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Hallo liebe Leute,

ich wollte mich auch mal wieder zurückmelden!

@AnnChristine:
Habt ihr denn einen gemeinsamen Urlaub geplant?


Ich war mit meinem Mann vor ein paar Wochen auch im Urlaub und einen Tag vorher habe ich Rotz und Wasser geheult und dachte, ich drehe gleich durch weil ich solche Panik hatte, mit ihm alleine zu verreisen.
Was für ein Schwachsinn. Zuvor sind wir immer zusammen verreist, sind sogar einige Wochen in Asien mit Rucksack umhergereist und ich könnte mir keine bessere Reisebegleitung vorstellen. Trotzdem hatte mich der Troll so stark im Schwitzkasten, dass ich drauf und dran war, die Reise abzublasen und mich ans Ende der Welt zu abzusetzen um dort als Einsiedler irgendwo im Urwald zu leben
Das Ende der Geschichte war, dass, sobald wir im Flugzeug saßen, alle Anspannung von mir abgefallen ist und es mir gut ging^^ Fast den ganzen Urlaub lang... Bis wir wieder zuhause waren.

Das ist schon alles merkwürdig.

Außerdem haben wir uns ein Kätzchen angeschafft, das mir als Verstärkung zur Therapie und Medis helfen soll. Der Kleine sorgt jeden Tag dafür, dass ich nicht allzu lange in meine Gedankenwelt abdriften kann und stattdessen immer wieder ins Hier und Jetzt zurück "muss" weil er meine Gesellschaft braucht. Ich hoffe außerdem, dass er mir dabei hilft, im Laufe der Zeit wieder Zugang zu meinen Gefühlen zu finden, denn da hapert es momentan noch ziemlich. Ich bin abgestumpft. Nicht großartig traurig, aber auch nicht großartig glücklich. Ich traue mich weder an das eine, noch an das andere Gefühl ran. Wie nach einer Grippe, wenn man das erste Mal wieder aufsteht und versucht, aktiv zu werden. Man ist innerlich so skeptisch und weiß noch nicht, ob man sich schon Aktivität zutrauen kann oder lieber im Bett bleiben sollte.

Die Panik ist meist weg. Aber mit ihr eben auch ein großes Stück meiner Gefühlswelt, was mich etwas verunsichert. Ich schätze, mein Gefühlsleben hat sich sicherheitshalber auf ein Minimum reduziert weil es Angst hat, wieder so tief zu fallen wie am Anfang.
Hätte ich nicht den Kater und meine Familie, würde ich wieder Panik schieben und die fehlenden Gefühle auf meinen Partner projezieren. Aber ich sehe, dass mein Gefühlswirrwarr und die Lieblosigkeit sich zeitweise auch gegenüber anderen Menschen (und Tieren) zeigen. Das zeigt mir, dass ich mental wirklich noch nicht fit bin und ich auch keine Entscheidung treffen muss, was die Beziehung angeht.

Ist das bei euch auch so?

Ich wäre am liebsten die ganze Zeit allein weil mich fast jede Gesellschaft überfordert und hin und her wirft im meiner Gefühlswelt. Aber allein geht es mir auch nicht gut.


Ich will jedenfalls stabil werden und langsam aber sicher wieder richtig Freude am Leben entwickeln. Dann kommt die Liebe zu allem und jedem bestimmt auch wieder. Aber man muss sich wohl in Geduld üben, immerhin ist einem von heut auf morgen das Leben genommen worden, auf das man jahrelang gebaut und über das man sich gefreut hat. Das hat das komplette Weltbild und vorallem die komplette Identität ins Wanken gebracht.

Ich bin immer wieder fasziniert über das, was da geschehen ist. Man hat ja immer mal wieder Probleme im Leben, aber dass etwas, das aus einem selbst kommt, einem so den Boden unter den Füßen wegreißen kann - das hätte ich nie für möglich gehalten. Dass es einem alles im Leben nimmt weil es einen komplett einnimmt wie ein Virus; dass man nichts mehr machen kann und nicht mehr dieselbe Person ist; dass man quasi gar keine Person mehr ist, sondern nur dieser Gedanke....das ist schon unheimlich.

