App im Playstore
Pfeil rechts
94

W

Wolke12
Mitglied

Beiträge:
25
Themen:
1
Danke erhalten:
42
Mitglied seit:
Hallo zusammen,

ich bin neu im Forum und möchte gerne meine Erfahrungen mit meinem invasiven Vagusnervschrittmacher teilen. Dieser wurde mir vor etwas über drei Monaten gegen meine chronische Depression operativ eingesetzt. Gibt es hier im Forum vielleicht jemanden, der ebenfalls einen VNS hat?

Ich bin sehr an den Erfahrungen anderer Betroffener interessiert und würde mich über einen gemeinsamen Austausch sehr freuen. Wenn ihr Fragen zum VNS habt, dürft ihr mich gerne fragen.

Momentan läuft mein VNS auf 1,25 mA und soll in den nächsten Wochen noch auf 1,5 mA aufdosiert werden. An Nebenwirkungen habe ich ein Kloßgefühl im Hals, wenn er alle 5 Minuten für 30 Sekunden aktiv wird und ich werde innerhalb dieses Intervalls heiser.

Eine antidepressive Wirkung soll nach drei Monaten bis einem Jahr eintreten. Ich fühle mich etwas wacher, kann zwischendurch Freude und Optimismus empfinden. Neben der Depression leide ich noch unter einer KPTBS. Der VNS reduziert meines Empfindens nach die Derealisationszustände. Ich fühle mich mehr mit meiner Umwelt verbunden. 100 % sagen, ob die Verbesserung wirklich am VNS liegt, kann ich nach dem kurzen Zeitraum aber noch nicht.

Antidepressiva nehme ich keine, da ich diese nicht vertragen habe.

Liebe Grüße
Wolke ☕

• • 06.10.2026 x 4 #1


71 Antworten ↓

Burn
Guten Morgen

Leider kann ich dir hier keinen Austausch anbieten da ich damit keine Erfahrung habe, aber ich gehöre natürlich zu der Gruppe Leute, die dir gern Löcher in den Bauch fragen würden 🙈

Mich würde interessieren, wie erschwerlich war der Weg bis du das bekommen hast?
Welcher Arzt hat das unterstützt bzw wie kam es dazu?
Und wie ist das bezüglich Krankenkasse und Kosten? Ich kann mir vorstellen dass hier wieder gut begründet werden muss, warum der Patient diese Behandlung bekommen sollte….
Und wo hast du es dann letztendlich gemacht und war es ein großer Eingriff?

• x 4 #2


A


Invasiver Vagusnervschrittmacher gegen Depression

x 3


W
Guten Morgen Burn,

Danke für deine Antwort! Du darfst mich gerne Löcher in den Bauch fragen. 😉

Der Weg zum VNS war relativ leicht. Ich habe im Oktober 2025 zufällig davon erfahren, dass es den VNS gibt. Anschließend habe ich nach Zentren in DE recherchiert, die den VNS anbieten. Am besten erreichbar war für mich die Uniklinik Frankfurt. Ich habe dort angerufen und für Januar einen Termin zum Erstgespräch in der VNS Ambulanz erhalten.
Zum Erstgespräch habe ich all meine Vorbefunde und eine Liste mit Antidepressiva mitgebracht, die ich getestet und nicht vertragen habe. Es ging vor allem darum, wie lange ich schon an Depressionen erkrankt bin und was ich alles vergeblich an Therapien ausprobiert habe.
Direkt in diesem ersten Gespräch habe ich die Zusage für den VNS von der Psychiaterin erhalten. Ich erhielt einen Arztbrief von der Uni Frankfurt, der mir bescheinigte, dass meine Depression therapieresistent ist und eine EKT-Behandlung bei mir nicht infrage kommt.
Anschließend durfte ich einen Termin mit der operierenden Neurochirurgin ausmachen. Dieser fand im März statt. Auch hier wurde ich nochmal ausführlich über alle Risiken aufgeklärt.
Kurz darauf stand schon der Termin zur OP-Vorbereitung mit der Anästhesie an. Im Mai folgte dann die OP.

Mit der Krankenkasse selbst hatte ich zum Glück nichts zutun. Sie haben den 13.000 Euro teuren Eingriff bezahlt, ohne, dass ich irgendeinen Antrag stellen musste.

Andere Ärzte (niedergelassener Psychiater, Hausarzt etc.) waren mir keine Hilfe, da sie nicht einmal wussten, was ein VNS ist. In der Regel muss ich die Ärzte aufklären...

Zur Frage, ob der Eingriff groß war, fällt es mir ein bisschen schwer zu antworten. Ich würde sagen: "Jein".

Es ist ein minimalinvasiver Eingriff, bei dem unter Vollnarkose zwei Schnitte gemacht werden. Unterhalb vom linken Schlüsselbein wird der Generator eingesetzt, der wie ein Herzschrittmacher aussieht. Der andere Schnitt wird links am Hals gemacht. Dort wird das Kabel/die Elektroden vom Schrittmacher um den Vagusnerv gewickelt. Es ist also KEIN Eingriff am Gehirn und darf nicht mit einem Hirnschrittmacher verwechselt werden.

Zu den sehr seltenen, aber riskanten Komplikationen gehören z.B. eine Verletzung/Ausfall des linken Vagusnervs, eine Verletzung der linken Carotis, Schlaganfall und Herzstillstand. Das Aufklärungsgespräch war schon "wild" und anders, als ich es von anderen OPs kenne. Mir wurden 20 Minuten lang die schlimmsten Szenarien erklärt. Deshalb bin ich mit viel Angst in die OP gegangen.

Da ich meine Depression aber nicht mehr ertragen habe und ich keine andere Lösung mehr wusste, war ich fest entschlossen, alle Risiken auf mich zu nehmen. Am Ende ist alles gut gegangen.

Ich hoffe, der Beitrag kann dem ein oder anderen etwas Mut machen. Manchmal gibt es Wege, die man vorher noch gar nicht kennt. Vor der VNS OP hatte ich Suizidgedanken und dachte, niemand könne mir mehr helfen. Der VNS hat mir neue Hoffnung und neuen Lebensmut gegeben.

Liebe Grüße
Wolke

• x 4 #3


Greta__
Guten Morgen.

Ich musste erst mal googlen, da mir VNS gar nichts sagt.

Hört sich spannend an und es ist schön zu lesen das es diese Möglichkeit gibt und es dir dadurch besser geht.

Von daher: Austauschen kann ich mich darüber nicht mit dir, aber schön das du davon berichtest.

• x 3 #4


W
Hey Greta,

Danke dir!
Ich finde es schade, dass der VNS so unbekannt ist, wo es so viele Menschen mit "therapieresistenten" Depressionen gibt. Meiner Meinung ist es Aufgabe der Ärzte sich informiert zu halten und darüber aufzuklären. Tatsächlich gibt es den VNS schon seit über 20 Jahren. Ursprünglich wurde er zu Behandlung von Epilepsie eingesetzt, bis man festgestellt hat, dass die Patienten eine stimmungsaufhellende Wirkung erleben und insgesamt wacher sind. Dazu muss man aber auch sagen, dass nur etwa 30-40 Prozent der Depressions-Patienten auf den VNS ansprechen.

Viele sehen sich selbst als "austherapiert", wenn Psychotherapien und Medikamente nicht wirken- dabei gibt es noch so viel mehr Behandlungsoptionen. Gebt euch also bitte nie auf!

Bevor ich den VNS erhalten habe, habe ich ca. bei 40 Therapeuten probatorische Sitzungen wahrgenommen, war in mehreren Kliniken stationär und bei ungefähr 5 Psychiatern. Nirgends bin ich auf den VNS hingewiesen worden. Es hieß, ich müsse lernen mit der Erkrankung zu leben. Das war jedoch nie eine Option für mich.

Körpertherapie finde ich auch total hilfreich und wichtig. Leider muss das im ambulanten Setting meistens privat finanziert werden.

LG Wolke

• x 3 #5


-juli
@Wolke12 ich habe neulich eine Doku zu dem Thema gesehen, bin selbst nicht mehr von einer Depression betroffen und fand es extrem spannend. Wie schön, dass nun auch eine Person hier aktiv ist, die selbst damit Erfahrungen gemacht hat!

Wie läuft es mit der Einstellung des Geräts? Ich weiß den Namen der Doku leider nicht mehr, aber da war es super individuell, glaube ich.

Es freut mich jedenfalls, dass du eine Behandlungsmethode gefunden hast, die dir mehr Lebensqualität zurückgibt und ich hoffe, dass in den nächsten Jahren noch mehr auf dem Gebiet passiert. Klar, es ist mit einem gewissen Risiko verbunden, aber ich glaube, dass es vielen Menschen sehr helfen kann.

• x 2 #6


W
Hey Juli,

Danke für deine Nachricht! Über eine Doku bin ich damals auch auf den VNS aufmerksam geworden. Vielleicht haben wir dieselbe Doku gesehen...

Bei mir wurde der VNS schon einen Tag nach der OP aktiviert. Die meisten Zentren warten wohl zwei Wochen damit. Ich hatte in den ersten Tagen relativ starke Schmerzen am Hals und konnte den Kopf nicht drehen- deshalb war ich unsicher, ob die Stromimpulse im Wundgebiet nicht zu noch mehr Schmerzen führen. Da ich aber eine weite Anreise nach Frankfurt habe, habe ich mich entschieden, es auszuprobieren und es war überhaupt kein Problem.

Ich habe den Detektor in die Hand gedrückt bekommen und ihn über den Generator gehalten. Die Ärztin kann dann auf einem Tablet alle Einstellungen vornehmen. Als erstes wurde der VNS auf 0,25 mA eingestellt. Bei dieser Einstellung habe ich überhaupt nichts bemerkt, deshalb sind wir direkt hoch auf 0,5 mA. Das war dann sehr deutlich für mich zu spüren! Ich wurde sofort heiser. Es hat sich angefühlt, als würde eine Welle von meinem Magen bis in den Kehlkopf gehen- da war wie ein Flattern in meinem Brustkorb, das ich am ehesten mit dem Gefühl von Extrasystolen vergleichen würde.

Im ersten Moment habe ich mir gedacht: "Oh mein Gott, wie soll ich so schlafen und mich ausruhen können, wenn das nun alle 5 Minuten so geht." Ehrlich gesagt war ich sehr erschrocken.

Da ich es im Krankenhaus nicht länger ausgehalten habe, bin ich direkt nach der ersten Aktivierung mit dem Taxi nachhause gefahren. Das war ein sehr mulmiges Gefühl, mich von der Klinik zu entfernen und nun diesen "Fremdkörper" in mir zu haben, der mir alle paar Minuten einen "Stromschlag" verpasst.

Nach 5 Tagen war das Flattern im Brustkorb weg. Ich habe eigentlich nur noch die Heiserkeit wahrgenommen. Schlafen ist überhaupt kein Problem. Der VNS hat mich noch nie aufgeweckt. 2 Wochen nach der OP konnte ich mich auch wieder problemlos bewegen und hatte keine Schmerzen und kein Fremdkörpergefühl mehr.

In den folgenden Wochen wurde der Schrittmacher in 0,25mA bis 0,5mA Schritten auf aktuell 1,25mA erhöht. Die zeitlichen Abstände hängen von der individuellen Verträglichkeit ab. Das Endziel für mich sind 1,5mA. Bei der 2. Erhöhung hatte ich ein bisschen Angst vor den Nebenwirkungen, weil die erste Aktivierung so unangenehm war. Komischerweise war es dann aber gar nicht so schlimm.

Mit den 1,25mA merke ich ein stärkeres Druckgefühl im Kehlkopf während der Aktivierung. Wenn ich abgelenkt bin, nehme ich es nicht wahr. Wenn Ruhe einkehrt, geht es mir schon mal auf den Keks. Insgesamt sind die Nebenwirkungen vom VNS für mich aber deutlich tolerierbarer als die von allen Antidepressiva, die ich vorher getestet hatte.

Beim Sport machen die Aktivierungen schon mal kurzatmig. Dann habe ich die Möglichkeit, mir einen Magneten auf den Brustkorb zu kleben und den VNS damit vorübergehend zu deaktivieren.

Wenn ihr Fragen habt, fragt gerne.

LG Wolke

• x 3 #7


-juli
@Wolke12 total spannend, auch mal zu lesen, wie es sich körperlich und psychisch anfühlt. Das mit der Doku könnte sein, es gibt ja nicht so viele aktuelle Dokus zum dem Thema, glaube ich.

Ich finde es auch beeindruckend, dass es so schnell angeschlagen hat, glücklicherweise! Und schlafen zu können, ist so viel wert. Guter Schlaf macht so viel aus.

Wie viele Medis hast du über die Jahre probiert? Du hast bestimmt einen langen Leidensweg hinter dir… Machst du/ brauchst du noch eine Therapie nebenbei?

In der Doku wurde davon gesprochen, dass die Person für einige Menschen auch aufgrund von körperlichen Faktoren entstehen könnte und dass das Wirken beweist, dass die Depression als Erkrankung auch eine körperliche Krankheit darstellt, was bisher ja nicht so viel Beachtung findet.

Ich könnte mir vorstellen, dass was dran ist und die Erkrankung aus verschiedenen Faktoren entstehen kann. Wie stehst du dazu?

