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Hallo alle miteinander.

Ich habe mich nun auch endlich bei euch angemeldet. Bin schon längere Zeit stille Mitleserin und dachte es ist mal an der Zeit, selbst mitzuwirken
Ich habe eine diagnostizierte angststörung mit heftigsten Panikattacken und eine psychosomatische Depression. Juhu!
Aber das schlimme an der ganzen Sache ist, dass ich so imense Körperliche beschwerden habe, dass ich Eigentlich nur noch zu hause im Bett liege. Und wenn ich mal raus gehe geht es mir hinterher wieder so schlecht, dass ich den rest des Tages im Bett bleiben muss. Ich fühle mich gefangen in meiner Wohnung. Gefangen in meinem Körper und es hört nicht auf. Ich WILL unbedingt das es besser wird aber das tut es nicht. ...

Ich hoffe hier auf gleichgesinnte zu treffen mit denen ich mich austauschen kann. Von meiner Umwelt fühle ich mich nicht wirklich verstanden
Lieben Gruß

05.10.2013 10:44 • 09.09.2014 x 1 #1


10 Antworten ↓


herzlich willkommen
du wirst hier sicher finden was du suchst

05.10.2013 10:54 • #2



Psychosomatische Depression mit Angststörung

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Zitat von lieschenmüller:
Aber das schlimme an der ganzen Sache ist, dass ich so imense Körperliche beschwerden habe, dass ich Eigentlich nur noch zu hause im Bett liege. Und wenn ich mal raus gehe geht es mir hinterher wieder so schlecht, dass ich den rest des Tages im Bett bleiben muss. Ich fühle mich gefangen in meiner Wohnung. Gefangen in meinem Körper und es hört nicht auf. Ich WILL unbedingt das es besser wird aber das tut es nicht.

Hallo lieschenmüller!

In mir findest du einen Leidensgenossen, ich kenne diese Somatisierungsstörungen nur zu gut. Talfahrt seit einem Jahr, der Übergang vom Sommer zum Herbst beschleunigt es sogar noch. Ständige Benommenheit bis hin zum Taumel, jedoch wenig bis keine Schmerzen.

Was ich dir auf jeden Fall empfehlen möchte: Verbring' den Tag nicht im Bett! Auch mir fällt es schwer, derzeit bspw. einen Spaziergang zu machen, hinterher geht es mir noch schlechter. Aber ins Bett flüchte ich mich nie, dann kann man auch nachts nicht richtig schlafen.

Überleg' dir, was aktuell vielleicht doch noch geht. Liest du gerne? Wenn ja, aber es fällt dir schwer, wie wäre es mit Hörbüchern? Halte irgendwie Kontakt zur Außenwelt, mal eine halbe Stunde telefonieren hilft immer ein bisschen. Und rede dabei nicht nur über deine Beschwerden, und das nicht nur den anderen zuliebe, sondern auch, um mal für ein paar Momente davon loszukommen.

Das nur zum Einstieg.

LG Wassermann

05.10.2013 14:02 • #3


Hallo lieber Wassermann.
Vielen Dank für deine Worte und Tipps. Ich versuche wirklich so weit es geht mich vom bett fern zu halten. Setze mich dann oft auf den Balkon (noch lässt es das Wetter ja zu) und höre musik oder lese oder sitz einfach nur da aber mit dem spazieren ist es so eine Sache. Gestern morgen War ich total motiviert spazieren zu gehen. Nach ner halben Std mußte ich dann aber umkehren weil mein Kreislauf meinte es geht nicht mehr kaum zu Hause angekommen musste ich mich hinlegen weil mein Herz bei jeder Bewegung stolperte wie verrückt.
Und zack War ich wieder in einem Loch drin. Ich kann und will es einfach nicht akzeptieren, dass mein Körper nicht so macht wie ich es will... immer wieder kommen die Rückschläge...
Aber gut zu wissen das man damit nicht allein ist
Lieben gruss. Das lieschen

05.10.2013 14:12 • #4


Zitat von lieschenmüller:
Ich kann und will es einfach nicht akzeptieren, dass mein Körper nicht so macht wie ich es will... immer wieder kommen die Rückschläge...

