Hallo Pauli123,
danke für deine rasche Antwort!

Ich habe viel darüber gelesen, was ROCD ausmacht, zweifle aber immer daran, ob ich es habe, da die Gedanken einfach so real scheinen. Manchmal habe ich das Gefühl, das Einzige was helfen kann, ist, wenn ich wieder alleine bin. In meinem Kopf ist dann ER der Auslöser für diese schrecklichen Gefühle und Gedanken. Dann denke ich mir aber wieder: wie kann das sein? Warum war ich dann am Anfang unserer Beziehung so glücklich? Er hat sich ja nicht verändert. Ich suche dann nach Gründen, warum ich diese Beziehung nicht will, aber ich finde keine. Es ist einfach zum Schreien.
Dass es mit der letzten Beziehung zu tun hat, habe ich auch schon oft gedacht. Manchmal denke ich, ich bin es einfach so gewohnt, in Angst und Unsicherheit zu leben, dass ich es gar nicht mehr anders kann.
Es ist z.B. so, wenn er mal nicht so sehr auf mich zugeht (also eher "kälter" ist, was sehr selten vorkommt), dann spüre ich sofort die Angst, ihn zu verlieren. Oder wenn er sich mal ein paar Stunden nicht meldet, bekomme ich sofort Angst, ihm könnte etwas passiert sein. Und dann spüre ich, wie groß die Angst ist, dass ich ihn dann nicht mehr hätte. Was mir sagt, dass ich ihn liebe.
Es ist seltsam, dass die Liebe anscheinend nicht spürbar ist, wenn alles perfekt läuft und man am glücklichsten sein sollte. Das macht mir dann so ein schlechtes Gewissen.
Wie war es bei dir? Wie lange warst du mit deinem Freund zusammen, als es anfing?
Ich war seit Ende 2016 bis jetzt in Behandlung, werde aber nicht mehr hingehen, da ich nicht das Gefühl habe, dass es mir weiterhilft.
Aber ich werde woanders einen Platz suchen. Jemanden, der auf Zwänge spezialisiert ist.
Bist/warst du in Behandlung? Und wie hat es dir geholfen?
Alles Liebe
