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Bleitränen hat geschrieben:
Ey liebe Leute ,das soll kein Angriff sein *Vormerkung*

aber mit eurem *"Rhesusaffengehopse und der Schönfärberei*wird Niemandem geholfen.
Fakt ist: das es äußerst selten passiert das nicht Betroffene Verständnis aufbringen,darum geht dieses Thema m.E auch.
Ich kann dieses blumige Geschwafel echt nicht mehr lesen,redet euch doch alles weiterhin schön!
will ich auch keinem kaputt machen,halte mich lieber fern..



Also Bleitränen hört sich aber auch nicht grad positiv an :D

Und ich glaube auch nicht, dass wir ein ständiges "blumiges Geschwafel" und in rosa Wattebäuschen gelegt werden wollen.
Aber mal ein paar liebe Worte satt Vorwürfe , braucht wohl jeder Mensch. :trost:

Auf das Thema antworten


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Mittelfranken
2662
  26.02.2018 19:17  
Sach mer mal so: hast schon Recht, wer keine Angst oder Depression kennt, kann es vielleicht gar nicht wirklich verstehen. Und viele wollen es auch gar nicht verstehen, weil sie mit anderen Sorgen beschäftigt sind. Find ich jetzt auch nicht so schlimm.

Wär halt schön, wenn wenigstens die Menschen, mit denen man es zu tun hat (Familie, Freunde, Arbeitgeber) versuchen würden, zu verstehen oder zu akzeptieren. Das klappt doch auch schon oft nicht.

Und das kann manchmal schon nerven, denn wenn man im Rollstuhl sitzen würde, wäre das anders; man müsste nicht ständig erklären, warum man jetzt gerade nicht aufstehen kann, warum der Alltag anstrengend ist etc., denn jeder kann sich das vorstellen.

Allerdings gibt es mittlerweile immer mehr psychische Erkrankungen (ich hab gelesen, dass unter den 18 bis 25 jährigen mittlerweile 25 % psychische Probleme haben; wegen Überforderung etc.). Also gibt es auch immer mehr, die so einen "Fall" in der Familie haben oder kennen. Blöd finde ich trotzdem, dass die Krankheiten immer noch tabuisiert und totgeschwiegen werden. Ich finde es immer noch nicht leicht, mich zu "outen".



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  26.02.2018 19:23  
Andererseits kann ich auch verstehen wenn es für jemanden der nicht betroffen ist einfach unverständlich ist

"Warum der andere sich nicht einfach ein bisschen zusammenreißt, ist doch jeder mal schlecht drauf. Ich kann auch nicht den ganzen Tag nur rumjammern....jetzt muss doch mal wieder gut sein!"



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  26.02.2018 19:36  
Weil man in unserer Gesellschaft leider gleich abgestempelt wird, wenn man zugibt psychische Probleme zu haben
und wie schon geschrieben viele nicht wissen wie man damit umgehen soll.

Ich wurde damals von einer Bekannten vor meinem Mann gewarnt, das er was an der Kla... hätte
In Wahrheit war sie einfach nur stinkig, weil sie selbst ein Auge auf ihn geworfen hatte, aber nicht bei ihm ankam.

Oder auch im Arbeitsleben gilt man doch gleich als nicht Leistungsfähig oder Mimose.



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  26.02.2018 19:52  
die erfahrung, dass man abgestempelt wird hab dich so direkt tatsächlich noch nicht gemacht.
aber mal ehrlich - es gibt unterschiede bei den betroffenen und ich als selbst betroffene kann auch niemanden ertragen, der sich nur selbst bemitleidet, anderen die schuld an ihrer situation gibt oder mir erzählen wollen, dass sie aufgrund ihrer ängste bestimmte sachen nicht machen können. ich verstehe dass das so ist, aber rumgejammere kann ich auch gar nicht haben



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  26.02.2018 19:54  
kalina hat geschrieben:

Es ist wirklich sehr schwer das zu verstehen, wenn man das nicht selbst erlebt hat. So wie es vielleicht auch unmöglich ist, jemanden einen Schmerz zu "erklären", der noch keinen Schmerz erlebt hat. (Allerdings kennt fast jeder körperlichen Schmerz und versteht das deswegen, wobei es auch bei Schmerz Unterschiede in Intensität etc gibt).

Ich wünsche Dir trotzdem nicht, dass Du selbst mal so einen Zustand erlebst, besser ist, wenn man das am besten gar nicht erleben muss.
Vertraue ihm einfach und glaube ihm, wenn er sagt, dass es ihm schlecht geht.

Das schönste ist, dass Du weiterhin zu ihm hältst! :daumen:
Deswegen darfst Du ihm aber auch sagen, wenn es Dir mal zuviel ist, oder es Dir auch nicht gut geht. Deine Gefühle dürfen ja auch nicht zu kurz kommen.


