so, dass ich aufgrund einer sehr manipulativen Beziehung immer wieder ins Grübeln komme. Das interessante ist: ich bin intelligent, kann durchaus selbstbewußt sein und bekomme schon mit, wenn etwas nicht gut läuft.
Mein Problem ist aber dann mein großes Hasenherz. Und prompt lasse ich mich "vera..."

In der angesprochenen Beziehung war das so, dass ich nach Strich und Faden belogen und betrogen wurde. Ich wurde demontiert, er hat Lügen über mich verbreitet, um als armer Mensch dazustehen. Und ich gab ihm immer wieder Chancen. Er sprach von großer Liebe und dass er eine schlechte Kindheit gehabt habe. Und selbstverständlich waren seine Beziehungen vorher auch sehr schlecht.
Und was mache ich? Ich verzieh, holte ihn wieder hoch, half ihm und so weiter und so fort ...

Dann kam der Tag an dem es zum großen Knall kam und ich verschwand aus seinem Leben. Telefonnummer ist eine andere, die mail-Adresse auch. 1 1/2 Jahre Ruhe. Jetzt haben wir wieder Kontakt und ich merke, die Tour soll schon wieder anfangen. Aber nicht mit mir. Ich fühle mich einfach nur gelangweilt dadurch.

Aber diese dämlichen Fragen, die immer wieder kommen ...

teichmaus

#19


N
Hallo,

ich muss gleich los... Deswegen nur kurz...

Ist die Frage nicht warum WIR uns manipulieren lassen ? Nicht die "Schuld" dem anderen zuschieben, sondern die Gründe bei uns suchen ?

Warum leben wir in einer Traumwelt ? Warum merken wir nicht, dass da was nicht stimmt, obwohl wir es eigentlich doch merken ?

Ich spreche da auch aus Erfahrung...Warum habe ICH mich manipulieren lassen ?

Wollen wir darüber diskutieren ?

lg

#20


A


x 4


Pfeil rechts




Dr. Reinhard Pichler
App im Playstore