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@Ferrum

Je mehr ich das alles nochmal lese, auch den link, da müßte ich eigentlich einen Mix aus bipolar und Borderline haben.
Ich habe meine Diagnose schon vor einiger Zeit angefangen zu hinterfragen und anzuzweifeln.

@NoNameUser Das sollte man wirklich einem Psychiater überlassen. Er hat ja auch ein früheres Leben, wo es besser lief.

A


Depressionen (?)beim Mann -wie soll ich mich verhalten?

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Zitat von Ferrum:
Aber - und das sehe ich nicht als widersprüchlich an - setze ihn unter Handlungsdruck

Auf gar keinen Fall Druck.

Man ist in sich gefangen, und kann nicht anders.

Mit Druck erreichst Du das Gegenteil: Angst und in die Enge getrieben.

Er gefaehrdet ja Niemanden oder sich selber

Zitat von NoNameUser:
aus bipolar u


Da ist man doch manisch - oder? Ist er ja nicht oder?

Zitat von Luce1:
Auf gar keinen Fall Druck. Man ist in sich gefangen, und kann nicht anders. Mit Druck erreichst Du das Gegenteil: Angst und in die Enge getrieben. Er gefaehrdet ja Niemanden oder sich selber

Ja, stimmt. Es bringt aber auch nichts, wenn er sich treiben lässt, was er jetzt ja macht. Vielleicht könnte er sich dadurch aufraffen.

Zitat von Ferrum:
@NoNameUser Das sollte man wirklich einem Psychiater überlassen. Er hat ja auch ein früheres Leben, wo es besser lief.

Ja natürlich.....das habe ich ja auch so geschrieben, dass er zu einem Psychiater müsste.

Trotzdem kann man ja gemeinsam darüber sinnieren und sich im Vorwege mal erkundigen, welche Symptomatiken oder welches Verhalten zu welche Diagnose passen könnte. Man lernt immer irgendwie dazu. Ich jedenfalls.

Die TE hat es ja auch als Frage formuliert * Depressionen?*...
Anhand ihrer Erzählungen lässt sich ja schon das Eine oder andere vermuten. ICH stelle ja keine Diagnose.
Für mich ist es seit Jahren ein Hobby oder Interessengebiet mit dem ich mich jeden Tag beschäftige.
Eben weil die Erkrankungen mitunter schwer zu trennen sind, für einen Laien...aber auch Psychiater können sich mal irren. Es ist auch nicht so ungewöhnlich, dass sich Diagnosen mal ändern.
Es gibt die Verdachtsdiagnose dann steht ein V hinter der Diagnose, oder ein G...wie gesicherte Diagnose.
Bin ja schon weg.

editiert

Ich habe ihm vorhin geschrieben, dass ich weiß, dass es gerade schwer ist, aber er nicht alleine ist. So dass er halt nicht zwingend antworten muss. Er hat sich dafür bedankt. Ich habe nur noch kurz gefragt, ob ihm das ein gutes Gefühl gibt oder er Ruhe möchte. Ich brauche ja nun auch irgendwie eine Richtung…
Er hat die Nachricht gelesen, aber antwortet nicht.

Jetzt mal ehrlich, bei allem Verständnis, aber wenn da jetzt nichts kommt, dann kann ich das nicht auf ewig halten.

Zitat von Luce1:
Da ist man doch manisch - oder? Ist er ja nicht oder?

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was das genau bedeutet

Zitat von Luce1:
Auf gar keinen Fall Druck. Man ist in sich gefangen, und kann nicht anders. Mit Druck erreichst Du das Gegenteil: Angst und in die Enge getrieben. Er ...

Druck ist bei ihm ne absolute Katastrophe

Vielleicht kennt er *seine Diagnose* ja auch bereits. Vielleicht hat er die schon bei der Therapie nach der Scheidung bekommen.
Ich würde ihm sagen, dass ich mich informiert habe...und ihn dann eben fragen...was ich genauer wissen möchte.
Denkst du auch sowas, wie z.B .das oder das...?
Ist es DAS was du als Mist im Kopf bezeichnest?
Wie kann ich mir das vorstellen, wenn du sagst Mist im Kopf....was passiert dann?

Zitat von NoNameUser:
Vielleicht kennt er *seine Diagnose* ja auch bereits. Vielleicht hat er die schon bei der Therapie nach der Scheidung bekommen. Ich würde ihm sagen, ...

Das ist eine gute Idee, aber augenscheinlich habe ich aktuell keine Möglichkeit der Kommunikation.

Zitat von lala77:
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was das genau bedeutet

Manische und depressive Phasen können sich abwechseln. Das dann aber in extremer Form.
Himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt. Achterbahn fahren.
Aber ich denke, dass passt nicht zu deinem Freund. Das war nur anfangs mein Gedanke, weil du von Phasen gesprochen hast. Alles eben nur Spekulation und angelesenes Halbwissen.

Zitat von lala77:
Das ist eine gute Idee, aber augenscheinlich habe ich aktuell keine Möglichkeit der Kommunikation.

Auch nicht schriftlich?
Vorhin fragtest du, was du ihm mal schreiben könntest bei WhatsApp.
Oder den ganz normalen altmodischen Brief. Handschriflich.
Dann sieht er, wie sehr du dich um ihn bemühst.
Vielleicht tut ihm das gut. Zeigen, dass Du mitdenkst und ihn noch nicht *abgeschrieben hast*.

Zitat von NoNameUser:
Manische und depressive Phasen können sich abwechseln. Das dann aber in extremer Form. Himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt. Achterbahn ...

Wie lange sind solche Phasen?

Freitag zum Beispiel war er ziemlich down, kaum Kommunikation und er hat nach der Arbeit wieder viel geschlafen. Spät abends schrieb er mir in einer Tour Nachrichten, war in fast schon übertrieben guter Stimmung, zumindest im Vergleich zum Tagesanfang. Am nächsten Morgen dann wieder down. In so kurzen Abständen ist mir das noch nie aufgefallen, aber das war irgendwie auffällig.

@NoNameUser
Ich hatte ihn ja vorhin bereits angeschrieben. Schau mal ein paar Nachrichten zuvor.

Ich bin jetzt auch etwas erschöpft.
Es gibt verschiedene Formen von bipolar. Das wird mir jetzt zu viel.
Es gibt dazwischen auch mal Phasen, in denen alles gut und die Welt in Ordnung ist. Diese guten Phasen können auch mal 1 oder 2 Jahre sein...und der sch. kommt zurück.

Frag IHN...ob er seine Diagnose kennt oder überhaupt eine bekommen hat.
Zitat von lala77:
Wie lange sind solche Phasen?

Das kann auch ganz unterschiedlich sein. Es gibt z.B. auch rapid cycling / schneller Wechsel, bipolar 1 und bipolar 2...sowas wie gemischte Phasen...und und.
Ich verabschiede mich hier erstmal.
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Zitat von lala77:
Halte ich diese Stille nun ein? Oder gehe ich mit einer kurzen Nachricht, ohne dass er darauf antworten muss, auf ihn zu? Ich will ihm seinen Raum lassen, aber signalisieren, dass ich nicht ignoriere.


ganz ehrlich, hör auf ihn permanent zu zu Texten.

ich weiß, du meinst das absolut nicht böse und du möchtest ihm wirklich nur zeigen, dass du für ihn da bist und ihm helfen.

aber dieses permanente zu Gequatsche, egal, wie gut man es meint, geht einem als Betroffener dann einfach nur absolut auf den Sack.

ich hab mir leider nicht gemerkt, wer das geschrieben hat, aber wenn man sich hier alle 7-14 Tage mal bei einem Betroffenen meldet, wenn von ihm aus nichts kommt, reicht das.

auch dieses permanente Nachfragen, wie es einem geht:
ja ganz ehrlich, was soll er denn antworten? Wie soll es ihm denn schon gehen? Beschissen?!

sie das mal aus der Sicht eines chronisch kranken, den man permanent mit wirklich gut gemeinten Ratschlägen auf die Eier geht oder den dauernd fragt, wie es ihm geht.

er muss die Situation erst einmal selber realisieren, damit er wirklich daran arbeiten kann.

hart gesagt, hast, glaube ich eher du mit dieser Stille ein Problem als er. Und vom Gefühl her, wirklich nicht böse gemeint, machst du das nicht nur um ihm zu zeigen, dass du für ihn da bist, sondern auch, weil du das Schweigen und die Stille nicht aushältst.

na, ich weiß, wie schwer das ist, von beiden Seiten her.