Ich schätze, es dauert noch ein Weilchen, bis man wieder komplett in seiner Mitte ist. Aber es geht bergauf. Ich bin saufroh, dass die erste, schlimmste Zeit vorbei ist


Übrigens habe sagte mir meine Therapeutin vor Kurzem, dass unser Zwangsgedanke ein üblicher Zwangsgedanke sei und sie selbst sogar zurzeit noch eine Patientin mit denselben Gedanken behandelt (die dazu aber noch aggressive ZGs hat). Es gibt in meinem Therapiezentrum sogar eine Therapeutin, die sich auf genau diese Symptome spezialisiert hat. Die Krankheit ist also kein Mysterium mehr.

So, genug Updates von mir! Wünsch euch noch einen schönen Montag!

13.07.2015 11:46 • x 2 #101


Achja, was ich auch noch hinzufügen wollte, weil irgendwer das angesprochen hatte:

Thema Verantwortung übernehmen und erwachsen werden

Jip, geht gar nicht. Ich komme zwar ganz gut allein klar, aber bin schon recht schnell überfordert und weigere mich gern, Verantwortung zu übernehmen bzw. erwachsen zu werden.

Ra87: Du hast dich echt an ihrem Makel festgefressen. Wie ist das nochmal bei dir? Machst du eine Therapie?
Ich glaube, dass du viel mehr unter der Depression mit der berühmten schwarzen Brille leidest als an den Zwangsgedanken an sich. Du weißt doch, dass Depressive durch den Serotininmangel alles aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten (müssen) als gesunde Menschen. Darum findest du zurzeit auch kaum Positives an ihr. Aber du findest auch kaum Positives generell in deinem Leben. Kannst du denn nicht versuchen, dich von deinen Bewertungen ein wenig zu distanzieren?

Und wenn du wirklich so wenig Positives aus dieser Person, die sich deine Freundin nennt, schöpfen kannst, warum trennst du dich dann nicht?
Weil du innerlich spürst, dass es nur deine depressive Bewertung ist und nicht deiner eigentlichen Realität entspricht.

13.07.2015 11:56 • x 1 #102



Angst den Partner nicht zu lieben

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Tinkabelle1985
Danke für die Nachfrage.
Das Gespräch war irgendwie anders als sonst.
Mein Freund hat tatsächlich mal, was eigentlich garnicht seine Art ist, auf den Tisch gehauen und gesagt, was ihn stört.
Von einigen Dingen war ich tatsächlich überrascht, da er immer zu allem Ja und Amen gesagt hat und es für mich deshalb auch keinen Grund gab irgendwas zu ändern...
Aber ich möchte ja irgendwie schon gerne was ändern, weiß bloß noch nicht so genau wie.
Ich weiß, das ich ihr gegenüber schon oft gesagt habe, das ich mir Mühe gebe, mich zu ändern, aber ich hab es nicht getan. Einfach, weil ich wusste, das es ja keine Konsequenzen hat, wenn ich es nicht tue.
Er sagt, er liebt mich immer noch und er möchte mich nicht verlieren, aber er kann einfach nicht mehr.
Verständlich...
Ich habe ihn gebeten, es bis nach unserem Urlaub "aufzuschieben". Ich weiß, ich muss mich ändern und ich will es versuchen. Wenn ich es in den nächsten 4 Wochen nicht Chance, zumindest ein Stück auf ihn zuzugehen, dann haben wir beschlossen das ganze friedlich und endgültig zu beenden...
Aber ich möchte es wenigstens mal ernsthaft versuchen...
Keine Ahnung, ob es klappt, aber das weiß man ja vorher nie.

13.07.2015 12:49 • #103


Tinkabelle1985
Wir sollten vielleicht ein eigenes Therapiezentrum gründen...
So extrem identisch all unsere Gedanken sind...

13.07.2015 12:50 • x 2 #104


Hallo ihr Lieben,
ja, das ist für mich bisher immer die größte Unterstützung gewesen, dass es so viele Menschen mit den gleichen Symptomen gibt. Ich fühlte mich zu Anfang als einsamer Versager in meinem Leben.
Blume, vielen lieben Dank für deinen schönen Beitrag. Es liest sich so schön, wenn jemand so detailliert beschreibt wie es ihm geht und dabei aber irgendwie nicht vergisst, dass es aufwärts gehen kann. Ich habe selber auch das Gefühl, dass das Schlimmste in dieser Episode vorbei ist.....ich hoffe es auch einfach mal. Für mich waren die Urlaube, Familienfeiern, lange Wochenenden auch immer mit einem Klos verbunden: "Was, wenn ich durch diese intensivere Nähe etwas Unvorhergesehenes spüre? Mir die schlechte Wahrheit in den Kopf springt? Ich ihn nicht aushalte?" Es ging eigentlich immer gut und ich habe es als Herausforderung angesehen, zu versuchen, mit ihm zusammen, in seiner Nähe meine Unruhe oder Angst durchziehen lassen zu können. Ich habe sogar oft durch eine Umarmung die innere Unruhe oder Fluchttendenz wieder beruhigt bekommen. So wie eine Konfrontation mit der Angst.

Mir geht es seit Anfang diesen Jahres immer besser. Ich habe auch immer wieder Tage, an denen ich viel zu viel grüble oder ständig am Überprüfen meiner Gefühle bin. Manchmal haut mich auch ein angeblich fehlendes Gefühl oder eine (von mir nicht so gemochte) Eigenschaft an meinem Mann mich voll aus den Socken. Aber das geht dann nur ein paar Stunden. Das alles stresst mich noch, aber es wird besser. Nur manchmal erschrecke ich und denke: muss ich für immer mit dieser Last leben? Das Grübeln, das Überprüfen, das macht mich oft traurig, da die Unbeschwertheit aus dem Leben gegangen ist. Es bleibt auch bei mir ein Rest Skepsis mir gegenüber, eine Furcht, dass einem noch einmal im Leben so abrupt der Boden weggerissen wird. Im Hinterkopf bleibt eine gewisse Alarmbereitschaft, die ich aber irgendwie natürlich empfinde.

Ich hatte vor 8 Jahren eine starke Angststörung, die aus heiterem Himmel kam. Mit Depersonalisierung, Deppression und allem was dazu gehört. Ich konnte das mit Hilfe einer Verhaltenstherapie in Griff bekommen. Trotzdem war das erste Jahr davon geprägt, dass ich aufgewacht bin und mich gefragt habe, was wohl heute alles zutage tritt und wie es mir wohl geht. Ich hatte ständig Angst vor der Angst. Aber das ging mit der Zeit wieder weg. Die Zeit und die positiven Erfahrungen haben das wieder in den Hintergrund treten lassen. Deshlab bin ich ein wenig zuversichtlich.

Ich schicke euch noch eine Textpassage aus dem Buch "Nur in meinem Kopf!":

"Wenn mich Menschen fragen, wie sich diese Krankheit anfühlt, dann erkläre ich es so: Stell dir vor, du erlebst einen glücklichen Tag. Du erlaubst dir aber nicht, ihn zu genießen, denn du weißt, dass es große Probleme gibt, die du nicht lösen kannst. Es wäre aber eigentlich deine Aufgabe, diese Dinge aus der Welt zu schaffen. Obwohl du alles versucht hast, ist dir das nicht gelungen. Das bekümmert dich sehr, was dazu führt, dass du immer eine Grundtraurigkeit spürst. Du lebst in ständiger Angst, dein Geist könnte dich an die unbearbeiteten Baustellen erinnern. Manchmal wächst die Furcht ins Unermessliche. Es ist nämlich so, dass du diesen Zustand, in dem Fragen offengeblieben sind, kaum aushalten kannst. Du wünschst dir, es würde eine gute Fee vom Himmel herabschweben und dir eine hundertprozentige Garantie geben, dass deine Zweifel unbegründet sind und das Leben wieder problemlos wird. Doch woher soll das Zauberwesen kommen? Willkommen im echten Leben!
....
Gerade jetzt keimen schon wieder weitere Zwangsgedanken in mir. Ich habe meinem Ohrwurm gesagt, dass mir bewußt ist, dass er wieder etwas ausheckt. Keine Ahnung, ob auch das hilft, Schlimmeres zu vermeiden. Ich kenne den Feind jedenfalls gut. Er wartet nur darauf, dass ich schwach werde."

Blume, ich glaube du hast genau die richtige Therapeutin. Das freut mich echt! Es ist doch wirklich schwer, dass einem jemand von außen versteht, der das alles nicht selbst erlebt hat.

13.07.2015 13:23 • x 2 #105


rainbow2
Ich wäre am liebsten die ganze Zeit allein weil mich fast jede Gesellschaft überfordert und hin und her wirft im meiner Gefühlswelt. Aber allein geht es mir auch nicht gut."..... .....genauso geht es mir immer ...

13.07.2015 13:26 • x 2 #106


@blume1989 Schöne und ausführliche Schilderung. Klar ist es eine Depression und dahinter noch mehr und nicht erst die Beziehung. Ich war schon immer anders und empfand es auch immer schon so. Obwohl ich nicht komisch aussehe und auch nicht auf den Kopf gefallen bin empfand ich und meine Mitmenschen mich aufgrund meines Denkens und Verhaltens immer eher sonderbar. Die Gefühlskälte gegenüber Menschen kenne ich. Sobald ich enger mit Menschen zu tun fielen mir immer wieder Charakteristika an jenen auf die sie langweilig, schwach oder und unsympathisch erschienen ließen, dabei bin sieht man es mir wie gesagt nicht an und ich kann auch extrovertiert und gesellig sein, es wird aber mit zunehmenden Alter immer schwerer und anstrengender. Zu meinem Hund habe ich eine unfassbar große Liebe, jedes mal wenn ich dieses schöne und loyale Wesen sehe. Das hatte ich noch nie bei einem Menschen außer bei denen die unerreichbar waren, so auch anfangs meine Ex Freundin die mit meiner Freundin zum Glück nicht so viele Parallelen hat (positiv: lieb, vertrauenswürdig, strebsam, klug/reif). Merke jetzt wo meine persönlichen Teils starken Probleme langsam gelöst werden ich hoffentlich bald den Berufseinstieg packe und ne eigene Wohnung beziehe, dass die Beziehungsproblematiken an Wichtigkeit und hohem leidfaktor sinken. So ist es gerade nicht mehr so schlimm, obwohl ich wieder mehrmals dachte ich muss Schluss machen weil sie hysterisch ist überfordert mit ihren Problemen und mich reinziehst. Kaum Anziehung die letzte zeit aber es ist ok.

Mein Therapeut meinte übrigens zu mir dass ich keine Beziehung zu mir selbst aufbaue, ich beschreibe immer aber es kommt selbst wenn ich pausenlos rede nicht rüber wie ich mich fühle "was hinter ihren Worten steckt" und wegen dem positiven Vorstellungsgespräch und Feedback wohl die Stelle kriege es mir besser geht und nicht aus mir heraus. Ist doch klar, dass wenn es mir seit gut 1.5 Jahren immer wieder so geht dass ich extrem depressiv bin und nichts mehr da ist außer Leid Qual durch Gedanken Gefühle. Jetzt fühle ich mich zufrieden und gut, achtsam in mir ruhend und in frieden!Weiß nicht ob mein Therapeut passt. Dachte schon wieder dass er mich unsympathisch und seltsam findet wegen der oben genannten aussage, dabei kann ich mit ihm gut reden Egtl aber in dem Fall besteht eben so eine komische und negative Stimmung, vielleicht weil er micu enttarnt und ich mich ertappt fühle. Naja jetzt Sport machen Musik hören, ich Grüße viele Menschen herzlich die ich gar nicht kenne. Tut das mal da kommt immer etwas zurück, warum können wir nicht alle herzlich und freundlich zueinander sein?! Schönen Tag euch allen noch!

@Anni75 das hört sich gut an, weiter so! habe das Buch auch gelesen da war es noch interessant (eher gegen Anfang/Mitte) und die Passage trifft voll und ganz zu!

Gedanken kommen und gehen... Wir bleiben!

13.07.2015 14:19 • #107


@Anni75: Rein aus Interesse: Da du ja in der Vergangenheit schon mit Depris und Angst zu tun hattest: Würdest du sagen, es gab da starke Parallellen zu dem Gefühl, mit dem wir hier jetzt zu kämpfen haben? Oder hat sich diese Phase damals ganz anders angefühlt?


Grandiose Passage, die du da zitiert hast. Das trifft dem Nagel auf den Kopf, würde ich sagen! Da ist ein Problem, das man nicht lösen kann, verdammt...


Würde ich an Wahrsagerei glauben und man würde mir offenbaren:"Ja, ich sehe in meiner Zauberkugel, dass alles in Ordnung ist. Du liebst ihn und ihr seid in 40 Jahren immernoch verheiratet!".. Dann wäre das Problem gelöst und ich wieder glücklich. Nur leider gibt einem keiner den Beweis und man vertraut sich selbst so wenig.

Warum zur Hö***le ist es uns eigentlich so wichtig, den Begriff Liebe zu definieren?
Warum denkt man eigentlich, man müsste direkt gehen wenn die angebliche Liebe nicht da ist? Warum kann man sich nicht sagen:" Ich bin trotzdem glücklich in meiner Beziehung, es ist egal, was nun Liebe ist?"

Das ist es doch eigentlich, worauf es ankommt- dass man zufrieden ist. Wer legt einem diesen Druck auf? Früher war es doch auch egal. Heute hat es aber diese ummenschliche Bedeutung angenommen.

Ich finde es auch toll, dass man weiß, es gibt Leute, denen es haargenau so geht wie einem selbst.
Obwohl das ganze Thema so komplex ist und auch die Gefühle so schwankend und komplex sind, wissen doch meistens alle, wovon man redet, wenn man sie beschreibt

13.07.2015 15:47 • #108


mir geht es momentan nicht schlecht.. kein vergleich zu anderen zeiten.. ich habe seit einem monat keine heftige attacke mehr gehabt. dies seit meinem schlüsselerlebnis mit dem elternhaus.. ich merke dies hat etwas heilendes ausgelöst in mir..

ich habe noch meine gedanken, die werden wohl nie weggehen, ist mir grundsätzlich egal.. ich bewerte diese nicht.. wenn sie kommen dann sind das gedanken ob es richtig ist ob die gefühle weniger werden als zu beginn..das ist jetzt einfach mein rucksack mit welchem ich leben muss... ich habe durch die situation am 11. juni so was von selbstvertrauen und selbstliebe gewonnen, wahnsinn...mir hilft auch der satz mit der wertorientierten beziehung sehr..lustigerweise kommen gute gefühle wenn ich mir vor augen halten kann, was ich eigentlich alles habe im leben.. auch das ich jemanden gefunden habe mit dem ich lange zusammensein kann..

ich kann meine körperreaktionen auch viel besser einordnen.. nicht jedes ziepen hat etwas mit der beziehung zu tun, was für ein mist..

es wird besser, definitiv.. zuerst aber durch den ganzen sumpf hindurch.. augen zu und go!

gruss aus whales!

13.07.2015 15:56 • #109


Wow @bilbo super! Das motiviert mich sogar gerade beim Kraftsport total .... Thumbs up!

13.07.2015 16:14 • #110


@Blume1989, wenn ich so mal vergleiche, gibt es parallelen:
Beide Phasen kamen attock auf einmal. Zwar mit, im nachhinein betrachtet, gewissen auslösern, aber ich habe auch schon schwierigere Dinge ohne so was überstanden. Beide male könnten Auslöser Beziehung/ Bindung gewesen sein.
Auch die Phase selber verlief ähnlich: es gab Tage da fühlte ich mich einfach stark, wohl und positiv. Dann konnte ich die Furcht, Sorgen vor der Angst einfach gut abhaken und das Leben genießen.
Dann gab es Tage da tauchte die Angst, das depressive tief oder sogar die depersonalisation einfach auf, scheinbar ohne Grund oder Auslöser.

So geht es mir mit dieser Geschichte auch. Manche Wochen sind gut, positiv, stark, gefestigt. Und auf einmal bahnt sich grundlos ein tief an und der troll packt mich. Darauf folgen immer wieder gute Tage.

Also Parallelen:
Kam schlagartig
Eventuell Verbindung Beziehung, Bindung
Willkür wie es auftaucht

Ich befürchte ja, dass sich meine Post-Hochzeit-panik auf diese Angst und ZG übertragen hat.

