@Liliane, Spatz-93 und all die anderen... Ich kann euch so gut verstehen und mir geht es ganz genauso.
Diese ganze Sache mit dem Nachdenken, den Gedanken, das unser Partner nervt, wir ihn nicht mehr lieben etc.
Ich glaube, es vergeht kein Tag,an dem ich mich nicht unter Druck gesetzt fühle, an dem ich mich nicht mindestens 100x frage, was das alles noch soll, warum wir es nicht einfach beenden und unser Leben jeder für sich weiterleben...
Es ist irgendwie alles schon so extrem festgefahren und egal, was ist, ich komme aus diesem Gedankenkarussell nicht raus.
Stopp-sagen, ablenken, gut zureden etc., es funktioniert einfach nicht.
Manchmal denke ich, ich will es einfach nicht genug.
Alle erzählen mir immer, dass ich an mir arbeiten muss und ich weiß ja auch, das sie recht haben.
Man muss an sich arbeiten, an seiner Beziehung arbeiten, aber offensichtlich will ich es nicht genug, denn sonst würde ich ja versuchen, etwas zu tun.
Am Samstag z.B. war ich mit meinem Freund verabredet. Wir wollten ein bisschen bummeln gehen und auf der Fahrt in die Stadt hat er halt angesprochen, das seine Eltern ihn gefragt hätten, was mit mir sei, warum er nicht mehr bei mir übernachten würde etc. und ihm bald die Argumente ausgehen würden...
Dazu kommt noch, das seine Schwester mit ihrem Freund erst seit einem Jahr zusammen ist und er den beiden gerade ein haus kauft... Super, die sind die normalen und ich stehe als noch komischer, seltsamer etc. da...
Ich weiß ja, das es für Außenstehende komisch aussieht und auch schwer zu verstehen ist, das wir im Vergleich zu früher nur noch wenig unternehmen, er nicht mehr bei mir übernachtet etc., aber ich weiß nicht, wie ich es ändern soll...
Ich bin ja selber sehr traurig, das es nicht mehr so wie früher ist
Ich habe, nachdem er das gesagt hat, dann total auf stur geschaltet, nicht absichtlich, ich wusste einfach nicht, was ich sagen sollte.
Es hat mich genervt, er hat mich genervt. Es war wirklich blöd.
Nach einem erneuten Heulkrampf, weil ich einfach wirklich langsam nicht mehr kann, sind wir doch noch etwas bummeln gegangen und teilweise habe ich mich auch wirklich wohl gefühlt.
Aufgrund der angespannten Situation und dem "Krisengespräch" hatte ich natürlich im Laufe des Tages wieder Migräne und habe dann den Rest des Tages im Bett verbracht (seltsamerweise habe ich sowas meistens nach diesen Gesprächen).
Sonntag waren wir dann wieder verabredet und es war irgendwie komisch.
Die Zeit vor den Treffen ist für mich immer irgendwie schlimm.
Ich fühle mich wie vor einem Besuch beim Zahnarzt, versuche das Treffen soweit wie möglich rauszuzögern und bin irgendwie meist froh, wenn es vorbei ist...
Auf der anderen Seite weiß ich -rational betrachtet- dass er ein so toller Mensch ist und alles gut war, bevor der "Troll" kam...
Hat jemand von euch Erfahrungen mit AD im konkreten Bezug auf dieses Thema und kann mir die Veränderung diesbezüglich beschreiben? Wie haben sich eure Gedanken danach verändert?