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Toja666

Toja666
Mitglied

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Hallo,
ich schwanke sehr zwischen dem Wunsch nach echten Kontakten und dem Gefühl, dass ich eigentlich besser allein bleibe.

Mit meinem Hund Zora fühle ich mich oft sicherer als unter Menschen.
Gleichzeitig fehlt mir manchmal Austausch und Nähe.
Kennt ihr dieses Hin- und Her zwischen Nähe suchen und Rückzug?

Wie geht ihr damit um?

01.01.2026 x 6 #1


18 Antworten ↓


S
Ich kenne das auch ein bisschen.
Ich würde schon gern Leute kennen lernen, aber ich find Menschen halt auch oft sch.🤷🏻‍♀
Und es muss halt passen, ich mag es nicht wenn ich das Gefühl hab mich verstellen zu müssen und richtige Freunde muss man eben auch erst mal finden. Ich nenne nicht jeden gleich „Freund“.
Ich glaub das ist heute generell schwierig echte Freunde zu finden. Alle gucken nur auf sich selbst, alles ist schnelllebig…

x 5 #2


A


Konflikt aus Kontakt und Alleinsein

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Elisabeth71
Ja , mein Singletag ist angefüllt mit Hobbies.
Nur wenn eine menschliche Beziehung zu jemandem da ist , habe ich nicht das Gefühl , dass mir jemand meine Zeit stielt. Eine menschliche Beziehung muss sich auch erst entwickeln. Von alleine kommt nichts.

x 4 #3


Feuerschale
Den Konflikt kenn ich auch. Vor allem möchte ich keine banalen sehr begrenzte Kontakte wo man auf alles aufpassen muss damit es halbwegs passt. Da finde ich alleine sein besser.

Aber ich hatte auch schon gute und echte Begegnungen zb Brieffreundin zu Besuch, und wenn das weg war da fehlte schon was, da wird das Gefühl von Einsamkeit auch stärker.

Oder mit manchen kann man interessante Gespräche führen oder es betrifft innerlich was, da ist man dann ja voll da.
Aber wo man die Menschen trifft und da auch Platz hat dass sich was entwickeln kann find ich nicht so einfach.

Vor allem wenn durch Alter und Ängste, Verpflichtungen und schlechte Erfahrungen wenig Kraft übrig ist.
Und wenn man sich aufmacht ist auch die Frage ob Türen aufgehen oder die anderen satt sind und nur bisschen Bespaßung suchen

Da ist das wo vielleicht noch wichtig, also Gemeinde ging dann oder so Ehrenamt oder Philosophie Buchzirkel oder sowas.

x 2 #4


S
Ja ich kenne das und habe mir damit beholfen einfach Wärmepflaster und Muskelentspannungsdusche, und wärmende Lotion zu verwenden. Ich dusche warm und lange und fühle mich dadurch besser.
Ich hatte mir Duftkerzen gekauft, und Zimmerpflanzen was auch noch mal das Klima verbessert, die Sinneseindrücke kriegen dadurch gutes vermittelt.

Ich leide an Behinderungen, von denen einiges auch gar nicht abgeklärt wurde weil ich in meinem Umfeld medizinisch auch nur diskriminiert werde und wurde wegen meinem Aussehen, weil ich arm bin usw. auch immer nur ausgegrenzt. Ich bin auch immer alleine und mit anderen Leuten Kontakt aufnehmen ist in meinem Umfeld schwierig, weil es gibt einfach zuviele Leute die einen direkt ausgelacht, aggressiv und angewidert angeglotzt haben usw. Der Landkreis und darüber angrenzend ist auch alles leider rechts-blau. Ich wundere mich nicht hier wie Dreck behandelt zu werden. Ich war hier immer nur arbeitslos, arm, isoliert, die geisteskranke hässliche usw.

Das sind sehr eklige Leute und es gibt leider nicht wenige von denen. Ich war jetzt fast das ganze Jahr über nur in meiner Wohnung gelegen, weil man halt sonst nichts draußen machen kann. Man hat halt kein Eigentum, keine Arbeit, ist im öffentlichen Leben sowieso ausgegrenzt, hat kein/kaum Geld.

Ich versuche wenn ich wach bin alles darin zu investieren, dass es mir halbwegs gut geht, ich kaum Schmerzen habe und mich was wärmt.

#5


Rick
Ich kann den Konflikt nachvollziehen. Ich sehne mich nach Menschen. Wenn ich unter ihnen bin, ist es oft so, dass ich wieder allein sein möchte. Das ist ein Indiz dafür, dass ich die richtigen Menschen noch nicht gefunden habe.

x 2 #6


Mercutio
Hi @all.
Ich hab Weihnachten seit mehr als 20 Jahren mal wieder alleine "gefeiert". Hans mir schön gemacht.
Gestern war ich nun mal bei meinen Eltern, die lernen noch. Mein Bruder war da mit seiner Frau und seinem kleinen Töchtern.
Und bis auf meine Nichten war es schrecklich. Nur Gekeife und Geschrei, keiner hört dem andern zu, niemand lässt einander ausreden, hab mich gefragt wie ich in der Familie überlebt hab...
Was mich so unendlich traurig macht und mich so einsam fühlen lässt, dass es mir immer wieder Tränen in die Augen treibt und ich schlucken muss. Ich höre von Bekannten und sehe in WhatsApp Stati Bilder von Familien die sooo weit weg sind von der meinen. Und ich spüre die Auswirkungen in mir... Den Hunger nach Liebe, Anerkennung, Vertrauen und Sicherheit. So stark, so verzehrend. Ich fühle mich wie ein schwarzes Loch, und will meine Umwelt nicht verzehren. Fast als wenn ich ansteckend wäre.
Also ziehe ich mich zurück, mache mich rar, lerne mich ab.

