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Servus,

ich habe seit 2014 wegen Depressionen / psychischem einen GdB von 50%, d. h. den Status eines Schwerbehinderten. Nun steht die Überprüfung an und ich möchte den GdB gerne so beibehalten. Hat hier jemand schon Erfahrung mit der Verlängerung, insbesondere wegen Depressionen? Ich frage mich was ich nun unternehmen kann um dem Antrag wieder Gewicht zu geben, obwohl es mir augenscheinlich deutlich besser geht als in 2014. Sollte ich nun viel zum Arzt, viel Jammern, oft krank feiern?

03.02.2017 19:48 • 12.02.2017 #1


56 Antworten ↓


Uropanoel
Zitat von Intimidator:
Sollte ich nun viel zum Arzt, viel Jammern, oft krank feiern?


würde bestimmt dabei helfen.

04.02.2017 11:37 • x 2 #2



Schwerbehindertenstatus wegen Depressionen

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Habe auch einen Schwerbehindertenausweis mit 50 %, darin enthalten sind auch noch körperliche Einschränkungen, aber hauptsächlich psychische Einschränkungen. Du solltest nur einen Verschlechterungsantrag stellen, wenn dein Arzt, sprich Hausarzt, Psychiater das auch belegen kann, sonst kann der Schuss nach hinten los gehen und sie nehmen dir Prozente weg. Ich selbst weiß dies nur von einem Bekannten. Du kannst aber auch neu dazugekommene Krankheiten einreichen.

04.02.2017 11:43 • x 1 #3


Uropanoel
Habe auch einen Schwerbehindertenausweis mit 80 %, wegen körperliche Einschränkungen.

04.02.2017 11:47 • #4


dont_panic
Vielleicht eine blöde Frage, aber wenn es dir (glücklicherweise) doch deutlich besser geht, warum willst du dann unbedingt deine 50% behalten ?
Freu dich doch lieber !

04.02.2017 11:51 • x 4 #5


Wenn du schon 80 % hast, dann scheint es ja nicht wirklich gut um deine Gesundheit zu sein...bei mir sind allerdings die psychischen und körperlichen zu prozentualen Anteilen in einem Ausweis.

04.02.2017 11:58 • x 1 #6


Schlaflose
Zitat von dont_panic:
Vielleicht eine blöde Frage, aber wenn es dir (glücklicherweise) doch deutlich besser geht, warum willst du dann unbedingt deine 50% behalten ?
Freu dich doch lieber !


Ich schätze mal, er will die Vorteile weiter genießen, die man damit hat z.B. mehr Urlaubstage, Steuerleichterungen, Ermäßigungen bei Eintrittskarten, Rente mit 63 ohne Abzüge u.ä.

04.02.2017 14:46 • #7


laribum
Mir wäre das peinlich anderen gegenüber die wirklich schwer krank sind und auf einen Ausweis angewiesen sind. Setze mich ja auch nicht in einen Rollstuhl nur weil ich zu faul zum laufen bin. Man sollte früh darüber sein das man auf einen Ausweis nicht angewiesen ist.

04.02.2017 14:53 • x 3 #8


Ist auch ein Faktor dass ich gerne die Vorteile weiter geniessen will. Es spielt aber auch eine rolle dass ich eine signifikante verschlechterung befürchte wenn die entlastungen wegfallen. Gefühlt bin ich mich unverändert in einem zerbrechlichen gleichgewicht. Aber das kenne ich ja schon zu genüge. Präventiv geht in Deutschland nix, es muss immer erst das kind in den Brunnen gefallen sein.

04.02.2017 16:45 • #9


boomerine
Ich hab auch einen ( 90% ).
Ich habe den noch nie zu meinen Vorteil ausgenutzt.
Das war auch nie ein Gedanke von mir.


Ob sie dir die Prozente nehmen können weis ich ehrlich gesagt nicht.