Danke @kalina
Ich hoffe auch sehr das ich nie in diese Situation komme, so war das auch nicht gemeint.
Sondern einfach, besser verstehen wie ich mit ihm umgehen kann.
Ich selbst habe auch meine körperlichen Baustellen und denke manchmal, ich kann mich deshalb doch auch nicht hängen lassen.
Aber wie du sagst, es ist schwer einzuordnen in welcher Skala der andere sein Leiden empfindet und da er halt erblich bedingt zu Übertreibungen neigt weiß man nie genau was jetzt wirklich real ist.

Danke1xDanke


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BaWü
8090
  26.02.2018 19:55  
Drum nützt alles nix, man muss die Tatsachen akzeptieren. Andere, selbst wenn sie noch so motiviert sind, können einem das Problem nicht wegnehmen. Allerdings braucht das auch seinen Zeit, bis man das alles begreift. Mein Gott, als ich Angstfrischling war, wusste ich überhaupt nicht, was mit mir gerade passiert. Ich war dermassen durch den Wind, dass ich mich am liebsten auch überall festklammern wollte und ES nur einfach vorbei sein sollte.

Ich weiss noch, als ich echt geglaubt habe, mein letztes Stündlein hätte geschlagen, war die Reaktion meiner Schwester für mich beschämend.
Ich hab das alles gespürt, was vorher so an Sprüchen hier geschrieben wurde. Und das war es dann. Getreu meinem Motto, dann verrecke ich eben, hab ich mich 17 Jahre durchgeschleppt.

Im Prinzip, hätte ich damals so ein Forum gefunden, wär es einfacher gewesen. So hat mich mein Weltbild, nur keine Schwäche zeigen, 1. In die Angst getrieben und 2. Mich dort verharren lassen. Tja, saudumm gelaufen.



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  26.02.2018 20:11  
@emely_the_strange, dem Betroffenen gegenüber wird das auch nicht zugegeben.
Ich habe es leider nur schon selbst mitbekommen wie im beruflichen Alltag über jemanden gelästert wurde und ich sagte, ihr habt doch keine Ahnung.

Oder der Vorgesetzte meines Mannes, der null Feingefühl für so etwas hat und ihm es wahrscheinlich auch deshalb so gut gelingt während der Arbeitszeit sich nichts oder nur wenig anmerken zulassen.

@icefalki, ich glaube das ist die Lösung des Problems, :idee
ich muss mich einfach wie sein Chef verhalten, hihihi :ironie:



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BaWü
8090
  26.02.2018 20:26  
Bine+3 hat geschrieben:
ich muss mich einfach wie sein Chef verhalten, hihihi

Nein, du wirst weiterhin schuldig gesprochen, weil ja irgendjemand daran schuld sein muss. So einfach ist das.



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  26.02.2018 20:28  
Bine+3 hat geschrieben:
@emely_the_strange, dem Betroffenen gegenüber wird das auch nicht zugegeben.
Ich habe es leider nur schon selbst mitbekommen wie im beruflichen Alltag über jemanden gelästert wurde und ich sagte, ihr habt doch keine Ahnung.


da hast du natürlich recht



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  26.02.2018 20:39  
Icefalki hat geschrieben:
Nein, du wirst weiterhin schuldig gesprochen, weil ja irgendjemand daran schuld sein muss. So einfach ist das.


Mir schon klar, war ja eben auch ironisch gemeint ;-)
In erster Linie macht er seine Mutter für alles verantwortlich, weil sie ihn auf die Welt gebracht hat.



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Rhein-Main-Gebiet
212
  27.02.2018 09:25  
Ich - bin selbst Betroffener - frage mich in letzter Zeit öfter, ob Depressionen
nicht eine Wohlstandkrankheit sind.

In Westeuropa geht es fast allen Menschen materiell richtig gut, viel zu gut eigentlich.
Wir konsumieren und konsumieren, fühlen und innerlich leer, das Leben fühlt sich sinnlos
an, weil wir um existentielle Dinge nicht mehr kämpfen müssen.

Ich glaube, arme Menschen in Ländern wie Bangladesch oder Kriegsgebieten Syrien
können sich Depressionen gar nicht leisten, haben gar keine Zeit dafür, weil sie ums *beep*
Überleben kämpfen. Deren Lebenssinn ist, Ihr Dasein zu erhalten.

Ich gehe nicht so weit zu behaupten, dass wir Depressiven in Kriegsgebiete ziehen sollten,
aber ein bißchen weniger Komfortzone würde wohl unsere Lebensgeister wecken.

was meint ihr dazu?

lg

calin

Danke2xDanke


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100
  27.02.2018 09:30  
@calimagique

ich finde, dass du damit absolut recht hast.....auch wenn mir das jetzt irgendwie einen schlag in den magen gibt....



