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Hallo zusammen,

durch einen Zufall bin ich auf dieses Forum gestoßen und bin unendlich dankbar dafür. Es tut gut zu sehen, dass ich mit meinen "verqueren Gedanken" nicht alleine bin.

Tjoah...ich denke, dass die "Wurzel allen Übels" in meiner Kindheit begraben liegt. Oder aber im Teenageralter, bzw während der ersten Beziehungen entstanden ist. Meine Mutter ist depressiv, mal mehr, mal weniger, geht seit Jahren zu einem Therapeuten, was aber scheinbar erst jetzt Früchte trägt, nachdem sie sich nach 30 Jahren Ehe von meinem Vater getrennt hat. Mein Vater war und ist ein emotionaler Eisklotz, es kann im schlimmsten Streit vorkommen, dass er nur da sitzt und Kreuzworträtsel löst - ohne Witz! Mir ist eine Situation von damals wie eingebrannt in mein Gedächtnis - ich war etwa 8 Jahre alt, genau weiß ich das nicht mehr und hatte etwas angestellt (was weiß ich nicht mehr). Jedenfalls bekam ich dafür Hausarrest und wurde mit den Worten ins Zimmer gesperrt, dass ich ja aufpassen soll, gleich käm ein Auto, das würde mich ins Kinderheim bringen. Ich habe natürlich die Straße nicht mehr aus den Augen gelassen und bei jedem Auto, was vorfuhr, habe ich Angst gehabt. Auch gehörten Schläge und Liebesentzug, wenn ich mal nicht "parierte", zum Alltag. Generell wurden in unsere Familie die Bedürfnisse von meinem Bruder und mir fast ausschließlich im materiellen Sinne erfüllt und nicht im emotionalen. Auch habe ich im frühen Teenageralter mal einen Brief von meiner Mutter an meinen Vater gefunden, als sie mit mir schwanger war, wo drinstand, dass sie ja wüsste, dass er mich eigtl garnicht wollte.

Im Grund-/Realschul- und Teenageralter war ich ein beliebtes Mobbingopfer (so Dinge wie, wenn ich mich nicht "richtig" verhalten habe, wurde ich über Wochen aus meiner Clique ausgestoßen und solche Dinge).

Meine ersten beiden Partner sind mir fremdgegangen, was ich nur herausgefunden habe, weil ich selber nachgeschaut habe. Mein dritter Partner war ein emotional gewalttätiger Mensch.

Ihr seht, eine "ereignisreiche" Vita. Nun habe ich seit etwa zwei Jahren einen neuen Partner - er ist für mich der Himmel auf Erden! Er behandelt mich selbst im Streit mit Respekt und ist einfach nur gut zu mir und sowieso...alles ist toll mit ihm. "Normale" Leute würden ihn wohl als vollkommen normal bezeichnen und auch sein Verhalten in unserer Beziehung.

Eigtl alles tutti - wenn da nicht ich wäre. Ich liebe ihn wie wahnsinnig - und ebenso groß ist meine Angst, ihn zu verlieren. Es geht soweit, dass ich, wenn wir zusammen unterwegs sind und ich erspähe eine in meinen Augen schöne Frau (in meinen Augen schöner als ich natürlich), dann achte ich genau drauf, ob er sie anschaut oder nicht. Und wenn er es tut (er hat noch NIE eine Frau angestarrt oder so, es war ein beiläufiger Blick, da hätte auch ne Straßenlaterne stehen können), bin ich für den Rest des Abends mies drauf und überlege, was ich an mir noch verbessern kann, damit er es nicht nötig hat, eine andere Frau anzuschauen. Ich habe sein Handy kontrolliert - bis er mich nun überführt hat und das Ganze natürlich zu einem wahnsinnigen Streit geführt hat, der mich oder uns beinahe unsere Beziehung gekostet hat. Ich habe NIE auch nur den kleinsten Hinweis darauf gefunden, dass er mich verlassen will oder eine andere Frau hat oder was weiß ich. Es war NIE irgendwas - alles in meinem Kopf.

Ich habe jetzt für mich entschieden, dass es so nicht weitergehen kann. Es ist so schlimm, dass ich, wenn ich mir wieder einbilde, es wäre iwas (und da reicht es, wenn er zb bei Whatsapp online ist und mir nicht schreibt), anfange zu zittern, mir vergeht schlagartig und für mehrere Tage der Appetit, ich komme aus dem Grübeln nicht mehr raus und stehe vollkommen "unter Strom", was (nicht nur) körperlich wahnsinnig anstrengend ist.

Ich habe mir mehrere Selbsthilfebücher bestellt, außerdem einen Termin bei einer freien Psychologin vereinbart, denn ich möchte nicht noch Wochen und Monate auf einen Termin warten, da nehme ich es lieber in Kauf, dafür Geld zu bezahlen.

Ich weiß nicht, ob jmd all das hier durchgelesen hat, jedenfalls tat es gut, mal ein bisschen Ballast abzuwerfen und vllt mag der ein oder andere ja etwas dazu schreiben.

Viele Grüße,

Jolly

23.09.2013 13:12 • 04.07.2014 #1


31 Antworten ↓


Hallo jolly_87,

erst mal willkommmen hier.

Tja, ziemlich verzwickt, die Sache bei dir. Aber du hast im Grunde schon alles gemacht, was in deiner Situ zu tun ist. Zusätzlich solltest du noch mit deinem Partner reden und zwar offen und schonungslos, denn ich denke, daß die Sache mit dem Handy nicht spurlos an ihm vorbei gegangen ist. Beschreibe ihm deine Vergangenheit und die Gefühle, die du z.B. bei einer hübscheren Frau hast. Wir Männer können euch Frauen auch nur vor die Hirnschale schauen, so daß manches einer Erklärung bedarf, damit wir verstehen.

LG

23.09.2013 17:46 • #2



Kontrollzwang gegenüber dem Partner heilen - starke Verlustangst

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Hallo okok,

danke für Deine Worte. Ja ich habe ihm das schonmal versucht zu erklären. Ich denke schon, dass er es iwo verstanden hat. Er meinte dazu, dass er, wenn er eine andere Frau haben wollen würde, die dünner, schöner, whatever ist, wohl nicht mit mir zusammen wäre. Und zwar trotzdem, dass ich anstrengend bin und schwierig und es für ihn nicht leicht ist. Natürlich würde er sich manchmal wünschen, dass es mit mir leichter wäre, aber er weiß auch, dass ich es nicht absichtlich mache. Auch ist er zuversichtlich wg der Therapie und will das mit mir durchstehen.

Oh man, es gab auch eine Situation...da war ich mal wieder einfach nur schei. und in meinen Gedanken gefangen und bin danach regelrecht zusammengebrochen. Er hätte jedes Recht gehabt, mich "auseinanderzunehmen" und was macht er? Nimmt mich in den Arm und tröstet mich.

Ich bin ihm so unendlich dankbar, dass er uns und mir diese Chance gibt, bin topmotiviert, das Ganze hinzubekommen.

Heute ist der erste Termin. Hfftl hilft es.

30.09.2013 11:12 • #3


@ jolly_87,
ich denke schon das dir das heute was bringt. Habe morgen auch wieder.

30.09.2013 11:48 • #4


Hi Jolly!

Zitat von jolly_87:

Mir ist eine Situation von damals wie eingebrannt in mein Gedächtnis - ich war etwa 8 Jahre alt, genau weiß ich das nicht mehr und hatte etwas angestellt (was weiß ich nicht mehr). Jedenfalls bekam ich dafür Hausarrest und wurde mit den Worten ins Zimmer gesperrt, dass ich ja aufpassen soll, gleich käm ein Auto, das würde mich ins Kinderheim bringen.


Diese Drohung kommt mir nur allzu bekannt vor.
Mir wurde es ständig angedroht ins Heim zu kommen, wenn ich mich nicht vernünftig benehmen würde.
Ich war schon früher in jungen Jahren sehr emotional. Ich hatte häufig Wutanfälle und wenn mit vier Jahren etwas "falsch" machte gab es Prügel.

Zitat:
Auch gehörten Schläge und Liebesentzug, wenn ich mal nicht "parierte", zum Alltag.


Also wirklich Jolly, das könnte meine Geschichte sein.

Auch dieses

Zitat:
Im Grund-/Realschul- und Teenageralter war ich ein beliebtes Mobbingopfer (so Dinge wie, wenn ich mich nicht "richtig" verhalten habe, wurde ich über Wochen aus meiner Clique ausgestoßen und solche Dinge).


habe ich so kennen gelernt.
Nur das ich grundsätzlich nirgendwo "zugeordnet" war, mich zurückzog (in der Schule) und mein eigenes Süppchen brodelte.

Zitat:
Meine ersten beiden Partner sind mir fremdgegangen, was ich nur herausgefunden habe, weil ich selber nachgeschaut habe. Mein dritter Partner war ein emotional gewalttätiger Mensch.


Ähnliches erlebte ich auch.
Einer ging fremd, einer war gewalttätig, hat auch körperlich Gewalt angewandt um mich zu brechen.

Zitat:
Ich habe mir mehrere Selbsthilfebücher bestellt, außerdem einen Termin bei einer freien Psychologin vereinbart, denn ich möchte nicht noch Wochen und Monate auf einen Termin warten, da nehme ich es lieber in Kauf, dafür Geld zu bezahlen.


Ja, ich denke auch, dass du da Hilfe benötigst die Erlebnisse aus deinem Elternhaus zu verarbeiten.

Was ich aus deinen Zeilen lese ist, dass du im Prinzip nie erfahren hast, was (wahre) Liebe ist.
Ein liebevolles Elternhaus führt zur Selbstliebe!
Aber du hast nie gelernt DICH selbst zu lieben, DICH genauso zu mögen wie DU bist und das löst in dir ein Gedankenkarussel aus (wenn man so will) und eine Frage, die dich immer wieder beschäftigt ist:


- Bin ich es wirklich wert geliebt zu werden?


Sehe ich das richtig?

30.09.2013 23:52 • #5


Beitrag entfernt- Ausversehen doppelt gepostet

30.09.2013 23:55 • #6


Soulstorm, okok,

danke für Eure Worte.