13.07.2015 16:27 • x 1 #111


@Blume, ich stelle mir die gleichen Fragen. Warum wollen wir so eine perfekte Antwort. Ohne Zweifel ohne Angst?

Und ja! Ich will auch die wahrsagerin, das super Horoskop, die positive prophezeiung. Meine therapeutin soll sagen: ja, das ist Liebe, echt und für immer. Dann wäre das alles vorbei. Wie ein 4. Bluttest, der mir endlich die Ruhe gab, dass ich gesund bin.
Deshalb googlen wir ja soviel vergleichen, testen, lesen.... ach je.

13.07.2015 16:34 • x 2 #112


@Ra87 ja aber ich denke mir wenn ich nicht mehr Eifersüchtig bin liebe ich ihn nicht mehr. Ich habe Eifersucht und nicht Vertrauen immer mit Liebe definiert. daher kann ich das momentan einfach nicht unterscheiden ob er mir egal ist und ich ihn nicht mehr liebe oder ihm einfach blind vertraue.
ich denke du solltest abwarten bis der Stress deiner Freundin sich etwas gelegt hat. Wenn du sagst sie lässt es ein wenig an dir raus, kann ich verstehen das du wieder am grübeln bist und dich dann da mit ihrem Makel hineinsteigerst. Denke das wird aber vergehen , sobald sich ihr Stress gelegt hat und sie wieder "normal" drauf ist. Ja genau dieses ganze sich im Kreis drehen bringt nichts ! Aber es ist natürlich schwer in solchen Momenten davon einfach so wegzukommen!

@blume1989 das mit dem Urlaub klingt total toll! Ich hätte auch gerne den Mut über meinen Schatten zu springen und Urlaub mit ihm zu machen. Dann denke ich mir das ein Strandurlaub dafür absolut gar nicht geeignet wäre, denn dann hat man ja zu viel Zeit zum nachdenken und der Troll könnte leichter wieder auftauchen. Dann doch lieber nur ein Städtetripp... naja mal sehen.

@Tinkabelle1985 ok. also versucht ihr es nochmal. das klingt doch gut! wenn du kämpfst und dir Mühe gibst wirst du es schaffen ! denk nicht so viel darüber nach wie du es schaffst dich zu ändern, sondern wenn du deine Gedanken schaffst mal "beiseite zu schieben" kommt die Veränderung von ganz alleine. aber setz dich jetzt bloß nicht zu sehr unter Druck ! ich denke der Urlaub tut euch beiden gut und du wirst sehen wenn ihr da dann mal aus dem Alltagsleben raus seid und für euch seid, könnt ihr vielleicht wieder zueinander finden!
denn wenn es dir wirklich wichtig mit ihm ist, wovon ich ausgehe, dann wirst du dein Bestes geben da bin ich mir sicher! Wenn es dann wirklich nicht klappen sollte könnt ihr euch aber keine Vorwürfe mehr machen denn dann könnt ihr wirklich sagen ihr habt nochmal alles gegeben !Aber daran denkst du jetzt erstmal nicht !

