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*LittleAngel*
Hallo ihr Lieben!

Das was ich momentan empfinde, konnte ich zunächst nicht so recht zuordnen. Vllt ordne
ich es auch fälschlicher Weise der Einsamkeit zu, aber ich denke Einsamkeit trifft es doch am besten.

Egal was für ein Problem ich habe, ich kann zu niemanden damit gehen...

Das geht damit los, dass wenn ich etwas plane oder auf die beine stellen will, nie das gefühl habe, dass das bei irgendjemanden meiner liebsten ernsthaft gehör findet. sie nicken nur, nehmen es hin, aber nehmen es nicht wirklich wahr, manchmal sticheln sie (oder ich empfinde es zumindest so). und da ich sowieso die erste bin die an sich zweifelt, habe ich es mittlerweile aufgegeben, so etwas mit denen zu besprechen, ich hab eh nicht das gefühl, dass sie das hören wollen.

Weiter geht es mit meinen Gefühlen, die ich meinen nächsten bereits garnicht mehr mitteile. Die behalte ich komplett für mich, weil ich garnicht weiß wohin mit den Füllen an Gefühlen, die ich empfinde. Sie sind so wirr und vielseitig, dass es mir schon fast peinlich ist, mein ganzer Kopf und Körper sprudelt nur so über mit Gefühlen und Gedanken... Selbst wenn ich den Mut fände es jemanden mitzuteilen, wüsste ich garnicht wo ich anfangen soll und ich kenne auch keinen Menschen, der überhaupt weiß, mit so einer Fülle an Gefühlen umzugehen. ich mein ich kann damit ja nichtmal selbst umgehen...

Am schlimmsten ist es aber, wenn es um die Angst geht. Ich fühle mich damit so komplett allein, auch wenn ich weiß, dass es vielen so geht oder ging. Meine Eltern litten beide unter Panikattacken und Angstzuständen, als sie in meinem alter waren. Sie redeten mir immer gut mut zu und haben mich unterstützt wo es nur ging, aber ich finde dazu keinen Zugang. Meine Schwestern haben dieses Problem zwar nicht, aber sie informierten sich, suchten nach so vielen verschiedenen Lösungsansätzen und träumten sogar schlecht, weil sie sich um mich sorgten, doch auch dazu finde ich keinen Zugang. Mein Freund, den ich über alles liebe, begleitete mich auf jeden weg den ich beschritten habe, unterstützte mich, solange bis er selbst sogar an burnout litt. und er tut es wieder, lenkt mich ab, redet mir mut zu, versucht mich zum lachen zu bringen aber auch dazu finde ich keinen Zugang. Ihr seht, ich bin nicht allein, einsam aber irgendwie schon.

Ich versuche mal zu beschreiben wie sich das anfühlt...

Wenn mich einer von denen in den Arm nimmt, fühle ich keine Wärme, obwohl ich weiß, dass die soviel Wärme zu geben haben. Wenn ich mit meinem Schatz intim bin, bin ich trotzdem ganz weit weg irgendwie, ich empfinde auch keinen Höhepunkt mehr, auch wenn es sich durchaus schön und nicht etwa befremdlich anfühlt. Ich friere wenn ich nachts neben ihm im bett liege und fühle mich allein, zunächst dachte ich dass es daran liegt, dass ich aufgehört habe ihn zu lieben, aber das ist definitiv nicht der Fall. Denn wenn ich zum Beispiel bei meiner mama auf der couch penne, weil mir das früher immer geholfen hat, wenn ich krank war oder es mir schlecht ging, dann fühle ich mich auch nicht mehr heimisch und geborgen so wie früher.
Wenn ich mit Freundinnen kontakt habe, rede ich mit denen nur noch über oberflächige Sachen oder höre mir deren Probleme an, versuche sie aufzumuntern. Auch deren Versuch mich aufzumuntern findet bei mir keinen Anklang.

Wie sich das auswirkt: Oh mann, es beeinflusst eig mein ganzes leben, ich versuche mal die markantesten Punkte zu nennen.