Die erste Sitzung war ganz gut. Dabei stellte sich heraus, dass ich wohl nie wirklich diese "Grundsicherheit" aufbauen konnte, die man normalerweise von seinen Eltern bekommt. Und dann kamen nach und nach immer wieder neue Enttäuschungen von ihnen (zuletzt, dass meine Mutter eigtl. seit März einen neuen Freund hat, ihn mir aber verheimlicht hat und immer nur gesagt hat, sie ziehe zu EINEM Freund und suche sich dann eine Wohnung, in Wirklichkeit zog sie zu IHREM Freund) und ja...das Resultat ist mein derzeitiges Verhalten. Und mein derzeitiges Muster, Sicherheit zu erlangen, ist es, zu kontrollieren.

Mit Deinen Worten, Soulstorm, bzw mit Deiner Frage, hast Du schon sehr recht. Ich versuche mich zu verstellen anderen Leuten gegenüber, versuche ein "optimiertes Ich" darzustellen, weil ich einfach nicht glauben kann, dass mich jmd für mich liebt, für das, was ich wirklich bin und nicht für das, was ich vorgebe zu sein.

Gibt es vllt ein Buch, was Du oder Ihr empfehlen könnt zum Thema Selbstliebe? Das würde mir sicherlich sehr weiterhelfen.

Soulstorm, ich gehörte, wie Du, auch nirgendwo richtig dazu. Weil ich aber unbedingt Anerkennung haben wollte, habe ich alles dafür getan, um nicht alleine auf dem Schulhof stehen zu müssen, habe mich so verstellt, wie die anderen mich haben wollten und sobald ich das nicht getan habe, wurde ich wochenlang ausgeschlossen und musste solange "zu Kreuze kriechen", bis sie es sich wieder anders überlegt hatten und ich wieder gut genug war. Letztenendes ist das aber auch wieder auf mein Elternhaus zurückzuführen, denn hätte ich da schon gelernt, mich selbst zu lieben, wäre es in der Schule garnicht erst so weit gekommen.

Gestern Abend bin ich dann nach der Sitzung heimgekommen, mein Freund hat sich natürlich dafür interessiert, wie es gelaufen ist, aber als ich ihm dann sagte, dass wohl alles in der Kindheit begonnen hat, hat man schon gesehen, wie er so ein wenig..."zusammensackte" und wahrscheinlich war sein erster Gedanke direkt "das kann ja dann noch Ewigkeiten dauern...". Er fragte mich dann auch, ob die Therapeutin etwas gesagt hätte, wie lange es etwa dauern würde oder ob man mir überhaupt iwie helfen kann und da meinte ich, dass es mir auch am liebsten wäre, wenn sie einen Schalter umlegen könnte und ich wäre wieder "normal", aber dass es nunmal seine Zeit braucht und nicht innerhalb drei Wochen vorbei wäre. Das hat er auch verstanden und das war ihm auch bewusst. Ich habe dann auch gesagt, dass ich nicht glaube, dass ich dort länger als ein Jahr hin müsste, denn immerhin sei ich voll motiviert und absolut offen dafür, es "hinter mich" zu bringen.

Er meinte, er sei sich zwar relativ sicher, dass ich oder wir das hinbekommen, aber zu 100% sicher sei er sich nicht. Ist das normal, dass er so denkt? Er hat mich dann aber auch ganz lieb in den Arm genommen und gehalten und sagte, dass er bei mir ist und dass wir das bestimmt hinbekommen und dass er es auch hinbekommen möchte, sich aber eben nicht zu 100% sicher sei.

Dann eröffnete er mir allerdings etwas, was mir dann wieder sehr weh tat. Er ist Mittwoch mit seinen Arbeitskollegen unterwegs und Samstag mit seiner Family. Okay. Nun will er sich Freitag noch mit seinem besten Kumpel treffen. Alles eigtl kein Thema. Aber was kommt bei mir an? "Ich muss hier weg, will dich nicht sehen, muss raus hier". Und was mache ich? Werfe ihm vor, dass er mich ja garnicht mehr sehen will und mir aus dem Weg geht und bla. Er sagte, das sei nicht so, es sei Zufall, dass er diese Woche an drei Tagen etwas machen würde, das wäre ja nicht der Standard (ist es wirklich nicht) und dass wir uns an den Tagen ja die meiste Zeit trotzdem sehen, er sei ja nur abends weg.

Herrgott, ich will nicht so denken! Ich will ihn mit "gutem Gewissen" "gehen" lassen, ohne dass ich denke, dass er mich verlässt oder nicht sehen will oder was weiß ich. Okay, ich weiß, dass da "nur" das kleine Kind aus mir spricht, die kleine Jolly, die nach ihren Eltern schreit.

01.10.2013 08:13 • #7


Zitat von jolly_87:
Mit Deinen Worten, Soulstorm, bzw mit Deiner Frage, hast Du schon sehr recht. Ich versuche mich zu verstellen anderen Leuten gegenüber, versuche ein "optimiertes Ich" darzustellen, weil ich einfach nicht glauben kann, dass mich jmd für mich liebt, für das, was ich wirklich bin und nicht für das, was ich vorgebe zu sein.


Ich stand auch nie zu dem was ich bin.
Damals in der Schule, ich erinnere mich genau, haben wir z. B. einen Ausflug nach Essen gemacht.
Niemand wollte mit mir losziehen, obwohl wir Grüppchen bilden sollten.
Ich habe dann jemanden eine Schachtel Zig. gekauft und ihn auf diese Weise zu "bestechen", mich
mitzunehmen.
Mittlerweile bin ich 28 Jahre alt und habe eine andere Haltung entwickelt.
"Entweder jemand mag mich so wie ich bin oder er lässt es."
Bis dahin war es ein langer Weg, aber wenn man diese Haltung erreichen möchte, dann
ist das durchaus machbar.
Es ist schon einmal ein guter Anfang, wenn du dich dafür bereit fühlst dir helfen zu lassen.
Es gibt genug Menschen, die sich nie dazu bereit fühlen. Diesen Menschen bist du um einiges vorraus.

Zitat:
Er fragte mich dann auch, ob die Therapeutin etwas gesagt hätte, wie lange es etwa dauern würde oder ob man mir überhaupt iwie helfen kann


Mit Zeit kann man so etwas überhaupt nicht definieren. Bei manchen dauert es länger, bis sie Fortschritte machen, bei anderen kürzer. Meist ist es davon abhängig wie groß die erlebten Verletzungen im Elternhaus waren. Es wird sich, so denke ich, im Laufe deiner Sitzungen zeigen, wie tief dein Problem sitzt.

Zitat:
Er meinte, er sei sich zwar relativ sicher, dass ich oder wir das hinbekommen, aber zu 100% sicher sei er sich nicht. Ist das normal, dass er so denkt?


Nun ja, ich denke für ihn ist es schwer das alles zu begreifen. Er weiß nicht was auf ihn/ auf eure Beziehung zukommt
wenn du regelmäßig deine Sitzungen abhältst. Es wird ja auch eine Veränderung mit dir einhergehen. Dass das "Angst" macht kann ich schon nachvollziehen. Ich denke nicht, dass es bei ihm an Liebe für dich mangelt, wenn er es so ausdrückt. Ich denke eher, dass ihn da Unsicherheiten plagen.

Zitat:
Dann eröffnete er mir allerdings etwas, was mir dann wieder sehr weh tat. Er ist Mittwoch mit seinen Arbeitskollegen unterwegs und Samstag mit seiner Family. Okay. Nun will er sich Freitag noch mit seinem besten Kumpel treffen. Alles eigtl kein Thema. Aber was kommt bei mir an? "Ich muss hier weg, will dich nicht sehen, muss raus hier". Und was mache ich? Werfe ihm vor, dass er mich ja garnicht mehr sehen will und mir aus dem Weg geht und bla.


Wenn du einmal deine Unsicherheit wegnimmst, was bleibt dann noch übrig?
Ich meine das so:
Wenn deine Usicherheiten nicht da wären, würdest du ihn dann gehen lassen können?
Was meinst du?
Manchmal treiben wir die Menschen die wir lieben, mit eben diesen Unsicherheiten von uns fort.
Stelle dir deinen Partner doch einmal wie einen Bumerang vor.
Du wirfst ihn und er kommt wieder zu dir zurück.

Gäbe es etwas womit du dich beschäftigen könntest, wenn er nicht bei dir ist?
Ich schreibe beispielsweise sehr gerne. Da kann ich alles um mich herum vergessen und die Zeit vergeht wie im Flug.
Oder mache einen schönen Spaziergang. Das tut gut.
Gerade im Herbst finde ich das sehr schön.
Du musst lernen DEIN Wohlbefinden nicht von einem anderen Menschen abhängig zu machen.
Dann wird es dir auch viel leichter fallen deinen Partner seiner Wege gehen zu lassen.

Ich wünsche dir viel Kraft für deine Sitzungen und hoffe, dass du dabei viel über dich lernen wirst und darüber hinaus merkst, dass du ein liebenswerter Mensch bist.

01.10.2013 10:38 • x 1 #8


Soulstorm, und wieder Danke für Deine Worte! Aber der Reihe nach...

Ja solche Situationen kenne ich nur zu Genüge...bei mir war es auch ein Schulausflug...zu der Zeit, ich war vllt. zehn, habe ich mich sehr für Pferde interessiert und kannte auch ziemlich viele Rassen, also habe mich wirklich damit auseinander gesetzt. Das habe ich meinen damaligen "Freundinnen" erzählt, auch Pferdebegeistert. Dann ging es an den Ausflug und eine dieser Freundinnen meinte zu mir "Wenn du mir sagen kannst, welche Rasse ich dir beschreibe, dann darfst du mit uns laufen". Natürlich habe ich die Rasse nicht erraten und musste somit alleine laufen.

Mittlerweile reift in mir auch der Gedanke, "wenn du mich nicht so magst, wie ich bin, dein Pech". Aber er ist noch nicht immer präsent.

Mein Freund hat mir da aber auch schon sehr bei geholfen. Bevor ich ihn kannte, wäre ich nie nie nie nie nie ungeschminkt aus dem Haus gegangen. Oder aber hätte im Sommer nie kurze Shorts angezogen ohne eine Strumpfhose drunter (oder direkt ne lange Hose, egal obs 30° waren und ich mich halb tot geschwitzt habe). Die Haare nicht jeden Tag waschen und perfekt "legen"? Ein Unding! Seit ich meinen Freund hab, sind all diese Dinge kein Thema mehr. Und ich fühle mich soviel freier! Ich laufe in Shorts draussen rum - ja ich hab Cellulite und ja, meine Beine sind nicht perfekt durchtrainiert - na und? Wers nicht sehen will, soll wegschauen. Wenn ich ungeschminkt rausgehe - kein Verstecken mehr, kein "oh Gott ich bin so hässlich, was sollen die Leute denn denken?". Die Haare hab ich gestern gewaschen und heute eigtl keine Zeit mehr, sie nochmal zu waschen? Na und, flechte ich sie mir eben oder lass sie halt mal nicht so perfekt frisiert "auf die Menschheit los". Und was passiert? NICHTS! Niemand schaut mich irritiert oder angeekelt an. Niemand zeigt mit dem Finger auf mich. Das tut so gut und gibt mir ein absolut großes Stück Lebensqualität zurück.

Ich hadere auch mit meinem Gewicht, obwohl ich weiß Gott nicht übergewichtig bin. Die obligatorischen 5 Kilo zuviel. Mein Freund hat mich sogar mit noch mehr Gewicht kennen- und lieben gelernt. Hier bin ich noch nicht so stark, dass ich sagen kann "ja mein Bauch ist nicht flach und durchtrainiert. Nimm es hin oder lass es". Das wird wohl noch einen Moment dauern.

Aber im Großen und Ganzen bin ich meilenweit von dem Häufchen Elend entfernt, was ich zu Schulzeiten oder auch während meiner ersten Beziehungen war, nicht zuletzt durch die Hilfe von meinem Freund. Und umso mehr tut es mir weh, dass ich ihm (ungewollt) so weh tue. Er, der so wundervoll ist. Aber ich tue ja jetzt was für mich und damit auch für uns und unser ganz persönliches Happyend.

Nein, mit Zeit kann man sowas wirklich nicht definieren. Auch wenn es vllt schön wäre, sagen zu können, "in drei Wochen bist Du geheilt". Ich mache mir da auch überhaupt keinen Druck, bin aber zuversichtlich, dass es nicht allzu lang dauern wird, einfach weil ich voll motiviert bin und auch im Vorfeld schon viel "geforscht" habe in mir und auch schon selbst an mir gearbeitet habe - für die letzten Schritte brauch ich dann eben noch Unterstützung.

Ich habe in meiner "Selbstarbeit" schon viele Zusammenhänge erkannt, es ist also nicht so, dass mir die Therapeutin gestern sooo viel Neues erzählt hätte. Was ich gestern begriffen habe, ist, dass alles, was nach dem schlechten Start ins Leben schief gelaufen ist, sei es die Schulzeit oder Beziehungen oder oder oder, alles die gleiche Ursache hat und ich somit nicht, wie ich zuerst dachte, an mehrere "Baustellen" ran muss oder intensiv ran muss, sondern es da eine "große Hauptbaustelle" gibt, die bearbeitet werden muss.

Zitat:
Wenn du einmal deine Unsicherheit wegnimmst, was bleibt dann noch übrig?
Ich meine das so:
Wenn deine Usicherheiten nicht da wären, würdest du ihn dann gehen lassen können?
Was meinst du?
Manchmal treiben wir die Menschen die wir lieben, mit eben diesen Unsicherheiten von uns fort.
Stelle dir deinen Partner doch einmal wie einen Bumerang vor.
Du wirfst ihn und er kommt wieder zu dir zurück.


Wie meinst Du das mit dem Bumerang? Ich verstehe es so, dass Du es quasi so verdeutlichen willst, dass wenn ich ihn gehen lasse, er auch wieder zurückkommt. Dass es nicht bedeutet, wenn er geht, dass er nicht mehr wiederkommt. Habe ich das richtig verstanden?

Ich denke...wenn meine Unsicherheiten nicht da wären, wäre es für mich kein Thema, ihn gehen zu lassen. Wahrscheinlich würde ich die "Auszeit" sogar genießen können. Jetzt ist es so, wenn er geht, schwirren mir tausend Gedanken im Kopf. Was macht er jetzt den ganzen Abend? Sind da andere Frauen? Flirtet er mit den Frauen? Oder wenn er mit seinem besten Kumpel was macht - worüber reden die nun? Sagt er ihm, dass er eigtl garkeine Lust mehr auf mich hat und nur auf den passenden Moment wartet mich abzuschießen? Lästern die Beiden über mich? Überredet sein bester Kumpel ihn dazu, mich zu verlassen, weil ich so ätzend bin?

Oder wenn er mal nicht zur vereinbarten Zeit nach Hause kommt - warum ist er länger weg? Steigt er gerade mit einer Frau in die Kiste? Warum will er nicht nach Hause kommen?

Lauter solche Dinge schießen mir dann durch den Kopf. An solchen Abenden, wenn ich mich wirklich garnicht iwie beschäftigen oder ablenken kann, versuche ich zu schlafen. In der Hoffnung, er ist wieder da, wenn ich wach bin und alles ist gut. Ich weiß selber, dass diese Fragen und Gedanken hirnrissig sind und ich sowieso keine Antwort darauf bekomme. Und dennoch kommen sie immer wieder und belasten mich.

Für die drei Tage, die er nun ohne mich fort ist, habe ich mir schon "Alternativprogramm" festgelegt. Mittwoch treffe ich mich erst mit ner Freundin, fahre dann noch in die Stadt um meinen besten Freund zu treffen, Freitag mit ner anderen Freundin treffen und Samstag mit noch ner anderen Freundin. Somit ist für Ablenkung gesorgt.

Zitat:
Du musst lernen DEIN Wohlbefinden nicht von einem anderen Menschen abhängig zu machen.
Dann wird es dir auch viel leichter fallen deinen Partner seiner Wege gehen zu lassen.


Leichter gesagt, als getan. Aber das weißt Du ja sicherlich auch. Es ist ja nicht so, dass ich garnichts mit mir anzufangen weiß, wenn er nicht da ist. Aber ich fühle mich besser, wenn er bei mir ist. Ich kann die "Auszeiten" garnicht richtig genießen sondern es geht mehr darum, die Zeit, bis er wieder da ist, iwie zu "überstehen". In der Zeit, wo ich Single war, habe ich es definitiv sehr gut geschafft, selbst für mein Wohlbefinden zu sorgen (blieb mir ja auch nix anderes übrig *lach*). Aber sobald er da war - habe ich Stück für Stück es an ihn "abgegeben", dass ich mich wohlfühle.

Wie stelle ich das denn am Besten an? "Reicht" es da, einfach mehr für mich zutun? Auch mal an Tagen, wo er zuhause ist? Das fällt mir nämlich besonders schwer. Zb Sport zu machen oder keine Ahnung was, obwohl er zuhause ist. Weil ich dann in dem Moment lieber bei ihm wäre. Hrmpf.

Zitat:
Ich wünsche dir viel Kraft für deine Sitzungen und hoffe, dass du dabei viel über dich lernen wirst und darüber hinaus merkst, dass du ein liebenswerter Mensch bist.


Dankeschön dafür. Ja das ist mein großes Ziel. Und ich werde es ganz bestimmt auch schaffen!

Ganz schöner Roman... :-/ Aber es tut gut.

01.10.2013 11:18 • #9


Was mir auch immer wieder wehtut - wenn er bei Whatsapp online geht und mir nicht schreibt. Er kann zb auf der Arbeit nur in den Pausen aufs Handy schauen. Und wenn er dann online geht, ohne mir was zu schreiben - das tut mir echt weh...dass er in dem Moment nicht an mich denkt. Mir würde ja schon ein Smilie reichen oder sowas, einfach ein kleines Zeichen, dass er an mich denkt. Aber nein. Nichts. Eben auch wieder. Geht online, aber schreibt mir nichts.

Okay, Männer kommunizieren anders wie Frauen und für sie ist das auch eher ein Informationsaustauschmedium, nicht wie bei uns Frauen und ich hab ihm eben auch nichts geschrieben, auf das er reagieren müsste, aber...hach. Weh tut es trotzdem. Wie kann ich denn damit besser umgehen, dass mir das nicht mehr so weh tut?

01.10.2013 11:39 • #10


Zitat von jolly_87:

Mittlerweile reift in mir auch der Gedanke, "wenn du mich nicht so magst, wie ich bin, dein Pech". Aber er ist noch nicht immer präsent.


Das wird er irgendwann sein.
Weißt du, ich zermaterte mir auch immer mein Hirn, wie ich gut bei anderen Menschen ankommen könnte, da ich auf viel Ablehnung stieß. Meistens suchte ich mir gerade die Menschen in meinem Umfeld aus, die genau das taten, mich ablehnten. Es war sozusagen eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, dass ich früher oder später wieder das Opfer von Lästereien und Mobbing wurde. Dabei fehlte mir der Blick für die Menschen, die mich wirklich mochten.
Ich würde es heute die Suche nach negativer Bestätigung nennen.

Zitat:
Die Haare hab ich gestern gewaschen und heute eigtl keine Zeit mehr, sie nochmal zu waschen? Na und, flechte ich sie mir eben oder lass sie halt mal nicht so perfekt frisiert "auf die Menschheit los". Und was passiert? NICHTS! Niemand schaut mich irritiert oder angeekelt an. Niemand zeigt mit dem Finger auf mich. Das tut so gut und gibt mir ein absolut großes Stück Lebensqualität zurück.


Ja, es ist ein schönes Gefühl nicht immer "perfekt" auf die Straße zu müssen und dabei zu erkennen, dass die Leute um einen herum deshalb nicht komisch reagieren.

Zitat:
Ich hadere auch mit meinem Gewicht, obwohl ich weiß Gott nicht übergewichtig bin. Die obligatorischen 5 Kilo zuviel. Mein Freund hat mich sogar mit noch mehr Gewicht kennen- und lieben gelernt. Hier bin ich noch nicht so stark, dass ich sagen kann "ja mein Bauch ist nicht flach und durchtrainiert. Nimm es hin oder lass es". Das wird wohl noch einen Moment dauern.


Wo besteht denn da der Unterschied, zu deinem Styling?
Was ich erlebt habe ist, dass die meisten Männer auf diese megadünnen Püppchen ohnehin nicht stehen.
Glaube mir, die meisten mögen es, wenn die Liebste ein bisschen mehr auf den Rippen hat und fünf Kilo sind
nicht viel. Ich habe 25 Kilo Übergewicht und habe trotzdem jemanden gefunden der mich so mag.

Zitat:
Aber im Großen und Ganzen bin ich meilenweit von dem Häufchen Elend entfernt, was ich zu Schulzeiten oder auch während meiner ersten Beziehungen war, nicht zuletzt durch die Hilfe von meinem Freund. Und umso mehr tut es mir weh, dass ich ihm (ungewollt) so weh tue. Er, der so wundervoll ist. Aber ich tue ja jetzt was für mich und damit auch für uns und unser ganz persönliches Happyend.