13.07.2015 18:23 • #113


Was die Beziehung angeht (und das hatte ich sonst auch was alles anderes angeht also sprich mein ganzes Leben) bin ich die letzte Zeit echt nur noch genervt von meiner Freundin. Alles ist so schwer, mach dies nicht, warum hast du das gemacht, aus ner fliege wird ihrerseits ein Elefant gemacht, total kindisch und dann versucht sie irgendwie mit übertriebenen Humor oder auch sexuellen Anspielungen den Spieß zu drehen. Aber wie gesagt ich bin sonst ziemlich zufrieden und mache meine Sachen aber irgendwie glaube ich gerade, dass ich gerne mit meinem Freund in den Urlaub will, gerne Sport mache, gerne frei bin und das am ehesten ohne sie. Sie will es ruhig, mag es nicht was neues zu machen, hat Angst davor, Spontanität oder mal nachts ausgehen waren wir sehr selten bis Garnicht. Man muss nicht jedes Wochenende feiern gehen diese Zeiten habe ich hinter mir die Leute (die noch so Leben) ebenfalls aber das ist so oft langweilig und monoton. Und ich spüre auch das ich dann von ihr ausgehend eingeschränkt werde, das was sie nicht mag (Aktivität, später als 24h schlafen gehen/ zu lange schlafen, generell was unternehmen) es erinnert mich gerade an die zeit bevor meine Ex fremdgeküsst hat und bei jenem geschlafen hat und erst dadurch so eine vorläufige Trennung notwendig war, woraufhin ich bemerkte dass ich mit mir zu sehr beschäftigt bin und nicht bereit für eine Beziehung vor allem mit einer jungen Frau. Erst fängt sie an zu weinen und macht mir vorwürfe wie ich sie anlügen kann vor einigen Tagen. Dabei war diese "Lüge" eine Lappalie, sie reagiert sehr krass über. Es war eine Spinne die im Zimmer war, die ich nicht fand und dann meinte ich habe sie und werfe sie draußen raus, was sie aber nicht glaubte: "wie kannst du nicht nur so anlügen. Wie soll ich dir Vertrauen? Wie oft hast du mich schon angelogen ohne dass ich es erfahren habe?" Ist ja nicht ganz normal so eine Reaktion. So ähnlich war es als ich anders herum ehrlich zu ihr war und ihr was von
Mir aus sagte (wieder eine Lappalie) und Sie daraufhin fragte warum ich das gemacht habe und das nicht mehr tun soll, passiv-aggressiv war sie dann und gab es später zu dass es "wegen der Sache"die ich ihr gesagt habe. Naja is ist unter Stress, aber es ist anstrengend und merke das objektiver und neutraler jetzt wo es mir gut geht. Muss mir ein guter Freund sein und auf mich achten. Das tue ich gerade auch und distanziere und grenze mich ab wenn mir jemand schadet oder es anstrengend. Weiß nicht wie es weiter gehen soll, merke aber das zuviel Kontakt mit meiner Freundin mir auf Dauer nicht gut tut und das ist ja auch generell so, dass ich auch mal für mich sein will, mal ich sein und auch was erleben will, frei sein.... Nochmal: es geht mir gerade relativ gut, negative gedanken brauche ich nicht zu haben und auch keine schmerzen die ich mir im Kopf immer wieder zugefügt habe.

13.07.2015 19:55 • #114


ra, google mal nach phasen der liebe.. vielleicht kann dir das helfen..

13.07.2015 20:18 • #115

Sponsor-Mitgliedschaft

LeS15
Hallo Leute!
Schön, dass es vielen von euch trotzdem besser geht, bzw mit den Gedanken besser umgehen können
jetzt war das aussehen in den Gedanken besser jetzt kamen heute wieder totale Trennungsgedanken, aber wenn ich mich gefragt habe wieso ich mich trennen sollte, gab es für mich eigentlich keinen Grund. Auch wenn ich nach langem Troll-Denken (was ich iwie nicht stoppen konnte) immer wieder etwas sinnloses gefunden hab, wie zum Beispiel dass die Beziehung nicht spannend genug sei, aber damit kam ich ganz "gut" zurecht...
was mich jetzt mal wieder fertig macht sind die Gedanken an seinen besten Freund. Dabei will ich die gar nicht... Klar er sieht echt gut aus, vielleicht auch (klingt bescheuert) hübscher als mein Freund aber das ist doch eigentlich gar nicht so wichtig? ich liebe meinen Freund und er ist der beste für mich:)
Früher habe ich sie doch auch nicht verglichen?! Ständig vergleiche ich andere Typen mit meinem Freund, was mich im Moment am meisten fertig macht, kennt ihr das auch? Wie geht ihr damit um?
Und was mir der troll noch einreden will, bezüglich meinem neuen Handyvertrag und gemeinsamkeiten (ich merke jetzt schon wie bescheuert der Gedanke eigentlich ist aber ich werde ihn trotzdem nicht los) : der beste Freund hat alles von Apple unter anderem iPhone (was ja auch so viele haben) und mein Freund ist Eigentlich eher Apple "Feind" wie ich auch war wegen dem betriesbssystem. Jetzt will ich eben kein so großes Handy mehr und die einzigen guten kleinen sind eben iPhones und was mein troll mir dabei ständig einreden will: "oh du hast dann auch ein Apple iPhone ihr passt ja dann gzT zusammen"
wobei es total hirnrissig ist und man eigentlich schon drüber lachen könnte aber ständig muss ich das mit dem Typen verbinden aus Angst obwohl so viele andere meine Freunde auch eins haben. Oh man ich komm mir jetzt echt mehr als bekloppt vor