Ja, das ist brutal. Oft denke ich abends, also morgen muss es doch mal besser sein, aber Pustekuchen.

Ich weiß nicht, wie lange es dir schon so geht, welche organischen Befunde ggf. vorliegen und ob du schon einmal eine Therapie gemacht hast, aber was du dir vor Augen halten solltest: Dein armer Körper kann nichts dafür, er wurde leider von deiner Psyche zum Schlachtfeld für Angst/Enttäuschung/Wut u.v.m. ausgesucht. Der Körper leidet unter Symptomen, deren Ursache woanders liegt. Vermutlich auch bei dir. Wusstest du, dass 85% aller Rückenschmerzen psychosomatisch bedingt sein sollen?

Nun, von daher versuche ich meinem Körper Gutes zu tun und das vegetative Nervensystem irgendwie zu entlasten, sei es mit einem Bad, einem Tee oder gesunder Ernährung. Man spürt keinen unmittelbaren Effekt, aber für mich ist es auch eine Geste nicht aufzugeben. Und mfr. müsste/sollte/wird es sich auszahlen.

Und wenn spazieren gehen im Moment nicht geht, nun gut, vielleicht reicht es z.B. ja noch für eine Yoga-Übung, die dir das Gefühl gibt, dass noch irgendetwas geht.

Kopf hoch!

LG Wassermann

05.10.2013 14:57 • #5


Hi Lieschen....

Sei aller Herzlichst gegrüßt.....

da Du ja schon länger bei uns bist kommst Du sicher zurecht.....

Falls Du mal quatschen willst, einfach melden!


VLG
Schinkencrossiant

05.10.2013 19:20 • #6


Hallo schinkencroissant

Dein Name hat mich zum lachen gebracht. Das ist doch schon mal was

Vielen Dank für die herzliche Begrüßung

Wir lesen uns

05.10.2013 19:31 • x 1 #7


Hi Lieschen,

schön das dem so ist, das Leben ist ja schon oft genug trüb und grau !




LG
Schinken im Schlafrock

05.10.2013 19:35 • #8


Hallo!
Ich kenne diese Gefängnis!
Seid 4 Wochen lebe ich wieder!
Noch nicht so 100 % - aber FAST!
Mache jede Abend Autogenes Training-mache Therapie und denke positiv!
Das ist das beste!
Sonst macht dich deine Psyche weiter verrückt
Geh mal auf Youtube - mojo di-das ist Hammer-dieses Mädels ist die beste!
Meditation bei Angst und Stress!
Das hat mir geholfen!
Probiere mal!
Kopf hoch !
LG

05.10.2013 19:42 • #9


Hallo lunamini

Vielen Dank für die liebe Begrüßung.
Ich bin noch ganz am Anfang meiner Odyssee. Wäre gen schon einen Schritt weiter. Angefangen hat es alles erst diesen Sommer und wurde zum Glück frühzeitig erkannt. Nach den ganzen Untersuchungen natürlich lz-ekg , 24 std Blutdruck, blutwerte etc... und im November komme ich stationär ins kkh. Da werde ich hoffentlich gute Ergebnisse erzielen.
Werde mal auf YouTube schauen. Danke

Lieben Gruß
Das liescheb

05.10.2013 20:06 • #10


hallo, ich bin neu hier und habe mich entschlossen hier zu schreiben.

ich habe mit der Geburt meiner tochter vor 7 jahren eine Depression durchlebt und aufgrund Erschöpfung und viele Ereignisse in meinem leben - eine angststörung entwickelt. ich habe diese Phase damals mit einer Verhaltenstherapie in den griff bekommen, aber es hat ein jahr gedauert, bis ich wieder ich war. nun folgten viele jahre mit aufs und ab - Trennung von meinem mann, Scheidung, haus....mein Partner danach, sagte nach zwei jahren, dass es noch jemanden gibt und er vater wird...alles war irgendwie zuviel, ganz viel ärger auf arbeit gehabt, welcher sich jetzt aber gelöst hat, weil man mir die Hand reichte. ich bin immer für alle da, werde geschätzt, als der "gute engel" auf arbeit, ich war so ein richtiger quirl im leben und nun...nun versteh ich die welt nicht. ich habe wundervolle kinder, arbeit, ein schönes zu hause und dennoch bricht seit vier Monaten die welt für mich zusammen. ich hatte eine blutannämie, welche aber durch eisentabletten wieder behoben werden konnte. dennoch war ich dauerhaft erschöpft, es fing mit einer attacke an...dann die nächste...bis die angst mich wieder voll im griff hatte.
meine größte angst ist, dass ich ein Psychose bekommen könnte. ich trage soviel Verantwortung für meine zwei mäuse, ich will nicht schwach sein.
ich sitze abends da und schau mir die Symptome an und gehe diese einzeln im kopf durch - nein, du hast keine Wahnvorstellungen, nein, du hörst keine stimmen (außer die eigene, mit der man sich immer "unterhält", der denker in einem. und so weiter....
die derealisation macht mich manchmal richtig fertig, bäämmm, da ist es wieder da und ich frage mich im kopf dann immer wieder "bin ich hier oder nicht", das schießt mir ständig in den kopf. natürlich bin ich hier, aber es ist eine art kontrolle, die sich nicht abstellen lässt. dass wiederum macht mir angst, dass ich denke, oh Gott, jetzt hast du es doch bekommen.
ich bekomme panik, wenn ich irgendwohin fahren soll, ich schaffe das nicht, sag ich mir. ich bin schon stolz, wenn ich es in die Stadt schaffe, im Urlaub sogar ins Schwimmbad, aber alles unter Anspannung. ich verbrauche soviel Energie für die angst, wie soll der Akku an Energie da aufgeladen werden.
letzte Woche hatte ich eine kollegin angerufen, weil sie krank ist und ich ja auch einige Wochen wegen "burn out" krankgeschrieben war...und seitdem ist es wieder richtig schlecht...sie hat eine Psychose..ich war vollkommen geschockt, weil ich es nicht wusste. die größte angst hatte ich plötzlich real am Telefon, ich zitterte, ich war traurig, weil sie gar nicht die war, die ich kenne, so verwirrt, das hat mich so mitgenommen und ich fing wieder an mich zu kontrollieren
ich mache eine Verhaltenstherapie, meine Therapeutin war aber vier Wochen im Urlaub nun, heute habe ich wieder einen Termin. sie meinte am Telefon gestern, ich soll vll doch mit citalopram beginnen, auch wenn sie weiß, dass ich keine Tabletten nehmen möchte. ich bin da ein totaler Angsthase, wegen der Nebenwirkungen.
ich kann mich morgens so schwer konzentrieren, die Gedanken kreisen nur um die angst. abends wird es besser, da bin ich gelöster, kann mich konzentrieren.
ich nehme lasea, trinke beruhigungstees und mache autogenes Training jeden tag.
ich möchte so gern wieder ich sein, einfach morgens aufwachen, lächeln, nicht abends schon angst vorm nächsten tag haben. es kostet so viel kraft aus diesem tief zu kommen.


hat vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen mit diesem Thema? ich habe verstädnisvolle freunde, aber sie können auch nur begrenzt helfen, sie können viele dinge nicht verstehen, müssen sie auch nicht, weil sie mit sich im reinen sind.

was kann ich gegen die angst noch tun - das kontrollierte fragen - bin ich hier oder nicht...ein Stoppschild im kopf wäre toll...

vielleicht ist jemand hier, mit dem man sich austauschen kann, sich mut machen kann , vielleicht sogar beruhigende worte hat und ach, einfach da ist.

vielen dank im voraus
liebe grüße

09.09.2014 09:24 • #11



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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser