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200802.04




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Puh, das ist jetzt der x`te Tag an dem ich dieses Forum lese öffne und überlege überlege ob ich was schreiben soll. Den wenn ja was?und hilft es? ich hoffe es. Mich an Euch zu wenden ist mein Strohhalm die hoffnung das ich erfahre ob ich gerade einfach in Selbstmitleid ersticke oder doch wirklich an Depressionen leide, ich weiss nicht mehr weiter. Aber ich versuchs mal zu erklären, den da liegt mein größstes problem mein Kopf dreht sich um 1000000sachen aber irgendwie kann ich keinen gedanken greifen.
Also mal zu mir, ich bin jetzt 30 Jahre alt habe 2 Kinder 8 und 10 und seid 3 Jahren schaffe ich es nicht die einfachsten dinge zu erledigen, selbst bei der Hausarbeit scheitere ich. Ich erzähl Euch mal ein wenig.

Das ich bewusst wahrgenommen habe das etwas nicht stimmt fing an als meine Tochter (10) geboren wurde. Im Krankenhaus bekam ich plötzlich (wie ich heute weiss) eine Panik Attacke, aber nicht sehr ausgeprägt, es war wie ein leichter ohnmachts anfall. Diese anfälle bekamm ich wieder zu Hause öfter und sie wurden schlimmer (herzrasen, atmennot) genau errinere ich mich leider nicht. Doch nach 4-5 Monaten war es wie weggeblasen und lange hatte ich ruhe.
Vor 3 Jahren musste ich meine Heimat verlassen und 400 km weit wegziehen, allein mit den Kindern. Ich war immer ein Mensch mit großem Freundeskreis und ich bin zugegebener maßen jemand der das gewohnte liebt und veränderrungen brauch ich nicht wenn es wie es ist gut ist.

Nun, bis auf eine Person konnte ich hier keine Freunde finden (oder wollte, ich weiss es nicht). Und seif einem Jahr wohnt nun auch mein Freund bei mir. Irgendwie wollte aber alles nicht klappen als ich hier her zog, meine Kinder hatten in der Schule probleme und ich konnte mich Ihnen einfach nicht stellen. Da war ich nun von der Frau mit den vielen Freunden und den 3 Jobs, zur Hausmama allein in einer Fremdenstadt (in der ich mich nach 3 Jahren nicht auskenne). Ich habe dann eine Familienhilfe bekommen die mir wie einem kleinen Kind wieder dinge aufzeigen musste die ich einfach im normalen Alltag nicht mehr Handlen konnte. Dann kam ein unglück (für mich) nach dem anderen. Mein vater bekam einen Herzinfakt, dann zog meine einzige Freundin hier weg, ich konnte nicht mehr arbeiten ohne ständig Krank zu sein. Und dann fing es wieder an, erst konnte ich es nicht einordnen....ein beispiel..Ich saß vor dem TV und plötzlich war es als würde ich nur noch starr auf den Monitor sehen alles um mich rum verschwamm und was so unreal, ich hab mich wargenommen als würde ich mich von aussen anschauen. Dann wurde mir kalt und trotzdem brach der schweiss aus..ich bekam angst so ein gefühl der enge. Dann kam eins nach dem anderen mir wurde schwindelig und es war als wäre ich hin und her gerissen mich in den Schwindel fallen zu lassen oder aufzuwachen, mein herzt rasste immer schneller ich legte mich hin, doch egal wie ich lag ich fühlte meinen Herschlag im ganzen Körper, kribbeln und immer mehr Angst ich war mir sicher ich würde einen Herzinfakt bekommen und jede Sekunde in Ohnmacht fallen.
Naja das erstemal endete es im Krankenhaus wo man mir nicht sehr freundlich mitteile das alles in ordung sei und ich einfach mal bei gelegenheit mit meinem Arzt sprechen solle. Was ich leider nicht tat.
Von dem Tag an ging alles was ich bis dahin wieder aufgebaute hatte und an *normalem alltag* wieder erlent hatte stätig bergab...ich wusste ich lass mich hängen und meine gedanken sagten mir immer und immer wieder jetzt schwing deinen *hintern* und tu was. Aber ich tat es nicht und ich schäme mich so dafür aber so sehr ich wusste ich muss ich tat es einfach nicht. Die Attacken kamen immer häufiger und ich traute mich garnnicht mehr vor die Tür aus Angst eine Attacke zu bekommen und es wurde immer schlimmer alles was ich machte oder machen wollte unterzog ich vorher der frage kann ich das? und was ist wen? und was mach ich dann? und wenns einer sieht? was denken die leute?.
Das war und ist mein Tageskreislauf. Ich war beim Arzt mitlerweile weil ich kurz vor Silvester dann wirklich umgekippt bin aber nicht weil ich eine Angstattacke hatte (wie ich dacht) ich hatte tatsächlich eine 10 cm zyste am eierstock die samt diesem entnommen werden musste.Ich habe erstmal Antidepressiva bekommen und bin bis auf weiteres von der Arbeit befreit (die ich wirklich verdammt gerne mache).
Seid 2 Monaten nehme ich diese Tabletten etwas hat sich geändert ich habe erst 1 attacke gehabt aber warum bin ich immer noch so antriebslos?
Warum Schlafe ich Nachts immer noch nicht und bin Tagsüber totmüde?
Bilde ich mir das ein? Bis ich einen Therapie platz bekomme kann es noch dauern...und ich weiss gerade einfach nicht mehr weiter.
Das andere problem ist mein Umfeld....meine Familien hilfe sagt, sie fände es furchtbar wie ich ab und an aussehe so leiden sagt sie. Ich bekäme doch jetzt Tabletten! Hat sie recht? Ist das eine ausrede? Wenn ja warum komme ich da nicht raus? Ich war doch sonst so Stark. Aber im moment sind da wirklich nur selbstvorwürfe und wirre gedanken die ich nicht lesen oder einordnen kann. Ich will was sagen und dann weiss ich wieder nicht mehr was.
Ich glaub selbst mein Post hier ist total wirr, wenn mich nur einer verstehen kann würde ich mir nichts mehr wünschen als das zu erfahren.