• x 1 #8


kadisha
Was haltet ihr von diesem Ring

https://elfoyo.de/products/nuvora-12-in...losung-2-0

• x 2 #9


Dianaross
Zitat von kadisha:
Was haltet ihr von diesem Ring

kenn ich nicht. Hast du Infos darüber?

Derzeit kann ich mir nicht vorstellen, das sowas hilft.

Eine Freundin von mir hat mit dem Vagusnerv zu tun, und ich will ihr helfen. Sie wird voraussichtlich hier einmal anmelden und chatten - ich werde ihr die Empfehlung dazu geben.


Zitat von -juli:
dass die Depression als Erkrankung auch eine körperliche Krankheit darstellt, was bisher ja nicht so viel Beachtung findet.

- man unterscheidet ja "endogene Depressionen" und Depris die aus dem sozialen Kontext entstehen.

- in jüngster Zeit ist mir aufgefallen, dass ich zuweilen mehr "Depris" habe, also so kleine, die sich dann jedoch nur für mich als "Senke" darstellen: und ich mach dann einfach nur nichts und fühle mich dann wohl..

- es kann sein, dass so etliche Depris oder "innere Leere" aus der Frühkindlichkeit kommen: wegen Vernachlässigung bis hin zur Verwahrlosung.. als verlassener Säugling sozusagen.. - das geht dann auf die Amygdala, die nicht mitwächst und dann in der Folge tendiert der Mensch "zum Spielball seiner Gefühle" bis hin zu Borderline Auffälligkeiten.

- leider kommt der Mensch nicht an seinen frühkindlichen Zustand heran, weil es damals noch keine Sprache für ihn gab, sondern nur das Gefühl.. der Not sozusagen.. Deprivation bis hin zur "Sensorischen Deprivation".

- mir sind viele Sachen wie oben angedeutet in jüngster Zeit aufgefallen, zunehmend seit 3 Jahren, in denen ich intensiv Yoga praktiziere: ich komme immer mehr in die "Selbstfürsorge" und "Selbstliebe" - und ich hab "Techniken" entwickelt, um mein Vagussystem zu beruhigen, die ich natürlich in "Self-Education" gefunden habe , in >Infos darüber: und außerdem habe ich einen wertvollen Hinweis von einer Freundin bekommen, die psychoanalistiche Tiefenpsychologin ist.. - denn ihr ist an mir was aufgefallen.. dass mein Sympaticus zuweilen "mich" übernimmt.. und dann ich ein anderer Mensch werde, und unentwegt plappere, währen ich ansonsten eigentlich immer sehr sanft mit schöner Stimme spreche..
--
echt blöd, wenn man so einen krempel an der backe hat...

• x 3 #10


Donnie_Darko
@Wolke12 Gut, dass es dir geholfen hat. Ich habe mal eine Person getroffen, bei der sich der Zustand mit dem Gerät sogar etwas verschlechterte.

• x 2 #11


-juli
@Dianaross danke dir für die wertvollen Hinweise!

• x 1 #12


Burn
Zitat von Wolke12:
Guten Morgen Burn, Danke für deine Antwort! Du darfst mich gerne Löcher in den Bauch fragen. 😉 Der Weg zum VNS war relativ ...

Vielen lieben Dank Wolke irgedwie wurde mir deine Antwort gar nicht angezeigt… komisch ich achte da wenn möglich immer drauf.

• x 1 #13


-juli
@Burn habe ich manchmal auch, habe noch nicht herausgefunden, woran es liegt…

• x 1 #14


Sonnenzauber
@Wolke12 13.000Euro ist echt ne Stange an Geld, aber freut mich dass er dir hilft. Und er löst alle 5 Minuten aus quasi und stimuliert den Nerv? Darf man mit sowas dann z.B. noch ins MRT?

• x 1 #15


W
@-juli Danke für deine Nachricht!

Ich bin davon überzeugt, dass es bei chronischen Depressionen eine körperliche Komponente gibt. Es ist ja bekannt, dass gerade Menschen mit chronischen Depressionen häufig von frühkindlichen Traumatisierungen betroffen sind. Diese führen nachgewiesen zu Veränderungen im Gehirn. So kann es zu einer Störung des Stresshormonsystems kommen. Der Hippocampus schrumpft, was die u.a. die Fähigkeit beeinträchtigt, sich flexibel auf Veränderungen einzustellen.
Amygdala und das Subgenuale Grau sind bei Depressionen überaktiv. Der Dorsolaterale präfrontale Kortex und das Dorsale Cingulum sind minderaktiv- das führt zu u.a. zu Grübelschleifen.

