2

Sportsfreund
Ich stehe kurz davor wegzurennen, alles hinzuwerfen weil die Angst und Panik überhand nimmt. Nun suche ich nach Hilfen um diesen Fehler zu vermeiden....

Ich vermutete, dass es mir an innerer Ausgeglichenheit mangelt. Nach dem lesen eines Buches über Bindungsangst ist mir klar geworden, dass ich darunter leide, da nahezu alle Verhaltensweisen auf mich zutreffen. Wodurch das Trauma ausgelöst wurde kann ich nicht mit 100%iger Gewissheit sagen, vermute aber das es an der Trennung durch meine Ex-Freundin liegt, die mich relativ überraschend nach 4 Jahren verließ. Dem folgte eine fast einjährige Leidenszeit. Nachdem ich danach über 6 Monate mein Single-Dasein genoß und lernte, auch alleine glücklich zu sein, begann ich mit dem daten. Nach mehreren Dates fand ich dann eine Frau die mich sehr glücklich macht. Wir sind nun 4 Monate zusammen.

Innerhalb von vier Wochen hat sich jedoch meine komplette Einstellung geändert. Sie war für mich perfekt, ich wollte ständig bei ihr sein, wir verbrachten wunderschöne Wochen, nun schaue ich Sie an und Zweifel an meinen Gefühlen, habe Angst- und Panikschübe in der ich fast verzweifle, und dennoch fehlt Sie mir und ich möchte das was wir haben nicht wegwerfen. Ich hab es gedanklich durchgespielt wie es wäre zu gehen, aber ich weiß das ich diesen Schritt mein Leben lang bereuen werde. Sie ist die Frau nach der ich unbewußt gesucht habe, die all das verinnerlicht was ich mir von einer schönen Partnerschaft gewünscht habe.

Sie weiß von meinen Stimmungstiefs die urplötzlich kommen und tagelang anhalten. Momentan ist es ganz schlimm, bis kurz vor Arbeitsunfähigkeit. Sie möchte mich unterstützen, aber ich sehe seit einigen Tagen das Sie leidet, dass Sie erkennt das hinter meiner Fassade sich etwas verändert hat. Ich will ihr Nahe sein, ziehe mich aber zurück. Ich will ihr sagen das ich Sie liebe, vermeide es meistens. Ich beginne ausreden zu suchen warum ich nicht bei ihr sein kann, vermisse sie aber wenn ich alleine bin. Ich weiß das die Beziehung ein Ende findet wenn ich ihr sage, dass ich an meinen Gefühlen zweifle, da ich einen solchen Panikschub schon einmal hatte, aber überglücklich war als sie mich vom Gegenteil überzeugte. Das ist drei Monate her. Ich nehme Johanniskrauttabletten, die mich beruhigen.

Ich weiß das nur ich mir selbst helfen kann, aber ich weiß nicht wie! Zu meinem Hausarzt bzw. eine Überweisung zu einem Psychologen zu erhalten dauert halt auch wieder Tage/Wochen.

Welche Tipps könnt ihr mir geben? Ich hatte vor zwei Wochen die ersten Panik- Angstschübe mit Zweifeln, habe diese aber verdrängen können. Seit dem Wochenende sind diese übermächtig.

03.11.2015 08:58 • 21.05.2019 #1


17 Antworten ↓


@Sportfreund

darf ich fragen, welche Gedanken dir da so in dem Kopf schießen, die dich zweifeln lassen?

03.11.2015 09:26 • #2


Astaratio
Hallo Sportsfreund,

ich vermute bei deinen Aussagen ebenfalls, dass es sich um eine starke Bindungsangst evtl. auch Verlustangst handeln könnte.
Dein Gehirn hat gelernt, dass eine Partnerschaft mit Schmerzen verküpft ist.
Es gilt nun diese Verbindung zu lösen und eine neue Verbindung zu knüpfen.

Eine der wichtigsten Fragen hat Liliane schon gestellt:
"Was denkst du?"

Zunächst einmal mache dir bitte bewusst, dass das Verhalten deiner jetzigen Partnerin hoch anzurechnen ist. Es ist heutzutage leider nicht mehr üblich, dass man nach dieser kurzen Beziehungszeit diese Hilfestellung von seinem Partner bekommt.
Daher würde ich dir dringend empfehlen, dass du mit ihr deine Problematik besprichst und ihr von deinen Gedanken und Gefühlen erzählst. Nur so kann sie dich verstehen und dir auch helfen.
Wenn ihr wirklich etwas an dir liegt, wird sie dich dabei unterstützen.

