Pfeil rechts
180

Grashüpfer
Ihr Lieben,

bis vor einem halben Jahr etwa habe ich Escitalopram 10 mg genommen. Zum Schluss eigentlich nur noch 5 mg oder noch weniger, weil ich es kaum noch gebraucht habe. Genommen habe ich die Tabletten ca. 2,5 Jahre lang. Es ging mir wieder richtig gut, so gut wie seit Jahren nicht mehr!

Da ich seit etwa 1 Jahr mit sehr trockenen Augen kämpfe, vermutete die Augenärztin die ADs als Übeltäter und riet mir, sie abzusetzen. Der Psychiater stimmte dem zu, und da die Dosis so gering war, konnte ich sie unmittelbar aufhören, ohne Ausschleichen.
Seit einem halben Jahr etwa bin ich also medikamentenfrei - und nun merke ich, dass die Depris sich wieder einschleichen. Ich weiß aus Erfahrung, dass das immer wieder kommt und ich immer eine kleine medikamentöse Stütze brauchen werde. Dies bestätigt sich wohl nun wieder einmal.
Es ist nicht so schlimm, aber ich kenne die Anzeichen und will was tun, bevor es richtig arg wird. Die Symptome: Ich habe keine Lust, Menschen zu sehen oder Freunde zu treffen. Ich bin dünnhäutig und Kleinigkeiten stressen oder treffen mich schneller als ich üblicherweise reagieren würde. Manchmal habe ich das Bedürfnis zu weinen. Ich bin anfälliger für Angstgefühle.

Ich hadere schon lange mit den chemischen Substanzen und bin auf der Suche nach alternativen Mitteln - naturheilkundliche Präparate eben. Natürlich kenne ich Johanneskraut etc. aber das überzeugt mich nicht. Ich habe vor längerer Zeit mal intensiv im Internet recherchiert und bin auf Studien der Universität Oxford (oder Cambridge?) gestoßen, die belegen, dass naturbasierte Mittel genausogut bei leichten und mittelschweren Depressionen helfen können wie chmische Präparate. Leider finde ich die Seite nicht mehr.

Kurz und gut, meine Frage an euch: Hat jemand Erfahrungen - Und Erfolge? - mit naturheilkundlichen Ansätzen gegen depressive Phasen?
Wias nehmt ihr, wie seid ihr darauf gekommen und wie stellt sich der Erfolg dar?
Ich bin wahnsinnig gespannt auf eure Antworten!

Eure Grashüpfer

17.09.2017 18:55 • 09.12.2017 x 1 #1


179 Antworten ↓


Warum überzeugt dich Johanniskraut nicht? Das ist DAS pflanzliche Mittel bei Depressionen.

17.09.2017 20:15 • x 1 #2



Naturheilkundliche Behandlungserfolge bei Depressionen?

x 3


Grashüpfer
Viellecht bin ich ja zu ungeduldig oder zu inkonsequent - aber ich konnte bei mir keine Wirkung feststellen. Hilft es dir?

17.09.2017 22:17 • #3


kleinerIgel
pflanzliche Mittel brauchen immer Zeit bis sie wirken

17.09.2017 22:20 • #4


Grashüpfer
Ja, das ist mir schon klar, Igel

17.09.2017 22:25 • #5


YesItsMe0
Zitat von Grashüpfer:
Viellecht bin ich ja zu ungeduldig oder zu inkonsequent - aber ich konnte bei mir keine Wirkung feststellen. Hilft es dir?


Deswegen hat die Menschheit auch wirksame Schulmedizin erfunden.

17.09.2017 22:38 • x 2 #6


kleinerIgel
Zitat von Grashüpfer:
Ja, das ist mir schon klar, Igel
dann ist ja gut

Also: mehr Geduld für den Grashüpfer!

wünsch dir eine Gute Nacht

17.09.2017 23:22 • x 1 #7


Grashüpfer
Ich will nicht immer diesen Chemie-Mist einwerfen! Dazu haben die ADs Nebenwirkungen, und die Langzeitwirkung ist nicht ausreichend erforscht. Ein Ungleichgewicht im Neurotransmitterhaushalt gilt inzwischen bei alternativen Vertretern zur Schulmedizin als umstritten oder zumindest nicht alleiniger Auslöser. Diskutiert werden der Zusammenhang zwischen Depression und entzündlichen Prozessen sowie möglicher Mineralsstoff- oder Vitaminmangel.