13.07.2015 21:57 • x 2 #116


@LeS15:Lies mal meine Beiträge gestern und vorher...Habe auch solche Gedanken bzgl.der Freunde
Mir geht's grade nicht gut...wirg gehen im Sommer backpacken nach Asien und haben grade ein wenig geplant.Je mehr Planung,desto distanzierter,genervter wurde ich...
Ich hab mich wirklich bisher total auf diesen Urlaub gefreut und gerade fühl ich nichts...Ich bin echt kalt und hab Angst,dass ich mir vielleicht doch alles nur einrede
Habe wieder lauter negative Gedanken wie länger nicht mehr und fühle mich ihm null nahe und verbunden...

13.07.2015 23:03 • #117


Das wird wieder anders Mondscheintarif, glaub mir..

Und wegen den Gefühlen für die Freunde - ich kenn das auch. Das ist nur ein weiteres Machtinstrument das vom Troll benutzt wird, also keine Panik. Sagt euch einfach: "Ja Troll, ich hab Dich durchschaut...."..

14.07.2015 08:33 • x 1 #118


@mondscheintarif: Ich hab ja gesagt, bei mir war es ähnlich. Ich hatte auch furchtbare Angst. Was mir geholfen hat, waren die Aussagen vieler Leute hier, dass der Troll im Urlaub auch Urlaub macht. Und genauso war es bei mir. Vielleicht liegt es daran, dass man weiß, dass man im Urlaub nichts entscheiden muss und kann, während man im Alltag diesen innerlichen Zwang hat, JETZT die richtige Entscheidung treffen zu müssen, bevor es "zu spät" ist. Zu spät für was auch immer (wieder so eine Frage ).

Ich habe noch im Auto zum Flughafen den schrecklichen Troll im Kopf gehabt: Er redet nicht, das heißt, ihr habt euch nichts mehr zu sagen...oh Gott, und jetzt fahrt ihr in den Urlaub zusammen! Ich springe lieber aus dem fahrenden Auto raus!"
Dabei war er einfach nur konzentriert weil er nachtblind ist Außerdem war er selbst ein wenig angespannt weil er mich im Moment ja auch schlecht einschätzen kann und Angst hat.
Wie gesagt, im Flugzeug war dann alles normal. Keine Gedanken, nur wir beide wie früher, auf dem Weg ins "Paradies"
Also wünsch dem Troll einen guten Urlaub und versuch dich aufgrund vieler unserer Erfahrungen ein wenig zu entspannen!

Backpacken in Asien ist super und das wird bestimmt ganz toll! Ich bin neidisch


Anni75: Perfekt. Der Bluttest für die Beziehung wäre die Lösung. Den sollte mal jemand erfinden!

14.07.2015 09:28 • x 1 #119


Ihr seid wirklich lieb.Es hilft mir das zu lesen.Tatsächlich war es beim letzten Urlaub auch so.Sobald wir weg waren,alles gut.Wieder hier,kam es zurück.
Ich finde es nur so schwer,weil es immer ein auf und ab ist,mal Liebe,mal absolute Distanz und völlig andere Wahrnehmung meines Freundes...Kennt ihr das,in den nicht guten Zeiten,ist es auch so schwer,sich vorzustellen wie die Zukunft weiter geht,wie der nächste Schritt irgendwann gegangen wird,wenn einen das doch immer wieder einholt?
Das mit der Entscheidung treffen ist auch so blöd,im meinem Hirn,scheint Entscheidung=Trennung abgespeichert zu sein.Ich will mich aber nicht trennen,aber denke dann,dass ich das bei dieser Distanz ja wohl muss...Naja im Endeffekt die gleiche Leier,aber ich verspüre trotzdem nicht diesen extremen Druck wie es noch vor 5 Monaten war.

14.07.2015 11:04 • #120



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