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Zitat von Muschelsucherin: Man kann ja auch viel drüber lesen das es bei starken Depressionen, chronischem Stress oft dazu kommt, dass das Weinen nicht mehr funktioniert.
Wie geht es euch? Seid ihr imstande mal alles rauszulassen und zu Weinen?
Als ich ganz am Anfang in der Klinik war, hatte ich eine Phase von ein paar Tagen wo ich irgendwie gar nichts mehr gefühlt habe.
Die extreme Angst – wegen der ich ja da war – habe ich zum Glück nicht mehr gespürt. Aber auch keine Traurigkeit, keine Freude, kein Ärger – nichts. Und selbst dieser Umstand hat keine Gefühle wie Unruhe oder so in mir aufkommen lassen, ausser vielleicht ein kleines bisschen Erleichterung, weil eben die Angst nicht mehr da war.
Damals wird das mit Sicherheit durch die Medikamente und die "Entspannung" nach einer langen Angstphase gekommen sein.
Aber auch heute – wenn ich für eine Zeit deprimiert bin – genau so, wie Du beschreibst. Das Ende der Depri-Phase wird dann tatsächlich meist durch einen heftigen Heulkrampf eingeläutet, der dann eine ganz wunderliche Wirkung hat: ich fühle mich erleichtert, gleichzeitig erschöpft und gestärkt, "gereinigt" und alle Schatten sind auf einmal von mir genommen.
03.08.2025 13:02 •
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