04.02.2017 18:46 • x 1 #10


Zitat von boomerine:
Ich hab auch einen ( 90% ).


Ob sie dir die Prozente nehmen können weis ich ehrlich gesagt nicht.



Soweit, wie ich erzählt bekommen habe nur, wenn du zum Beispiel durch eine Therapie oder einen Klinikaufenthalt ein Ergebnis erreicht hast, welches deinen Gesundheitszustand im Betreff Psyche gebessert hat, aber das ist ja auch irgendwie logisch. Bezüglich körperlichen Einschränkungen, da gibt es ja viele, kann ich nichts dazu sagen.

04.02.2017 18:53 • #11


dont_panic
Zitat von Intimidator:
Es spielt aber auch eine rolle dass ich eine signifikante verschlechterung befürchte wenn die entlastungen wegfallen.


Kann ich auf einer Seite gut verstehen.
Auf der anderen Seite wirst du dich früher oder später von diesem "Sicherheitsnetz" abnabeln müssen.
Wie / wann hast du das vor ? Wäre das jetzt nicht eine gute Gelegenheit ?

04.02.2017 19:02 • x 1 #12


boomerine
Zitat von dont_panic:
Zitat von Intimidator:
Es spielt aber auch eine rolle dass ich eine signifikante verschlechterung befürchte wenn die entlastungen wegfallen.



Sollte wenn, dann bekommst du sie wieder, deine 50 %.


Kann ich auf einer Seite gut verstehen.
Auf der anderen Seite wirst du dich früher oder später von diesem "Sicherheitsnetz" abnabeln müssen.
Wie / wann hast du das vor ? Wäre das jetzt nicht eine gute Gelegenheit ?

04.02.2017 19:12 • #13


dont_panic
Zitat von Intimidator:
Präventiv geht in Deutschland nix, es muss immer erst das kind in den Brunnen gefallen sein.

Zitat von Intimidator:
Ist auch ein Faktor dass ich gerne die Vorteile weiter geniessen will.


Nur so am Rande : du hast in einem Beitrag Problem und Grund genannt !
Ein "präventives" Gesundheitssystem ist unmöglich bzw. nicht finanzierbar, solange alle nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind und jeder einfach nur mitnimmt, was er nehmen kann und schon das "reaktive" System gnadenlos ausnutzt.

04.02.2017 20:12 • x 1 #14


Wenn nicht nur immer reagiert würde (wenn es eigentlich svhon zu spät ist) sondern viel mehr präventiv getan würde könnte das in der summe viel billiger sein. Aber die Kassen sind ja leider so drauf, dass sie lieber hinterher tausende für die Behandlung ausgeben als vorher wenige hundert für nachaltiges Gesundheitsmanagement. Manche Kassen nenne sich doch sogar "Gesundheitskasse" nicht nur Krankenkasse.

Ich gebe ja zu, dass ich jetzt ein wenig meinen Vorteile suche. Aber mal ehrlich, der total ehrliche ist nunmal leider oft der Dumme. Übermäßig bevorteilt bin ich in meinem Leben bisher auch nicht gewesen, eher im Gegenteil. Wenn am Ende jetzt nur noch 30% rauskommen akzeptiere ich das vor dem Hintergrund der Verbesserung, nur werde ich alles dransetzten dass es bei 50% bleibt. Ohne ein bisschen abgebrüht zu sein kommt man heutzutage nicht weit. Vor allem mit meinen früheren bescheidenen Auftreten bin ich überhaupt nicht ernst genommen worden.

04.02.2017 20:41 • #15


dont_panic
Kurz : alle denken an sich, nur ich, ich denke an mich !

