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Hmm...Heute ist mal wieder einer dieser Tage an denen alles nicht mehr auszuhalten scheint ... man tipp irgendwas in die Suchmaschine und landet hier.
Nun habe ich mit zwei Stunden oder mehr durch 19 Seiten dieses Threads gelesen. Eines ist mir in diesem Umfang noch nie klar geworden: Menschen die etwas nicht erlebt haben können dieses nicht verstehen. Und so reagieren sie mit Unverständniss und grundauf blöden Ratschlägen. Hier haben sich schlimme Szenen abgespielt. Es ist erschreckend, aber doch irgendwie aus dem eigenen Leben so bekannt.
Ich habe mich hier gerade angemeldet nur um vor allem Dir Narr zu sagen wie verdammt gut ich Dich verstehe. Ich verstehe Deine unglaubliche Verbitterung. Sie erschreckt mich, denn ich verstehe sie und fühle sie genauso.
Nun ich bin altersmäsig etwas mehr als 10 Jahre hinter Dir. Ich möchte garnicht drüber nachdenken was die nächsten 10 Jahre noch aus mir machen.Von wegen ein Mensch verändert sich durch sowas nicht. Ich blicke Heute traurig auf den Menschen der ich vor 15 Jahre war. Das Leben scheint so viel zu versprechen wenn man jung ist. Selbst wenn ich noch kein alter Mann bin, die Resignation ist mir bereits in alle Knochen gekrochen. Und was ich noch viel schlimmer finde, ich war immer stolz darauf zumindest ein guter Mensch zu sein. Heute denke ich ich bin ein böser Mensch geworden. Darum verstehe ich Deinen Sarkasmus gerade so gut Narr, so sehr ich verstandesmäsig Leute eigentlich nicht mag die so auf den Putz hauen, ich kann grad jeden Satz unterschreiben. Mein Verstand will bis Heute das ich die Menschen um mich gut behandle und für sie da bin, mein Herz scheint aber nur noch für wenige Gutes empfinden zu können. Es tobt ein ständiger innerer Kampf nicht so zu sein wie meine Emotionen das gerne vorgeben würden. Im Grunde ein Misanthrop wiederwillen.
Das mag sich jetzt für den Aussenstehenden irgendwie verschoben oder krass anhören. Darum Teile ich meine Gedanken auch eigentlich mit keinen Menschen mehr. Etwas was mich irgendwie zusehens innerlich zerfrisst. Meine Dämonen quälen mich jeden Tag wärend ich gute Miene zu bösen Spiel mache, fröhlich wirke und ich mir für Momente sogar selber etwas vor machen kann. Irgendwie schreib ich mir das grad ein wenig von der Seele. Eigentlich garnicht so geplant. An ein paar Menschen gerichtet die wohl wirklich mal verstehen von was ich "spreche".
Die Frage bei der Diskussion war ja immer wieso wird man "ausgesondert"? Ich habe mir ja diese Frage sicher wie Ihr alle oft gestellt. Auch wenn es für mich Heute keine echte Rolle mehr spielt. Hach .. und die Ratschläge der Leute, was man alles besser machen kann. Pustekuchen sag ich nur!
Leute ich bin fett, das ist nicht zu leugnen. Vermutlich ist bei aller Ursachenforschung eben genau das der Grund. Vermutlich sogar bidirektional, sprich der Grund wieso Sie nicht will und ich nie konnte ... also dafür Sorgen das es mehr wurde als Freundschaft. Und dabei entspreche ich ganz sicher dem Flodders oder Nerd-Klischee. Nein ich habe irgendwann begonnen viel an mir zu arbeiten. Ich meine nun nicht die Figur, sondern an vielem anderen. Ich würde mal ganz frech sagen ich bin zwar ein Sonderling, aber schon ein ganz cooler Typ mit Stil. Ich bin gesellig und kann reden. Ich bin auch jahrelang jedes Wochenende in in diverse Clubs gegangen. Mir das Gehirn rausgetanzt, das andere gabs ja nicht. Habe unmengen Menschen männlich wie weiblich kennen geelernt. Bin vieleicht kein Hochbegabter, aber doch auch nicht ganz auf den Kopf gefallen und habe noch dazu eine ganze Reihe Talente. Noch dazu konnte ich mir immer einen ganz ordentlichen Lebensstil leisten und neige auch ganz und garnicht dazu in Jogginhose und Schlappershirt durch die Gegend zu laufen. Mir wird zu recht ein selbstbewusstes Auftreten zugestanden.
Problem nur ... hilft alles nix ... am Schluss hat der gebräunte Muskeltyp mit dem Hohlraum Vakuum und einem vergleichbaren Psychoknacks wie ich "den Stich" gemacht.
Somit stehe ich Heute vor der Erkenntnis das ich nach einem gradiosen Fehlstart nicht mehr reichzeitg die Kurve bekommen habe. Zurück oder eine zweite Chance gibt es keine. Vor einem knappen Jahr einen "Moment" gedacht nun könnte ich wenigstens ein bischen "teilhaben", haben mir die folgenden Erlebnisse wohl entgültig innerlich das Kreuz gebrochen.
Zurück bleibe ich in völliger Ratlosigkeit, mit einem Leben an dem ich nicht wirklich hänge aber mit dem ich auch, mal abgesehen vom üblichen genetisch bedingten Selbsthaltungstrieb, wegen primär Feigheit und sekundär Verantwortungsbewustsein keine Ende machen kann. Ich stürze mich fanatisch in die Arbeit und andere Ablenkungen, spiele meinem Umfeld hübsch was vor und ziehe mich doch langsam aber schleichend immer mehr zurück.
Keine Hoffnung, eine Sackgasse, ...
indarkness