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Habe halt seit 1 1/2 Jahren schon Probleme mit der Geduld und Magen Darm Beschwerden Kopfschmerzen Nackenschmerzen, Sehstörungen und jeden Tag tut mir ein anderes Gelenk weh. Mit 27 echt seltsam.

17.09.2021 14:12 • x 1 #16761


Auch unsere Umzugsplöne auf einen Bauernhof ins Allgäu sind eigentlich mit meinen Eltern gemeinsam geschmiedet. Auch hier habe ich mittlerweile ab und an Gedanken ob des noch des richtige is. Ob es nicht sinnvoll wäre sich abzunabeln. Aber diese Zweifel machen mich ned so verrückt.

17.09.2021 14:15 • #16762



Angst den Partner nicht zu lieben

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Ich frage mich halt immer ob man sich die Liebe 4 Jahre einreden kann. Ob man sich einfach so entliebt.

17.09.2021 17:30 • #16763


Nach einem weitere Drama und heulkrampf gestern Abend meinte meine Verlobte wir können jetzt erstmal Freunde sein und ich kann machen was ich will. Komischerweise bin ich jetzt erstmal erleichtert aber wirklich schön fühlt sich die Situation auch nicht an. Liebe kann ich trotzdem nicht empfinden aber ich merke dass sie der tollste und einfühlsamste Mensch ist den ich kenne.
Komisch irgendwie.

18.09.2021 09:06 • #16764


Flame
ist schon alles richtig so,Deine Freundin spürt halt,dass es Dir Druck macht,wenn Du versuchst,die Beziehung ohne das Liebesgefühl aufrecht zu erhalten,weil es Dir ein schlechtes Gewissen macht,dass Du mit hr zusammen bleibst obwohl Du für sie momentan kein Liebesgefühl empfinden kannst.
Sie weiss mit Sicherheit,dass sich das irgendwann von alleine regulieren wird,wenn die Depresson abklingt.

Die körperlichen Symptome sind psychosomatisch (durch die Psyche ausgelöst),kann man sich schwer vorstellen,ist aber so.
Ich hatte während einer Depression die seltsamsten Symptome.
Das eine Mal ominöse Knieschmerzen beidseitig.
Kein Orthopäde konnte was finden.
Als die Depression weg war,waren auch die Knieschmerzen verschwunden...

Alles wird wieder gut,glaub mir.
Der Prozess der Helung ist manchmal schmerzhaft aber im Endeffekt erlösend.

18.09.2021 10:16 • #16765


Hallo,
ich hätte da eine Frage. Hat jemand von euch das Gefühl dass er auf das Verliebt sein Einfluss hat? Also dass man sich zb aussuchen kann ob man sich nicht verliebt?
Ich habe schon oft gehört wie jemand sagt dass man es beeinflussen kann ob man sich nicht verliebt. Aber in meiner Wahrnehmung ist dass etwas was einem einfach passiert und man eben dann vor vollendeten Tatsachen steht.

Ich habe eure Ängste wenn ich einen Partner habe, habe auch oft schon hier reingeschrieben.

28.09.2021 13:38 • #16766


@Flame dein Satz: *alles wird gut, glaub mir* habe ich in den vergangenen 6 Jahren und in den letzten 2 extrem oft gesagt. Ich bin hierbei nicht direkt betroffen, aber mein Partner leidet seit der Kindheit unter Zwangsstörungen. Schon am Anfang der Beziehung merkte ich diverse Auffälligkeiten und die erste Trennung fand schon nach 2 Monaten statt. Er bereute das sehr schnell und wir kamen wieder zusammen- immer und immer wieder. Manchmal ging aber auch ich, da ich diese Belastung nicht ertragen habe. Mein Freund ist meine erste wahre Liebe, leider bekam ich immer wieder zu spüren, dass er die Beziehung infrage stellt, zweifelt, prüft ob er jemanden anderen attraktiver findet, sieht keine Zukunft für uns etc. nur damit am nächsten Tag sagen kann, dass er ohne mich nicht leben kann mit mir ist es auch schwer. Ich spekulierte, er hätten Borderline oder sonstige Störung, da sein ambivalentes Verhalten extrem deutlich und für mich sehr schmerzhaft war.
Vor zwei Jahren hat seine Zwangserkrankung den Höhepunkt erreicht und er gestand mir, dass er Wahnvorstellungen hat und das sog. magische Denken im Bereich Zahlen.