Ich finde dass du deinen Partner auf ein sehr hohes Podest hebst.
Ja, womöglich hat er den Anstoß dazu gegeben, dass du mit dir selbst nicht mehr so hart ins Gericht ziehst, aber den Schritt dazu hast du selbst gemacht.

Zitat:
Wie meinst Du das mit dem Bumerang? Ich verstehe es so, dass Du es quasi so verdeutlichen willst, dass wenn ich ihn gehen lasse, er auch wieder zurückkommt. Dass es nicht bedeutet, wenn er geht, dass er nicht mehr wiederkommt. Habe ich das richtig verstanden?


Mir fällt da gerade der Song "Bumerang" von Blümchen alias Jasmin Wagner ein.
"Wie ein Bum Bum Bum Bum Bumerang, komm ich immer wieder bei dir an..."
Stimmt, so meine ich es.
Lass ihn "fliegen" und du wirst schon sehen.
Aufgrund deiner Beschreibungen ist er schon ein Mensch, der seine Freiheiten in Anspruch nimmt und sie auch braucht.
Würdest du ihm das rauben, dann könnte es durchaus geschehen, dass er sich von dir abwendet.

Zitat:
Jetzt ist es so, wenn er geht, schwirren mir tausend Gedanken im Kopf. Was macht er jetzt den ganzen Abend? Sind da andere Frauen? Flirtet er mit den Frauen? Oder wenn er mit seinem besten Kumpel was macht - worüber reden die nun? Sagt er ihm, dass er eigtl garkeine Lust mehr auf mich hat und nur auf den passenden Moment wartet mich abzuschießen? Lästern die Beiden über mich? Überredet sein bester Kumpel ihn dazu, mich zu verlassen, weil ich so ätzend bin?

Oder wenn er mal nicht zur vereinbarten Zeit nach Hause kommt - warum ist er länger weg? Steigt er gerade mit einer Frau in die Kiste? Warum will er nicht nach Hause kommen?


Zum ersten Absatz:
Was wäre so schlimm daran, würde er mit anderen Frauen flirten?
Was wäre so schlimm daran, würde er mit seinem Kumpel über dich sprechen (lästern wohl eher weniger)?
Vielleicht tut ihm dieser Austausch ja ganz gut und kommt dann umso gestärkter wieder.

Zum zweiten Absatz:
Hat er dir einen Grund gegeben zu vermuten, dass er dich betrügen würde?

Zitat:
Für die drei Tage, die er nun ohne mich fort ist, habe ich mir schon "Alternativprogramm" festgelegt. Mittwoch treffe ich mich erst mit ner Freundin, fahre dann noch in die Stadt um meinen besten Freund zu treffen, Freitag mit ner anderen Freundin treffen und Samstag mit noch ner anderen Freundin. Somit ist für Ablenkung gesorgt.


Freut mich, dass du für Beschäftigung gesorgt hast, jetzt musst du es nur noch genießen können.

Zitat:
Ich kann die "Auszeiten" garnicht richtig genießen sondern es geht mehr darum, die Zeit, bis er wieder da ist, iwie zu "überstehen". In der Zeit, wo ich Single war, habe ich es definitiv sehr gut geschafft, selbst für mein Wohlbefinden zu sorgen (blieb mir ja auch nix anderes übrig *lach*). Aber sobald er da war - habe ich Stück für Stück es an ihn "abgegeben", dass ich mich wohlfühle.

Wie stelle ich das denn am Besten an? "Reicht" es da, einfach mehr für mich zutun? Auch mal an Tagen, wo er zuhause ist? Das fällt mir nämlich besonders schwer.


Und somit hast du ein Stück "Selbstverantwortung" an ihn abgegeben.
Es wäre sicherlich nicht schlecht, wenn du auch mal an Tagen an denen er zu Hause ist eigenen Beschäftigungen nachgehst. Wie wäre es wenn du dir einen bestimmten Tag in der Woche auswählst, an dem du etwas für dich tust?

01.10.2013 13:37 • #11


Zitat von jolly_87:
Was mir auch immer wieder wehtut - wenn er bei Whatsapp online geht und mir nicht schreibt. Er kann zb auf der Arbeit nur in den Pausen aufs Handy schauen. Und wenn er dann online geht, ohne mir was zu schreiben - das tut mir echt weh...dass er in dem Moment nicht an mich denkt.


Woher weißt du, dass er nicht an dich denkt?
Das kannst du doch gar nicht wissen. Ich finde es ein wenig krass, dass es dir weh tut, wenn er dir keine Nachricht über eine Internet- Plattform zukommen lässt.
Miss dem nicht zu viel Bedeutung bei.

01.10.2013 13:41 • #12


Zitat:
Wo besteht denn da der Unterschied, zu deinem Styling?


Hmm...vllt weil ich mein Aussehen, also primär das Gesicht / die Haare, ohne Schminke und perfekte Frisur besser "ertragen" kann als mein Gewicht. Ja ich weiß, dass andere Frauen sich nach meiner Figur wohl die Finger *beep* würden und weiß auch, dass ich nicht zu dick bin und nichts. Wahrscheinlich liegt das an dem Bild vom perfekten Körper, was ich im Kopf habe und so auch auf meinen Partner projiziere, sprich, er kann doch nur sowas toll finden und nicht "sowas" wie mich. Wobei ich nicht von dürren Püppchen spreche, sondern von durchtrainierten, fit.ten Mädels. Stacy Keibler, um mal ein Beispiel zu nennen.

Zitat:
Ich finde dass du deinen Partner auf ein sehr hohes Podest hebst.
Ja, womöglich hat er den Anstoß dazu gegeben, dass du mit dir selbst nicht mehr so hart ins Gericht ziehst, aber den Schritt dazu hast du selbst gemacht.


Danke für diese Sichtweise. So hab ich das Ganze noch nicht betrachtet. Also dass er "nur" den Anstoß gegeben hat, aber letztenendes ich selbst und ganz allein das umgesetzt habe.

Zitat:
Zum ersten Absatz:
Was wäre so schlimm daran, würde er mit anderen Frauen flirten?


Das wäre...mein Tod. Ich könnte es nicht ertragen, zu wissen, dass er mit einer Frau geflirtet hat. Da würde bei mir ganz arg etwas kaputt gehen, das letzte Fünkchen Vertrauen wäre weg und ich könnte ihn wohl nie wieder ansehen. Wohl aber auch, weil in meinem Kopf dann der dollste Hollywoodblockbuster abläuft und ich mich fragen würde - ist es beim Flirten geblieben? Haben sie jetzt noch Kontakt? Treffen sie sich hinter meinem Rücken?

Zitat:
Was wäre so schlimm daran, würde er mit seinem Kumpel über dich sprechen (lästern wohl eher weniger)?
Vielleicht tut ihm dieser Austausch ja ganz gut und kommt dann umso gestärkter wieder.


Vllt weil ich Angst habe, dass dieser Kumpel ihm einen Floh ins Ohr setzen könnte. So a la, "sach ma, warum machst Du das eigtl mit, Du kannst doch besseres haben, verlass die Olle!". Natürlich, wenn sich jmd von jmd anderem eine Meinung einpflanzen lässt, zeugt das nicht gerade von Charakterstärke, aber...die Gedanken hab ich trotzdem.

Als er aufgedeckt hat, dass ich ihn kontrolliere, hat er auch mit seinem Kumpel gesprochen. Ich hab so Angst gehabt, dass er nach Hause kommt und sagt "XY meinte, es sei besser, Dich zu verlassen und ich sehe das auch so". Weißte wie ich meine? Habe ihm das auch gesagt und da meinte er, dass er seine Entscheidungen immer noch selber treffen würde, egal, was ihm jmd anderes sagen würde.

Zitat:
Zum zweiten Absatz:
Hat er dir einen Grund gegeben zu vermuten, dass er dich betrügen würde?


Nein. Zumindest nicht direkt. Als wir uns kennengelernt haben, war er noch in einer anderen Beziehung. Er und ich haben uns ein halbes Jahr geschrieben, bevor er mit seiner Freundin Schluss gemacht hat. Wir haben schon mehrmals drüber gesprochen und er meinte, er würde es nicht wieder so machen. Es war seine erste Beziehung und er hatte noch nicht die nötige "Erfahrung" damit und ja. Deshalb ist es passiert. Das glaube ich ihm auch. Trotzdem habe ich oft den Gedanken im Hinterkopf - was wenn er mit mir genau das Gleiche tut? Und mich dann nach nem halben Jahr vor vollendete Tatsachen stellt wie seine Exfreundin?

Zitat:
Und somit hast du ein Stück "Selbstverantwortung" an ihn abgegeben.
Es wäre sicherlich nicht schlecht, wenn du auch mal an Tagen an denen er zu Hause ist eigenen Beschäftigungen nachgehst. Wie wäre es wenn du dir einen bestimmten Tag in der Woche auswählst, an dem du etwas für dich tust?


Hmm...ich denke, mit einem Tag pro Woche könnte ich für den Anfang sicherlich sehr gut leben. Auch wenn es mir bei den ersten Malen sicherlich schwerfallen wird. In meiner Singlezeit war ich eigtl permanent unterwegs...Fitnessstudio, mit Freunden was gemacht, Spazieren gegangen und und und. Und jetzt? Fast nichts mehr davon übrig. Ich werde mir das für nächste Woche ganz fest vornehmen. Diese Woche bin ich ja schon "verplant". Ein Tag. Einen Tag werde ich schaffen!

Zitat:
Woher weißt du, dass er nicht an dich denkt?
Das kannst du doch gar nicht wissen. Ich finde es ein wenig krass, dass es dir weh tut, wenn er dir keine Nachricht über eine Internet- Plattform zukommen lässt.
Miss dem nicht zu viel Bedeutung bei.


Natürlich kann ich nicht wissen, ob er nun an mich denkt oder nicht. Vllt ist er in der Hinsicht auch ein typischer Mann, der nur kommuniziert, wenn er etwas mitzuteilen oder zu fragen hat. Hier passt auch der Spruch "Wer gibt, bekommt, wer erwartet, wird enttäuscht" mal wieder sehr gut.

Ich weiß nicht, warum mir das so weh tut. Vllt weil er für mich übertrieben gesagt der Mittelpunkt des Universums ist und ich ihm alles Recht machen möchte, um seine Anerkennung und Zuneigung zu bekommen und er ist eben einfach...normal. Denkt an mich, aber nicht 100% der Zeit und momentan, wo es angespannt ist, wahrscheinlich dreimal nicht.

Ich würde dem Ganzen gerne weniger Bedeutung beimessen, aber ich weiß nicht wie. Außer Whatsapp runterschmeißen und nur noch über die gute alte SMS zu kommunizieren.

01.10.2013 14:10 • #13


Zitat von jolly_87:
Wahrscheinlich liegt das an dem Bild vom perfekten Körper, was ich im Kopf habe und so auch auf meinen Partner projiziere, sprich, er kann doch nur sowas toll finden und nicht "sowas" wie mich. Wobei ich nicht von dürren Püppchen spreche, sondern von durchtrainierten, fit.ten Mädels. Stacy Keibler, um mal ein Beispiel zu nennen.


Du siehst das schon ganz richtig.
Es ist das Bild, welches du in deinem Kopf hast.
Du schreibst vom perfekten Körper... gibt es den denn überhaupt?
Wenn wir ehrlich sind hat doch jeder eine Stelle an seinem Körper, die ihm nicht gefällt.
Bei den einen ist es die krumme Nase, bei den anderen Damen der zu kleine Brust, bei den einen Damen sind es die Lachfältchen im Gesicht, bei den anderen die Celulitits... ich könnte ewig so weiter machen... aber weißt du was? Es sind eben diese kleinen "Makel" die uns Menschen ausmachen, die uns auf gewisse Weise ja sogar liebenswert machen.

Wenn du fitter sein möchtest, dann spricht doch nichts dagegen etwas für deine Fitness zu tun.
Ich beispielsweise fahre momentan viel Fahrrad und ich merke schon, dass ich mittlerweile eine viel bessere Kondition habe.

Zitat:
So hab ich das Ganze noch nicht betrachtet. Also dass er "nur" den Anstoß gegeben hat, aber letztenendes ich selbst und ganz allein das umgesetzt habe.


Ist aber so... oder hat er dich ungeschminkt zur Tür hinausgeschoben?

Zitat:
Ich könnte es nicht ertragen, zu wissen, dass er mit einer Frau geflirtet hat. Da würde bei mir ganz arg etwas kaputt gehen, das letzte Fünkchen Vertrauen wäre weg und ich könnte ihn wohl nie wieder ansehen.


Wäre Flirten in deinen Augen mit Fremdgehen zu vergleichen?
Wenn du mit "JA" antworten würdest, dann könnte ich das recht gut nachvollziehen.
Mir ging es schließlich nicht anders mit meinem jetzigen Partner (dem ich übrigens auch viel zu verdanken habe).
Zum Einen tanzte er gerne mit anderen Frauen und sie mit ihm. Mit einer Bekannten hat er sogar ein gemeinsames Lied, zu dem sie gerne tanzen.
Zum Anderen ist er, als wir gerade frisch zusammen waren, mit seiner Ex- Freundin und deren Mutter zu einem Konzert gefahren. Das hatten sie noch geplant als sie zusammen waren und er sagte es wäre zu schade die Karte verfallen zu lassen. Also ließ ich ihn schweren Herzens fahren und malte mir die wildesten Fantasien aus was denn alles passieren könnte.
Doch am Ende habe ich bemerkt wie unnötig es war sich verrückt zu machen.
Um 0:30 rief er bei mir durch, sagte er sei gut zu Hause angekommen und dass er sich auf den nächsten Tag mit mir freuen würde.

Unser Kopfkino kann uns ganz schön verrückt machen, nicht wahr?
Inbesondere dann, wenn man Angst hat den Partner zu verlieren.
Aber was bewirkt dieses Kopfkino eigentlich?
Dass wir den realen Film vollkommen aus den Augen verlieren.
Wir verzichten sogar darauf uns zu amüsieren, obwohl es der Partner auch macht.
Ich habe eine ganze Weile gebraucht, das zu begreifen.
Heute gönnen wir uns gegenseitig unseren Spaß.
Ich denke, dass das bei euch auch irgendwann der Fall sein kann.

Zitat:
Vllt weil ich Angst habe, dass dieser Kumpel ihm einen Floh ins Ohr setzen könnte. So a la, "sach ma, warum machst Du das eigtl mit, Du kannst doch besseres haben, verlass die Olle!". Natürlich, wenn sich jmd von jmd anderem eine Meinung einpflanzen lässt, zeugt das nicht gerade von Charakterstärke, aber...die Gedanken hab ich trotzdem.


Das hast du richtig erkannt.
Jemand der sich von anderen die Meinung aufzwängen lässt, auf den kann man auch pfeifen. Aber ich finde die Antwort deines Partners prima, nämlich die, dass er seine Entscheidungen alleine trifft. Das solltest du dir ganz tief im Gedächtnis verankern.

Zitat:
Als wir uns kennengelernt haben, war er noch in einer anderen Beziehung. Er und ich haben uns ein halbes Jahr geschrieben, bevor er mit seiner Freundin Schluss gemacht hat.


Das macht es natürlich nicht unbedingt leichter für dich das nötige Vertrauen aufzubauen, aber weißt du was?
Selbst Männer die Jahrzehnte treu waren können früher oder später zum fremdgehen.
Ich erlebe selbiges gerade bei meiner Tante väterlicherseits.
Sie hat jedoch auch ganz klare Indizien dafür gefunden, dass ihr Ehemann sich mit einer anderen Frau trifft.
Also: Mach dich nicht verrückt!

Zitat:
In meiner Singlezeit war ich eigtl permanent unterwegs...Fitnessstudio, mit Freunden was gemacht, Spazieren gegangen und und und. Und jetzt? Fast nichts mehr davon übrig.


Fühlst du dich denn damit wohl bestimmte Dinge zu vernachlässigen?
Vernachlässigst du denn Hobbys, die du mal hattest? Oder Freunde?
Das solltest du nicht machen.
Das wäre nur ein Schritt mehr zur Abhängigkeit.

Zitat:
Ich weiß nicht, warum mir das so weh tut. Vllt weil er für mich übertrieben gesagt der Mittelpunkt des Universums ist und ich ihm alles Recht machen möchte, um seine Anerkennung und Zuneigung zu bekommen und er ist eben einfach...normal. Denkt an mich, aber nicht 100% der Zeit und momentan, wo es angespannt ist, wahrscheinlich dreimal nicht.


Oh je, warum machst du dich denn selbst so nieder?
In welcher Beziehung gibt es denn keine schweren Zeiten?
Wenn die Liebe nach solchen Zeiten noch besteht, dann ist es wahre Liebe.
Dann weißt du, dass genau dieser Mann es wert ist.

01.10.2013 21:05 • #14


Soulstorm, es tut mir unheimlich gut, mich hier mit Dir auszutauschen! Danke dafür!

Heute morgen lief mal wieder mein Kopfkino ab. Ich hatte gestern das Gefühl, dass er nicht so gerne kuscheln wollte oder mich küssen. Ich schreibe bewusst, dass ich das Gefühl hatte, weil ich mir nicht sicher bin, ob es wirklich so war oder ob ich nur extrem drauf geachtet habe, was er tut und er hat sich eigtl wie immer verhalten (und mir wäre es an einem "normalen" Tag garnicht weiter aufgefallen). Jedenfalls...ich hatte halt dieses Gefühl und iwann hab ich ihn auch drauf angesprochen und er meinte dann, er wüsste garnicht, warum ich ihn das denn frage, schließlich würden wir doch nebeneinander auf der Couch liegen und nur weil er nicht permanent an mir "klebt", heißt das doch nicht, dass er anders ist. Er wäre sehr müde von der Arbeit und wolle gern einfach mal nur TV schauen. Heute morgen dann hatte ich wieder das Gefühl, dass er mir nur einen flüchtigen Abschiedskuss gegeben hat. Okay, sonst ist es morgens auch nicht so, dass wir uns stundenlang knutschen, bevor er auf die Arbeit fährt, aber naja.

Und was macht mein Kopf? Fährt das dickste Kopfkino ab. Er will mich nicht mehr, er entfernt sich von mir, dass er jetzt innerhalb von ein paar Tagen dreimal was ohne mich macht, ist auch eine Flucht von mir, er will bestimmt Schluss machen. Oh man, ich WILL nicht mehr so denken! Ich WILL nicht mehr alles hinterfragen und misstrauisch sein und die Situation vermiesen! Ich will, egal was er sagt oder tut, es einfach hinnehmen und annehmen können und unsere Zeit genießen können!

Es ist doch ganz normal, dass man mal Tage hat, wo man nicht so auf Kuschelkurs ist - genauso gibt es ja auch das andere "Extrem" und dazwischen ganz viele normale Tage. Wahrscheinlich war er gestern auch ganz normal drauf, nur weil ich extrem drauf geachtet hab, hab ich die Gedanken im Kopf.

Ich hab eben auch mit mir selbst gesprochen - WIE soll er mir denn noch zeigen, dass er bei mir bleibt und das mit mir durchstehen will? Er hat nicht Schluss gemacht. Er hat gesagt, dass er das mit mir durchstehen will und auch weiß, dass es nicht innerhalb von drei Wochen passiert ist. Er sagt, dass er hinter mir steht, dass er mich liebt. Er verweigert keine Zärtlichkeiten. Wir schlafen miteinander. WIE soll er mir dann noch mehr zeigen, dass er bei mir bleibt und ich mir keine Gedanken machen muss? Ich habe bislang keine Antwort auf diese Frage und vermute, er könnte mir wohl einen Heiratsantrag machen und ich würde es noch anzweifeln.

Diese Gedanken müssen raus aus meinem Kopf, das macht mich so wahnsinnig, dass ich nicht einfach mal den Moment genießen kann, sondern immer alles hinterfrage und vom Hölzchen aufs Stöckchen komme.

Jetzt zu Deinem Post:

Nein, es gibt keinen perfekten Körper. Wahrscheinlich wäre ich selbst dann, wenn ich denn so eine Figur hätte, immer noch unzufrieden mit mir und würde weiter mäkeln. Ich muss mir unbedingt vor Augen halten, dass mein Freund mich mit einer "schlechteren" Figur als jetzt kennengelernt hat und sich trotzdem für mich entschieden hat. Wenn er eine andere, dünnere Frau hätte haben wollen, hätte er die wohl genommen und nicht mich. Aber ja...es ist wohl so...weil ich mich selbst nicht so annehmen kann, wie ich bin, glaube ich auch nicht, dass es andere können.

Zitat:
Ist aber so... oder hat er dich ungeschminkt zur Tür hinausgeschoben?