04.02.2017 21:29 • x 1 #16


Ich sage mal so. Ich erdreiste mich jetzt auch ein wenig auf Kosten der Gesellschaft meinen Vorteil zu suchen gerade weil mich der gesellschaftliche Druck zu funktionieren überhaupt in die Misere getrieben hat. Der Mega Absturz, den ich befürchtet und ohne unterstützende Maßnahmen prophezeit habe musste erst kommen. Vorher hat die Arge nur Druck gemacht und völlig ignoriert wenn ich denen gesagt habe dass ich deren Maßnahmen nicht uneingeschränkt Folge leisten kann sondern darauf achten muss, was ich verkraften kann. Und meine Sorge ist eben dass es ohne unterstützende Maßnahmen wieder dazu kommt. Ich bin im Grunde nicht bereit das nochmal auszuprobieren. Wer weiß ob ich mich dann nochmal fangen kann.

Im Übrigen. Ein gesunder Egoismus ist absolut ratsam. Bei der Selbstaufgabe für andere bleibt man schnell auf der Strecke. Früher habe ich mich viel für andere eingesetzt. Gedankt hat es mir keiner. Ganz im Gegenteil bin ich sogar von (gedachten) Freunden denen ich schon geholfen habe dann fallen gelassen worden als ich Hilfe brauchte.

04.02.2017 22:21 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

dont_panic
Um auf deine ursprüngliche Frage zurückzukommen :
hast du dir mal überlegt, einfach die Wahrheit zu sagen ? Daß es dir also viel besser geht, du aber befürchtest, einen "Rückfall" zu erleiden, wenn diese "Sicherung" mit den 50% wegfällt ? Und daß du (sehr wahrscheinlich) diese 50% nur noch kurze Zeit brauchst ? Ich könnte mir vorstellen, daß die durchaus Verständnis dafür haben werden, im Endeffekt wollt ihr (also das Amt und du) doch beide das gleiche : daß du ein "normales" Leben führst, ohne jede Art von Behinderung. Oder ?

04.02.2017 23:03 • x 1 #18


Früher hätte ich es mir vorstellen können die Wahrheit zu sagen. Ich habe aber schon (wie bereits geschrieben) zur Genüge die Erfahrung gemacht, dass das niemanden der Sachbearbeiter interessiert. Wie gesagt "zur Sicherung" oder "präventiv" o. ä. geht bei uns nichts. Wir haben ein rein reaktives System bei dem der Schaden erst eingetreten sein muss. Selbst als ich meine neue Stelle in Düsseldorf angetreten habe und gleichzeitig die Kasse mir wegen einem neuen Rabattvertrag ein Medikament unterjubeln wollte, welches ich erwiesenermaßen nicht vertrage war das denen pfur pipe egal. Nicht einmal dem Vorschlag das für die Probezeit weiter zu übernehmen konnten die was abgewinnen. Haben da keine Ausnahme gemacht und "zur Sicherung" das alte teurere Medikament bezahlt, obwohl sie es könnten und damit auch sich selbst Beiträge gesichert hätten. Von daher verfolge ich den Weg des dreisten Übertreibens und verarschens.

05.02.2017 11:25 • #19


Ich glaube zu einem Großteil liegt es immer noch daran, dass die Sachbearbeiter null Ahnung von Depressionen haben und diese belächeln und die Sorgen und Nöte der etroffenen nicht ernst nehmen. Die Schwerbehindertenvertretung in unserem Betrieb hat sich Freitag auch für mich disqualifiziert. Sie hat sich völlig unfähig präsentiert und Flosekeln gedroschen wie "wird schon wieder" "ist doch alles gar nicht so schlimm" etc. was ein absolutes no Go egenüber Depressiven ist. Zur Krönung hat sie sogar gesetzliche Bestimmungen falsch wiedergegeben und selbst bei einem Hinweis auf ihren Fehler hundertpro auf ihre Ansicht bestanden. Ist also wie immer, man sit auf sich allein gestellt. Hab ja jetzt ne Rechtsschutzversicherung, dann schalte ich diesmal notfalls einen Anwalt ein. Erfahrungsgemäß geben Ämter oft kleinbei wenn einer richtig Druck macht und nicht nachgibt.

05.02.2017 11:44 • #20



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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser