Pfeil rechts
10

Hallo

Ich war schonmal kurzfristig hier angemeldet, aber nun möchte ich gerne hier aktiv mitschreiben. Also ich heiße Friederike, bin 21 Jahre alt und komme aus NRW. Ich leide an Depressionen und einer Sozialphobie. Zusätzlich fühle ich mich sehr einsam, weshalb ich dieses Forum übers Internet gefunden habe. Vor kurzem hatte ich ein Erstgespräch bei meiner Therapeutin, ich fand sie sehr sympathisch. Ende Mai geht es dann erst richtig los, wobei ich nicht viel von dieser Therapie erwarte. Ich kann sehr offen mit meinen Problemen umgehen, aber mir fehlt einfach die Kraft etwas zu verändern. Momentan gehe ich nicht mehr zur Schule, da ich den Alltag nicht bewältigen kann. Joa..das wars fürs erste von mir

15.05.2017 11:48 • 16.05.2017 #1


11 Antworten ↓


Delphie
Hallo Friederike,

herzlich Willkommen hier in diesem Forum.
Ich kenne das auch und leide auch unter anderem an einer Depression und Sozialphobie, also weiß ich wie schlimm solche Ängste sein können. Auch das man sich sehr einsam fühlen kann, deshalb toll, dass du dir schon mal Hilfe gesucht hast, in Form von einer Therapeutin, dass ist klasse.

Ich wünsche dir sehr, dass die Therapie dann gut startet und sie dir etwas bringt. Warum erhoffst du dir davon nicht so viel? Oder warum denkst du das? Was ist es für eine Therapie? Verhaltenstherapie oder andere art von Therapie? Ich habe auch schon Therapie hinter mir, bin derzeit noch in Therapie und sie kann helfen, gerade bei Ängsten. Natürlich nur, wenn man der Therapeutin vertraut und sie die richtige für einen ist. Da kommt es ja auch auf die Chemie an zwischen euch beiden.
Die Kraft wird bald besser sicher werden. Gebe dir da die Zeit! Gehst du wegen der Ängste nicht zur Schule oder wegen der Depressionen?

Mit lieben grüßen,
Delphie

15.05.2017 12:53 • x 2 #2



Ich stelle mich kurz vor

x 3


wahnfritz
Hallo Friederike,
wie machen sich deine Probleme denn ganz konkret bemerkbar? Worunter leidest du besonders?

15.05.2017 13:10 • #3


Danke für eure Antworten

@Delphie danke für deine lieben Worte Es ist meine erste Therapie (Gesprächstherapie). Ich kann mir gerade nicht viel erhoffen, da mir im Moment, besonders in Bezug zu meiner Zukunft, alles egal geworden ist. Ich denke es braucht noch viel Zeit bis ich diesen Tiefpunkt überwinden kann. Ich gehe momentan nicht mehr zur Schule weil mir der Alltag alles an Kraft geraubt hat. Dass ich übermüdet von der Schule kam und sofort ins Bett gefallen bin, dass meine Konzentration gegen Null ging. Es gab sogar Momente in denen ich mitten im Unterricht kurz vor einem Heulkrampf stand und noch weitere so komischer Effekte. In der Schule selbst fühlte ich mich sogar relativ wohl, hatte Klassenkameraden mit denen ich mich sehr gut verstand und die sogar traurig sind dass ich nicht mehr komme. Aber ich fühle mich trotzdem sehr einsam. Ironischerweise isoliere ich mich aber auch lieber und habe dann meine Ruhe.

@wahnfritz Hm..ich weiß nicht wie ich das so wirklich auf den Punkt bringen kann. Aber was ich schlimm finde, ist das Gefühl dieser Leere das ich täglich habe. Dass ich kraftlos bin, mir nichts mehr Spaß macht. Das da irgendwie ein Gefühl in dieser Leere in mir ist, das kaum aushaltbar ist, wie ein ekeliges Bauchgefühl das raus möchte aber nicht kann. Meine Stimmungschwankungen, es braucht ein Wort und ich werde wütend oder unendlich traurig. Dass ich mich über etwas freue, in der nächsten Stunde kann ich alles total sch. finden. Und natürlich die Einsamkeit. Ich kann nicht wirklich alleine sein, gleichzeitig ertrage ich keine Nähe mehr. Also mich belasten viele Dinge. Und manchmal geht es mir dann schlecht, dann wache ich am nächsten Tag auf und es ist als wäre nichts gewesen.