Bitte mache dir bewusst, dass dieses ein sehr langer Prozess der "Heilung" werden kann und du dich auch in Zukunft damit auseinandersetzen musst.

Gegen die Panikanfälle empfehle ich dir:
-Atemübungen
-PMNJ

Längerfristige Methoden:
-Stärke unbedingt dein Selbstvertrauen und dein Selbstwertgefühl
-Betreibe Sport oder mache Musik
-Triff dich mit Freunden und bespreche mit ihnen deine Problematik

03.11.2015 09:41 • x 1 #3


Sportsfreund
Zitat von Liliane:
@Sportfreund

darf ich fragen, welche Gedanken dir da so in dem Kopf schießen, die dich zweifeln lassen?

Ich zweifle ob Sie die Richtige ist, zweifle an meinen Gefühlen, habe Angst das Sie mich verletzten könnte, mich verläßt. Sowas im Wechsel. Damit verbunden Übelkeit, Panikattacken (Tunnelblick = Fluchtinstinkt).
Zitat von Astaratio:
Daher würde ich dir dringend empfehlen, dass du mit ihr deine Problematik besprichst und ihr von deinen Gedanken und Gefühlen erzählst. Nur so kann sie dich verstehen und dir auch helfen.
Wenn ihr wirklich etwas an dir liegt, wird sie dich dabei unterstützen.

Das tut Sie, aber um ehrlich zu sein sage ich ihr nicht das ich manchmal flüchten möchte. Ich denke das wäre zum jetzigen Zeitpunkt zu viel des guten.
Zitat:
-Atemübungen
-PMNJ

Was ist PMNJ?

Danke fürs zuhören!

03.11.2015 10:06 • #4


Wir sind in der gleiche Situation...
Bei mir ist was ähnliches in den letzten Monate passiert, hatte einen wundervollen Mann kennen gelernt, hatte eine sehr schöne Zeit und glückliche Tage....ich fühlte mich wohl und glücklich.
Bis er von zusammenwohnen gesprochen hat: dann Panik, komische Gefühle, fast Desinteresse manchmals, habe angefangen Fehler zu finden...immer kühler und unwohler...
Ich denke es ist fast unmöglich es allein zu schaffen, eine Therapie würde Dir helfen...
Ich glaube es wird Dir noch mal passieren, mit Sicherheit mit jemandem anderes...also, suche Dir Hilfe, ich glaube in solchen Fälle gibt es keine anderen Möglichkeiten...

05.11.2015 16:59 • #5


Sportsfreund
Vielen Dank!

Das ist genau die Krux. Ich bin mir zu 99 % sicher das es nicht an ihr liegt. Aber diese 1%ige Zweifel macht mich verrückt. Diese 1% resultieren aus subjektiven Gründen, weil sie anders ist als alle Frauen die ich kannte (das wiederrum macht sie aber auch für mich attraktiv und interessant), das wir aus verschiedenen Ländern kommen und Englisch unsere gemeinsame Sprache ist, dass Sie selbstbewußt ist und weiß was sie will (so eine Partnerin hatte ich noch nie). Das alleine sind für mich keine Gründe unsere noch recht junge Beziehung anzuzweifeln.

Ich hatte die Woche über wieder Panik- und Angstattacken z.T. während der Fahrt, so dass ich mich beinahe im Auto übergeben hätte. Daher war ich jetzt beim Arzt, der einen Bluttest verordnet hat um auszuschließen, dass es was hormonelles ist (Schilddrüse). Zusätzlich habe ich Venlafaxin verschrieben bekommen. Ich fühle mich etwas "betäubt", müde aber hatte seither keinen Anfall mehr. Ich merke das ich mit den Tabletten nicht ich selbst bin, aber was bleibt mir übrig? Der nächste Psychotherapeut hat erst im Februar für mich Zeit.

Manchmal ist das Leben ungerecht...

06.11.2015 14:06 • #6


Zitat von Sportsfreund:
Vielen Dank!

