Hallo Zusammen,
ich will hier auch nochmal meinen "Senf" abgeben.
@ Annelin und @PoohMaus
Hab mir jetzt schon ganz viel in diesem Forum durchgelesen und eure Kommentare fand ich immer sehr hilfreich!
Danke!
Bei mir beginnt die Grübelei am Morgen beim Aufwachen und am Abend beim einschlafen hört es auf.
Wenn ich so überlege, dann grübel ich jetzt auch schon seit ca. 2-3 Jahren.
Glücklich mit mir selbst war ich noch nie. Zuerst war das Grübeln da, was ich machen kann um glücklich zu sein. Dann hab ich so viel in so "Glücksratgebern" gelesen, wie man glücklich wird. Da hieß es ständig, man muss aus seiner Komfortzone raus. Und irgendwie hat es sich in meinem Kopf so manifestiert, dass man nur aus seiner Komfortzone kommt, wenn man für längere Zeit alleine ins Ausland geht. In meinem Kopf ist das das einzige um aus meiner Komfortzone zu kommen und glücklich zu werden. Zumal ich alle anderen immer bewundert habe, die das gemacht haben.
Und ich halt noch nie lange von zuhause weg war. Und jetzt ja auch noch in der Wohnung unter meinen Eltern lebe.
ich komme mir so schäbig und unselbstständig vor, obwohl ich meine Eltern teilweise tagelang nicht sehe und meine Sachen alleine mache.
Mein Partner war eigentlich NIE Gegenstand der Grübeleien. Im Gegenteil, ich war eher abhängig von ihm. Konnte nie lange von ihm weg sein.
Bis jetzt kurz vor der Hochzeit. Da ist mir einfach auch bewusst geworden, dass das ja eigentlich "FÜR IMMER" bedeutet. Und das macht mir sowas von Angst. Ich hab jetzt auch Angst nie wieder dieses Kribbeln zu spüren, nie wieder leidenschaftlich zu küssen, nie wieder guten Sex zu haben - wir haben ja auch sexuelle Probleme, ich spüre momentan gar keine Anziehung mehr
ich sehe alle Männer um mich rum, die ich schon ewig kannte und denke mir bei allen - mit denen wäre es besser.
Obwohl ich die eigentlich überhaupt nicht anziehen finde!
Mich stören Sachen an meinem Partner, die total gegensätzlich sind! Ich sehe einen Mann der sehr handwerklich begabt ist und viel arbeitet und auch viel verdient - dann stört es mich, dass mein Partner nicht so ist und nur normaler Büroangestellter ist.
Dann sehe ich einen Mann der seinen Job aufgegeben hat und nur noch in der Welt rumreist, mit fast null Geld. - dann will ich dass ich einen Mann habe, der so ist wie er.
Mein Partner wird keinen meiner Anforderungen auf einmal mehr gerecht. Dabei war er 7 Jahre lang mein Traummann und nichts hat mich gestört.
Dann kommt wieder die Grübelei. Vielleicht liegt es daran dass er nicht der Richtige ist und deiner Herz hat dir das vor der Hochzeit noch gesagt, und du hast nicht darauf gehört. Vielleicht will dir deiner Körper was sagen und du hörst ihm nicht zu.
Ich habe einfach auch so Angst was in meinem Leben zu verpassen. Dann kommt immer überall der Spruch "du lebst nur einmal, also küsse und tanze".
Bei uns ist aber halt nach 8 Jahren nicht mehr ständig küssen und leidenschaftlich sein.
Mein Verstand sagt mir jetzt, ich lebe nicht richtig.
Er ist aber halt einfach so wunderbar und ich denk mir immer, wenn du ihn verlassen willst - dann tust du es doch sowieso und grübelst nich so drüber wie jetzt.
Dann kommt wieder die Angst, dass das nur Mitleid ist....

@ liebe Annelin: du hast auch vollkommen Recht mit dem, dass ich mein Leben trotzdem leben soll. Ich kann das nur irgendwie nicht. Ich hab das Gefühl, ich kann keine Beziehung ohne diese "Abhängigkeit" führen

ich bin bescheuert echt!
Und auußerdem weiß ich ja gar nicht, WAS ich will. Ich hab mich jetzt schon umgehört - vielleicht geh ich mal für ein Jahr weg und leiste Freiwilligenarbeit. Aber keine Ahnung ob ich dann endlich mehr von mir halte und glücklicher bin
