Zitat von Laminnie90:Hallo Loveless,
momentan lese ich hier eher still mit. Aber als ich deinen Beitrag gelesen habe wollte ich dir schnell antworten da ich weiß, dass du jetzt eine antwort brauchst! Mir geht es nämlich oft genauso wie dir! Es sind lediglich zwangsgedanken mach dir das immer wieder bewusst! Das ist ganz wichtig fang nicht mit deinen gedanken an zu "reden" (ich weiß leicht gesagt aber schwer) ...bei mir klappt .es momentan ganz gut! Gehe zwar nicht zur Therapie aber ich nehme seit Dezember Citalopram 20 mg und seit zwei Wochen nehme ich 40 mg.
Ich kann dir dieses Medikament nur empfehlen. Ich schaffe es dadurch überhaupt nicht mehr so extrem in die Spirale zu kommen. Manchmal hab ich sogar zeiten am Tag wo ich mich wieder wie vorher fühle! Ich hoffe es hilft bei mir jetzt...manchmal überkommt mich die angst zwar noch aber bei weitem nicht mher so schlimm. Ich bin zwar immer noch am Bewerten und überprüfen aber ich mache es längst nicht mehr so extrem!
Es wird besser! Denk immer dran es sind nur Zeichen einer Krankheit! Du schaffst das...raff dich auf und koch für deine Freundin!
Sie wird sich sicherlich freuen und es wird dich sicherlich ablenken! Hab einfach Geduld!
Hallo Laminnie90,
schön mal was von einem stillen Beobachter zu hören
Also ich denke soweit bin ich noch nicht, also das ich Medikamente brauche. Es war bei mir schon weit aus schlimmer als jetzt. Ich fühl mich einfach nicht besonders gut, aber es schränkt mich jetzt nicht massiv im Alltag oder Berufsleben ein. Dennoch würde mich interessieren wie du an ein Rezept für das Medikament gekommen bist. Hast du mit einem Psychologen darüber geredet? Und wenn ja über was?
Wie du ja meinem Beitrag vielleicht entnommen hast ist meine Therapeutin noch nicht soweit mir eine Aussage über mein Verhalten bzw. meine Gefühlswelt zu geben. Warum weis ich nicht. Ihre Begründung war nur das wir noch in der Probezeit wären. Mir kam es auch so vor als würde sie sich in der letzten Stunde seit ich das angesprochen habe das erste mal ernsthaft darum bemühen herraus zu finden was bei mir nicht stimmt. Sonst sahen die Sitzungen immer eher so aus das ich geredet und geredet hab und sie hat nur zugehört sich einige Notizen gemacht und selten ein paar Fragen gestellt. Das ist etwas traurig, da ich mich da irgendwie wie am letzten Strohhalm klammere.
Zitat von Landi:Es ist auch sehr schön das Du bei der Therapeutin sehr abgeklärt über Dich sprechen kannst, es hört sich für mich aber so als würdest Du Ihr halt was präsentieren, Du redest querbeet über Dein Leben aber das was Dich wirklich bewegt scheint nicht so recht auf den Tisch zu kommen ? Kann das sein ?
Hallo Landi,
ja, damit könntest du allerdings recht haben. Ich komme mir während der Sitzungen immer sehr selbst reflektierend und rational vor, als würde ich über eine andere Person reden. An meine Gefühle komm ich so natürlich nicht ran. Beispielsweise ich beschreibe ihr ein Gefühl, dann mach ich das nicht so als würde ich mich dran erinnern und es fühlen, sondern bin in dem Moment mehr damit beschäftigt das Gefühle so treffend wie möglich zu beschreiben. Ich bin also mehr mit der Suche nach der richtigen Wortwahl beschäftigt als mit dem Gefühl das ich in dem Moment hatte wieder zu geben. Verstehst du was ich meine?
Das haben wir auch in der letzten Sitzung festgestellt, eben dieses alles auf einer sehr rationalen Ebene wieder zu geben usw. Ich hab mir das dann so erklärt das jeder Mensch eine rationale und eine emotionale Ebene hat, die emotionale ist bei mir total verkümmert bzw. verschüttet und die rationale Ebene ist eben ein Schutz damit ich meine Emotionen nicht zügellos von der Leine lasse und damit Angriffspunkte für andere biete... und ich tue es schon wieder: ich fühle nicht, ich denke, als hätte ich nie etwas anderes gelernt. Deswegen fällt es mir wohl auch so schwer mich fallen zu lassen...