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14
Rhein-Main-Gebiet
212
  28.02.2018 16:54  
@Soraya72 , das war nicht meine Absicht - entschuldige.

ich leide ja selbst an depressiven Phasen, fass mir also durchaus
an die eigene Nase.

Uns Depressiven fehlt ja vor allem der Sinn im Leben.
Man kann ihn im reichen Westeuropa schon auch finden,
z.B. indem man in innerem Frieden lebt oder durch freudige Ereignisse
wie Heirat, Geburt eigener Kinder usw.

Wenn man wie Soldaten oder Zivilisten in Kriegsgebieten um liebe Leben
bangen muss, spürt man, wie wertvoll es im Grunde ist.



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  28.02.2018 17:18  
Es kann so einfach sein! Wir werden Soldaten, bangen um unser Leben und erkennen dadurch, wie wertvoll es ist.
Danke für den Tipp

Danke2xDanke



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  28.02.2018 17:53  
calinmagique hat geschrieben:
Ich - bin selbst Betroffener - frage mich in letzter Zeit öfter, ob Depressionen
nicht eine Wohlstandkrankheit sind.

In Westeuropa geht es fast allen Menschen materiell richtig gut, viel zu gut eigentlich.
Wir konsumieren und konsumieren, fühlen und innerlich leer, das Leben fühlt sich sinnlos
an, weil wir um existentielle Dinge nicht mehr kämpfen müssen.

Ich glaube, arme Menschen in Ländern wie Bangladesch oder Kriegsgebieten Syrien
können sich Depressionen gar nicht leisten, haben gar keine Zeit dafür, weil sie ums *beep*
Überleben kämpfen. Deren Lebenssinn ist, Ihr Dasein zu erhalten.

Ich gehe nicht so weit zu behaupten, dass wir Depressiven in Kriegsgebiete ziehen sollten,
aber ein bißchen weniger Komfortzone würde wohl unsere Lebensgeister wecken.

was meint ihr dazu?

lg

calin


das halte ich leider für blödsinn. wer sagt dir, dass menschen in Bangladesch oder syrien keine depression haben?

Danke2xDanke


4747
1
RGB-West
3558
  28.02.2018 23:46  
Jau, Ich ziehe morgen in den Kongo. Was ein Quatsch. ;)

Danke2xDanke


  02.03.2018 06:51  
calinmagique hat geschrieben:
Ich - bin selbst Betroffener - frage mich in letzter Zeit öfter, ob Depressionen
nicht eine Wohlstandkrankheit sind.

In Westeuropa geht es fast allen Menschen materiell richtig gut, viel zu gut eigentlich.
Wir konsumieren und konsumieren, fühlen und innerlich leer, das Leben fühlt sich sinnlos
an, weil wir um existentielle Dinge nicht mehr kämpfen müssen.

Ich glaube, arme Menschen in Ländern wie Bangladesch oder Kriegsgebieten Syrien
können sich Depressionen gar nicht leisten, haben gar keine Zeit dafür, weil sie ums *beep*
Überleben kämpfen. Deren Lebenssinn ist, Ihr Dasein zu erhalten.

Ich gehe nicht so weit zu behaupten, dass wir Depressiven in Kriegsgebiete ziehen sollten,
aber ein bißchen weniger Komfortzone würde wohl unsere Lebensgeister wecken.

was meint ihr dazu?

lg

calin


Dann ziehe bitte los und leiste konkrete Hilfe in diesen Ländern, wenn du dich soooo schuldig fühlst!

Tu es!

Dann bist du schlagartig geheilt!

Und nimm bitte deine Freunde mit!

Danke!

Deine Ratschläge sind ansonsten obsolet!

Sie tun Menschen mit funktionierendem Hirn nur weh!

Verschone uns bitte mit weiterem Irrsinn!

Danke!

Danke3xDanke


8041
7
5974
  02.03.2018 08:58  
Ich gehe in den Mecklenheider Forst, baue mir ein Baumhaus, sammle Früchte und
Beeren, und jage mein Essen selbst.

Entschuldigung, :oops: bin heut nicht ganz zurechnungsfähig.

Danke1xDanke


  02.03.2018 09:25  
Cati hat geschrieben:
Ich gehe in den Mecklenheider Forst, baue mir ein Baumhaus, sammle Früchte und
Beeren, und jage mein Essen selbst.

Entschuldigung, :oops: bin heut nicht ganz zurechnungsfähig.


Wieso entschuldigen liebe Cati?

Ironie macht das Leben erträglicher.


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