Ich stopfe mich mit Schrott voll, viel Schokolade, macht aber nur zeitweise glücklich, zumal ich dann immer bauchweh kriege.
Meine liebsten kriegen nur noch patzige Antworten von mir, denn seitdem ich mich soweit weg von denen fühle, suche ich manchmal schon gezielt meine Ruhe und empfinde die Menschen in meinem Leben zeitweise sogar schon als anstrengend. Ich habe bereits nach einer einzimmerwohnung gesucht, und mich mit dem gedanken angefreundet mich von meinem Freund zu trennen, am liebsten allein irgendwo und nie wieder jemanden begegnen. Klingt natürlich dramatisch und drastisch, aber irgendwie gefällt mir der gedanke irgendwie. Das unterscheidet sich sehr zu früher, da war allein sein für mich unvorstellbar. Aber da ich eh keinen bezug zu denen habe, macht es ja fast keinen unterschied mehr.
Am erschreckensten jedoch ist, dass ich mittlerweile eine Maske trage... Niemand außer mir weiß derzeit, wie es mir wirklich geht. Ich habe Leute immer verabscheut, die einem nie das wahre Gesicht zeigen und für jeden ein passendes Gesicht aufsetzen. Und mittlerweile bin ich auch so
Deswegen nannte ich den thread auch gute miene zum bösen spiel....

Ich habe vergessen, wann ich das letzte mal aus tiefstem herzen und aus tiefster seele ehrlich und herzlich gelacht habe....

Ich weiß echt nicht mehr was ich machen soll, zu wem ich gehen soll, ich komme mir so ruhelos und rastlos vor, so als wäre ich dauernd auf der suche nach der lösung, komme aber nie ans ziel...

Therapie etc hatte ich schon, half mir nur bedingt.

Gott, ich komme mir so vor, als wenn ich nicht nur in ein Loch falle, sondern in einen riesen Abgrund, und wenn es mir jetzt schon so damit geht, habe ich Angst, was am Ende des Abgrunds auf mich wartet.

Bisher habe ich es immer geschafft, wieder aufzustehen, wenn ich in ein loch gefallen bin, aber ich fürchte mich wirklich was dieses mal nun kommt, oder ob es überhaupt ein ende hat...

Hat jemand ein paar tröstende worte?

02.09.2012 15:29 • 10.09.2012 #1


10 Antworten ↓


Hey littleangel,

tröstende Worte kann ich leider nicht finden; aber einen guten Rat: Halte Dich an Deinem sozialen Umfeld fest! Einsam innerhalb eines sozialen Umfeldes zu sein, kann die Hölle bedeuten, aber einsam UND allein zu sein ist noch tausendmal schlimmer.

Ich dachte auch mal, dass es zu anstrengend ist, die sozialen Kontakte zu halten, dass die Mühe nicht lohnt, da mir so viel Unverständnis entgegengebracht wurde, etc. Dann brach ich ab. Zunächst stellte sich das schleichend ein, dann, durch ein paar Umzüge: plötzlich. Freunde und Freundin weg, nur die Maske blieb. Nun, ein Jahr lang Qualen und alles; das war es echt net wert.

Diese ganzen Kontakte wieder (bzw. neue) anzuknüpfen, war sehr viel schwerer, als sie fahren zu lassen. Mittlerweile weiß ich, dass es für mich anstrengend ist, anrufe anzunehmen, bzw. selbst anzurufen, emails zu schreiben, die Unsicherheit bleibt ja bestehen: aber alles ist besser, als allein zu sein.

Also: Halt Dich fest. Es kommen wieder bessere Zeiten, aber viel eher, wenn Du Deine Freunde, Familie, eben Deine Liebsten behälst.

Mehr kann ich net sagen.

Gruß

R.

04.09.2012 19:41 • #2



Gute Miene zum ''bösen Spiel''

x 3


*LittleAngel*
Vielen Dank

Das hilft mir eigentlich schon sehr, denn ich war mir echt unsicher ob ich wirklich hier alles
aufgeben soll und irgendwo anders hingehen soll, um alle hinter mir zu lassen...

Das kommt mir ja auch nicht wie die super lösung vor...

aber wie ich schon sagte, das kommt mir momentan irgendwie am logischsten vor... ich will ja nicht weiter eine belastung für die sein und auf deren ratschläge nur zickig reagieren, das haben die irgendwie nicht verdient

Aber dein Beitrag ermutigt, weiter den Kampf aufzunehmen und dieses Gefühl von Geborgenheit zurückzugewinnen

Danke nochmal

05.09.2012 00:42 • #3


Das klingt nach einer Depression die du da hast. Du solltest dir unbedingt wieder professionelle Hilfe holen. Wenn du eine Therapie versucht hast, die dir nicht geholfen hat, dann war es vielleicht die falsche therapierichtung, Versuch einfach noch eine andere.

05.09.2012 05:58 • #4


*LittleAngel*
Ja ist nur die Frage welche...

Hatte zwei Gesprächstherapien, die erste hatte mir eigentlich recht gut geholfen, danach fühlte ich mich besser, ich kannte danach die Ursachen meiner Probleme, meine Therapeutin hatte mir viele Zusammenhänge erläuteren können.

Die zweite hatte ich wieder bei der gleichen Therapeutin, hielt das für gut, da wir schon einen Draht zueinander hatten. Das klappte auch auf Anhieb, aber die Gespräche wiederhoten sich mit der Zeit, wir drehten uns im Kreis und hatten nur noch die gleichen Themen, da wir bereits alles bequatscht hatten. Ich brach die dann nach der Hälfte ab.

Dachte auch schon an Verhaltenstherapie oder Gruppentherapie, hatte mich auch schon für autogenes Training usw interessiert, um das Gefühl der Ruhe mal wieder herbei führen zu können, aber vieles kostet mich selbst, und Therapie kann ich glaube ich in zwei Jahren erst wieder machen, soweit ich richtig informiert bin.

Hmm, ich versuche ja schon immer, mich irgendwie fröhlich zu stimmen, aber das wirkt meistens nur bedingt und hält nicht lange an... ich werde wohl einfach weiter kämpfen müssen

LG

05.09.2012 10:00 • #5


Hey,

mach das, was Du für richtig hälst. Mich freut es natürlich, wenn Dir meine Antwort weitergeholfen hat. Aber ich hätte Dir keinen 'Rat' (schon gar keinen guten Rat) geben dürfen: war eigentlich nur ein Erfahrungsbericht.

Aber danke für die nette Antwort.

Viele Grüße

R.

06.09.2012 16:24 • #6


*LittleAngel*
Zitat von Raskolnikow:
Hey,

mach das, was Du für richtig hälst. Mich freut es natürlich, wenn Dir meine Antwort weitergeholfen hat. Aber ich hätte Dir keinen 'Rat' (schon gar keinen guten Rat) geben dürfen: war eigentlich nur ein Erfahrungsbericht.

Aber danke für die nette Antwort.

Viele Grüße

R.



Ja Erfahrungsberichte können einem durchaus weiterhelfen Es hat mich ermutigt weiterhin den kampf aufzunehmen und um den kontakt und die wärme mit meinen liebsten weiterhin zu kämpfen, weil es sich einfach lohnt.

Heute zb hatte ich wieder so eine Situation. Ich war beim Arzt, weil mein Magen nicht ok ist (oder ich das Gefühl habe er ist nicht ok...). Mein Freund hat mich dahin gefahren und war kaum noch ansprechbar. ich habe es aufgegeben, mich für meine angst rechtfertigen zu wollen, einerseits habe ich das Gefühl dass ich dann eh nur eine belastung für ihn bin, andererseits glaube ich einfach nicht, dass das ankommt, was ich versuche ihm zu sagen. Früher habe ich ihn darin einbezogen, habe seine ratschläge angenommen und seine ermutigungen genossen und heute will ich von vorn herein nichts mehr dazu hören und reagiere schon patzig. oder ich sage ihm einfach nicht wenn etwas nicht stimmt, weil ich garnicht erst will das ers weiß. ich entferne mich, von meinen gefühlen kriegt er fast nichts mehr mit, ich schließe ihn systematisch und bewusst aus meiner gefühlswelt aus und halte ihn von meinen problemen fern... und lachen tue ich nur, damit er nichts merkt, wenn eine lustige situation ist. ebenso ist es mit freunden oder familie.

Nachdem ich vom Arzt wiederkam und ihm erzählte, dass auch dere Arzt meine Symptome nicht normal findet, nicht nur ich und er mich jetzt auf gewisse sachen testen wird, kam er mir wieder entgegen und wollte mich mit zu seinem bruder nehmen, einfach ne schöne zeit zusammen verbringen. Ich hatte einfach überhaupt kein Bedürfnis dazu, ich habe mehrmals nein gesagt, kein bock drauf... und als ich dann doch miitgekommen bin weil er dann zufrieden ist, saß ich eben auch nur fehl am platz darum, also die beiden zusammen sind einfach ein komisches duo, früher haben wir zusammen tränen gelacht, aber heute habe ich eben auch nur mitgelacht, damit es nicht komisch aussieht... halt einfach kein bezug mehr dazu...

