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@saidndone
Also gerade diese Profit-Sache mag ich so eigentlich nicht stehen lassen...
Es kann sein, dass sich aus einer Zweck-Gemeinschaft tatsächlich am Ende eine Freundschaft ergibt, aber meiner Erfahrung nach ist das eher selten der Fall... Sie beschränkt sich meistens simpel auf den Nutzen, den man vom Anderen hat - fällt der weg, war*s das.
Aber ich weiss worauf du hinaus willst...
Du hast natürlich recht, dass die meisten Freundschaften nicht vor dem Hintergrund entstehen, dass sich beide denken "Ich such mir jetzt einen Freund!"
@Birgit
Extrovertierte Menschen wirken stark, optimistisch und interessiert.
Introvertierte Menschen wirken meist abweisend, eigenbrötlerisch und desinteressiert.
Man sollte zwischen beidem die goldene Mitte finden, mit der man sich selbst noch wohlfühlt, denn im Extrem wirkt keines von beidem wiederrum anziehend.
(Das hängt im Übrigen überhaupt und in garkeinem Fall mit körperlicher Attraktivität zusammen! Ein gutes und gepflegtes Erscheinungsbild sind äußerst hilfreich... das muss man eigentlich eh keinem sagen. Aber ob man zu dick, zu dünn, zu groß, zu klein ist - spielt keinerlei Rolle, solang man trotzdem selbstbewusst auftritt! Überhaupt ist Selbstbewusstsein der Faktor schlechthin... Körperliche Faktoren stellen sich ohnehin sehr schnell von selbst raus - würde ich mich aber auch nicht von entmutigen lassen, sondern es als gegeben hinnehmen.)
Aber geh auf die Leute zu, unterhalte dich mit allen, die dir interessant scheinen, versuch mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Versuch dich in Gesellschaft mit anderen spassend und im Gespräch zu zeigen. (selbst wenn du von ihnen selbst eigentlich nichts möchtest)
Interessiere dich für die Belange und auch die Trivialgespräche der anderen, denn Beziehungen wollen gepflegt werden, egal ob dich etwas interessiert oder nicht.
Erscheine regelmäßig mit anderen auf Parties! Auf Parties lernt man meiner Erfahrung nach selten jemanden kennen, wenn man alleine hingeht - besser ist es in Gemeinschaft zu gehen und damit einerseits zu zeigen, dass man ohnehin ein interessanter Mensch ist und andererseits auch die Freunde der Freunde kennen zu lernen. (hierbei ist egal ob du diejenigen mit denen du kommst tatsächlich als Freunde betrachtest, es geht mehr um die Kontakte mit denen du gehst.)
Wähle das Niveau des Gesprächsthemas und deiner Beiträge dem Gegenüber angemessen! Versuche auszuforschen welchen Bildungsgrad er hat und versuche ihn weder zu unterfordern (langweilen), aber auch nicht zu überfordern (anstrengen).
Hierzu empfehle ich die schulische Laufbahn nur als Indiz zu behandeln... es gibt strunzdumme Akademiker und informierte Hauptschüler - mach das abhängig von der Person und nicht von ihrem Titel!
Deute an, was dir Freude macht und dich interessiert, was man gemeinsam unternehmen könnte oder erzähl von deinen Erlebnissen auf einer Feier, während eines Vereinstreffens, Kneipenbesuchs, Friseurbesuchs... (was auch immer) mit anderen Menschen. (Menschen hören meist gern lustiges und erbauliches über anderer Leute Leben - Auch Tratsch ist ein Weg und gehört... warum auch immer... zu den sozialen Qualitäten des Menschen) Werde dabei aber NIEMALS bösartig, intrigant oder gehässig!
Und vor allem - GANZ WICHTIG! Ergreif die Initiative! Warte NIEMALS ab, bis du irgendwohin eingeladen wirst! Schlage Veranstaltungen und Tätigkeiten selbstständig vor, denn dann wissen die anderen was du mitmachst und wo man mit dir Spass haben kann, werden bei ähnlichen Tätigkeiten auch an dich denken, wenn sie mit dir Spass hatten und werden dich dazu einladen! Dann sei aber klug und tu alles dafür während des Events zu dem du einlädst auch zu tatsächlich voll mitzumachen - sitz nicht einfach nur dabei, sondern stürz dich voll rein (tut nicht nur dir gut, sondern präsentiert dich auch bestens)
Ignoriere aber auch deine Bekannten nicht - du weisst wahrscheinlich selbst wie frustrierend es sein kann abseits zu sitzen... versuch sie einzubinden (DU bist der/die Agierende!) und falls sie sich gleichmaßen enthusiastisch ins Geschehen stürzen, dann bleib erst recht in ihrer Nähe und mach mit!
In Gesprächen versuche vor allem abzuklappern wofür sich ein Mensch interessiert, was ihn bewegt - wähle dann das Thema so, dass es seine Interessen anspricht und wenn du von dir selbst erzählst, wähle Themen, bei denen er mitsprechen kann!