Hihi, nein, er hat mich nicht ungeschminkt zur Tür rausgeschoben. Es stimmt schon...er hat den Anstoß gegeben, aber ich habe es ganz allein geschafft, so zu werden.

Zitat:
Wäre Flirten in deinen Augen mit Fremdgehen zu vergleichen?


Ja...definitiv.

Mein anderes großes Problem ist ja auch, dass ich es nicht ertragen könnte, wenn er, zb zum Junggesellenabschied, in einen Str.ipclub gehen würde. Ja, die Frauen dort machen nur ihren Job und es ist wahrscheinlich halb so schlimm, wie ich mir das vorstelle, aber wenn ich darüber nachdenke...er lässt sich da von einer anderen Frau die T***** um den Kopf hauen und fasst sie an und schaut sie an...da wird mir ganz anders. Ich hab ihm schon gesagt, wenn wir heiraten, möchte ich unter keinen Umständen wissen, was an seinem JGA passiert ist. Ich denke zwar nicht, dass er in so einen Schuppen gehen würde, schon allein, weil er weiß, wie mir das wehtun würde, aber er hat leider auch so Kumpels, die sowas dann sicherlich geplant haben und ihn mitschleifen würden. Oh man...nein, diese Gedanken schiebe ich jetzt ganz schnell ganz weit weg.

Zitat:
Unser Kopfkino kann uns ganz schön verrückt machen, nicht wahr?


Ohja. Und wie. Wenn ich meinem Freund schonmal davon erzählt habe, was ich mir in Gedanken alles ausmale, dann hat er mich auch nur mit großen Augen angesehen und mich gefragt, wie um alles in der Welt ich auf diese Gedanken gekommen bin. Dass wohl kein "normaler" Mensch so denken würde und dass ich allgemein viel zu schlecht über die Menschen denken würde.

Auch nach diesem großen Streit, wo er mich des Kontrollierens ertappt hat, hat er auch gesagt, ich müsse doch ständig unter Strom stehen und könne das Leben garnicht genießen - wie Recht er damit hat.

Wie hast Du es geschafft, dass Du das mittlerweile so locker sehen kannst?

Zitat:
Also: Mach dich nicht verrückt!


Ich weiß, dass es NIE eine 100%ige Sicherheit geben wird, dass er mir immer treu ist. Er könnte mir jetzt im Moment fremdgehen. Er könnte mir in zehn Jahren fremdgehen.

Noch dazu - wenn er mir fremdgehen möchte, dann MACHT er das einfach. Da hilft noch soviel Misstrauen und Kontrolliererei nichts. Wenn er fremdgehen WILL, findet er einen Weg. Genauso andersrum, wenn es so sein soll, dass die Beziehung für immer hält, dann kann passieren was will, dann hält sie auch.

Zitat:
Fühlst du dich denn damit wohl bestimmte Dinge zu vernachlässigen?
Vernachlässigst du denn Hobbys, die du mal hattest? Oder Freunde?
Das solltest du nicht machen.
Das wäre nur ein Schritt mehr zur Abhängigkeit.


Sagen wir mal so...ich fühle mich weder besonders wohl, noch besonders unwohl damit. Ich hab früher viel Sport gemacht - habe damit fast komplett aufgehört, meist, weil ich mir dachte, oh, er kommt heute zu mir (als wir noch nicht zusammen gewohnt haben), da möchte ich die Zeit lieber mit ihm verbringen. Obwohl ich vllt zwei Stunden im Fitnessstudio gewesen wäre. Am liebsten würde ich alles mit ihm zusammen machen. Deswegen mache ich ja auch nur etwas ohne ihn, wenn er ohnehin nicht zuhause ist. Weil es dann für mich keine "verschwendete" Zeit ist.

Ich habe mir für nächste Woche fest vorgenommen, an einem Tag wieder ins Fitnessstudio zu gehen. Und selbst wenn ich erstmal nur ne halbe Stunde auf dem Laufband laufe und dann wieder heimfahre, so war es dann doch ein Anfang.

Zitat:
Oh je, warum machst du dich denn selbst so nieder?
In welcher Beziehung gibt es denn keine schweren Zeiten?
Wenn die Liebe nach solchen Zeiten noch besteht, dann ist es wahre Liebe.
Dann weißt du, dass genau dieser Mann es wert ist.


Es gibt natürlich in jeder Beziehung schwere Zeiten...aber wir sind erst seit knapp zwei Jahren zusammen und das jetzt ist schon die zweite Krise. Es ist so unfair, wie ich zu ihm bin, obwohl er eigtl garnichts dafür kann. Ich will so gerne mit ihm zusammenbleiben, wir haben schon von Haus, Heirat und Kindern gesprochen. Also sieht er in uns auch mehr als nur eine kurze Sache. Ich hab Angst, dass er nach dieser Aktion den Mut verliert. Uns nicht mehr will, uns wegwirft. Und das alles nur, weil ich diese schei. Verlustangst habe.

Ich hoffe einfach, dass er sein Wort hält und mit mir diese Zeit durchsteht und die Hoffnung nicht verliert, dass es besser werden wird. Dass er bei mir bleibt und wir unser Happyend haben.

02.10.2013 08:00 • #15


Erst einmal möchte ich dir sagen, dass ich es bewundere wenn jemand dermaßen reflektiert schreibt wie du.
Das können nicht viele Menschen. Es ist wirklich schön anzusehen, dass Menschen wie dich gibt, die um ihre Problematiken wissen und auch an ihnen arbeiten wollen.
Du kannst wirklich stolz auf dich sein und das schreibe ich nicht nur um dir Mut zu machen.
Ich schreibe es, weil ich es genauso meine.

Zitat von jolly_87:
Heute morgen lief mal wieder mein Kopfkino ab. Ich hatte gestern das Gefühl, dass er nicht so gerne kuscheln wollte oder mich küssen.


Zitat:
Er will mich nicht mehr, er entfernt sich von mir, dass er jetzt innerhalb von ein paar Tagen dreimal was ohne mich macht, ist auch eine Flucht von mir, er will bestimmt Schluss machen.


Ich meine hier bereits irgendwo etwas von selbsterfüllender Prophezeiung geschrieben haben.
Du machst eigentlich nichts anderes, als dein Kopfkino allmählich wahr werden zu lassen.

Ziemlich kompliziert das zu erklären, aber ich versuche es mal:
Du hast in deiner Familie wenig Zuneigung erfahren und zweifelst aufgrund dieser Erfahrung daran, dass dich jemand lieben kann. So weit waren wir bereits.
Jetzt gehen wir noch einen Schritt weiter:
Du projizierst das was in deiner Familie geschehen ist sehr stark auf deinen Partner,
der laut deinen Erzählungen anscheinend hin und wieder eine gewisse Distanz zu seiner Partnerin (ergo: dir) sucht.
Das Wechselspiel von Nähe und Distanz ist eigentlich eine ganz normale Sache innerhalb einer Beziehung, nur dass die Nähe in deinem Elternhaus vollkommen fehlte, da gab es nur Distanz.
Nun hast du auch Nähe kennengelernt und es fühlt sich im Grunde für dich so gut an, dass du nicht genug davon kriegen kannst.

Das junge Mädchen in dir fragt sich in genau solchen Situationen:
"Hab ich was falsch gemacht?" "Hat er mich nicht mehr lieb?"
Und da kommt diese selbsterfüllende Prophezeiung ins Spiel.
Du möchtest nicht, dass er sich von dir abwendet, aber mit deinen Unsicherheiten geschieht genau das.

Verstehe das bitte nicht als Vorwurf, ich kann mich da einfach verdammt gut einfühlen.
Für jemanden, der keine seelischen Probleme dieser Art hat ist das schwer nachzuvollziehen.

Was geschieht in dir wenn du meine Zeilen liest?

Zitat:
Wahrscheinlich wäre ich selbst dann, wenn ich denn so eine Figur hätte, immer noch unzufrieden mit mir und würde weiter mäkeln. Ich muss mir unbedingt vor Augen halten, dass mein Freund mich mit einer "schlechteren" Figur als jetzt kennengelernt hat und sich trotzdem für mich entschieden hat.


Vielleicht magst du einmal etwas ausprobieren?
Das klingt jetzt vielleicht vollkommen bescheuert, aber es könnte dir helfen, dich anzunehmen.
Stelle dich doch einfach mal vor einen Spiegel und schau dich an.
Schaue dir bewusst jene Stellen deines Körpers an, die du selbst gerne magst.
Markiere sie mit einem Lippenstift oder sonstigem.
Du wirst überrascht sein, wie hübsch du dich selbst findest.

Zitat:
Mein anderes großes Problem ist ja auch, dass ich es nicht ertragen könnte, wenn er, zb zum Junggesellenabschied, in einen Str.ipclub gehen würde. Ja, die Frauen dort machen nur ihren Job und es ist wahrscheinlich halb so schlimm, wie ich mir das vorstelle, aber wenn ich darüber nachdenke...


Vorweg:
Flirten ist in meinen Augen nichts anderes als ein Lächeln und nette Worte, vielleicht auch noch ein zweites oder drittes Lächeln.
Solange keine bestimmte Grenze überschritten wird, mache ich mich da ganz locker.
Bei Körperkontakt wird mir dann jedoch ganz anders und hat nichts mehr mit meiner Definition von einem Flirt gemein.

Und jetzt Hand aufs Herz:
Wie ist das denn bei dir?
Hast du schon einmal geflirtet?
Hast du schon einmal einem gut aussehenden Mann hinterhergesehen?

Das was du oben beschreibst ist natürlich ein Extrem.
Obwohl:
Hübsch anzusehende Frauen ziehen für Geld blank vor Männern.
Was meinst du wie viel Reiz diese Frauen in dem Moment noch für die Männer haben?

Zitat:
Auch nach diesem großen Streit, wo er mich des Kontrollierens ertappt hat, hat er auch gesagt, ich müsse doch ständig unter Strom stehen und könne das Leben garnicht genießen - wie Recht er damit hat.

Wie hast Du es geschafft, dass Du das mittlerweile so locker sehen kannst?


Mit viel Übung und Geduld.
Wenn ich an den Tag zurück denke, als er mit seiner Ex auf Tour ging, puh, damit bin ich nicht mehr zu vergleichen.
Ich stand damals extrem unter Strom.
Wenn er heute unterwegs ist, bin ich zwar enttäuscht, wenn er sich nicht mal zwischendurch meldet, aber im Großen und Ganzen ist es okay für mich.
Letztens war er mit seinem Schießverein in Holland.
Er meldete sich den ganzen Tag nicht, ich versuchte dann bei ihm anzurufen, als er nicht an sein Handy ging, hatte ich eine ganz einfache Erklärung dafür. Als er auf den Schießstand gegangen ist, hat er den Ton ausgestellt und vergessen ihn wieder anzumachen.
Und so war es dann auch.