x 4 #7


A
@Rick
Ohja genau DAS!
Kenne ich hundert pro.

x 2 #8


Mercutio
wende mich ab... meinte ich

#9


Feuerschale
Zitat von Rick:
Ich kann den Konflikt nachvollziehen. Ich sehne mich nach Menschen. Wenn ich unter ihnen bin, ist es oft so, dass ich wieder allein sein möchte. Das ist ein Indiz dafür, dass ich die richtigen Menschen noch nicht gefunden habe.

ja ist oft schwierig da die richtige Dosis und die richtigen Menschen zu finden.
Und manchmal ist das eigene Bedürfnis auch zwiespältig...also bedürftig nach Nähe aber auch gereizt sein oä.
ich glaub da bräuchte man auch mal jemand mit dem man boxen kann oder so 🤔🙃

Vieles in Gesellschaft ist ja auch still da sitzen und dann Gespräche...und ob die einen so mitnehmen das ist immer so ne Sache, kann mal aber muss nicht. Und was man selber einwirft, können viele auch nix mit anfangen.

x 2 #10


Feuerschale
Zitat von Mercutio:
Und bis auf meine Nichten war es schrecklich. Nur Gekeife und Geschrei, keiner hört dem andern zu, niemand lässt einander ausreden, hab mich gefragt wie ich in der Familie überlebt hab...
Was mich so unendlich traurig macht und mich so einsam fühlen lässt, dass es mir immer wieder Tränen in die Augen treibt und ich schlucken muss.

Da hast du dann die Erfahrung vor Augen, die mit deinen inneren Gefühlen oder Bedürfnissen nicht so zusammenpasst.
Mir wurde das in meinen 20ern auch ziemlich bewusst.
Heißt aber nicht, dass alle Menschen so sind. Die Kernfamilie ist zwar verfügbar, aber passt nicht unbedingt zum eigenen Wesen.

x 2 #11


Mercutio
Mir ist das auch schon seit 30 Jahren bewusst, geschockt hat es mich dennoch mal wieder.
Und ich wollte Bezug nehmen auf die innere Zerrissenheit zwischen Kontaktsuche und Ablehnung. Danke dir für Deine Antwort.

x 1 #12


Feuerschale
ich glaube, manche Kontakte sind auch begrenzter als andere.
Ich meinte, der Rückzug bezieht sich dann oft auf die eine Erfahrung mit Familie oder wenige.
Denkst du dass, du bei "tieferen" Kontakten auch dicht machen würdest @Mercutio?

#13


Mercutio
Kurzzeitig ja, weil ich mit meiner miesen Stimmung andere nicht runterziehen wollen würde (war nun auch so).
Ich kenn mich ja aber nun auch und weiß was mir gut tut, daran halte ich mich, dann wird die Stimmung wieder besser und dann nehme ich auch wieder Kontakt auf.
Die Fallhöhe war nur letztens sehr tief.
Bei mir ist es Selbstfürsorge, Journaling, gutes selbstgekochtes Essen und Sport

x 2 #14


Monolog
@Toja666
Zitat von Toja666:
Kennt ihr dieses Hin- und Her zwischen Nähe suchen und Rückzug?

Ja, das kenne ich auch. Bei mir war es aber kein Rückzug an sich, sondern ein Kontaktabbruch aus Selbstschutz und Notwendigkeit. Ohne Not hätte ich mich sonst nicht in die völlige Isolation begeben, aus der ich nun wieder herausfinden will.

#15


Cbrastreifen
Zitat von Elisabeth71:
Ja , mein Singletag ist angefüllt mit Hobbies.

Das klingt gut.
Bist Du glücklich?

#16


Cbrastreifen
Zitat von SolanasPflicht:
Das sind sehr eklige Leute und es gibt leider nicht wenige von denen. Ich war jetzt fast das ganze Jahr über nur in meiner Wohnung gelegen, weil man halt sonst nichts draußen machen kann. Man hat halt kein Eigentum, keine Arbeit, ist im öffentlichen Leben sowieso ausgegrenzt, hat kein/kaum Geld.

Ich versuche wenn ich wach bin alles darin zu investieren, dass es mir halbwegs gut geht, ich kaum Schmerzen habe und mich was wärmt.

Das klingt traurig.
Wie kommst Du damit klar, über all die Jahre?

#17

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Elisabeth71
@Cbrastreifen
Ich bin zufrieden und manchmal auch glücklich. Mehr erwarte ich nicht. Doch , etwas möchte ich gerne haben : Einen Sinn . Ich möchte wissen , wofür mein Leben gut ist.

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Cbrastreifen
Zitat von Elisabeth71:
Ich bin zufrieden und manchmal auch glücklich. Mehr erwarte ich nicht. Doch , etwas möchte ich gerne haben : Einen Sinn . Ich möchte wissen , wofür mein Leben gut ist.

Schön, das klingt tatsächlich recht ausgesöhnt und mehr kann man glaube ich nicht erwarten.
Sinn, ja das haben wir lange Zeit verdrängt, jetzt kommt es endlich wieder.

Deutungsangebote gibt es sehr viele, aber sie müssen einem natürlich auch passen, es fühlt sich fremd und falsch an, wenn sie einem übergestülpt werden. In welche Richtung geht denn Deine Sinnsuche?

#19


A


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Dr. Reinhard Pichler
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