Hallo,
war heute beim Fussball und habe ein bissel Dampf abgelassen...
Ich weiß jetzt gar nicht ob es was mit Manipulation zu tun hat...wollte nochmal auf Zickes Posting eingehen.
Zitat: Erziehung fand im Übrigen hauptsächlich durch meinen Vater statt, weil meine Mutter zu schwach war und ebenfalls von ihm nur untergebuttert wurde. Ergebnis war, dass ich ein wenig selbstbewusster Mensch wurde, der sich kaum etwas zutraute, der sich nicht abgrenzen konnte, nicht „nein“ sagen mochte aus Angst vor Zurückweisung und Ablehnung, immer auf der Suche nach Anerkennung und damit manipulierbar. In Beziehungen wollte ich aber immer das Sagen haben, aus Angst, so zu werden wie meine Mutter.
All dies habe ich aber so hingenommen und mir über die Auswirkungen auf mich und mein Leben nie größere Gedanken gemacht. Ich hatte zwar zeitweise mit Angstzuständen und Panikattacken zu tun, habe dies aber nie in einen Zusammenhang mit meiner Erziehung gebracht.
Bei uns lief das ähnlich, wobei ich zu meiner Mutter ein gutes Verhältnis hatte..Die Frage ist warum war sie "schwach"...Bei uns war es so, dass mein Vater sehr cholerisch war...Er konnte massiv ausflippen und rumbrüllen und wurde ein zwei Mal wohl auch handgreiflich meiner Mutter gegenüber...um die FAssade zu wahren nach außen, hätte sich meine Mutter aber nicht getrennt..obwohl sie eigentlich eine sehr stolze Frau ist.
Auch ich schwanke darin, einerseits das Sagen, die KOntrolle haben zu wollen und gleichzeitig der Wunsch, dass mir was abgenommen wird, dass ich mich fallen lassen kann..dass ich nicht für alles verantwortlich bin..
Ich habe auch lange gebraucht und bin mir heute immer noch nicht sicher ob das die Gründe für mein Verhalten sind...
Zitat:Komischerweise verstärkten sich meine Probleme in dem Moment, wo ich anfing, über mich und etwaige Zusammenhänge mit meiner Erziehung nachzudenken. Anstatt Erkenntnisse umzusetzen und gegenzusteuern, machte ich immer mehr falsch und verrannte mich immer mehr. Momentan fühle ich mich absolut beziehungsunfähig.
Muss ich jetzt meinem Vater die Schuld daran geben?
In der Phase bin ich auch gerade...jetzt wo ich anfange richtig zu Zusammenhänge zu verstehen, ballt sich in mir alles zusammen...und das schlimme ist, man hat niemand mit dem man wirklich darüber reden kann..vor zwei Wochen kamen mir beim Kochen solche "ERkenntnisse" , ich war nicht mehr fähig, mich wirklich meiner Tochter anzunehmen in dem MOment. Das macht mich fertig...Ich weiß teilweise gar nicht wie ich mit den Erkenntnissen umgehen soll...was bringt es mir ...?
Man muss seinem Vater nicht die Schuld geben...Ich schwanke auch noch zw. Wut und gleichzeitig Verständis dafür, dass er so reagiert hat..Er lebt seit 15 Jahre nicht mehr...
Der Hohn ist, dass mir immer gesagt wurde, dass man nicht lügen soll...dadurch tendiere ich dazu immer viel zu reden und habe schwierigkeiten dinge nicht zu erzählen...gleichzeitig war nahezu unsere ganze Familiensituation eine Lüge..
Hat es doch was mit Manipulation zu tun
lg