Vielleicht verstehst du was ich meine.
Gehe nicht immer gleich vom Schlimmsten aus.
Da dreht man bei durch.
Versuche es doch einfach mal mit ganz harmlosen Erklärungen für dich selbst.

Zitat:
Noch dazu - wenn er mir fremdgehen möchte, dann MACHT er das einfach. Da hilft noch soviel Misstrauen und Kontrolliererei nichts.


Ja, das stimmt.
Wobei Kontrolle es begünstigen kann, dass der Partner ausbrechen möchte.

Zitat:
Sagen wir mal so...ich fühle mich weder besonders wohl, noch besonders unwohl damit. Ich hab früher viel Sport gemacht - habe damit fast komplett aufgehört, meist, weil ich mir dachte, oh, er kommt heute zu mir (als wir noch nicht zusammen gewohnt haben), da möchte ich die Zeit lieber mit ihm verbringen.


Du richtest also deinen Tagesablauf nach ihm aus.
Das nimmt dir selbst natürlich auch ein Stück Lebensqualität.
Und dabei ist es doch genau so etwas, was eine Beziehung auf Trab hält.
Sei doch einfach mal spontan.
Gehe mit einer Freundin ins Kino, triff dich mit deinem besten Freund auf ein B. (oder was auch immer).
Umso schöner ist doch das Wiedersehen.
Da bleibt doch immer ein Reiz zurück, wenn die Partnerin/ der Partner sich ab und an rar macht.

Zitat:
Es gibt natürlich in jeder Beziehung schwere Zeiten...aber wir sind erst seit knapp zwei Jahren zusammen und das jetzt ist schon die zweite Krise.


Wenn ihr auch diese "Krise" übersteht, umso gestärkter wird eure Liebe sein.
Wenn er es nicht mit dir durchstehen kann (aus welchen Gründen auch immer), dann war die Liebe einfach nicht stark genug.

03.10.2013 02:11 • #16


Entschuldige bitte die späte Antwort, zum Einen wollte ich Deinen Post mal "in mir arbeiten lassen" und zum anderen war viel los am verlängerten Wochenende.

Ersteinmal möchte ich sagen, dass er und ich gestern wirklich einen perfekten Tag hatten. Wir waren schwimmen in einer tollen Therme. An und für sich gehe ich gerne schwimmen, da ich aber mit meinem Körper nicht so zufrieden bin, habe ich es in der Vergangenheit auf ein Minimum beschränkt. Und wenn dann die paar Male, die wir zusammen schwimmen waren, dann noch eine Frau da war, die (in meinen Augen) schöner war und so, war der Tag eh für mich gelaufen.

Gestern war es aber einfach perfekt. Ich habe mich dazu gezwungen (wobei das auch noch das falsche Wort ist, denn es ist mir nicht sooo schwer gefallen, wie man bei "zwingen" vermuten könnte), nicht so sehr zu klammern und auch vermeintlich schönere Frauen einfach zu ignorieren. Oder wenn er mal ein paar Meter für sich schwimmen wollte, ihn einfach lassen und nicht direkt hinterher. Es hat wirklich gut geklappt. Und es hat mir auch iwo gut getan. Wir haben nicht die ganze Zeit aufeinander "geklebt", sondern saßen auch einfach mal nur nebeneinander im Becken, klar gab es hier und da Körperkontakt, aber in einem, denke ich mal, normalen Maße. Zwei Frauen waren dort, die mir nicht "gepasst" haben, aber ich habe sie einfach ignoriert und auch nicht direkt meinen Partner angeschaut, ob er denn nun auch schaut. Ich denke, es wird mir nie ganz egal sein, dass er andere Frauen auch mal anschaut und iwo wird es immer wehtun, aber solange er es nicht übertreibt und es in etwa so lässt, wie es jetzt ist, okay.

Auch davor und danach, habe ich mich bewusst aus Situationen rausgenommen, in denen ich ihm entweder iwelche Zärtlichkeiten "aufgezwungen" hätte oder aber ständig um ihn herumgeschwirrt wäre. So zb morgens, wir haben noch kurz gekuschelt im Bett, sind dann aufgestanden und während er ins Bad ist, habe ich schonmal die Schwimmtasche gepackt für uns und bin dann erst ins Bad, als er schon wieder fertig war. Während er sich dann angezogen hat, hab ich unsere Katze versorgt und dann gings los.

Nach dem Schwimmbad haben wir Formel 1 geschaut, da habe ich auch nicht darauf "bestanden", bzw es erzwungen, aneinander gekuschelt und Händchen haltend auf der Couch zu liegen, sondern habe es "kommen und gehen lassen". Mal lagen wir aneinander gekuschelt da, mal nicht, mal haben wir Händchen gehalten, mal nicht, alles total entspannt.

Nachher im Bett haben wir dann auch wieder aneinander gekuschelt und sind iwann auch so eingeschlafen. Ein Tag, an dem ich bewusst "Beziehungsfragen" ausgeklammert habe und einfach nicht über die Beziehung gesprochen habe, sondern die Beziehung "gemacht" habe. Ihm tat das auch gut, dass ich mal weniger "klammere" etc, das hat man gemerkt. Es war stellenweise nicht einfach, aber es war okay.

Soulstorm, es hilft mir wirklich sehr, mir, wenn er zb nicht ans Handy geht, nicht direkt das Schlimmste auszumalen, sondern erstmal nach plausiblen Gründen zu "suchen". Samstag war er nämlich mit seiner Family unterwegs und sollte mich dann abends bei einer Freundin abholen. Da die aber dann iwann noch was mit anderen Leuten machen wollte (ich hatte mich "nur" für den Boxkampf eingeladen) und ich von meinem Freund keine genaue Uhrzeit hatte, wann er mich holen wollte, hatte ich dann versucht, ihn anzurufen. Sein Handy war aus. Ich habe richtig gemerkt, wie die Panik in mir hochsteigen wollte, ich fing schon an zu zittern und so, aber ich habe mir dann bewusst die sehr viel wahrscheinlicheren "Alternativen" zu meinem "Blockbuster" vorgesagt. Nämlich entweder Akku leer oder Funkloch. Und so war es dann auch. Der Akku von ihm war schon ziemlich platt und er hatte das Handy dann zwischenzeitlich ausgemacht, um noch genügend Akku zu haben, um mich anzurufen, wann er denn kommt. Das war unheimlich befreiend.

Auch einen Abend vorher, als er mit seinem besten Kumpel unterwegs war und ich die Beiden abholen sollte, hatten wir im Laufe des Abends immer mal wieder geschrieben, aber nur kurze Dinge. Ich hatte ihm dann noch ne Frage gestellt und bin aber danach eingepennt. Als ich wieder wach war, habe ich gesehen, dass er die Frage zwar gelesen hatte, aber nicht geantwortet hatte. Auch hier wollte die Panik wieder hochsteigen, aber auch hier konnte ich mich wieder beruhigen. Er hatte die Frage um 1:35h gelesen und dachte, dass ich sicherlich schon schlafe und es daher unnütz gewesen wäre, mir drauf zu antworten, da er eh kurze Zeit später hätte geholt werden wollen (und angerufen hätte). Konnte er ja nicht wissen, dass ich kurz nachdem er das gelesen hatte, wieder wach war.

Diese beiden Sachen waren einfach nur wahnsinnig befreiend für mich. Endlich mal keine Panik und "Blockbuster" im Kopf.

Jetzt aber zu Deinem Post:

Zitat:
Erst einmal möchte ich dir sagen, dass ich es bewundere wenn jemand dermaßen reflektiert schreibt wie du.
Das können nicht viele Menschen. Es ist wirklich schön anzusehen, dass Menschen wie dich gibt, die um ihre Problematiken wissen und auch an ihnen arbeiten wollen.
Du kannst wirklich stolz auf dich sein und das schreibe ich nicht nur um dir Mut zu machen.
Ich schreibe es, weil ich es genauso meine.


Vielen Dank, das bedeutet mir viel und zeigt mir, dass ich auf einem richtigen Weg bin.

Zitat:
Nun hast du auch Nähe kennengelernt und es fühlt sich im Grunde für dich so gut an, dass du nicht genug davon kriegen kannst.


Ohja. Wenn ich könnte, wie ich wollte (und mein Partner mich lassen würde), würde ich wohl nur an ihm "kleben", weil es einfach so TOLL ist. Ich halte auch unheimlich gern mit ihm Händchen...beim "in mir arbeiten" ist mir auch der Gedanke gekommen, dass das auch eine Art "Ersatzhandlung" ist, weil ich früher buchstäblich nicht oft genug die Hand meiner Eltern zur Verfügung hatte (Zitat von meinem Vater: "Ja wenn sie fällt, dann fällt sie eben, dann lernt sie wenigstens". Dass man seine Kinder nicht vor allen Gefahren bewahren kann und sie natürlich auch mal "fallen", ist ja ganz klar, aber wenn man doch weiß, man kann die ein oder andere Gefahr vom Kind abwenden, so kann man das doch tun?).

Zitat:
Was geschieht in dir wenn du meine Zeilen liest?


Es ist wirklich ein Teufelskreis...ich möchte Nähe, Nähe, Nähe, die er mir in dem Maße nicht so geben kann und will, wie ich es brauche, er fühlt sich davon genervt und/oder eingeengt und zieht sich zurück. Das widerum löst bei mir Panik aus, die sich in "ich brauche noch mehr Nähe" und klammern äußert. Und das löst dann bei ihm noch mehr Fluchtreflex aus, was ich wieder mit noch mehr klammern quittiere und langsam aber sicher schaufele ich mir mein eigenes Grab und erreiche genau das, was ich nicht will.

Gestern habe ich ja perfekt gesehen, was passiert, wenn ich mich mal bewusst aus der Situation nehme und mich mal nicht so verhalte, wie ich es sonst tue und ihm mal mehr Luft lasse. Schon kommt er von selbst an. Eine Situation, die das sehr gut beschreibt, gab es dazu auch. Wir hatten uns nebeneinander am Beckenrand "eingehakt" und haben die Atmosphäre genossen. Iwann ist er dann mal weggepaddelt, mein erster Impuls war "hinterher". Aber ich bin dann bewusst an Ort und Stelle geblieben und habe ihn mal machen lassen. Kurze Zeit später kam er dann schon wieder zu mir zurück und hat mich liebevoll geneckt.