Das ist genau die Krux. Ich bin mir zu 99 % sicher das es nicht an ihr liegt. Aber diese 1%ige Zweifel macht mich verrückt. Diese 1% resultieren aus subjektiven Gründen, weil sie anders ist als alle Frauen die ich kannte (das wiederrum macht sie aber auch für mich attraktiv und interessant), das wir aus verschiedenen Ländern kommen und Englisch unsere gemeinsame Sprache ist, dass Sie selbstbewußt ist und weiß was sie will (so eine Partnerin hatte ich noch nie). Das alleine sind für mich keine Gründe unsere noch recht junge Beziehung anzuzweifeln.

Ich hatte die Woche über wieder Panik- und Angstattacken z.T. während der Fahrt, so dass ich mich beinahe im Auto übergeben hätte. Daher war ich jetzt beim Arzt, der einen Bluttest verordnet hat um auszuschließen, dass es was hormonelles ist (Schilddrüse). Zusätzlich habe ich Venlafaxin verschrieben bekommen. Ich fühle mich etwas "betäubt", müde aber hatte seither keinen Anfall mehr. Ich merke das ich mit den Tabletten nicht ich selbst bin, aber was bleibt mir übrig? Der nächste Psychotherapeut hat erst im Februar für mich Zeit.

Manchmal ist das Leben ungerecht...


Ich denke tabletten und medikamente helfen wirklich nicht. Du musst in deiner seele die antwort finden...wovor hast du angst genau? Seit wann passiert es dir? Was möchtest du?
Auf jeden fall bin ich auch immer "stabil" in der situation....wenige nähe, "distanzierte beziehungen" und jetzt auch nix...ich denke man muss einfach an sich arbeiten, es gibt keine andere wege und medikamente können wenig machen...
Warst du immer so?
Ich nur seit ich 24 war...jetzt bin ich 30

06.11.2015 15:05 • #7


Sportsfreund
So pauschal würde ich Medikamente nicht abwerten. Mir helfen Sie bislang. Ich merke zwar das ich "benebelt" bin, aber ich kann wenigstens meinem Arbeitsalltag nachgehen.

Zitat:
.wovor hast du angst genau? Seit wann passiert es dir? Was möchtest du?

Das schrieb ich bereits. Ich kann es nicht genau definieren. Es ist eine Mischung aus der Angst verlassen zu werden, sie zu verlassen, das was wir haben kaputt zu machen. Mir passiert es erst seit 2,5 Wochen und es kam urplötzlich, danach hab ich zwei Wochen es recht gut unter Kontrolle gehalten und nun schlägt es so dermaßen durch das ich manchmal nur noch weinen könnte.
Was ich möchte? Ich möchte wieder mit ihr glücklich sein, vertrauen haben das alles gut wird und die richtige Entscheidung getroffen habe. Ich weiß, das zeigt erst die Zukunft, aber ich möchte wieder mit ihr glücklich sein, Freude mit ihr haben. Sie ist eine bemerkenswerte, intelligente Frau!

06.11.2015 15:11 • #8


Lieber Sportsfreund,

zunächst möchte ich Dir meinen Respekt dafür zollen, dass Du hier so frei und offen über alles sprichst - ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass es Dir bald besser geht und Du professionelle Hilfe findest.
Mich interessiert, wie es Dir konkret bei einem solchen Angstschub geht.
Hast Du ernsthafte Beschwerden - z. B. Panikattacken, Herzrasen oder Schweißausbrüche ?
Wie verhälst Du Dich ihr gegenüber - brichst Du den Kontakt (für eine gewisse Zeit) völlig ab ? Brauchst sozusagen eine Pause ?
In welchen Momenten bzw. Situationen überfallen Dich denn diese Angstzustände ?
Wie kann Dir denn Deine Freundin helfen - was würdest Du Dir denn konkret von ihr wünschen ?

Bitte entschuldige meine Fragerei - mich interessiert einfach, wie es dem von der Bindungsangst Betroffenen in solchen Situationen geht ...

Liebe Grüße
Hilmar

21.11.2015 21:17 • #9


Zitat von Sportsfreund:

Innerhalb von vier Wochen hat sich jedoch meine komplette Einstellung geändert. Sie war für mich perfekt, ich wollte ständig bei ihr sein, wir verbrachten wunderschöne Wochen, nun schaue ich Sie an und Zweifel an meinen Gefühlen, habe Angst- und Panikschübe in der ich fast verzweifle, und dennoch fehlt Sie mir und ich möchte das was wir haben nicht wegwerfen. Ich hab es gedanklich durchgespielt wie es wäre zu gehen, aber ich weiß das ich diesen Schritt mein Leben lang bereuen werde. Sie ist die Frau nach der ich unbewußt gesucht habe, die all das verinnerlicht was ich mir von einer schönen Partnerschaft gewünscht habe.

Sie weiß von meinen Stimmungstiefs die urplötzlich kommen und tagelang anhalten. Momentan ist es ganz schlimm, bis kurz vor Arbeitsunfähigkeit. Sie möchte mich unterstützen, aber ich sehe seit einigen Tagen das Sie leidet, dass Sie erkennt das hinter meiner Fassade sich etwas verändert hat. Ich will ihr Nahe sein, ziehe mich aber zurück. Ich will ihr sagen das ich Sie liebe, vermeide es meistens. Ich beginne ausreden zu suchen warum ich nicht bei ihr sein kann, vermisse sie aber wenn ich alleine bin. Ich weiß das die Beziehung ein Ende findet wenn ich ihr sage, dass ich an meinen Gefühlen zweifle, da ich einen solchen Panikschub schon einmal hatte, aber überglücklich war als sie mich vom Gegenteil überzeugte. Das ist drei Monate her. Ich nehme Johanniskrauttabletten, die mich beruhigen.




Lieber Sportsfreund, ich kenne diese Angst und Panikattacken auch. Bei mir sind sie weg. Angst blockiert und Angst lähmt. Was würde ein Neurologe oder Psycchologe mit Dir machen? Entweder Tabletten oder Gespräche. Die Angst spielt sich im Kopf ab. Ich kann zu Dir sagen, versuche einfach gegen Deine Angst zu gehen. Mach einfach, so habe ich das auch gemacht. Ich habe mich immer versucht gegen die Angst zu stellen, sie sollte nie Macht über mich haben. Wenn Du Deine Freundin nicht verlieren möchtest, rede mit ihr, sag was mit Dir los ist. Das schafft Vertrauen und es löst sich etwas bei Dir.

Ich wünsche Dir viel Kraft dazu,
der Abendschein

09.12.2015 20:25 • #10


Sportsfreund
Zitat von Hilmar:
Mich interessiert, wie es Dir konkret bei einem solchen Angstschub geht.
Hast Du ernsthafte Beschwerden - z. B. Panikattacken, Herzrasen oder Schweißausbrüche ?

Magenkrämpfe, Durchfall, Übelkeit, Angst mich übergeben zu müssen. Letzteres meist wenn ich alleine war und das Kopfkino begann.
Zitat:
Wie verhälst Du Dich ihr gegenüber - brichst Du den Kontakt (für eine gewisse Zeit) völlig ab ? Brauchst sozusagen eine Pause ?

Nein, ich habe gegen die Angst angekämpft und mich ihr gestellt in dem ich zu ihr gefahren bin. Eine Pause bringt nichts. Sie lebt seit zwei Wochen bei mir, arbeitet aber einige Wochen weit entfernt, so dass wir je zwei Wochen uns sehen und zwei Wochen alleine sind. Das tut mir im Grunde ganz gut und ich Zweifel daran, dass es an ihr liegt. Ob Sie da ist oder nicht hat keinen Einfluß auf mein befinden. Es ist eher so, dass wenn ich abends mit ihr skype es mir dann meist besser geht nach dem Gespräch.
Seit ich die Tabletten habe ist es "überwindbar", sprich meine körperlichen Befinden ist besser und ich habe keinen Fluchtinstinkt. Dennoch fühle ich Zweifel und kann es an nichts festmachen. Ich bin in therapeutischer Behandlung und mein Psychotherapeut hat mir auch schon gesagt, dass ich mal meine Gefühlsfassung aufschreiben sollen weil ich feststelle, dass ich gemittelt eher ein gutes Gefühl habe. Damit hat er sogar recht.

Zitat:
In welchen Momenten bzw. Situationen überfallen Dich denn diese Angstzustände ?

In keiner bestimmten um ehrlich zu sein. Es passierte einfach ohne jegliche Vorwarnung.
Zitat:
Wie kann Dir denn Deine Freundin helfen - was würdest Du Dir denn konkret von ihr wünschen ?

Sie kann mir helfen indem Sie mich akzeptiert wie ich bin, das tut Sie bereits. Konkret habe ich keine Wünsche. Ich möchte nur wieder durchgängig mit ihr glücklich sein. Ich habe bislang keine Woche in der es mir durchweg gut geht und das läßt mich dann wieder zweifeln. Das ich an meinen Gefühlen manchmal zweifel möchte und kann ich mit ihr jetzt nicht besprechen, das würde zu viel kaputt machen.

Zitat:
Was würde ein Neurologe oder Psycchologe mit Dir machen? Entweder Tabletten oder Gespräche.

Das ist die Frage. Ich nehme jetzt seit fast 4 Wochen die Tabletten. Ohne diese hätte ich mich getrennt und mir würde es noch schlechter gehen, daran glaube ich. Die Gespräche helfen mir, danach geht es mir meist gut und ich sehe Licht am Ende des Tunnels. Die Diagnose meines Psychologen lautet rezidivierende mittelgradige depressive Episode.
Gelesen habe ich das diese durchschnittlich 3 Monate andauern. Ich hoffe das also bald deutliche Besserung eintritt. Ich scheue mich nicht meine Probleme anzugehen, aber ich möchte diese wunderbare Frau in meinem Leben halten.

15.12.2015 12:54 • #11


03.03.2019 16:12 • #12


Icefalki
Hallo Phie , wie kommst du denn auf die Idee, dass du alles für ihn aufgeben müsstest?

Und weiss er von deinen Ängsten?

03.03.2019 16:22 • #13


Ich traue mich nicht über so was reden. Denn eigentlich ist es doch nicht normal sowas zu denken, oder? Alle scheinen glücklich die in einer Beziehung sind.
Wenn man in einer Beziehung ist, muss man kompromisse eingehen, und das ist mein pronlem glaub ich.

03.03.2019 16:28 • #14


Icefalki
Es ist ungut, wenn man nicht über seine Ängste bespricht. Gehen ja eh nicht weg, und wenn du ihn dann verlässt, weil du , was du auch immer du denkst, ist keinem geholfen.

Und zur Beruhigung, als mein Mann beschlossen hat, dass jetzt geheiratet wird, hab ich gedacht, ok. Scheiden lassen kann ich mich immer. Jetzt sind wir 36 Jahre verheiratet und alles gut.

Bei Ängsten ist es immer das Kopfkino, das einen daran hindert, mal was riskieren. Und je ehrlicher du ihm gegenüber bist, desto mehr kann er mal komische Reaktionen verstehen.

03.03.2019 16:47 • #15


Neue Beziehungen sind bei mir immer irgendwie ein Problem. So wie neue Freundschaften.
Ich hatte in meiner Kindheit bis zum Teenageralter eine "beste Freundin" . Heute weiß ich dass sie mich ausgenutzt hat. Damit ich ihr was kaufe und damit sie bessere Noten bekommen konnte, hat sie sich mit mir angefreundet ( war in der schule besser als sie und ich habe sie abschreiben lassen) Ihre Eltern hatten ihr damals wohl zugesetzt.
Sie hatte damals nie zugelassen dass ich andere Freunde habe oder eigene Hobbys. Hab meine Eltern immer angelogen, um sie schützen, wenn sie schei. gebaut hatte.
Als ich den Mut fand die Freundschaft zu beenden, musste ich erstmal wieder im leben ankommen neue Leute kennenlernen etc.
Ich habe angst dass sich sowas ähnliches wiederholen könnte. Bloß dass es dieses mal um die Beziehung mit einen Mann geht.

03.03.2019 17:42 • #16


Icefalki
Es ist nie einseitig, glaube mir. Etwas in dir hat das ja auch zugelassen.

Was jetzt aber anders ist, 1. Es geht um Beziehung und nicht mehr ums Abschreiben und er ist nicht diese Freundin. Die einzige, die also noch die "alte" ist, bist du. Und meinst du nicht, dass es Zeit wird, dich aus deinen Kindheitstraumen zu befreien?

Schau,keiner kann in die Zukunft sehen. Was zählt, ist, dass man gerne mit einem Menschen zusammen ist. Damals hast du eben zu lange gewartet, heute könntest du, wenn du wolltest, doch viel schneller reagieren. Da reicht doch aus.

Und damals hast du auch nichts gesagt. Kannst das doch jetzt mal ändern und ausprobieren, was geschehen könnte.

03.03.2019 18:28 • x 1 #17


Frage an euch . Meine Freundin hat sich getrennt obwohl alles ok war

Wie komm ich an sie ran ?
Nicht mehr schreiben ?
Oder ab und zu schreiben das man sie mag usw .
Was bewirkt mehr ?

21.05.2019 14:31 • #18




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Reinhard Pichler