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trial
Mitglied

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Hallo,
ich leide seit ungefähr November 2025 unter starker Gefühllosigkeit, die teilweise unerträglich ist, besonders wenn ich durch die Erwartungshaltung oder Analyse sehr angespannt bin. Dann ist die Anspannung so stark, dass quasi kein Gefühl mehr fließen kann.
Starke Gefühllosigkeit bedeutet für mich, dass ich keine Vorfreude oder irgendeine emotionale Resonanz (auch keine negativen Emotionen) mehr spüre oder Dinge keine Bedeutung mehr haben.Nur selten kommen mir die Tränen, aber da muss mich schon etwas triggern.
Eine schwere Depression oder ein komplexesTrauma kann ich mir nicht vorstellen, da ich keine typischen Symptome habe, wurde auch so vom Therapeuten bestätigt.
Natürlich habe ich schon immer mal mit depressiver Symptomatik, aber momentan belasten mich die Symptome mehr als mein Lebensstil. Auch Dinge, die mir helfen können, sind schwer umsetzbar, da wenig bis keine Motivation spürbar ist oder keine Bedeutung vorhanden.
Ich fühle mich auch manchmal wie unter Strom und denke dann mein Nervensystem ist völlig überreizt. Nun kommt noch eine Theorie: exzessive Smartphone-Nutzung und vorallem Doomscrolling. Ist es denn möglich, dass man so exzessiv scrollt, dass das Nervensystem völlig überreizt wird und zu einer starken Gefühllosigkeit führt (teilweise auch wie eine Erstarrung).Ich merke z.B. dass stundenlanges Scrollen tatsächlich "entspannt" und die Gefühllosigkeit abmildert. Ich weiß natürlich, dass das nur ein Trugschluss ist.
Dazu kommt, dass ich auch nicht mehr richtig entspannen kann (probiere gerade Yoga und PMR). Auch ein simpler Spaziergang fühlt sich nicht wirklich entspannend an.
Mich würde interessieren, ob jemand ähnliches berichten kann.

18.02.2026 x 2 #1


10 Antworten ↓


Luce1
Doomscrolling kann gefährlich sein, da der exzessive Konsum negativer Nachrichten zu psychischen Belastungen wie Ängsten, Depressionen, Stress, Schlafproblemen und Konzentrationsstörungen führen kann.

Es ist keine harmlose Gewohnheit, sondern kann durch die ständige Reizüberflutung das Nervensystem erschöpfen und das Wohlbefinden langfristig beeinträchtigen.

Ich persoenlich benutze mein Handy oft nur zum Fotografieren draussen, und hab auch nicht viel GB, so dass ich es draussen nur im Notfall benutzen kann. Im Urlaub versuche ich es, kaum zu nutzen.

x 1 #2


A


Gefühllosigkeit - welcher Grund?

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sensibelchen98
Gefühllosigkeit kann auch eine Form von Dissoziation sein, ebenfalls durch ein überlastetes Nervensystem ausgelöst.

x 2 #3


Feuerschale
@trial ja das kenne ich auch, das ist wie starr und taub, geht nix mehr rein und kaum was raus (und wenig emotionale Schwingung).

Bei mir ist es nur so wechselhaft, mal hyper offen und reaktiv und dann dumpf.

Hab so meine Routinen mit dem Smartphone, nicht Doom, mehr klicki bunti. Das beruhigt stellenweise, man muss nur den Punkt finden, wo es zuviel wird.

Aber das mit dem hyperreaktiv hast du wohl nicht?

Vielleicht ackert ja trotzdem iwas, was dich in die Spirale führt?

#4


Luce1
@sensibelchen98 stimmt. Guter Einfall !

x 1 #5


T
@Feuerschale , das hyperaktiv ist eher so, dass ich dann nicht still sitzen kann

x 1 #6


Feuerschale
@trial kannst du dich denn sportlich auspowern z B?

#7


T
@Feuerschale habe ich so noch nicht probiert. Wäre aber echt mal sinnvoll um zu sehen, wie der Körper und der Geist drauf reagiert

x 1 #8


Luce1
@trial

Mich würde interessieren, hat Dein Therapeut irgendwelche Skills gegeben?

#9


Zenz
Ich kenne diesen Zustand seit vielen Jahren. Vor dem Einschlafen kommen die unmöglichsten Gedanken. Ich spüre ein Loch das nur mit der Vorstellung was ich am nächsten Tag kochen könnte oder was für ein Fernsehprogramm mir Ablenkung verschafft. Ebenfalls tauchen alte Situationen auf die ich schon lange schuldbeladen in mir trage. Bisher fand ich niemanden dem ich mich anvertrauen konnte, nicht mal dem Therapeuten. Ich war immer auf der Suche nach meinem eigenen Wert, der echten Liebe und Menschen denen ich vertrauen kann. Ich denke meine Gefühlsleere sind Altlasten die ich mir selbst nicht vergeben kann und nehmen einfach zu viel Platz im Kopf/Seele ein. Mein Körper mit fast achtzig Jahren schmerzt oft in der Nacht, Muskel und Gelenke traktieren mich, eine Ursache ist nicht feststellbar. Morgens wache ich auf, sofort kommt der Gedanke: jetzt fängt das Ganze wieder von vorne an. Mir wurde empfohlen mein Interesse an Politik, neuesten Nachrichten und Diskussionen (u.a. Internet) stark zurück zuschrauben. Es würde mich aufputschen und meinen Schlaf rauben. Die Welt zerlegt sich, Ungerechtigkeiten mehren sich, das alles ist so aussichtslos für mich.
🍀

#10


T
@Luce1 Erstmal nur den Ratschlag, Antidepressiva zu nehmen.

#11


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Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
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