Unser Gehirn ist glücklicherweise zur Neuroplastizität fähig- d.h. es bleibt lebenslang lern- und umwandlungsfähig. Gerade, wenn die Erkrankung aber schon lange besteht, finde ich es schwer, aus den alten Mustern auszubrechen. Vom VNS erhoffe ich mir eine Unterstützung. Zusätzlich achte ich auf einen gesunden Lebensstil, mache noch eine Körpertherapie und viel Sport.

An die "Serotonin-Mangel-Hypothese" glaube ich persönlich nicht. Dann müssten Antidepressiva m.E. viel häufiger anschlagen...

Ich habe ungefähr 8-10 Antidepressiva vergeblich getestet. Alle haben zu für mich nicht tolerablen Nebenwirkungen geführt. Einen positiven Effekt hatte ich nie.

Manche VNS-Zentren verlangen, dass man vorher eine Augmentation mit z.B. Lithium ausprobieren oder vorher eine EKT-Behandlung machen muss. Das kam für mich nicht infrage, da ich vor so starken Medikamenten wie Lithium viel zu viel Angst habe. Allein den Ablauf einer EKT-Behandlung finde ich potentiell traumatisch. Ich kenne viele, die durch diese Behandlung bleibende Gedächtnisschäden erlitten haben. Deshalb war das für mich auch keine Option.
Ich bin sehr froh, dass das in Frankfurt akzeptiert wurde.

LG Wolke

• x 2 #16


W
@Sonnenzauber Da hast du Recht, dass das viel Geld ist! Ich bin sehr dankbar, dass die Krankenkasse den Eingriff gezahlt hat! Wichtig ist der Nachweis, dass die Depression therapieresistent ist. Wobei ich dieses Label auch nur auf dem Papier akzeptiere. Ich würde mich selbst nicht als "therapieresistent" abstempeln, nur weil Psychotherapie und Medikamente nicht den gewünschten Effekt hatten.

Das mit dem MRT ist ein wichtiger Punkt. Mit dem VNS darf man sich keinen starken Magnetfeldern mehr nähern. Ein MRT in Bereich von Kopf, Hals- und Brustwirbelsäule ist nicht mehr möglich. Für andere Körperbereiche muss der Generator vorher ausgeschaltet werden. Dann geht es.

In der Standarteinstellung bei Depressionen gibt der VNS seinen Stromimpuls alle 5 Minuten für 30 Sekunden ab.

LG Wolke

• x 2 #17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

W
@Donnie_Darko Das ist ja interessant und schade, dass es sogar zur Verschlechterung kam! War die Verschlechterung langfristig und wurde der VNS dann dauerhaft deaktiviert?
Ganz am Anfang habe ich auch eine Verschlechterung unmittelbar nach der Erhöhung von 0,5mA auf 1mA wahrgenommen. Ich habe 2 Wochen durchgeweint, was untypisch ist. Danach war es wieder gut.

• x 1 #18


Donnie_Darko
Zitat von Wolke12:
@Donnie_Darko Das ist ja interessant und schade, dass es sogar zur Verschlechterung kam! War die Verschlechterung langfristig und wurde der VNS dann dauerhaft deaktiviert? Ganz am Anfang habe ich auch eine Verschlechterung unmittelbar nach der Erhöhung von 0,5mA auf 1mA wahrgenommen. Ich habe 2 Wochen durchgeweint, ...

Das wurde auch nach Monaten nicht besser. Ich kann nicht sagen ob das Gerät dann abgeschaltet oder entfernt wurde.

• x 1 #19


miheda
Zitat von Wolke12:

An die "Serotonin-Mangel-Hypothese" glaube ich persönlich nicht. Dann müssten Antidepressiva m.E. viel häufiger anschlagen...

Gibt ja meines Wissens nach auch keinerlei wissenschaftliche Beweise dafür. Keine Studie konnte das bisher tatsächlich nachweisen.

Zitat von Wolke12:
Ich kenne viele, die durch diese Behandlung bleibende Gedächtnisschäden erlitten haben.

Meine Bekannte hatte auch zig Antidepressiva, Lithium, EKT, Magnetresonanz, jetzt hat sie schlimme kognitive Ausfälle; die man für Demenz halten könnte, der Arzt hat trotzdem gesagt VNS wäre nicht sinnvoll

• x 2 #20


A


x 4


Pfeil rechts




Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
App im Playstore