15.05.2017 14:06 • #4


wahnfritz
Hallo Friederike!
Zunächst gebe ich @Delphie ausdrücklich recht: gut dass du dir Hilfe geholt hast. Denkst du über Medikamente nach? Was ist mit Sport? Die Vorstellung ätzt die meisten Depressiven, aber leider hilft Sport. Und was würdest du ändern, wenn du es könntest? Was wünschst du dir?
Grüße!

15.05.2017 20:34 • x 1 #5


Zitat von wahnfritz:
Hallo Friederike!
Zunächst gebe ich @Delphie ausdrücklich recht: gut dass du dir Hilfe geholt hast. Denkst du über Medikamente nach? Was ist mit Sport? Die Vorstellung ätzt die meisten Depressiven, aber leider hilft Sport. Und was würdest du ändern, wenn du es könntest? Was wünschst du dir?
Grüße!


Mir wurde bereits schon Antidepressiva verschrieben, heute habe ich die erste Tablette genommen. Also wird es noch etwas Geduld brauchen bis die Wirkung einsetzt. Sport ist tatsächlich schon in Planung, mein Bruder und ich melden uns in einem Fitnessstudio hier bei uns in der Nähe an. Also alleine würd ich auch nicht hingehen.

Hm..was würde ich ändern? - Ich denke es wäre erstmal schön wieder meinen Alltag auf die Reihe zu bekommen. Dass ich mein Abitur weitermachen kann, den ich habe jetzt so oft etwas abgebrochen ,was mich dann immer zurückwirft.

Was ich mir wünsche, wäre dass ich irgendwann selbständig werde, mein eigene Wohnung und ein Beruf der mir Spaß macht. Und vielleicht auch irgendwann wieder einen Partner.

15.05.2017 20:46 • x 1 #6


wahnfritz
Na, dann hast du es doch angegangen. Bravo! Du brauchst jetzt etwas Geduld. Das geht nicht von heute auf morgen. Dass du auch sportliche Betätigung planst, finde ich super. Es geht ja nicht um Leistung, sondern dass du dir und deinem Körper was Gutes tust und wieder eine Beziehung zu dir, deinen Wünschen und Bedürfnissen aufbaust. Es ist super schwer sich zu überwinden, daher gratuliere ich dir zu dem Entschluss. Du wirst sehen, dass die Leere nach körperlicher Betätigung abnimmt. Und denk dran: kleine Schritte führen auch zum Ziel. Du darfst dich nicht überfordern, sonst riskierst du Frust, was natürlich schändlich wäre.

15.05.2017 20:51 • x 1 #7


Erstmal willkommen hier im Forum.

ICh finde es super, das Du die ersten Schritte gegangen bist und dir nun Hilfe geholt hast. Ein Schritt der nicht einfach ist aber den hast Du schonmal gemeistert. Für alles weitere drücke ich Dir die Daumen. Auf einen frohen Austausch hier und Grüße aus Düsseldorf

15.05.2017 21:25 • #8


Zitat von Lanthan:
Erstmal willkommen hier im Forum.

ICh finde es super, das Du die ersten Schritte gegangen bist und dir nun Hilfe geholt hast. Ein Schritt der nicht einfach ist aber den hast Du schonmal gemeistert. Für alles weitere drücke ich Dir die Daumen. Auf einen frohen Austausch hier und Grüße aus Düsseldorf


Danke dir Ich muss dazu sagen das ich das alles ohne meine Mutter so garnicht geschafft hätte und sie mich auch zu allem begleitet. Auch weil ich nicht einmal alleine irgendwo anrufen kann.