Das "Worüber" ist dabei im Übrigen völlig uninteressant, wichtiger ist es überhaupt in ein Gespräch zu kommen, das beide Seiten als angenehm und möglicherweise sogar spannend empfinden (Diskussionen sind immer bestens).
Schaffe Momente - "An die man sich zurückerinnert..." bei denen man sagt "Das war doch mal lustig!"
Aber und vor allem... damit das klappt gehe komplett kreativ daran und improvisiere in der Situation selbst! Nichts wirkt verkrampfter als eine komplett durchgeplante Veranstaltung im privaten Rahmen. (Damit meine ich lediglich - stell keinen Tagesplan auf... wenn dir etwas Erbauliches für Zwischendrin einfällt (Meinetwegen ein Trinkspiel zum Beispiel) dann warum nicht?
Achja... Alk. - auch hier heisst es die goldene Mitte zu finden. Alk. enthemmt und sorgt für eine lose Zunge - eine wünschenswerte Ausgangssituation! Übertreib es aber nicht, aber komplett abstinent kann (muss nicht) eine Veranstaltung ziemlich schnell versacken. (Das kommt allerdings auch sehr stark auf den Rahmen an! Versuche da dringenst Etikettenbrüche und Fettnäpfchen zu vermeiden - soweit möglich)
Verschweige gezielt - alles belastende, alles negative, alles was dich bedrückt
Denn wichtigste Regel: Zeige in der Kennenlern-Phase deine Stärken, zeige Interesse, zeige Engagement, Zeige deine Qualitäten... für alles andere ist zu Beginn die Bekanntschaft nicht stark genug (viele werden es nie) und wenn du beginnst deine Probleme zu wälzen überwiegt für den anderen schnell der Kostenfaktor, sodass er den Nutzen aus den Augen verliert (Da stimme ich saidndone zu)
Der Nutzen ist aber nicht nur fachlicher oder schulischer Rat, sondern gerade auch deine Fähigkeiten als Gesellschafter solltest du herausstreichen. Den Leuten sollte klar werden, dass du ein weltoffener Mensch bist, mit dem man viel Spass haben und so einiges unternehmen kann. Später dann (falls die Bekanntschaft diese Qualität annehmen sollte) ist wichtig, dass du zeigst was du weisst und dass du viel Verständnis hast, dass man mit allem zu dir kommen kann. (Vertrauensbasis finden)
Dann und erst dann! Kannst du langsam beginnen das Bild vom perfekten Menschen aufzulösen und auch mal Schwäche zeigen und Probleme wälzen (würde ich aber auch nicht dringend die weltschweren Themen nehmen - die überfordern viele Menschen.)
Such dir Plattformen um Menschen kennen zu lernen: Vereine, Kneipen, Friseure, während des Shoppens, auf Parties, im beruflichen Alltag, im familiären Umfeld, im Umfeld deiner jetzigen Bekannten - überall kann man ins Gespräch kommen, wenn man es richtig anstellt. (Lass dabei aber vor allem keine - "Was will der/die jetzt von mir?" Situation entstehen) Zeige dein Interesse an einem anderen Menschen offen, sodass er direkt entscheiden kann, ob er darauf eingehen möchte oder nicht!
Ahja... wenn du erstmal einen Bekannten hast, bei dem du das Gefühl hast ihm Vertrauen zu können, dann schäm dich nicht "dich verkuppeln" zu lassen und das meine ich nicht nur in Beziehungshinsicht - die Frage "Kennst du nicht wen, mit dem man mal...?" ist nicht nur legitim, sondern das A und O des Vitamin B.
So Nachwort:
Betrachte alle Menschen, die du auf diese Weise kennen lernen solltest vor allem erstmal als Bekannte! nicht als Freunde! Häng dich nicht zu sehr an sie! Wenn sie weg sind, sind sie weg - kannst EINMAL hinterhertelefonieren oder nach entsprechendem Menschen fragen, aber wenn sich daraus kein weiteres Treffen ergibt, dann LASS ES SEIN!
Und nochwas... Wenn du auf die Art konsequent in der Menge badest, dann kennst du nach einer Zeit jede Menge Menschen und wirst feststellen, dass ein Großteil davon nichts taugt - das ist simpel der Rundumschlag, der bei mir eine zeitlang ganz gut funktioniert hat. Verliere darüber aber nicht aus den Augen wer wirklich interessant für dich ist und wer nur ein Bekannter - Ich rate nämlich (anders als andere) nicht dazu nur auf eigenem Boden zu jagen (also in Etablisements in denen es wahrscheinlicher ist Gleichgesinnte zu treffen) sondern ich rate WILDERE - nimm alles mit...
Kann jetzt auch daran liegen, dass ich ein Kerl bin und da die Regeln etwas anders sind, aber ich gehe derart auf "die Jagd" und habe damit ganz gute Erfahrungen gemacht... müsste ggf. eine Frau mal ergänzen und korrigieren/ihre Strategien präsentieren.
Naja gut... ich hoffe du kannst damit was anfangen und
greetz der Spiegel