LG

07.09.2012 03:32 • #7


Nimm die anderen doch nicht so wichtig.
Warum darf denn keiner etwas von deinen Gefühlen mitkriegen?
Du stellt die anderen irgendwie auf ein Podest. Zumal die Leute dir ja wohlgesonnen sind, verstell dich doch nicht. Du hast Angst vor der Reaktion der anderen auf deine Gefühle: Überleg dir, was dir daran so immens wichtig zu sein scheint.
Du möchtest nicht, dass sie sich Sorgen machen? Wo Probleme sind, sind Sorgen auch nichts Falsches.
Du fast Angst, dass die anderen deine Gefühle nicht ernst nehmen, weil sie dich schon sehr oft so erlebt haben? Wieso ist es dir wichtig, was andere über deine Gefühle denken? Habe einfach Gefühle und leb damit. Es gibt eben immer mal Zeiten im Leben, in denen man nicht gut lachen kann. Na und?! Das kommt wieder. Tu dir Gutes und freu dich daran.
Und wenn du mal wieder keinen Bock auf andere hast, dann bleib eben alleine. Mache keine Unternehmungen mit, auf die du keine Lust hast. Du hast es doch nicht nötig, von dir abgelenkt zu werden. Befasse dich mit deinen Hobbies und geh täglich raus, am besten in den rühen Morgenstunden, wenn es grad hell wird. Die kühle Morgenluft pustet die Depressionen weg und du hast viel Zeil, alles zu verarbeiten. Bei mir hilft das gut. Probier es einfach mal aus.

07.09.2012 06:57 • #8


Zitat von *LittleAngel*:

Mein Freund hat mich dahin gefahren und war kaum noch ansprechbar. ich habe es aufgegeben, mich für meine angst rechtfertigen zu wollen, einerseits habe ich das Gefühl dass ich dann eh nur eine belastung für ihn bin, andererseits glaube ich einfach nicht, dass das ankommt, was ich versuche ihm zu sagen. Früher habe ich ihn darin einbezogen, habe seine ratschläge angenommen und seine ermutigungen genossen und heute will ich von vorn herein nichts mehr dazu hören und reagiere schon patzig. oder ich sage ihm einfach nicht wenn etwas nicht stimmt, weil ich garnicht erst will das ers weiß. ich entferne mich, von meinen gefühlen kriegt er fast nichts mehr mit, ich schließe ihn systematisch und bewusst aus meiner gefühlswelt aus und halte ihn von meinen problemen fern... und lachen tue ich nur, damit er nichts merkt, wenn eine lustige situation ist. ebenso ist es mit freunden oder familie.


LG


Hi,
falls Du dies tust, weil Du denkst, dass es eine zu schwere Belastung für die Anderen darstellt: Dann denke einfach mal in die Richtung, ob es denjenigen nicht auch eine gewisse Art der Freude vermittelt, helfen zu können; natürlich ist es nicht schön für die, wenn Du krank bist, aber es ist wohl nicht die pure Belastung. Ich musste meine Freundin öfter ins Krankenhaus begleiten; es wäre mir lieber gewesen, sie gesund zu sehen, aber ihr helfen zu können verschaffte mir auch positive Gefühle (aber es war auch nie etwas krass ernstes, beunruhigendes).

Aber andersherum wäre es wahrscheinlich genauso gewesen: In der Situation hätte ich mich auch als Belastung für sie empfunden. Ist halt dasselbe Problem, wie bei Gast und Gastgeber: Meistens treffen ja gute Gastgeber auf schlechte Gäste. Der Gastgeber tischt auf und will den Aufenthalt so angenehm wie möglich machen, der Gast aber will so wenig wie möglich Umstände bereiten und sichert sich zehnmal ab, ob er denn auch nicht irgendwie stört. Und das nächste Mal ist der gute Gastgeber von gestern der schlechte Gast von heute.

Ist vllt. eine Sache der Perspektive. Frag Dich mal, ob Du in bestimmten Situationen nicht gerne anderen halt und hilfe gibst, wenn sie irgendwelche Probleme haben. Wenn man bejaht, dann macht man sich auch nicht mehr so einen Kopp darum, inwieweit man doch eine unangenehme Belastung für die anderen ist und lässt mehr zu.

Irgendwie so; ich weiß nicht, ob es verständlich ist, ist gar net so einfach...

Viele Grüße
R.

07.09.2012 15:40 • #9


*LittleAngel*
Hehe ok das muntert mich schon etwas auf

Der Vergleich ist sehr gut, denn ich gehöre wohl auch zu den ''schlechten Gästen''. ich will auch irgendwie immer
helfen und will nicht dass die sich umstände machen, ebenso trifft das halt auf meine Angst und die Folgen zu, wenn andere dann für mich da sein wollen.
Ich sehe das nicht als selbstverständlichkeit bedingungslose hilfe und fürsorge zu erhalten, weil ich mich dann als belastung empfinde.... und ich will immer so gern etwas wieder zurück geben, habe aber nie das gefühl dass es gut genug ist, was ich zu geben habe... ihr seht, mein selbstbewusstsein ist auch nicht das beste ^^

Ich habe überlegt, weil mir das hier im Forum immer so gut hilft, mich mal mit menschen auseinander zu setzen, die ebenfalls solche Probleme haben. Also ich habe mich nach einer selbsthilfegruppe umgeschaut. hat jemand von euch erfahrungen mit selbsthilfegruppen gemacht?
Also Therapie schließe ich deswegen nicht aus, nur mit ziemlich hoher wahrscheinlichkeit lande ich erstmal auf irgendwelchen wartelisten, und da finde ich das vllt mal eine lohnenswerte Alternative.

Vllt fühle ich mich dann nicht mehr so allein, wenn ich menschen persönlich begegne, welche die gleichen Probleme haben wie ich. und vllt eins zwei freundschaften schließe. und wenn ich dann das Bedürfnis habe zu reden, kann ich mit einem von denen reden, die wissen wie es mir in dem moment geht. Das ist auch nicht so zwanghaft wie eine Therapie, wo man gleich die versäumte stunde bezahlen muss. und vllt gibt mir das mut wieder mehr in die Fürsorge meiner liebsten vertrauen zu stecken und mich nicht mehr dafür zu schämen.

@ Sommerblüte:

Ja im prinzip weiß ich dass du recht hast, aber in den momenten wo es mir schlecht geht, kommt dann der zwang automatisch, mich vor anderen verstellen zu müssen, damit die keinen stress damit haben. wenn ich gefühle rauslasse, dann eben wenn ich allein unter der dusche stehe, dann heule ich einfach mal richtig übertrieben, sodass man es nicht so mitbekommt. oft hilft mir das, aber natürlich kommt man sich in so einem moment dann erst recht alleine vor....
Ich versuche auch oft, einfach nur mein ding zu machen, aber das artet dann manchmal darin aus, dass ich auch dinge alleine tue, die ich aber gerne mit anderen gemacht und geteilt hätte. es ist eben eine verfahrene situation, aber ich werde defintiv nicht aufhören daran zu arbeiten, das ist es mir auf jeden fall wert.

Vllt muss ich mich auch noch besser wertschätzen lernen, um die anderen ncht auf einen podest zu stellen und mich ebenbürtig zu fühlen. ich weiß ja dass das quatsch ist, aber wie gesagt, in einem solchen moment fällt es mir schwer gegen diesen Drang anzukommen, andere zufrieden stellen zu wollen. in solchen momenten ist mir deren wohlergehen wichtiger als meins....

09.09.2012 21:00 • #10


Zitat von *LittleAngel*:
Ich sehe das nicht als selbstverständlichkeit bedingungslose hilfe und fürsorge zu erhalten, weil ich mich dann als belastung empfinde.... und ich will immer so gern etwas wieder zurück geben, habe aber nie das gefühl dass es gut genug ist, was ich zu geben habe... ihr seht, mein selbstbewusstsein ist auch nicht das beste ^^


Hm...bedingungslose Hilfe und Fürsorge... Aber wenn sich die Menschen um dich kümmern, dann tun sie dasvielleicht aus Zuneigung und Zuneigung muss irgendwie erzeugt werden; also gibst du etwas zurück, es ist dir bloß nicht bewusst.

Ich dachte auch mal, dass mir manches nur aus Mitleid oder sonstwie unverdient zufällt; aber aus Mitleid tun die Leute doch arg wenig. Mitleid ist eigentlich nie eine richtige Motivation. hast du schonmal was aus reinem Mitleid getan?

Nimm dieses Forum: Leute schreiben von ihren Problemen und andere Antworten. Aber das geschieht doch nicht aus bedingungsloser Fürsorge oder reinem Mitleid, sondern weil sie etwas zurückbekommen. Das is ziemlich viel und hat nix mit egoismus zu tun. und wenn das durch die anonymität des internets hindurch funktioniert, weshalb sollten die menschen ihrem wirklichen umfeld sooooovieeel weniger geben?
mach dir man keine sorgen; die menschen in deiner umgebung werden schon wissen, weshalb sie für dich da sind. bestimmt nicht aus langeweile, sondern weil du denen wichtig bist.

ne andere sache ist, dass man dankbarkeit nicht zeigen kann (dein eigentliches problem?) oder zumindest glaubt, es nicht genug auszudrücken. dann kommt man sich halt wirklich schäbig undankbar vor. aber für sowas gibt es ja auch noch mimik, gestik, etc.
die drückt eh viel mehr aus, als worte und lässt sich auch viel weniger manipulieren

viele grüße
R.

10.09.2012 19:34 • #11



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