Zitat:
Vielleicht magst du einmal etwas ausprobieren?


Das habe ich wirklich mal gemacht. Zwar nicht mit Lippenstift, sondern gedanklich, aber es hat gut getan. Auch als wir dann schwimmen waren, habe ich mich im Bikini wirklich wohl gefühlt. Kein Spießrutenlauf mehr wie vorher. Klar, perfekt war oder ist mein Körper nicht, aber es war wirklich okay und nicht mehr so, wie vorher. Also Arme vor dem "nicht so flachen" Bauch verschränken, schnell von Becken zu Becken huschen, am besten noch das Handtuch um den Körper gewickelt und so. Schon toll - und auch befreiend! Ich denke, dass ich auf einem guten Weg bin.

Zitat:
Und jetzt Hand aufs Herz:
Wie ist das denn bei dir?
Hast du schon einmal geflirtet?
Hast du schon einmal einem gut aussehenden Mann hinterhergesehen?


Was ist Flirten bei mir...also...generell finde ich (und da sind mein Partner und ich uns eigtl einig), dass mit anderen flirten nicht in eine Beziehung gehört. Wenn man schon dazu "bereit" ist, dann passt iwas nicht mehr. Flirten ist für mich (oder uns) dem Gegenüber schöne Augen machen, kokettieren, zweideutige (dabei nicht zwingend ernst gemeinte) Aussagen zu machen, flüchtiger, aber bewusster Körperkontakt (wie zufällig den Arm berühren oder so), allgemein halt das bewusste Interesse an einer anderen Person als dem Partner. Fühler ausstrecken. Und das geht einfach garnicht. Ich (oder auch er) flirte nicht, wenn ich kein Interesse an einem anderen habe. Also flirte ich nur, wenn ich wirklich was "erreichen" möchte.

Ich muss zugeben, in allen Beziehungen vor der jetzigen (an der Zahl 3), habe ich iwann geflirtet. Da war es auch so, dass ich nach etwa einem Jahr anfing, unzufrieden in der Beziehung zu sein. Unlösbar unzufrieden. Weil gewisse Dinge nicht stimmten (die aus heutiger Sicht sicherlich nicht so schlimm waren, bzw hätten geregelt werden können, was zum Fortbestand der Beziehung geführt hätte) oder aber der Partner auch schon fremdgegangen war. Bei der jetzigen Beziehung ist das nicht so. Überhaupt garnicht. Was für mich ein Zeichen ist - ER ist der Richtige.

Natürlich sehe ich hier und da mal schöne Männer. Aber die interessieren mich garnicht. Ich sehe sie, registriere "och joah, ganz nett", aber das war es dann auch. Weil ich weiß, was ich an meinem Partner habe und das könnte niemand auch nur ansatzweise ebenso "erfüllen". Ich hoffe und bete, dass mein Partner ähnlich denkt. Wenn ich mitbekomme, dass er eine andere Frau ansieht, schrillen bei mir sämtliche Alarmglocken. Mir tut das unendlich weh. Direkt ist die Panik da - "oh das ist Konkurrenz". Deshalb war ich gestern so stolz auf mich, dass ich mit diesen zwei Frauen so "souverän" umgehen konnte. Ich könnte wohl nie, wie es bei anderen Paaren der Fall ist, so locker damit umgehen, dass ich ihn sogar noch auf eine hübsche Frau aufmerksam machen würde so a la "Schau dir DIE mal an, das is ja n Schneckchen" oder so. Da dreht sich mir der Magen um, allein bei dem Gedanken. Ihn wissentlich auf Konkurrenz "hinweisen" und somit seine Aufmerksamkeit auf sie zu lenken und ihn womöglich von mir weg, weil "die ist ja besser".

Bei den beiden Frauen gestern habe ich mir immer wieder gesagt "Ja, sie sind hübsch. Aber sie sind "anders hübsch". DU bist auch hübsch!". Das hat mir iwo geholfen.

Zitat:
Wenn ihr auch diese "Krise" übersteht, umso gestärkter wird eure Liebe sein.
Wenn er es nicht mit dir durchstehen kann (aus welchen Gründen auch immer), dann war die Liebe einfach nicht stark genug.


Damit hast Du Recht. Und ich vertraue jetzt einfach mal darauf, dass unsere Liebe stark genug sein wird. Bislang gibt er mir keinen ernsthaften Grund, wirklich in Panik zu geraten.

Heute will er nach der Arbeit noch eine Runde Fahrrad fahren - und ich werde nicht daheim auf ihn warten, nein, ich gehe schwimmen. Und wenn ich später als er daheim bin, gut, dann ist das eben so und ist keine "verschwendete Zeit".

07.10.2013 12:04 • #17

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Oh man...hab mich bei Whatsapp heute morgen für den schönen Tag gestern bedankt und ein "Ich liebe Dich" drunter gesetzt. Er hat es gelesen und nichts dazu geschrieben. Ja, ist er nicht zu verpflichtet und vllt hat er auch nur kurz drauf geguckt und hatte keine Zeit, etwas dazu zu schreiben, aber es versetzt mir trotzdem einen Stich.

Iwo vllt auch mein Fehler, ja, hätte ihm das ja auch direkt sagen können, statt es über Whatsapp zu schreiben und mit (falscher) Erwartungshaltung ranzugehen ("er muss da jetzt was zu schreiben"), aber...mir war da heute morgen nach und da wir ja beide auf Arbeit sind, konnte ich ihm das in dem Moment nicht sagen, daher Whatsapp. Hrmpf. Aua.

07.10.2013 12:20 • #18


Vergesst den letzten Post. Hat sich wieder erklärt und gelöst und überhaupt. schei. "Blockbuster".

07.10.2013 13:24 • #19


Hallo erstmal! Bin neu hier im Forum und möchte euch mein "Problem" schildern, da ich mit mir selbst und mit der Gesamtsituation unzufrieden bin!
Also
ich bin seit 10 Monaten in einer Beziehung und im Großen und Ganzen läuft alles top! ich war davor in einer langjährigen Beziehung, ist dann aber aus verschiedenen Gründen in die Brüche gegangen! Hat aus meiner Sicht einfach nicht mehr gepasst.
Was ich für meine jetztige Freundin empfinden ist abnormal, da ich so extrem in sie verliebt bin! und sie in mich, sie lässt mich es immer wieder spüren und sagt mir das auch oft oder sie schreibt es mir.. leben zurzeit noch getrennt, haben aber vor nächstes jahr zusammen zu ziehen..
sie macht zur zeit eine schwierige phase durch..hat ihren job gekündigt, da sie nicht voll ausgelastet war und sich dort einfach nicht mehr wohl gefühlt hat.. ist aus diesem grund auch im krankenstand, da der arzt meinte, sie hätte ein akutes belastungs syndrom..sie ist jetzt in folge in psychischer behandlung (Chefarzt etc) und hat jetzt Antidepressiva verschrieben bekommen. Sie leidet unter Depressionen, dass wissen wir mittlerweile bzw hatte ich es schon vermutet aufgrund ihrer aussagen (weinen ohne grund, immer müde, schlecht drauf ohne zu wissen wieso, angstgefühle etc.etc.) nun jetzt die diagnose.. sie nimmt jetzt ihre medikamente und sehen mal weiter! das ist aber sicher keine schlimme depression, ich vermute nur mal anzeichen, dass sich da etwas entwickeln könnte..das is alles nicht so leicht... ihr vater hat auch psychische probleme (war bereits einmal in der psychatrie)..da macht sie auch einiges mit..noch dazu kommt, dass sie wahrscheinlich eine nahrungsmittel-intoleranz hat (fructose, histamin, laktose, vieleicht sogar mehrere.. )

wir haben extrem viel spaß miteinander, unternehmen viel, verbringen einfach sehr viel zeit, da wir das brauchen und mögen! und es geht uns schlecht wenn wir voneinander getrennt sind. so wie gestern zb.: sie war über nacht bei ihrer mutter (100km entfernt), da sie heute morgen einen arzt termin hatte. haben aber davor das ganze wochenende miteinander verbracht und es war schön..trotzdem gingen wir uns furchtbar ab.. ja liebeskummer hin oder her..aber iwann sollte das doch bisschen besser werden?.. ja schon, wenn man jemanden liebt so wie wir uns ist das wahrscheinlich normal..trotzdem blöd..

nun zu meinem problem:
ich leide ständig unter der angst sie zu verlieren, sie einfach nicht mehr an meiner seite zu haben! ich habe oft den zwang zu kontrollieren, ob sie mit anderen schreibt, frag sie manchmal auch danach..mach das aber nicht wirklich auffällig, da mir eigenltich bewusst ist, dass das sch*** is was ich da mache und will sie nicht spüren lassen. ich nimm sogar manchmal ihr handy und schau ihre sms und facebook nachrichten durch um auf nummer sicher zu gehen.. ich hasse mich dafür und will das nicht..ich will das los werden.. in der zeit wo wir noch nicht zusammen waren, aber schon etwas am laufen hatten, hatte sie zwei mal mit andere geknuscht, mir dann auch erzählt bzw habe ich es erfahren..kommt es vielleicht daher, da ich immer wieder daran denken muss und es nicht aus dem kopf bekomme.. wenn sie betrunken ist, hat sie sich oft nicht unter kontrolle.. und greift manchmal andere männer unbewusst an, nicht blöd aber trotzdem..sie entschuldigt sich dann auch gleich bei mir und will das nicht.. das ist ihre art meint sie, aber sie verspricht mir darauf zu achten das nächste mal und stellt sich dann immer vor wenn ich das machen würde! (sie würde durchdrehen ) und ich bin ja nicht besser..hatte in der zeit auch zwei mal mit einer anderen geknutscht.. aber trotzdem habe ich das gefühl! UND DAS GEHT MIR AUF DEN NERV!
kann zeitweise an nichts anderes denken, es blockiert mich..
ich habe ich auch schon des öfteren gesagt, dass ich diese angst in mir habe sie zu verlieren, die gespräche verlaufen immer gut, sie beruhigt mich immer und sagt das ich mir keine sorgen machen muss! was ich eingentlich eh weiß, aber trotzdem kommt es immer wieder..
soll ich zum arzt gehen? brauche ich psychiatrische betreuung?
Ich bin euch für tipps und infos sehr dankbar und das ihr meine story lest!
Danke
lg

28.11.2013 11:16 • #20



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