Ich will die Schulmedizin nicht schlecht reden. Aber ich bin mehr und mehr überzeugt, dass die Natur Hilfe parat hält, die genauso wirksam sein kann wie Chemie, aber ohne Nebenwirkungen und auf Dauer mglw. Schädliche Folgen für den Körper. Ich glaube nicht, dass die Schulmedizin dass allein selig machende ist.
Betrachtet man nur mal den riesigen Markt an Psychopharmaka und macht sich den eonormen Einfluss der Pharmalobby bewusst, muss einem das doch stutzig machen.

@igel das hast du nett gesagt! dir auch eine gute Nacht!

17.09.2017 23:32 • x 3 #8


Zitat von Grashüpfer:
Viellecht bin ich ja zu ungeduldig oder zu inkonsequent - aber ich konnte bei mir keine Wirkung feststellen. Hilft es dir?


Leider zu wenig.... Meine Depri sind zu schwer... Muss mehrere Chemie AD nehmen damit es mir einigermassen gut geht.
Es gibt da aber Johanniskraut Tropfen von Ceres. Die halte ich für ein sehr gutes Präparat. Vielleicht magst du ja nochmal probieren?

18.09.2017 08:20 • #9


petrus57
Ich denke gegen eine richtige Depression ist Johanniskraut machtlos. Das hilft eher gegen Stimmungsschwankungen etc. Und Nebenwirkungen habe die ja auch.

18.09.2017 08:27 • x 2 #10


Hoffnungsfroh
Es gibt einige homöopathische Komplexmittel, die ich ausprobiert habe. Ausprobieren ist aber eben nicht immer sinnvoll! Zudem war es anstrengend, wenn das Mittel nicht gepasst hat. Deshalb war ich dann bei einer guten Heilpraktikerin, die psychosomatische Naturheilkunde im homöopathischen Bereich anbietet. Das Mittel hat dann wunderbar angeschlagen und mir ging es innerhalb von zwei Wochen richtig gut. Heute benötige ich die Tropfen nur noch ganz selten.

Ich finde es toll, dass du nach Alternativen zur Chemie suchst! Und ich bin voller Respekt davor, dass du dich und die Symptome so gut wahrnimmst und dann handelst. Super!

18.09.2017 08:48 • x 2 #11


Zitat von Grashüpfer:
Ich will die Schulmedizin nicht schlecht reden. Aber ich bin mehr und mehr überzeugt, dass die Natur Hilfe parat hält, die genauso wirksam sein kann wie Chemie, aber ohne Nebenwirkungen und auf Dauer mglw. Schädliche Folgen für den Körper. Ich glaube nicht, dass die Schulmedizin dass allein selig machende ist.
Betrachtet man nur mal den riesigen Markt an Psychopharmaka und macht sich den eonormen Einfluss der Pharmalobby bewusst, muss einem das doch stutzig machen.



Dir ist aber schon bewusst das ALLES was Wirkung hat auch NEBNENwirkungen hat egal ob chemisch oder Pflanzlich. Ich mein schau dir Johanniskraut an das macht u.U. üble Magenbeschwerden oder extrem Photosensenibel, Lavendel kann ebenso mächtig auf den Magen gehen.
Ein prima Beispiel für steht pflanzlich drauf kann also nicht schaden Irrglauben ist Digitalis ( rein pflanzlich also darf es ja eigentlich keinen schaden anrichten ) tut es aber und zwar ziemlich heftig, ein Beispiel für Segen und Fluch zugleich.

18.09.2017 08:57 • #12


Naja Digitalis ist ja auch giftig. Wird das als pflanzliches Heilmittel verwendet oder nur in der Homöopathie?

18.09.2017 09:06 • #13


petrus57
Digitalis wird auch in Herztabletten verwendet.