Ich war in dem Moment erleichtert, sagte dass ich froh bin dass er so ehrlich zu mit ist und gab ihm zu verstehen, dass ich ihn von jetzt an unterstützen werde und das meine Liebe dadurch nicht kleiner wird im Gegenteil.
Das alles trotz der turbulenten Vorgeschichte während ich unterwandern mit stets seiner Exfreundin vergleichen wurde und er sich fast täglich mit Mutter ausgetauscht hat und immer wieder nachgefragt hat, wie sie mich findet.
Es gab auch Zeiten in welchen er wochenlang bei Mutter gewohnt hat und sich zuhause kaum blicken lassen hat. Kommunikation nur via whatsapp.
Als ich nach einigen unangenehmen Vorfällen den Kontakt zu seiner Mutter abgebrochen habe, ging er auch nicht ans Telefon während er bei ihr war. Es war ihm unangenehm da er Angst hatte, sie sei ihm böse wenn er mit mir redet und nett zu mir ist.
Ich wollte ihn immer wieder verlassen, da ich es nicht ertragen habe an zweiter Stelle in seinem Leben zu stehen, vielmehr gar keine Rolle zu spielen wenn er wieder seine Grübelphasen hatte. Ich habe es aber nicht geschafft, die Liebe war einfach stärker und ich wusste im inneren dass er mich liebt und momentan einfach wieder spinnt.

Irgendwann kam der Moment dass er sich hat freiwillig einweisen lassen. Die Zahlen übernahmen komplette Kontrolle und er war wir in einer Psychose. Medikamente, Klinik danach ambulant beim Psychiater. Ich war für ihn da, schaute nach dem rechten und das jar niemand was davon erfährt oder ggf. sein Job gefährdet werden könnte.
Ich hatte alles im Griff und war für ihn da. Endlose Gespräche, Beruhigung, Versicherung dass alles ok ist. Irgendwann war seine Potenz durch die Medis verloren gegangen. Das traf ihn natürlich extrem und er fiel zusätzlich in ein nochmals tieferes Loch. Nun funktioniert auch nicht mein Verständnis und Mutmacherei. Ich bin für ihn wie Luft. Schlimmer: ich spiele gar keine Rolle mehr. Immer wieder sagte er, dass es nie mehr so sein wird wie früher und die glückliche Zeit kommt nie mehr wieder. Ich soll mir jemanden suchen, da er nicht mehr der ist in den ich mich damals verliebt habe.
Vor zwei Monaten fing er wieder an mit gegenüber respektlos und ignoriert zu werden. Ich schob das der Depression zu, da mir klar ist, dass depressive Männer anders als Frauen reagieren. Ich arbeite in der Psychiatrie als Sekretärin und kenne die einzelnen Merkmale recht gut, zudem habe ich mich über seine Störung vollumfänglich und sehr intensiv auseinander gesetzt.

Das Abendessen hat er eines Tages zu sich genommen und verliess kommentarlos den Tisch und ging wie jeden Abend ins Bett um seine Ruhe zu haben. Als ich ihn darauf ansprach was los sei, reagierte er gereizt. Er wollte nicht reden. Ich bestand aber auf eine ehrliche Antwort und er schoss gerade aus, er habe keine Lust mehr auf das alles, die Beziehung und mich.
In mit brach diesmal etwas und ich wurde wütend, enttäuscht und unendlich verletzt. Ich sagte nur, er hätte mir das eher sagen können anstelle mich die letzten Wochen wie Dreck zu behandeln. Auch sagte ich, dass er ehrenlos sei, dass ich sowas nicht verdient habe und dass er keine Einer im der Hose hat Klartext hu reden, vor allem nachdem wir durch dick und dünn uns zusammen durchgekämpft haben.

Diesmal habe ich tatsächlich den Schritt gewagt und in 10 Tagen werde ich aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen. Einerseits tut mir das alles unendlich leid und traurig, anderseits gehe nun ich kaputt.
Ich weiss nun nicht ob das wieder eine Phase ist oder ob er tatsächlich nicht mehr mit zusammen sein will.
Ich lebe nun mit dem Gefühl von Unsicherheit und Schuld ihn so zurückzulassen, anderseits Enttäuschung jedoch auch Zuversicht hinsichtlich der Zukunft.
Kann das wirklich sein dass man so lieben kann und plötzlich nicht mehr?

28.11.2021 08:05 • #16767


Flame
Ich glaube nicht,dass von jetzt auf gleich die Liebe weg war,wenn,dann ist das ein schleichender Prozess.
Aber bei Deinem Partner weisst Du aufgrund der Vielzahl seiner psychischen Auffälligkeiten ja nie so richtig,was die Ursache ist für sein Verhalten..
Denke,da ist es jetzt auch gut,Dich selbst zu schützen und Schuldgefühle sind vollkommen unnötig.
Du kannst im Gegenteil absolut stolz auf Dich sein,dass Du ihn bis hierhin trotz allem treu begleitet hast,manch andere Partnerin wäre längst gegangen.

Lass euch beiden erstmal Luft zum atmen und ihn sich stabilisieren.
Ruh Dich etwas aus,tu Dir ganz viel Gutes und sei stolz auf Dich.

Wie es danach weitergeht,weiss keiner aber eine Atempause hat schon vielen Beziehungen gut getan und wird sicher am Ende auch mehr Klarheit bringen.

28.11.2021 09:14 • #16768


moo
Willkommen @Seisthier ,

ist Dein Partner denn aktuell noch in Therapie?

Nach Deiner Beschreibung bezweifle ich, dass es sich bei ihm nur um Zwangsstörungen handelt. Mit Deinem Auszug machst Du für Euch beide einen sehr wichtigen und m. E. überfälligen Schritt: Du überlässt ihn endlich seiner Verantwortung. Letztere ist bei Zwänglern ein Hauptthema, ohne dass das ihnen tatsächlich bewusst ist. Indem er alles mögliche (Zahlen, etc.) als relevant für die künftigen Geschehnisse bezeichnet, übergibt ein Zwängler seine Verwantwortung weiter.

Auch wenn er irgendwann wieder in die Klinik eingeliefert werden muss, ist das leider weiterhin sein Thema. Du hast mehr als Du verkraften kannst, getan und bist im Übrigen vorwiegend Dir selber schuldig, auf Dich zu achten.

Zitat von Seisthier:
Kann das wirklich sein dass man so lieben kann und plötzlich nicht mehr?

Zitat von Seisthier:
...nur damit am nächsten Tag sagen kann, dass er ohne mich nicht leben kann.

Jemanden brauchen bedeutet nicht, dass man jemanden liebt!

28.11.2021 15:42 • #16769


Frozen93
@moo danke dir für deinen Text. Wusste gar nicht das bei Zwängen das mit der Verantwortung abgeben ein Hauptthema ist. Merke aber das es bei mir auch so ist

28.11.2021 16:51 • #16770


Zitat von Flame:
Ich glaube nicht,dass von jetzt auf gleich die Liebe weg war,wenn,dann ist das ein schleichender Prozess.

An erster Stelle danke ich dir rechtherzlich für deine warmen Worte, sie haben mich ein wenig beruhigt und gestärkt.
Dass der Prozess schleichend verläuft ist denke ich natürlich nachvollziehbar, wie es bei allen anderen Menschen auch oftmals der Fall ist. Hierbei handelt es sich jedoch auf einen wiederkehrenden Verlauf und nicht das erste mal, dass solche Worte gefallen sind. Mich hat das mittlerweile regelrecht zerstört. Ich kann es einfach nicht verstehen, weiss jedoch dass es so weiter nicht geht...

28.11.2021 18:07 • #16771


@moo danke schön für deine Antwort.
Er hat die Therapien leider vollständig abgebrochen, wegen der Aussichtslosigkeit.
Das mit der Übergabe der Verantwortung ist mir bereits mehrmals aufgefallen, unteranderen seine Unfähigkeit eine Entscheidung zu treffen und hinter dieser zu stehen mit allen Konsequenzen.

Es ist mir bewusst, dass jemanden brauchen nicht zwangsläufig Liebe bedeutet, es ist mir allerdings nicht möglich mich in dieser Situation zurecht zu finden...
In vielen Artikeln wird einem vermittelt, dass das Zwangsgrübeln grundsätzlich keine echten Gefühle widerspiegeln, sondern eine Art Selbssabotage und somit die Auswirkung der Erkrankung.
Für mich ist es mittlerweile zu einer mentalen Hölle geworden, ich sehe keinen anderen Ausweg als zu gehen. Nichtsdestotrotz denke ich ständig über die Situationen in der Vergangenheit nach, analysiere und verzweifle...

28.11.2021 18:20 • x 2 #16772


Flame
Ich denke ,Du tust in jedem Fall das Richtige und suchst Abstand und versuchst,zur Ruhe zu kommen.

Dein Verstand rattert noch eine Weile weiter bis er gespeichert hat,dass sich Deine Lebenssituation verändert hat.
Das passiert nach einer Weile von ganz alleine und dann hören auch die Grübeleien auf.
Bis dahin lenk Dich so gut es geht ab mit Dingen,die Dir gut tun.

Ich zum Beispiel beschäftige mich gerne mit Buddhismus und ich mag auch geführte Meditationen,es gibt sehr schöne Literatur,mit der man seinen Geist und die innewohnenden Gedanken mal auf konstruktive und heilsame Wege bringen kann.

Wichtig bei allem ist immer die Selbstfürsorge,die Du ja gerade intensiv zu lernen beginnst und der erste Schritt ist Selbstschutz und Suche nach Heilung und Klärung.

Für seelisch/psychisch stark fordernde Lebensphasen bin ich eine Befürworterin von Baldrian in hoch dosierter Form.
Oder eben Medikamenten,die der Arzt verschreibt,wobei man Baldrian auch parallel zu anderen Psychopharmaka für sich nutzen kann.
https://www.angst-verstehen.de/baldrian...-erklaert/

28.11.2021 18:37 • #16773



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