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Statson
Hallo,
Ich bin durch jahrelange Depressionen völlig vereinsamt.
Im Internet fand ich dieses Forum und hoffe, es gelingt mir, auf diesem Weg mit Eurer Unterstützung aus meiner Einsamkeit herauszufinden.
Zum einen muss ich natürlich einen Weg aus der Krankheit finden.
Zum anderen schaffe ich das einfach nicht allein, obwohl ich seit Jahren in psychologischer und psychiatrischer Behandlung bin.
Ich hoffe, ich finde hier bei Euch gute Kontakte und kann vielleicht sogar Freundschaften knüpfen.
Besten Dank für Euer Interesse, bitte meldet Euch!
Ganz liebe Grüsse!

20.01.2017 14:04 • 29.01.2017 x 1 #1


8 Antworten ↓


Vielleicht gibt es bei dir in der Gegend eine Depressionsselbsthilfegruppe. Wo man sich regelmäßig trifft. Da kann man sich auch persönlich austauschen und der Kontakt fällt dann auch nicht so schwer weil man weiß, dass die anderen ähnliche Probleme haben wie man selbst. War nur ein Gedanke. Du kannst natürlich auch in irgend einen anderen Verein gehen was dich interessiert. Ich dachte nur bei so einer Gruppe fällt der Kontakt dann leichter.

20.01.2017 14:10 • x 1 #2



Durch jahrelange Depressionen völlig vereinsamt

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Hallo @Statson
es wird besser gehen mit Kontakt, wenn du dich durchs Forum schreibst.

Herzlich Willkommen!

20.01.2017 15:42 • x 1 #3


Hallo Statson, mir geht es ähnlich habe fast keine sozialen Kontakte mehr. Hast du noch Verwandte wo Kontakt besteht? Hast du ein Hobby wodurch du Leute kennenlernen könntest?
Gruß Ani

20.01.2017 19:56 • x 1 #4


Statson
Hallo, ihr lieben!
Ich war jetzt letzten Dienstag in einer Selbsthilfegruppe und habe dort eine Frau gefunden, die mir eine Reitbeteiligung angeboten hat. Am Donnerstag war ich mit ihr im Reitstall und wir wollen es miteinander versuchen.
Leider hat mich eine vermeintliche Freundin, die ich in meiner Not um Hilfe gebeten hatte, tief verletzt und enttäuscht, indem sie mein Vertrauen missbraucht hat und ein vertrauliches Gespräch dazu nutzte, meinen Exfreund zu fragen, ob ich sie belogen hätte.
Es geht mir schon lange Zeit richtig miserabel und ich komme sehr schwer mit meinem Alltag zurecht, ich liege viel im Bett oder sehe fern, das sind meine Hauptaktivitäten.
Ich leide extrem darunter, dass meine Familie verstorben ist, mein Bruder war eigentlich mein einziger wirklicher Freund in den letzten zehn Jahren, seit unsere Mutter verstorben ist. Er starb 2012.
Seit zwei Jahren merke ich, dass mir diese schweren Verluste den Boden unter den Füssen weggezogen haben.
Ich wurde schwer depressiv und einsam und finde kaum noch Zugang zu Selbstvertrauen oder Lebensfreude, obwohl ich seit sechs Jahren in Therapie gehe, lange Klinikaufenthalte hinter mir habe und Tabletten nehme.
Ich frage mich jeden Tag, wie ich in meiner Lage liebevolle und verständnisvolle Menschen finden soll, die mir echte Freunde sind und mir gut tun.
Ich hab jetzt einen bösen Rückschritt und einen kleinen Fortschritt hinter mir, aber unterm Strich habe ich schon lange gar kein Leben mehr und leide sehr unter meiner Einsamkeit.
Schreibt mir bitte Eure Meinungen dazu, ich bin wirklich dankbar für jeden Beitrag.
Ganz liebe Grüsse!

29.01.2017 19:08 • x 2 #5


Hallo Statson, hast du noch die Möglichkeit mit Tagesklinik? Mir tut das sehr gut, ich bin seit 1.5 Jahren krankgeschrieben und seit dem auch ohne Job. Ich kann nicht mehr Vollzeit arbeiten.

Ich habe noch einen Freund, aber trotzdem habe ich mich oft einsam gefühlt. Ich habe mich sehr stark von den Menschen zurückgezogen, ich habe zu negativ gedacht und die Kraft fehlte vollkommen. Ich versuche nun, durch Aktivitäten ein bisschen aus der Einsamkeit rauszukommen. Ich habe mich bei einer Zeichnungsgruppe angemeldet, das kostet nichts. Im Februar wird der erste Anlass sein. Ich war auch schon an einem Kurs Seife machen. Diese kleinen "Ausbrecher" aus dem Alltag tun mir gut. Es gibt so vieles, wenn man ein bisschen forscht im Internet dann findet man auch etwas.

Auch wurde hier im Forum ein gutes Buch empfohlen, das mir echt hilft den Umgang mit mir selbst zu verändern. Ich bin auch immer noch in Therapie.

29.01.2017 19:26 • x 1 #6


Hallo Statson,

was soll man dazu sagen?
Da bleibt nichts anderes übrig, als sich selbst aus dem Loch herauszuziehen, sich selbst ein Freund zu sein, auch wenn es extrem schwerfällt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es niemanden gibt, der einem helfen wird, außer du hilfst dir selbst. Die Erkenntnis ist nicht leicht zu verdauen, aber wenn man es begriffen und verinnerlicht hat, wird viel Energie freigesetzt, die aus dem Trotzgeist kommt, den man mit der Zeit entwickelt.

LG Maro

29.01.2017 19:31 • x 3 #7


Statson
Hallo Freisein!
Was macht man denn in einer Tagesklinik?
Hallo Maro!
Ja, ich weiss. Darunter leide ich eigentlich sm meisten.

29.01.2017 20:53 • x 1 #8


Hallo Statson

Kommt auf die Tagesklinik an. Ich bin in einer niederschwelligen, dort gibt es Therapieangebote wie z.b. Kunsttherapie aber auch ein Gips und Steinmetzatelier aber auch Yoga. Ich geh an drei Tagen die Woche hin. Im Grunde geht es um die Erhaltung der Struktur und auch um nicht den ganzen Tag alleine zu sein. Ich hab auch schon einen sehr netten Menschen dort kennengelernt, mit dem ich mir vorstellen könnte, auch später sporadisch Kontakt zu halten.

Mir hilft es sehr, ich sage mir jeweils (und das habe ich auch von einer Mitpatientin aufgeschnappt) "ich geh jetzt arbeiten". Dann fühl ich mich nicht ganz so nutzlos. Und ich stehe regelmässig auf und geh raus und bin unter Menschen.

29.01.2017 22:40 • x 2 #9




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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser