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Grüße erstmal...

Ich bin nun an einem Punkt angekommen, wo ich dringend Hilfe brauche. Es geht dabei um meine Freundin, die seit Jahren Angst vor ihrem Vater hat. Es ist mitlerweile so schlimm, dass sie alles in ihrem Leben vernachlässigt, um möglichen Konflikten mit ihrem Vater aus dem Weg zu gehen.

was soll ich machen?

31.05.2007 22:07 • 03.06.2007 #1


4 Antworten ↓


Hi Jonas,

hartes Brot..wow..so einen Vater wünscht sich wohl jede ...aber leider bin auch ganz schön ratlos, was man tun kann.
Ich denke in erster Linie für sie da sein und herausfinden, was sie will. Weg von ihrem Vater, das Problem mit ihrem Vater lösen oder in der Situation bleiben...
Ich denke, ich würde mal unverbindliche Informationen einholen, was rechtlich getan werden kann...und was medizinisch nötig sein würde...
Ein Freund von mir hat seinem Vater das Sorgerecht entzogen und wurde dann von seiner Tante aufgenommen. Das war aber sehr stressig für alle Beteiligten.
Vielleicht weiß ja das Jugendamt einen Rat, aber ich würde keinen Namen nennen, bevor Du nicht weißt, was Sie will...sonst handelt das Jugenamt und macht es vielleicht noch schlimmer...
Ich kenn diese Situation gut. Mein Vater war auch nicht gerade toll als ich noch jünger war und ich war sehr froh, als ich eine Ausbildung angefangen habe und weg von ihm in ein Wohnheim ziehen konnte. Allerdings war ich da schon 18. Jetzt verstehen wir uns wieder besser und ich kann sein Verhalten verstehen.
Wichtig ist, denke ich, für Sie da zu sein und ihr das Gefühl geben, Sie ist nicht allein und hat einen Ort wo Sie hingehen könnte, wenn alles zu schlimm wird.

Was passiert, wenn Sie sich ihrem Vater widersetzt? Schlägt er sie dann? Wie alt ist sie denn genau, wenn ich fragen darf?

Ich hoffe ihr steht das durch und hab genügend Kraft und Nerven um heil wieder rauszukommen.

Liebe Grüße
C

01.06.2007 19:27 • #2



Angst vorm eigenen Vater - was tun?

x 3


Erstmal danke für die Antwort.

Ihr Vater würde sie nicht schlagen. Er macht sie psychisch fertig, was in meinen Augen schlimmer ist. Allerdings nicht, wenn sie sich ihm widersetzt, sondern schon bei Gesprächen, um sie zu manipulieren und ihm gefügig zu machen. Sich zu widersetzen traut sie sich garnicht, weil sie Angst vor den Konsequenzen hat. Sie stimmt ihm zu, egal, was er sagt, um Ärger aus dem Weg zu gehen. Leider erzählt er ihr Lügen über mich, wie Aus dem wird eh nichts, wie soll der dich mal ernähren (ich mache gerade mein Abitur und wir wollten zusammen studieren), Ihr könnt nicht zusammen studieren, das ist finanziell nicht möglich (Ich und meine Familie haben recht viel Geld, außerdem könnte sie Bafög beantragen oder einen Studenkredit aufnehmen), Er ist unhöflich und hat keine manieren (Habe ich sehrwohl, bei Leuten, die mich auch mit Respekt behandel, was er nie tat), usw. Er macht sich in vielen Punkten ihre Unwissenheit zunutze (Beispiel Ihr könnt nicht studieren), um ihr ihre Pläne kaputt zu machen und sie weiter von ihm abhängig zu machen.
Prinziepiell ist sie mit einer Therapie einverstanden und ist auch immer glücklich, wenn wir uns in der Schule sehen, was dann nach jedem Gespräch mit ihrem Vater wieder in Depressionen und Ich habe keine Chance mehr-Gefühlen ausartet.
Den Weg zum Jugendamt würde ich nur als letzte Maßnahme ergreifen. Sie wird aber in einem Monat schon 18 und ich weiß nicht, ob das Jugendamt dann noch zuständig ist.

02.06.2007 12:00 • #3


Hi Jonas,

ja das mit dem psychisch fertig machen kenn ich auch nur zu gut und dieses Geschwätz, dass man zu nichts taugt und alle anderen nicht gut genug sind.
Mein Vater hatte sich zu große Sorgen um meine Zukunft gemacht und nicht erkannt wie sehr er mir eigentlich damit schadet.. ich denke Deiner Freundin geht es da ähnlich.
Väter können sehr graußam sein, wenn es darum geht, ihre Töchter zu lieben...
Wenn sie bald 18 wird, soll sie weg von ihm. Das war es auch was mir geholfen hat. Sie könnte zu einer neutralen Person ziehen, einer Tante oder einer Freundin. Ich glaube wenn sie zu Dir ziehen würde, würde das mehr Probleme machen.
Sie sollte sich von ihm lösen und ihr eigenes leben in die Hand nehmen. Wenn sie 18 ist kann er ihr nichts mehr vorschreiben. Ich weiß, so steht es auf dem Papier, aber die Realität sieht oft anders aus. Dennoch ist sie mit 18 ihre eigene Herrin und kann selbst entscheiden was gut für sie ist.

Eine ganz shcön besch....Situation. Ich kann das gut nachvollziehen. Wenn ich irgendwie helfen könnte, würde ich es gerne tun.
Die Pribleme mit ihrem Vater lösen geht wahrscheinlicha uch nicht, dass sie ihm mal direkt sagt, wie es ihr bei ihm geht, nämlich gar nicht gut.

Ich hoffe es findet alles ein glückliches Ende für Euch,
lg
C

03.06.2007 09:14 • #4


Ohje, armes Mädchen!
Auch wenn sie bald 18 wird, wird sie Ihrem Vater nichts entgegensetzen können, sie hat sich ein bestimmte Verhaltensweise angeeignet und diese ist mit ihrem Geburtstag nicht verschwunden.
Ich kenne das aus eigener Erfahrung, bis ich 24 war habe ich für meinen Vater funktioniert, irgendwann bin ich dann ausgetickt, bin unter Polizeischutz ausgezogen ohne Adresse zu hinterlassen.
Hat zwei Jahre gut funktioniert, bis ich ihn durch Zufall traf.
Es gab wieder einen Kontakt und blitzschnell war ich wieder drin in seinem Machtspiel.
Habe den Kontakt dann nach etwa einem Jahr abgebrochen und hatte bis vor ein paar Wochen keinen Kontakt, dann er mich auswendig gemacht.
Ich denke mal ich habe heute die Zügel in der Hand, bin 33 aber trotzdem ist es verdammt schwer.
Einen wirklichen Rat habe ich nicht, ich kenne das Mädchen ja nicht aber das einzige was wirklich hilft ist sich selbst zu befreien, sie muss von ihrem übermächtigen Vater weg!
Sachen packen, auszuiehen, Kontaktabbruch, Kraft tanken und wenn man genug Stärke hat vielleicht einen Neuanfang mit dem Vater starten.
Was Du machen kannst? Nicht viel, unterstütze sie in dem was sie tut, sie muss im Kopf klar haben das er ihr schadet, eine unterstützende Therapie kann Wunder wirken aber im Grunde muss der erste Schritt von ihr ausgehen.

LG Sayuri

03.06.2007 09:52 • #5




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