Vielen danke für jeden der wenigsten versucht das zu lesen und zu verstehen.
Simone

Auf das Thema antworten

8 Antworten ↓



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  02.04.2008 14:33  
Hallo Simone,

erstmal willkommen hier! Ja, und ich schätze, Du hast wirklich 'ne fette Depression, die sogar die Panikattacken überwiegt. Und wenn ich es nicht falsch verstanden habe, hat sich auch schon agoraphobisches Meideverhalten eingeschlichen. Mit Faulheit oder "selbst schuld" hat das rein gar nichts zu tun, das sind vielmehr gleich zwei bis drei eigenständige Krankheiten. Und wenn es mit Tabletten getan wäre, gäbe es solche Foren nicht...

Vampfaia hat geschrieben:
Das ich bewusst wahrgenommen habe das etwas nicht stimmt fing an als meine Tochter (10) geboren wurde. Im Krankenhaus bekam ich plötzlich (wie ich heute weiss) eine Panik Attacke, aber nicht sehr ausgeprägt, es war wie ein leichter ohnmachts anfall. Diese anfälle bekamm ich wieder zu Hause öfter und sie wurden schlimmer (herzrasen, atmennot) genau errinere ich mich leider nicht. Doch nach 4-5 Monaten war es wie weggeblasen und lange hatte ich ruhe.
So etwas kann durch Stress und durch die hormonelle Umstellung auftreten (und auch wieder verschwinden), zeigt aber, dass Du eine gewisse Disposition hast. Vielleicht hat Dich auch Dein damaliges Umfeld schnell wieder stabilisiert.

Vampfaia hat geschrieben:
Vor 3 Jahren musste ich meine Heimat verlassen und 400 km weit wegziehen, allein mit den Kindern. Ich war immer ein Mensch mit großem Freundeskreis und ich bin zugegebener maßen jemand der das gewohnte liebt und veränderrungen brauch ich nicht wenn es wie es ist gut ist.
Das allein ist schon ein guter Nährboden für alle möglichen psychischen Probleme. Und dann lief es nicht gut, Du hast keine neuen Freunde gefunden, Dein Vater bekam einen Herzinfarkt, Deine sich entwickelnde Depression (= normalen Alltag nicht mehr gebacken bekommen) wurde nicht erkannt und behandelt, sondern nur notdürftig mittels Familienhilfe überdeckt. Kein Wunder, dass Du dann wieder Panikattacken bekommen hast.

Vampfaia hat geschrieben:
Von dem Tag an ging alles was ich bis dahin wieder aufgebaute hatte und an *normalem alltag* wieder erlent hatte stätig bergab...ich wusste ich lass mich hängen und meine gedanken sagten mir immer und immer wieder jetzt schwing deinen *hintern* und tu was. Aber ich tat es nicht und ich schäme mich so dafür aber so sehr ich wusste ich muss ich tat es einfach nicht.
Scham, Schuldgefühle, "nicht wollen können", Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Grübeln sind typisch für Depressionen.

Vampfaia hat geschrieben:
Seid 2 Monaten nehme ich diese Tabletten etwas hat sich geändert ich habe erst 1 attacke gehabt aber warum bin ich immer noch so antriebslos?
Anscheinend wirkt Dein Antidepressivum recht gut gegen die Ängste, aber nicht ausreichend gegen die Depression. Es könnte das falsche Medikament sein, vielleicht muss die Dosis erhöht werden, oder man müsste es mit etwas anderem kombinieren. So oder so sind Medikamente i.d.R. aber keine Allheilmittel. Sie können unterstützen, die wirkliche Veränderungsarbeit findet in der Psychotherapie statt. Aber das mit der Therapie hast Du ja anscheinend schon in die Wege geleitet. Von daher: nur Geduld! Es wird besser werden. Es ist aber nicht besonders klug, in einer Depression ausgerechnet die Sachen zu lassen, die einem Spaß machen und Anerkennung bringen. Wenn Dir also Deine Arbeit etwas gibt und sie für Dich derzeit machbar ist (wegen der Konzentrationsschwierigkeiten), würde ich mir das mit dem Krankschreiben nochmal überlegen.

Vampfaia hat geschrieben:
Warum Schlafe ich Nachts immer noch nicht und bin Tagsüber totmüde?
Wenn Du nachts nicht schläfst, ist es nur logisch, dass Du tagsüber müde bist. Aber auch Schlafstörungen sind ein Symptom. Wenn Du sie durch einen strukturierten Tagesablauf z.B. nicht in den Griff bekommst, solltest Du auch das nochmal mit dem Arzt besprechen - ich hoffe, mit einem Facharzt für Psychiatrie und/oder Neurologie. Es gibt sedierende Antidepressiva, damit gerätst Du nicht auch noch in eine Medikamentenabhängigkeit.

Vampfaia hat geschrieben:
Das andere problem ist mein Umfeld....meine Familien hilfe sagt, sie fände es furchtbar wie ich ab und an aussehe so leiden sagt sie. Ich bekäme doch jetzt Tabletten! Hat sie recht? Ist das eine ausrede? Wenn ja warum komme ich da nicht raus? Ich war doch sonst so Stark.
Mit einem gebrochenen Bein kann man keinen Marathon laufen - egal wie gut es eingegipst ist... Es ist eine Krankheit und die braucht eine korrekte Behandlung und Zeit.

Liebe Grüße
Christina



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  02.04.2008 14:44  
Ja, es ist wohl eine Depression. Ich war lang selbst depressiv, daher kenne ich es. Dein Umfeld macht es auch nicht besser. "Du kriegst doch jetzt Tabletten". Die Müdigkeit kann eine Nebenwirkung von den Tabletten sein. Aber was Dir fehlt ist eine gute Therapie. Nur so kannst Du raus kommen. Bei mir hat es auch lang gedauert. Ich hatte auch diese Schuldgefühle, weil ich nichts schaffte. Ich habe sogar immer wieder versucht mich umzubringen. Seit Jahren ist Schluß damit. Gute Sozialarbeiter, die geduldig zuhörten. Ein Mann, der mir klar machte, was ich falsch mache. Und natürlich eine Therapie. Allein schafft man es nicht.

Viel Glück

Mona Lisa





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  02.04.2008 15:07  
Liebe Christina,

ersteinmal vielen lieben dank für deine schnelle, aber doch sehr direkte art.

Die es anscheinend besser auf den Punkt bringen kann als ich! =)

Zitat:
Anscheinend wirkt Dein Antidepressivum recht gut gegen die Ängste, aber nicht ausreichend gegen die Depression. Es könnte das falsche Medikament sein, vielleicht muss die Dosis erhöht werden, oder man müsste es mit etwas anderem kombinieren. So oder so sind Medikamente i.d.R. aber keine Allheilmittel. Sie können unterstützen, die wirkliche Veränderungsarbeit findet in der Psychotherapie statt. Aber das mit der Therapie hast Du ja anscheinend schon in die Wege geleitet. Von daher: nur Geduld! Es wird besser werden. Es ist aber nicht besonders klug, in einer Depression ausgerechnet die Sachen zu lassen, die einem Spaß machen und Anerkennung bringen. Wenn Dir also Deine Arbeit etwas gibt und sie für Dich derzeit machbar ist (wegen der Konzentrationsschwierigkeiten), würde ich mir das mit dem Krankschreiben nochmal überlegen.


Ja, das die attacken deutlich weniger geworden sind und wenn sie doch kommen sich leiter unter kontrolle bringen lassen ist wirklich ein wahrer Segen!
Das mit der Anerkennung und dem Spaß steht leider auf dem anderen Blatt. Ich bin nunmal eben in die Mühlen des Amtes geraten und das bedeutet noch mehr druck als eigentliche Hilfe. Ich habe mich auf meinen Wunsch von der Arbeit befreien lassen weil ich *glaube* auf das hören zu muessen was meine Familienhilfe mir sagt. Aus reiner Angst noch mehr unter druck zugeraten. Den Diese ist der Meinung das ich nicht Arbeiten gehen soll solange ich meinen Alltag nicht im griff habe. Und das bedeutet auch die Kinder aus der Schule zu holen. Eigentlich tue ich seid 6 Monaten keinen eigenen Schritt mehr, weil doch irgendwie alles vorgegeben ist, selbst der Haushaltsplan wann ich was zu machen habe. Was unter normalen umständen sicher nicht nötig wäre, ich fühle mich so eingeengt in meiner Privtasspehre und das ist leider ein überbleibsel meiner Kindheit. Bis heute fahre ich geradezu aus der Haut wenn meine Mutter mir sagt wie ich mein Leben zu führen habe. Und ich war gerade dabei mich abzukapseln aber jetzt habe ich eine neue *mama* das ist keine beschwerde. Aber das sind meine kleinen Teufel mit dennen ich Kämpfe.
Ich habe so große Angst die Kontrolle zu verlieren, meine eigene Kontrolle das ich sogar das Gefühl habe ich weigere mich innerlich das zu tun was sie sagt um das gegenteil zu machen damit es unter meiner Kontrolle ist.
Aber trotzdem tue ich es? Ich verwirre mich selbst immer sehr!

Meine Freunde belächeln mich da immer bestes beispiel.
Ich soll ein Glas Wein trinken! ich will aber nicht eben aus dieser Angst!
Was bin ich nun für meine Freunde? Eine Langweilerrin.

Weisst du ich glaube manchmal genau zu wissen was mein problem ist.
Aber das Netz aus eigenen Weissheiten ist soooo groß mittlerweile das ich keinen teil davon erfassen kann. Und ich weiss das es eigentlich ein guter weg wäre den man mir vorgibt, aber ich schaffe es nicht ihn zu gehen!
Irgendwas etwas in mir will es einfach nicht.
Und ich finde nichts schlimmer als etwas zu wissen aber es nicht durchsetzen zu können. Jede Nacht lieg ich im Bett MORGEN schaff ich es....und am nächsten Tag schaff ich es es wieder solang rauszuzögern bis es nicht mehr möglich ist...naja dann Morgen!

Wie kann man etwas wissen und es nicht tun! Ich verzweifele an dieser winzigkeit und genau das macht mich wütend und traurig!




Liebe Mona Lisa,

es ist schön jemanden an seiner Seite zu haben der für einen da ist!
Es ist auch schön zu hören das man da rauskommt so wie du =)
Gottseidank habe ich keine Selbstmord gedanken, dafür wäre ich viel zu feige und dafür hänge ich trotz allem viel zu sehr am Leben und meinen Kindern =)



167
12
Ruhrgebiet
1
  02.04.2008 19:58  
Hallo Vampfaia,

ich kann mich den anderen nur anschliessen. Mit einer Therapie ist es leichter.
Zu deinen Angehörigen muss ich sagen, dass so eine Reaktion häufig durch Hilflosigkeit entsteht. Sie wissen gar nicht, was mit dir los ist. Jeder, der das nicht selber durchmacht, weiss gar nicht, wie sich Panik anfühlt. Sie können sich gar nicht vorstellen, dass es schwierig ist, morgens aufzustehen weil man schon seit Stunden Gedanken hin und her wälzt. Oder nur auf der Couch sitzt wie angetackert, weil einem was passieren könnte, wenn man aufsteht.
Das ist wie bei meiner Mutter, die Probleme mit Krankheiten hat, die man auf einem Röntgenbild nicht sehen kann . Sie kann es einfach nicht greifen.
So blöde Aussagen, wie dass du ja jetzt Tabletten nimmst, und wieder "funktionieren" sollst, solltest du gar nicht mehr ernst nehmen. Wir haben eine echte Krankheit und da gibt es nun mal keine Wunderpillen.
Und wie du rumläufst und aussiehst, ist deine Sache. Der Zeitpunkt, an dem dir Äußerlichkeiten wieder wichtiger werden wird kommen, aber er ist halt jetzt noch nicht da. Ist aber auch nicht weiter schlimm.

Ich drück dir ganz doll die Daumen.
LG Gobi



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  02.04.2008 20:59  
Vampfaia hat geschrieben:
Das mit der Anerkennung und dem Spaß steht leider auf dem anderen Blatt. Ich bin nunmal eben in die Mühlen des Amtes geraten und das bedeutet noch mehr druck als eigentliche Hilfe. Ich habe mich auf meinen Wunsch von der Arbeit befreien lassen weil ich *glaube* auf das hören zu muessen was meine Familienhilfe mir sagt. Aus reiner Angst noch mehr unter druck zugeraten. Den Diese ist der Meinung das ich nicht Arbeiten gehen soll solange ich meinen Alltag nicht im griff habe. Und das bedeutet auch die Kinder aus der Schule zu holen. Eigentlich tue ich seid 6 Monaten keinen eigenen Schritt mehr, weil doch irgendwie alles vorgegeben ist, selbst der Haushaltsplan wann ich was zu machen habe.
Hm, wenn Du nicht schon depressiv wärst, hättest Du so fremdbestimmt gute Gründe, es zu werden. Besteht vielleicht die Möglichkeit, mit Deiner Familienhilfe zu besprechen, dass Dir andere Prioritäten u.U. besser bekommen würden? Was ist eigentlich mit Deinem Freund - kann der nicht einen Teil des Alltäglichen übernehmen? Und BTW: Ist der Schulweg Deiner Kinder so irre lang oder gefährlich, dass sie nicht allein gehen können, immerhin sind sie doch 8 und 10?

Vampfaia hat geschrieben:
Bis heute fahre ich geradezu aus der Haut wenn meine Mutter mir sagt wie ich mein Leben zu führen habe.
Wer nicht?

Vampfaia hat geschrieben:
Ich habe so große Angst die Kontrolle zu verlieren, meine eigene Kontrolle das ich sogar das Gefühl habe ich weigere mich innerlich das zu tun was sie sagt um das gegenteil zu machen damit es unter meiner Kontrolle ist.
Aber trotzdem tue ich es? Ich verwirre mich selbst immer sehr!
Tja, die Psyche setzt eben kompromisslos ihre Prioritäten. Wenn Verweigern das Einzige ist, womit Du noch über Dich bestimmen kannst, ist es nur logisch, dass Du nicht hochmotiviert anderer Leute Anweisungen folgst - ob Du diese nun für richtig hälst oder nicht.

Vampfaia hat geschrieben:
Und ich finde nichts schlimmer als etwas zu wissen aber es nicht durchsetzen zu können. Jede Nacht lieg ich im Bett MORGEN schaff ich es....und am nächsten Tag schaff ich es es wieder solang rauszuzögern bis es nicht mehr möglich ist...naja dann Morgen!

Wie kann man etwas wissen und es nicht tun! Ich verzweifele an dieser winzigkeit und genau das macht mich wütend und traurig!
Das beantwortest Du doch schon selbst:
Vampfaia hat geschrieben:
Irgendwas etwas in mir will es einfach nicht.

Du weißt "nur" noch nicht, was warum nicht mitspielt, nicht funktionieren will. Jedenfalls weißt Du es nur zu einem kleinen Teil, denn dass Kontrolle und Autonomie Dinge sind, die Du anscheinend um keinen Preis aufgeben willst, zeichnet sich ja schon ab. Musst Du auch nicht, Du müsstest auf Dauer "nur" konstruktivere Wege finden, sie durchzusetzen. Dafür ist die Therapie da. Wenn Du Dich damit vorher schon ein wenig beschäftigen möchtest, kann ich Dir "Schritte aus der Depression. Anleitung zur Selbsthilfe" von Antoinette Borri empfehlen. Da geht es ganz besonders ums Können, Wollen und Müssen...

Liebe Grüße
Christina



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  02.04.2008 21:20  
Hallo Simone,
ich kann ganz gut nachfühlen wie es dir geht.Bei mir fing es plötzlich mit Angst und Panikattacken nach der Trennung von meinem Mann an.
war 2xnachts im Krankenhaus in der Notaufnahme.
Von meiner Neurologien bekam ich dann Opipramol gegen die Angst und Doxepin gegen die Depressionen.Beides hilft super gegen die Angst,hatte so gut wie keine Panikattacken mehr,aber meine Depressionen sind geblieben.Ständig antriebslos und müde.auf der Arbeit geht es noch aber zuhause krieg ich im Haushalt nichts gebacken.Sitze oft hilflos im Chaos und könnte nur heulen.Bin wie gelähmt.Ich will ja,aber manchmal sitze ich nur da und habe resigniert.Manchmal habe ich einen richtig guten Tag,da schaffe ich dann einiges,dann bin ich richtig stolz und glücklich.Doch dann kommen wieder Tage ,wo ich garnichts gebacken kriege.Selbst Haarewaschen ist schon zu viel.Ich habe eine 40 Std Woche und schaffe es einfach nicht am Wochenende alles das zu erledigen,was in der Woche so liegen bleibt,weil ich so dermaßen antriebslos dann bin.
Warte auch auf einen Therapieplatz ,denke ohne den schaff ich es nicht aus dem Loch rauszukommen.
LG Sonja





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  23.10.2008 16:32  
Hallo, ich bin mal wieder da...lange zeit her und irgendwie mag ich was loswerden.

Ein Bericht wie es mir so ergangen ist.

Ich nehme die Tablette schon lange nicht mehr....das Forum hier hat mir zumindest in der hinsicht geholfen das ich versucht habe wenn ich Angst hatte, mich voll auf mich zu konzentrieren und ruhe zu finden, was auch geholfen hat.
Bis folgendes passierte...wieder diese Schmerzen in der Brust....doch nix half...und obwohl ich mich entspannt fühlte und auch keine wirklich Angst hatte...gingen sie nicht weg....2 Tage 3 Tage...und es wurde immer schlimmer...also kam auch die Panik immer wieder.
Ich dann doch zum Arzt...kennt ihr das....euer Kopf dreht sich nur um mögliche Krankheiten und man weiss selber nicht mehr, bin ich jetzt Krank..ist es was Körperliches ...ich hab mir den Kopf zermartert und es war mir unangenehm zum Arzt zu gehen ..aber ich ging.
Als ich da im Zimmer saß und der Arzt kam schlug mein Herz immer schneller...dann die Antwort: Also Ihr Herz und ihr Puls ist völlig in Ordnung. *ich hab mich so geschähmt, allen Mut zusammen genommen und gefragt, was isses dann? Ich bilde mir das doch nicht ein. *oder doch*.
Er drückt mir auf die Rippen und fragt tut das weh? ja das tat weh...ja ok alle Sympthome passen...sie haben sich die 3 und 4 Rippe verstaucht.
*bums* Ich kann nicht beschreiben was in mir vor ging...ich hab geweint ich saß auf der Liege und hab geweint...weil ich froh war das es keine einbildung war und weil es mir so peinlich war.

Nunja...gut das wurde behandelt ...aber es ist schon wieder passiert...und ich habe keine ahnung wie....ich habe mich in den letzen Tagen beobachtet..und was mir aufgefallen ist ...das mein ganzer Körper immer voll angespannt ist...sogar wenn ich versuche zu schlafen...immer muss ich mich zwingen loszulassen und zu entspannen....das ganze scheint mir ein Teufelskreis.

So nun habe ich wieder so Starke schmerzen und rufe eben beim Arzt an, seine Antwort...naja kommen sie morgen mal rein. Ich: aber ich habe starke schmerzen kann ich wenigstens bis morgen Schmerzmittel bekommen?. Antwort: Nein, wenns nicht geht fahren sie ins Krankenhaus.

Und jetzt komme ich mir total blöd vor, kann es sein das mein Arzt mich nicht mehr ernst nimmt?
Das er denkt ich spinne mir das zusammen?
Ich kann nur schwer erklären was in mir vorgeht...aber mitlerweile habe ich das gefühl in meinem Kopf dreht sich nur noch die frage: Hab ich was oder bilde ich es mir ein und was sagen die anderen, soll ich überhaupt zum Arzt gehen...und das nächste Problem ist.. ich bekomme einfach keinen Termin beim Psychologen...der wo ich auf der Warteliste stand....ist jetzt weg...hat seine Praxis jetzt was weiss ich wo und ich habe das nur erfahren weil ich angerufen habe um zu fragen....seine nachfolgerrin sagte dann nur: Der ist jetzt in Wuppertal..ich habe die Praxis jetzt aber kann Ihnen keinen Termin geben,meine Warteliste ist auch voll...aber ich kann Ihnen die Nummer von der Frauenberatungs stelle geben. HÄÄÄ? Die weiss doch garnicht was ich habe, was soll ich bei der Frauenberatungsstelle?

Ich Telefoniere und Telefoniere und bekomme einfach keinen Termin und auch keinen Wartelisten Platz.... Ich bin mitlerweile wirklich verzweifelt....wo finde ich hilfe? ich will nicht mehr ...ich will wieder ein *normales* leben....nur einen Tag ohne daran zu denken...nur eine Nacht wieder in Ruhe einschlafen....ohne den Gedanken an Angst.

Fühl mich so einsam in meiner Welt...und ausser hier kann ich nicht drüber reden...weil ich das gefühle habe das es keiner verstehen kann der es nicht selbst durchgemacht hat.

tschuldigung...bin gerade sehr emotinal!

Eine Idee wie ich doch noch an einen Termin für einen Psychologen komme wäre schon soviel wert.

Danke



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  03.08.2009 21:37  
Liebe Vampfeia, hast Du die Möglichkeit, wieder mehr Kontakt mit Deinem alten Umfeld aufzunehmen oder sonstwie Freunde zu treffen? Viel von dem, was du sagst, kommt mir bekannt vor (wenn auch in verminderter Form). Bei mir hat es lange gedauert, bis ich erkannt habe, dass ich ein stabiles soziales Umfeld brauche, um "funktionieren" zu können. Meinen Freundeskreis lass ich nicht mehr gehen.
Ich bin damals zum Hausarzt gegangen und habe direkt gesagt, dass ich mit einigen Dingen nicht mehr zurechtkomme und Hilfe nötig habe. Daraufhin habe ich ne Überweisung zur Kurzzeittherapie bekommen, immerhin ein Anfang! Der Hausarzt hatte übrigens ganz normal eine Liste mit Therapeuten in der Schublade. Es hatte zwar zunächst Überwindung gekostet, drüber zu reden, hat dann aber funktioniert. Ansonsten können auch die Krankenkassen mit der Suche helfen. Aber hoffentlich hast du inzwischen einen Psychologen gefunden. Alles Gute!



Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser

« Schlafstörungen und Depressionen? Doch wieder Panik und Depressionen » 

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