18.09.2017 09:13 • #14


Kommt auf die Dosis und das Präparat an. Johanniskraut ab 900 mg Trockenextrakt wird noch bei mittelschweren Depressionen eingesetzt. Es existieren auch klinische Studien über 1800 mg bei schweren Depressionen. Leider erhöht Johanniskraut bei Frauen u.U den Östrogenspiegel. Rosenwurz, morgens eingenommen soll auch antidepressiv wirken und putscht auf.

18.09.2017 09:53 • x 1 #15


Gerd1965
https://www.medizin-transparent.at/raus ... anniskraut
Sehr interessant und zum Schluss ein Wort zu den Studien

18.09.2017 10:00 • #16


Johanniskraut wirkt ja nicht selektiv sondern an mehreren Neurotransmitter, quasi ein Breitbandantidepressiva.

18.09.2017 10:47 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Also ... ich hatte lange Zeit eine depressive Phase ... mit Angst- und Panikattacken. Habe lange Zeit Clomipramin und Trimipramin genommen.
Seit Mai nur noch Cordyceps und Reishi ... das sind Vitalpilze.
Angst- und Panik habe ich gar nicht mehr ... bin jetzt wieder abends richtig müde ... schlafe sofort ein und auch durch.

Ausser diese Nacht ... aber das hat gravierende familiäre Gründe, weil ich mir Sorgen mache. Selbst jetzt habe ich keine Angst ... kann mit Abstand
darüber nachdenken und handeln.

Ich bin ruhiger, ausgeglichener geworden und leistungsfähiger. Nehme 420 mg Extraktkapseln 4 Stck am Tag. Sehr teuer ... aber für mich
mit richtig gutem Erfolg. Mir geht es gut

https://www.heilenmitpilzen.de/depressionen.html

18.09.2017 11:05 • x 2 #18


Michael76
Mein Arzt hat immer gesagt: Strychnin ist auch rein pflanzlich

Eigentlich spielt es keine Rolle, ob eine chemische Verbindung in einer Pflanze oder im Labor hergestellt wurde.
Alles, was eine erwünschte Wirkung hat, hat i.d.R. auch Neben- bzw. Wechselwirkungen.
Johanniskraut ist im Bereich der Wechselwirkungen z.B. nicht ohne Risiko.
Außerdem erhöht es die Lichtempfindlichkeit der Haut.

Homöopathie ist kompletter Mumpitz. Wasser und Milchzuckertabletten, die keine Wirkung haben können, außer durch einen (nicht zu unterschätzenden) Placeboeffekt.
Trotzdem, für ernstzunehmende Krankheiten kompletter mist.
Da steckt übrigens wirklich eine bösartige Lobby dahinter.
Es gibt nicht eine sauber durchgeführte, placebo-kontrollierte Doppelblindstudie, die einem Homöopathie-Medikament einen bessere Wirkung als ein Placebo bestätigt.
Wie auch? Ist nichts wirksames drin.

Anyway, Johanniskraut ab 900mg kann, unter Beachtung der Neben- und Wechselwirkungen, wirksam sein bei leichten depressiven Verstimmungen, wobei die Indikation bis zu mittelschweren Depression gehen kann.

Übrigens, Schulmedizin ist grundsätzlich erstmal ne gute Sache. Dank der Schulmedizin sterben wir heute nicht mehr gleich an einem Blinddarmdurchbruch, oder an einer TB, oder einer Blutvergiftung.
Sie hat Leistungen vollbracht, die kein globulirollender, händeklatschender Baumumtanzer vergleichbar ansatzweise vorweisen kann.

18.09.2017 11:10 • x 2 #19


Ab mittelschweren Depressionen hilft kein Baldrian mehr.
Da muss man leider (zumindest vorübergehend) auf Chemie zurückgreifen.

Ich selbst z.B. mit schweren Depressionen plus Angststörung muss darauf zurückgreifen.
Ist nicht schön aber notwendig.

18.09.2017 11:15 • x 2 #20



x 4


Pfeil rechts


Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser