@PoohMaus
Hej, so wie ich mich verstehe, ist es so:
1. Annahme in Beziehungen perfekt sein zu müssen (Gedanken und Gefühle müssen immer super sein bzgl. des Partners), mich anzupassen für die Harmonie
2. Wunsch, ich selbst sein zu können, frei von Erwartungen anderer, autonom sein zu können
Gelernt habe ich aber:
3. Beides zusammen geht nicht!
Wähle ich 1., verliere ich mich selbst aus den Augen, verhakte mich wie ein Kleinkind, habe Ekel vor Sexualität, bin unzufrieden, halte ich nicht länger als ein paar Wochen aus.
Wähle ich zwei 2., habe ich Schuldgefühle, fühle mich entfremdet und emotionslos (Depression), habe Zweifel, bin unsicher, es fühlt sich falsch an (Zwangsgedanken ähnliche Grübelei) oder furchtbare Angst, dass ich ihn verliere, Angst verrückt zu werden, körperliche Symptome (Angststörung).
Ziel:
Autonom leben INNERHALB einer Beziehung!
- Dafür will ich meine Annahmen bzgl. 1. ändern, Beziehung für mich neu definieren, Ansprüche runter!
- Dafür will ich wissen, was meine Wünsche und Bedürfnisse überhaupt sind
- Dafür muss ich je nach Smptomatik (Depression, Zwang, Angst...) lernen mit den Symptomen umzugehen
Insgesamt: Akzeptanz, dass es super schwer ist, schmerzvoll ist und es wohl in stressigen Situationen immer wieder Thema wird! ABER: es gibt auch diese richtig schönen Zeiten! Auch wenn man sie vergisst und nicht mehr daran glaubt, ob sie wirklich gut waren. Es gibt sie.
All die Symptome, Gedanken, Gefühle kommen bei mir, weil sich der Konflikt (Autonomie vs. Abhängigkeit) zwischen 1. und 2. nicht so einfach lösen lässt. Das dauert. Hat ja auch viele Jahre Gelegenheit gehabt sich einzubrennen. Von daher denke ich, hat deine Therapeutin vll bei dir auch recht, Bindung (für dich Abhängigkeit) und Autonomie passen NOCH nicht so gut zusammen... Aber das übst du ja nun jeden Tag
