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Hallo Frankyman,
tut mir leid, dass wir Dein Topic nutzen.
Aber Du warst in der letzten Zeit auch ziemlich schweigsam...
Einmal möchte ich noch auf "Solitärbaum" antworten.
Danach werde ich Deinen Bereich verlassen.
Ist versprochen!
Vergiss meine Ratschläge nicht! Es geht um Dich.
Hallo Solitärbaum,
wenn in meiner Gemeinde jemand zu mir sagen würde, dass bestimmte Bereiche meines Lebens gegen Gott gerichtet sind, ihm nicht gefallen, dann wäre ich erschüttert.
Ich würde innerlich in Aufruhr geraten! Wird mir hier etwas unterstellt?
Meint der Kritisierende es böse mit mir? Oder hat er recht?
Weist Gott mich durch seine Worte auf eine Schuld hin?
Bei Dir vermisse ich dieses "Erschüttertsein" völlig.
Du bist Dir Deines Weges sicher. Also werde ich auch nicht versuchen, Dich aufzuhalten.
Nun wirst Du vielleicht einwenden, dass auch ich ziemlich "unerschüttert" auf Deine Hinweise reagiert habe.
Das liegt daran, dass ich die katholische Kirche recht gut kenne.
Ich wünsche Ihr Gottes Segen - und Umkehr an so vielen Punkten.
Sie weiß so viel, und tut so wenig.
Ich habe noch einmal geprüft, ob Du die Stelle in Matthäus verdrehst.
So weit würde ich nicht gehen. Also, entschuldige bitte!
Aber Du siehst das Grundlegende einfach falsch.
Der Kontext sind die Jünger und Gläubigen. Nicht Kinder.
Und übrigens: wenn der Papst "nur" einen Dienst zu tun hat (heilig und väterlich lasse ich der Vorsicht halber weg, sonst geht alles von vorne los), und dabei - wie Du selbst sagst - auch ein Sünder bleibt wie alle anderen Gläubigen, warum hat er dann icht den Mut, endlich das
UNFEHLBARKEITS-DOGMA fallen zu lassen.
Noch immer werden die Altkatholiken als Sektierer angesehen, obwohl sie (etwa gegen 1870, also zu Bismarcks Zeiten) damals das einzig Vernünftige getan haben: der Anmaßung des damaligen Papstes auszuweichen.
Meine Hauptkritik an der katholischen Abendmahlsfeier ist, dass sie nicht schriftgemäß ausgeführt wird. Nur der katholische Priester erhält den Wein zum Zeichen für Jesu Blut. Damit stellt sich der Priester höher als die anderen Gläubigen.
Außerdem ist bekannt, dass das Priesteramt inzwischen aufgehoben worden ist (Hebräerbrief). Die katholische Kirche hat Traditionen eingeführt, die an die Zeit des Tempels der Israeliten rückerinnert.
Das alles hat keine biblische Basis.
Die Kirche in Rom beruft sich - meiner Ansicht nach - im Kern zu Unrecht auf Petrus. Petrus war für die Jerusalemer Gemeinde zuständig.
Wenn Du die Bibel aufmerksam liest, wirst Du feststellen, dass Paulus und Petrus sich darüber einig wurden, dass Petrus in Jerusalem die Leitung hatte, Paulus jedoch in den heidnischen Ländern (z.B. heutiges Italien, Griechenland, Türkei).
Wenn Du auf den Text anspielst: Du bist Petrus ("Fels"), auf diesen Felsen will ich meine "Kirche" bauen, dann solltest Du einige Verse weiterlesen.
Da weist Jesus Petrus nämlich aufs Schärfste zurecht und erklärt ihm, dass sein Streben menschlich-sündhaft und nicht gemäß Gottes Willen ist.
"Geh hinter mich, Satan!", sagt Jesus zu Petrus.
Also bitte, einzelne Verse bitte nicht exzessiv ausreizen.
Der katholischen Kirche fehlt die Legitimation.
Es ist Gott, der die geistlichen Ämter einführt.
ER allein setzt Menschen in ein Amt, niemand sonst.
In die Gemeinde hat er folgende Ämter gesetzt: Apostel, Propheten, Lehrer, Hirten. Außerdem, erinnere ich mich noch an "Gaben der Heilungen", und es gibt noch einige andere.
In der Gemeinde gibt es so genannte "Episcopae". Das sind "Älteste", die als erfahrene Gläubige das Rückgrat einer lebendigen Gemeinde bilden und Rat geben können für die Unerfahrenen. Das Wort wird manchmal auch als "Bischof" widergegeben.
Damit ist auch schon der Zenit Biblischer Ämter erreicht.
Es gibt keinen "Oberbischof" und heute auch keinen "Hohepriester" mehr.
Jesus ist und bleibt das Haupt der Gemeinde.
Der katholische Zentralismus ist nicht gottgewollt.
Der Papst hätte so viele Möglichkeiten, sich GOTT GEGENÜBER demütig zu zeigen. Warum tut er es nicht?
Ich habe in meinem Leben schon manche Dinge weggegeben, die mir etwas bedeutet haben. Und Gott entschädigt auf ganz erstaunliche Art und Weise.
Nichts, das man für Gott aufgibt, ist ein Verlust.
Diese Einstellung kann ich beim Papst nicht sehen.
Ich frage mich immer wieder, warum er so steif und unveränderlich agiert.
Warum er nicht anfängt, zu dienen.
Meine Quellen, aus denen ich schöpfe, sind nicht kirchenfeindlich.
Ich wünsche jeder Kirchenform Wachstum und Gedeihen.
Dir, lieber Solitärbaum, wünsche ich auch Wachstum und Gedeihen.
Auch Demut, damit Du das, was ich sage, ernsthaft prüfst.
Katholische Gelehrte sind nicht die Quelle von Weisheit, die ICH suche.
Meine Weistheit kommt aus dem Geist Gottes.
Auch mich hat die wundersame Taube Gottes erreicht.
Der Geist Gottes lehrt mich und macht mir schwierige Dinge begreifbar.
So habe ich zu einem einfachen Glauben gefunden, ohne Riten und Hierarchien.
Und das ist es, was Gott gefällt.
Meine Gemeinde werde ich auch weiterhin nicht nennen.
Das ist im Forum sicher nicht erwünscht - und meine persönliche Sache.
Wie sich aus meinen Worten ergibt, gehöre ich zu einer
Pfingstgemeinde.
Gott ist im Himmel, Jesus zu seiner Rechten (bis er wiederkommt)
Hier und jetzt ist es Gottes heiliger Geist, der uns als Beistand gegeben ist.
Jeder, der sich an Gott wendet, aufrichtig und offen, dem wird der
Geist gegeben.
Nur durch den Geist stellen sich all die Segenswirkungen ein, die jeder Mensch sich erwünscht: innerer Frieden, Ruhe, seelische und körperliche Gesundheit, Freude, Liebe, Geduld...
Je mehr Geist wir haben, je mehr wir uns füllen lassen, desto mehr können wir für uns und andere Menschen tun.
Zum Beispiel: falsche Gedankengebäude einreißen.
Nicht zum Schaden, sondern zum Nutzen dessen, der wirklich zuhört.
Lebe wohl und Gottes Segen!
Ein Freund