Aber da hast du auch direkt einen Hebel, wo du bei dir ansetzen kannst und lernen darfst, diese Stille auszuhalten.
Ja, ich weiß, das Gehirn malt immer die schlimmsten Situationen aus und du hast Angst, dass du ihm nicht genügend zeigst, dass er nicht alleine ist, weil man ja oft genug liest, dass ich so Leute was antun.
Und man möchte eben nicht denken, wenn sich so jemand, was antut, dass man das vielleicht hätte verhindern können, wenn man jeden Tag Kontakt gehabt hätte.

aber das ist schlicht und ergreifend. Dann absoluter Trugschluss. Wenn er das tun will oder vorhat, tut er das sowieso, egal wie oft du ihm schreibst, hinfährst oder sonst irgendwie sowas.

deswegen tatsächlich das einzige, was ihm hilft, ist, dass er irgendwann von alleine auf die Einsicht kommt. Du kannst da wirklich nichts, aber absolut gar nichts dran ändern, irgendwas verhindern oder sonst irgendwie sowas. Und das ist leider der Punkt, wo du bei dir selber ansetzen darfst und musst: das eben auszuhalten.


glaub mir, ich weiß, wie hart das ist. 2005 hatte ich einen ganz fürchterlichen Streit mit meinem damaligen besten Freund und bin dann mit meinen Eltern in Urlaub gefahren. Wir hatten zu dem Zeitpunkt keinen Kontakt. Als ich aus dem Urlaub wieder kam, habe ich erfahren, dass er sich umgebracht hat.
Daher kenne ich diese Gedankengänge, dass man dann immer denkt, man hätte vielleicht da irgendwas verhindern können.
Nein, hätte man wirklich nicht. Wenn jemand solche Absichten hat, kann man wirklich von außen machen, was man will, man kann gar nichts verhindern.

@WayOut

Die Worte waren jetzt hart und ich musste mal kurz ne Runde heulen, aber bin dir so sehr dankbar dafür. Du hast mich absolut durchschaut. Ich kann das kaum ertragen, das stimmt. Ich bin auch nur ein Mensch, habe auch meine Baustellen, die ich zum Glück kenne, was es aber nicht zwingend leichter macht. Ja, dieses ständige zurückweisen, natürlich nehme ich das persönlich. Es tut mir einfach weh. Ich kann nicht ertragen, dass er mir vor einer Woche die schönsten Dinge sagt und die totale Aufmerksamkeit zeigt und ich jetzt eine Woche später hier sitze und das Gefühl habe keinen Wert für ihn zu haben. Das tut halt einfach sch. weh. Ich fühle mich wie ein Spielball seiner Emotionen.

Zitat von WayOut:
ganz ehrlich, hör auf ihn permanent zu zu Texten

Das mache ich nicht. Nicht einmal ging der Kontakt von mir aus, außer heute. Er hat sich täglich gemeldet. Ich merke zwar an seinen Nachrichten, wie die Stimmung sich verändert, aber er war bisher derjenige, der den Kontakt aufrecht erhalten hat, ich habe lediglich reagiert.

Zitat von WayOut:
er muss die Situation erst einmal selber realisieren

Er befindet sich seit 1,5 Jahren in diesem Zustand.

Zitat von WayOut:
dass du für ihn da bist, sondern auch, weil du das Schweigen und die Stille nicht aushältst

Glaube mir, ich möchte nichts lieber als das. Aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das lernen soll. Wir reden hier von sehr kurzen guten Phasen, die im Schnitt gerade mal maximal 10-12 Tage andauern. Dieses Wechselbad ist nicht ohne.

Ich habe keine Angst, dass er sich im Moment was antuen könnte.

Zitat von lala77:
Ich liebe diesen Mann. Ich würde ihm gerne helfen, aber ich kann ihm nicht helfen. Und das geht echt an meine Substanz. Ich fühle mich in schlechten Phasen total zurückgewiesen und das macht halt schon was mit einem, besonders wenn man weiß, dass er sonst das komplette Gegenteil ist und einen wirklich auf Händen trägt.

Du kannst ihm - leider - nicht helfen. Das ist absolut ausgeschlossen. Das ist eine ganz bittere Erkenntnis im Leben, nicht nur angesichts von Depressionen. Du musst unbedingt ausschließlich nach deinen eigenen emotionalen Bedürfnissen gehen, und zwar nach den guten. Was tut dir gut? Zurückweisungen tun dir nicht gut. Die Depressionen eines anderen Menschen, auch wenn du ihn noch so liebst, tun dir nicht gut. Du kannst die Welt nicht retten. Für sein Wohlergehen ist jeder Mensch selbst verantwortlich und nur für sich selbst. Anderen kann man ein bisschen helfen und zur Seite stehen, das war’s dann aber auch. Und entweder, es kommt an oder eben nicht. Dann heißt es Abschied nehmen. Stehe zu dir!
LG ️

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Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
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