15.05.2017 22:00 • x 1 #9


Sport ist echt super...ich mache abwechselnd ergometertraining und schwimmen..immer je nachdem wie ich Zeit habe aber danach fühlt man sich wie neu geboren und richtig gut.

Antidepressiva haben ja verschiedene Wirkungen, die Antriebssteigerung sollte relativ zügig gehen weil das AD direkt wirkt...die Stimmungsaufhellung aber kommt erst nach einigen Wochen..meist liesst man so 3-4. Sofern werf nciht alles hin wenn nciht morgen alles rosig ist...Manchal muss man auch erst die Dosis anpassen oder auch mal ein anderes ausprobieren ;.-) Jeder Mensch ist anders

15.05.2017 23:25 • x 2 #10


Delphie
Hallo Friederike,

das dir alles egal geworden ist, also das kenne ich auch. Also solche Zeiten kannte ich auch schon mal, dass wird wieder. Es brauch nur Zeit! Die Konzentration ist schnell bei Depressionen bei Null. Ich habe auch nicht die allerbeste Konzentration, kenne ich auch und bei Zeiten mit schweren Phasen ist es noch schlimmer gewesen. das ist da da leider manchmal normal. Aber das wird besser.

Es klingt doch aber schon mal gut, dass du dich in der Schule schon mal so an sich wohl gefühlt hast. Daran kannst du sehen, dass es da Menschen gibt, die dich sehr mögen, gerade wenn die traurig sind, wenn du nicht kommst nun. Bist du mit denen so in Kontakt noch irgendwie? Also mit einigen Klassenkameraden, mit Freunden? So außerhalb der Schule irgendwie? Also entweder so mal treffen oder per handy oder so anders irgendwie?
So damit du dich nicht so ganz einsam fühlst vielleicht. Ich weiß, wie schwer das ist, wenn man lieber seine Ruhe haben möchte und sich lieber isolieren möchte. Da ist der Kontakt nach außen schwer, nur er ist auch so wichtig, der Kontakt nach außen! Also irgendwie zu freunden versuchen weiter kontakt zu halten, also das was möglich ist für den moment.

Das kenne ich. Ich konnte früher auch niergendswo alleine anrufen. Nun geht es aber. Aber mit jahrelanger Übung und Training. Und selbst jetzt geht es manchmal noch nicht immer so super, also ich mache es irgendwie aber es ist manchmal noch mit übelkeit und zittern und so verbunden. Anstrengend irgendwie. Aber habe da auch sehr, sehr starke Ängste, also lass dich da bitte jetzt nicht verunsichern, wollte eigentlich nur dadurch zeigen, dass es irgendwann bei dir auch gehen kann.
Das mit dem Begleiten kenne ich auch. Gebe dir da die Zeit, die du brauchst und es übe es langsam so wie du es kannst. Es wird irgendwann besser werden. Mit ganz kleinen schritten kommst du da immer ans Ziel, merke ich auch immer mehr. Man muss da immer nur geduld haben mit sich.

@lanthan,

das ist super, dass du Sport so regelmäßig machst. Habe hier auch mein Ergometer stehen, müsste ich mal regelmäßiger machen manchmal. Einige Phasen mache ich es regelmäßig und dann mal nicht so. Dann bin ich so mit terminen und so voll, dann passt nichts mehr und ich bin nur noch ausgepowert vom tag und erschöpft. Wenn ich es aber dann mache, fühle ich mich dann besser, also kann das nur bestätigen, deine Aussage mit dem richtig gut fühlen.

Mit lieben Grüßen,
Delphie

16.05.2017 10:45 • x 2 #11


Kontakt habe ich derzeit nicht mehr zu meinen Klassenkameraden.

Ja die Sache mit dem TelefonierenIch versuche meistens selbst anzurufen, da bekomme ich dann auch genau diese Panikzustände wie du sie hier gut beschrieben hast.

16.05.2017 11:31 • #12



x 4




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser