Pfeil rechts
3

Hey, das ist mein erster Forenpost überhaupt

Und zwar geht es um folgendes:
Ich leide schon seit einigen Jahren an Depressionen. (Bin 21). Manchmal geht's mir besser und dann hat man wieder Wochen oder Monate, in denen man sich einfach vergraben will. In die Phase scheine ich gerade wieder zu rutschen :/
Dabei gibt es eigentlich nichts worüber ich mich beschweren könnte. Wohne glücklich bei meinem Freund und in ein paar Monaten fange ich wieder eine Ausbildung an
Glaube allerdings, dass die kommende Ausbildung der Grund für meine derzeitige Stimmung ist.
Habe auf nichts mehr Lust und will eigentlich den ganzen Tag verschlafen, bis mein Freund abends von der Arbeit kommt. Normalerweise zeichne ich gerne und streame, doch nun denke ich mir, das hat doch keinen Sinn weiter zu machen, da ich ab Arbeitsbeginn ohnehin keine Zeit mehr haben werde und daher alles erreichte umsonst war.

Hatte letztes Jahr auch ein paar Monate eine Ausbildung begonnen,diese allerdings gekündigt weil ich nach der Arbeit nur noch Kraft zum Schlafen und heulen hatte :,) (gut die Arbeit war auch anstrengend, Kollegen extrem toxsich und die Zeiten furchtbar) beim neuen Job habe ich immerhin keine Schichtarbeit, Wochenende frei und keine körperlichen Ansprüche.
Trotzdem habe ich Angst, dass ich wieder völlig tot nach Hause komme und nichts mehr machen kann außer schlafen. (Bin leider jemand der wirklich dauerhaft müde ist und manchmal nicht anders kann als alles stehen und liegen zu lassen um einfach eine Runde schlafen zu gehen).

Keine Ahnung mir geht's einfach beschissen. Oft kann ich den Grund auch gar nicht nennen, wenn ich mal wieder am weinen bin was wiederum meinen Freund aufregt, da er gerne wissen will wieso ich denn nun weine.

Am liebsten würde ich einfach die Zeit bis August skippen um zu sehen ob ich der neuen Ausbildung gewachsen bin oder ob ich wieder ein Jahr verschwendet habe und dann erneut ohne Gehalt da sitze

03.02.2021 11:34 • 03.02.2021 #1


5 Antworten ↓


Luna70
Herzlich willkommen bei uns im Forum. Ich hoffe, du wirst dich wohlfühlen und der Austausch wird dir weiterhelfen.

Bist du denn momentan in Therapie?

03.02.2021 12:02 • x 1 #2



Will mich am liebsten nur noch vergraben

x 3


Safira
hey Nor, mach doch einfach mal ein Praktikum in dem Ausbildungsberuf. Damit kannst Du Deine eigene Belastungsgrenze gut feststellen

03.02.2021 12:06 • x 1 #3


Zitat von Luna70:
Herzlich willkommen bei uns im Forum. Ich hoffe, du wirst dich wohlfühlen und der Austausch wird dir weiterhelfen. Bist du denn momentan in Therapie?


Nein. Wurde mit 15/16 paar mal zur Therapie gezwungen. Aber kam mit keinem der Psychologen klar und halte leider allgemein nicht viel von sowas. :/

03.02.2021 12:28 • #4


Zitat von Safira:
hey Nor, mach doch einfach mal ein Praktikum in dem Ausbildungsberuf. Damit kannst Du Deine eigene Belastungsgrenze gut feststellen



Hätte ich mal lieber machen sollen. Jetzt ist es aber eh schon zu spät. Verträge sind schon gemacht
Denke aber ich habe mit dem Beruf schon gut Glück gehabt. Gehalt ist ab dem ersten Jahr schon sahnig, Arbeitszeiten sind entspannt und am Wochenende habe ich frei. Mach mir nur Sorgen wegen der Berufsschule. Aber da ich auch relativ problemlos durchs Abi gedümpelt bin, sollte das schon klappen :,). Ah und die Ausbildung geht auch nur 2,5 Jahre.

03.02.2021 12:32 • #5


portugal
Zitat von Nor:
Nein. Wurde mit 15/16 paar mal zur Therapie gezwungen. Aber kam mit keinem der Psychologen klar und halte leider allgemein nicht viel von sowas. :/


Hört sich nach einer depressiven Verstimmung an. Wenn Du es nicht behandelt lässt, dann kann es so schlimm werden, dass du irgendwann gar nicht mehr aus dem. Bett kommst, so war das bei mir.

Um wieder glücklicher zu werden, sollte man sich aussprechen. Du kannst Deinen Psychologen wechseln, wenn Du keinen Draht zu ihm/ihr hast. Ein Psychologe will Dir nichts Böses, er ist auf deiner Seite und gibt Dir viele Tipps und Aufzeichnungen, damit du wieder gesundest.

Ich gebe Dir mal ein Beispiel:
Eine Mitpatientin in der Tagesklinik fragte mich, weshalb ich da sei. Ich antworte: Depressionen und Angst.

Die antwortete: Ich weiß gar nicht, warum mein Arzt mich hierhin gebracht hat.

Nun, ihr Sohn war Alk. und die ist gar nicht drauf gekommen (falsch: hat geleugnet, dass sie deswegen Depressionen hat).

Du brauchst keine Angst vorm Psychologen haben, er stellt Fragen und Du antwortest.

Du wirst ADS bekommen, die Dir auf die Sprünge Hefen, quasi als Stuetze.

Also, überleg nochmal.

I

03.02.2021 12:57 • x 1 #6





Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser