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62

S
Zitat von Perle:
Und als Du ihm von Deinem Zwangsgedanken erzählt hast, konnte er Dir Deine Angst / Zweifel nicht nehmen, sondern hat sie quasi noch untermauert oder ...

Nein, ich war total überängstlich getrieben als ich zu ihm ging und er verunsicherte mich.
Er sagte bloß ja vielleicht müsste man die Dosis des Medikamentes erhöhen, vielleicht auch 2 mal täglich, vielleicht muss man sie auch künstlich in die Menopause setzen lassen wenn sie so auf ihre Hormone reagieren habe oft PMDS probleme aber nie so früh im zyklus.
Dann meinte er vielleicht haben Sie ja deshalb so probleme mit ihrem Hormonen weil sie non binary oder Trans sein wollen…
Dann hab ich ihm gesagt mein inneres Kind wäre eher ein Junge, ich fragte ob das normal sei, er so ja die Frage können sie sich selber beantworten.

#41


Perle
Ich weiß tatsächlich gerade nicht, was ich dazu sagen soll.

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass diese Form der Therapie nicht die Richtige zu sein scheint. Fühlst Du Dich bei dem Mann gut aufgehoben? Ich würde mich glaube ich mal umorientieren. Hast Du einen Hausarzt?

Wenn Du so schwere PMDS hast, dann bist Du doch auch in gynäkologischer Behandlung oder? Was sagt Dein Gyn denn?

x 4 #42


A


Nach 2 Jahren Psychoanalyse massiver Identitätsverlust

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Waldträumerin
Ich finde das schon etwas seltsam, was er dir gesagt hat. Die Analytiker wollen austesten, was dahintersteckt - schön und gut, aber leider wühlen sie einen oft total auf und lassen einen dann im Regen stehen (zumindest habe ich das so erlebt). Da wäre etwas Sensibilität gefragt. Ich glaube einfach, bei dir ist dieser Zwangsgedanke entstanden, weil du so Angst davor hast, dass du ein Junge sein könntest. Zwangsgedanken hängen sich gern genau an die Sachen, vor denen man am meisten Angst hat (z.B. auch eine Krankheit, Verlust eines Menschen o.Ä.). Das heißt aber absolut nicht, dass du wirklich ein Junge bist! Das mit dem inneren Kind als Junge finde ich auch gar nicht problematisch. Mein inneres Kind ist ziemlich neutral, ich habe mich eigentlich nie gefragt, ob es männlich oder weiblich ist. Das hat vielleicht auch gar keine Bedeutung.
Das mit dem „ Künstlich in die Menopause versetzen lassen“ finde ich auch sehr fragwürdig.

x 3 #43


Perle
Die Userin hatte aber ja vor der Therapie nie Angst, ein Junge zu sein, siehe Eingangspost.

#44


S
Zitat von Perle:
Ich weiß tatsächlich gerade nicht, was ich dazu sagen soll. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass diese Form der Therapie nicht die Richtige zu sein ...

Ja meine Hausärztin hat mich zu ihm geschickt als ich sie fragte was ich nun tun soll meinte sie überlegt aber es kam nichts mehr….

#45


S
@Perle
Nein auch das hat der Analytiker herausgefunden da es immer monatlich meistens zum selben Zeitpunkt kam.
Aber auch eine richtige Diagnose möchte er mir nicht geben, alles muss ich ihm vorsagen quasi und bekomme aber keine Bestätigung ob es dann auch wirklich stimmt oder nicht…

#46


S
@Waldträumerin
Ja und das schlimme ist dass ich mich nun garnicht mehr traue in mein inneres zu hören, weil ich Angst habe wieder mit dem Junge Thema konfrontiert zu werden.
Ich öffnete quasi mich, vertraute mit dem Medikament und was kam dabei raus so eine Identitätskriese.

#47


Perle
Warum bist Du denn nicht in gynäkologischer Behandlung, wenn Du solche Probleme hast? Mein Weg würde zuerst dorthin führen.

#48


S
@Perle
Ehrlich gesagt hatte ich immer so Angst vor diesem Termin dass ich ihn wieder abgesagt habe, und ich weiß auch nicht ob es nur damit zutun hat.
Ich glaube es ist ein Trigger, aber nicht der Auslöser.
Ich habe wohl auch vergessen zu erwähnen dass der Analytiker über eine spezielle Krankenkasse, und Eigenanteil jedes mal 200Euro bekommt pro Stunde.
Ich hatte ihn mal angesprochen ob wir keine Verhaltenstherapie machen könnten, da meinte er das wäre wie eine Dressur, dann wäre am Ende jeder gleich.

#49


Perle
Ich würde an Deiner Stelle mal darüber nachdenken, diese Form der Therapie abzubrechen. Mir hat sich auch beim Durchlesen des threads bisher nicht erschlossen, warum Du überhaupt mit einer Therapie begonnen hast.

Parallel schaue mal nach einer Beratungsstelle, z. B. eine PIA in Deiner Nähe. Du brauchst ja nun irgendeine Form der psychologischen Unterstützung, um den Zwang zu regulieren.

Zudem gehe bitte zum Gyn und lasse dort Deine PMDS abklären und behandeln.

x 2 #50


Waldträumerin
@Sunshine0800 Kannst du zu ihm denn noch Vertrauen haben? Wenn nicht (was ich verstehen könnte), hätte ein Fortsetzen der Therapie bei ihm keinen Sinn mehr, oder? Dann wäre wahrscheinlich ein Wechsel besser. Vielleicht eine TherapeutIN?

x 2 #51


S
@Perle
Ich habe die Therapie angefangen weil ich eine Depressive starke Episode hatte mit Zwangsgedanken in der ich auch nicht alleine sein konnte und mein Mann sich sogar beurlauben ließ.

#52


S
@Waldträumerin
Ich weiß es ehrlichgesagt nicht, ich habe das Gefühl dass er mich schon ein wenig abhängig von sich gemacht hat, da es mir große Angst macht einen neuen Therapeut/in zu suchen….

#53


Perle
Zitat von Sunshine0800:
Ich weiß es ehrlichgesagt nicht, ich habe das Gefühl dass er mich schon ein wenig abhängig von sich gemacht hat, da es mir große Angst macht einen neuen Therapeut/in zu suchen….

Bitte suche nach einem anderen Weg. Optionen habe ich Dir ja eben geschrieben.

x 2 #54


Darkshadow
Hallo Sunshine,

nachdem du jetzt noch mehr über deine Therapie geschrieben hast, möchte ich nochmal wiederholen, was ich schon geschrieben hatte:
Ich glaube nicht, dass dieser Therapeut gut für dich ist.
Ich bin da ganz bei @Perle und @Waldträumerin.

Ich weiß aus persönlicher Erfahrung, wie schwierig es emotional sein kann, den Therapeuten zu wechseln, aber ich weiß ebenso aus persönlicher Erfahrung, wie viel Schaden ein Therapeut anrichten kann, der nicht passt.

Wie @Waldträumerin schon geschrieben hat, scheint genau dieses Therapeuten-Verhalten in der Analyse häufiger vorzukommen, und ich kann nur ergänzen, dass das auch genau die Sachen sind, die ich von Mitpatienten gehört habe, die durch eine analytische Therapie völlig dekompensiert sind (eben genau durch dieses „etwas aufwühlen, was möglich sein könnte (oder halt auch nicht) und einen dann im Regen stehenlassen“).

Ich würde mir für dich wirklich sehr wünschen, dass du dir einen anderen Therapeuten suchst, die Therapieform wechselst, zusätzlich allgemein über eine Auszeit vom Alltag nachdenkst (Kur, Klinik,...) und das Gespräch mit deinem Hausarzt über deinen Gesamtzustand suchst, da du schon über wiederkehrende lebensmüde Gedanken schreibst.
Wenn du jetzt einfach so bei diesem Therapeuten weitermachst, fürchte ich, dass sich dein Zustand nicht verbessern wird, im schlechtesten Fall sogar weiter verschlechtern wird.

Gerade auch, wenn du schreibst, dass du bereits eine beginnende emotionale Abhängigkeit verspürst, ist das ein weiterer dringender Grund, den Therapeuten zu wechseln.

Wie gesagt, mit ist voll und ganz bewusst, wie schwierig das emotional ist. Aber ich kann dir sagen: Ich kenne viele Patienten, denen ein solcher Wechsel gelungen ist und die diesen Wechsel im Nachhinein keine Sekunde bereut haben. Das einzige, was sie vielleicht bereut haben, war nur, nicht früher gewechselt zu haben.

Auch bei dem Wechsel der Therapieform könnte ein Klinikaufenthalt behilflich sein, denn die meisten Kliniken arbeiten verhaltenstherapeutisch, einige auch tiefenpsychologisch. Ein solcher Aufenthalt kann den nötigen Abstand zu deinem aktuellen Therapeuten herstellen, dann ist bereits eine Unterbrechung der Therapie da, danach ist es leichter, den Therapeuten zu wechseln. Mir hat mein erster Klinikaufenthalt mit diesem Wechsel geholfen. Es muss ja auch nicht vollstationär sein (auch wenn ich das bei dir für besser halten würde), eine Tagesklinik geht ja auch, denn wenn du darüber berichtest, wie erschöpft und verzweifelt du bist, würde ich mir wirklich wünschen, dass du darüber nachdenkst und deine Gesamtsituation mit deinem Hausarzt besprichst.

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute 🍀! LG

x 5 #55


S
@darkshadow
Warum denkst du das vollstationär besser wäre in meinem Fall?

x 1 #56


Darkshadow
Hallo Sunshine,

für mich klingt es so, als hättest du in deinem Leben gerade allgemein sehr viel Stress, du wirkst sehr belastet und es macht den Eindruck, dass dein Alltag dich gerade erdrückt. Du schreibst davon, dass du funktionieren musst, aber eigentlich ziemlich am Ende bist und vermehrt lebensmüde Gedanken hast (und die starken Zwangsgedanken hast).

Wenn ich so eine Kombination höre, empfehle ich dann doch mal, über einen Klinikaufenthalt oder eine Kur nachzudenken, damit man aus dem Alltag und dem Hamsterrad einfach mal herauskommt, um in Ruhe an seiner Stabilisierung arbeiten zu können, abseits vom normalen Alltag, um ein bisschen Abstand und Ruhe zu bekommen.

Bei einem Klinikaufenthalt stellt sich dann ja die Frage: vollstationär oder teilstationär?
Vollstationär bedeutet, dass man ganz in eine Klinik geht, dort seine Therapien macht und dort auch schläft.
Teilstationär bedeutet Tagesklinik. Man ist dort von ca. 8.00 bis 16.00/17.00, macht dort seine Therapien, fährt danach aber wieder nach Hause.
Da ich glaube, dass dich dein Alltag sehr belastet, könnte ich mir vorstellen, dass eine Tagesklinik vielleicht zu einer zusätzlichen Belastung werden könnte, weil halt der normale Alltag auf einen wartet, sobald man gegen frühen Abend wieder nach Hause kommt.
Gerade Eltern äußern öfters den Wunsch, eher Tagesklinik machen zu wollen, um morgens und abends für die Kinder da sein zu können.

Bei deinem Belastungslevel könnte ich mir daher vorstellen, dass dir eine wirkliche Auszeit von deinem Alltag helfen könnte, darum schrieb ich, dass ich mir bei dir vollstationär eher vorstellen könnte.
Da kannst du dann wirklich mal ganz zur Ruhe kommen, innerlich loslassen, dich ganz auf dich konzentrieren und dich ohne sonstige Verpflichtungen ganz auf deine Therapie konzentrieren.

LG

x 2 #57

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S
@darkshadow
Glaubst du denn dass eine Tagesklinik bei meinem Beschwerde Bild helfen könnte?
Ich könnte mich auf der Arbeit aufjedenfall 4 Wochen freistellen lassen das würde gehen, und hätte dann auch jemanden in der Familie der die Zeit mein Kind zur Schule bringt+ Kocht, und den Haushalt übernehmen würde.
Die Person würde auch den Transport für mich jeden tag in die Tagesklinik bereitstellen.
Ich wäre bereit es zu versuchen, ich glaub anstrengender als 2 Jahre Analyse wird es kaum sein.

x 2 #58


Darkshadow
Hallo Sunshine,

die Frage ist nicht so einfach zu beantworten, da es ganz viele Faktoren gibt, die den Erfolg eines Klinikaufenthalts beeinflussen, egal ob voll- oder teilstationär.

Ich glaube schon, dass dir auch eine Tagesklinik helfen kann.
Du hast viele organisatorische Fragen schon sehr gut lösen können und hast auch viel Unterstützung von deinem Umfeld, das ist schonmal super. Bei vielen Patienten ist genau das ein großes Problem.
Du wirst dort neue Therapeuten und eine neue Therapieform kennenlernen, auch das finde ich super für dich.

Wie schon geschrieben, halte ich es für möglich/wahrscheinlich, dass dein Stress im Leben insgesamt deine Zwangsgedanken ausgelöst hat (und nicht andersherum), und Stressbearbeitung, Depressionen, Burnout etc. sind Krankheitsbilder, die sich meiner Erfahrung nach gut in Tageskliniken behandeln lassen.

Bei anderen Krankheitsbildern halte ich Tageskliniken manchmal (nicht immer) für schwierig, und das aus folgendem Grund:
Tageskliniken haben zumeist gemischte Patientengruppen (also Patienten mit verschiedenen Diagnosen, die gemeinsam therapiert werden), viele vollstationäre Kliniken haben spezialisierte Stationen, auf denen Patienten mit spezifischen Diagnosen darauf abgestimmte Therapie bekommen (z.B. Trauma, Essstörung, Persönlichkeitsstörung, ADHS usw.).
In vielen Tageskliniken wird daher die Therapie auf Symptome ausgelegt, die viele Patienten haben, das bedeutet, dass die Therapie weniger spezifisch ist. Aber das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein, wenn eben Stress, Depressionen und Burnout eh die Symptome/Krankheitsbilder sind, an denen man arbeiten möchte.

Insgesamt braucht man für die Tagesklinik meiner Erfahrung nach etwas mehr Stabilität als für die vollstationäre Klinik, eben weil man außerhalb dieser täglichen 8 Klinikstunden trotzdem seinen normalen Alltag schaffen muss.
Man pendelt also täglich zwischen diesen zwei Welten (Alltag und Klinik) hin und her, muss gedanklich/emotional immer wieder „umschalten“. Ich persönlich empfand das als sehr anstrengend.

In der vollstationären Klinik taucht man halt voll ein in diese andere Welt, was Vorteile für die Therapie, aber auch seine Nachteile bei der Rückkehr haben kann.
Man muss nicht täglich noch den Hin-und Rückweg meistern, hat keine Haushaltsverpflichtungen o.ä., ist abgeschirmt vom Alltag und kann sich auf sich selbst konzentrieren. Die Therapien sind oftmals etwas intensiver und spezifischer, und man kann sich besser auf die Emotionen einlassen, die in der Therapie vielleicht hochkommen, weil man halt nicht danach „funktionieren“ muss. Außerdem ist zumeist rund um die Uhr ein Ansprechpartner/Therapeut/Arzt da, den man im Krisenfall kontaktieren kann. Man kann sich mehr mit den Mitpatienten austauschen (wenn man das möchte), eben weil man ja den ganzen Tag zusammen Zeit verbringt, inklusive aller drei Mahlzeiten.

Gleichzeitig macht dieser Rückzug in die Klinikwelt manchmal die Rückkehr in den Alltag schwerer, eben weil man die Zeit über in einer Art „Blase/Glocke“ gelebt hat, die den Alltag von einem ferngehalten hat. Man hatte Unterstützung und nicht viel mit den normalen Alltags-Verantwortungen zu tun, die dann nach einem solchen Aufenthalt wieder voll auf einen einprasseln.
In der Tagesklinik ist dieser Kontrast nicht ganz so groß, eben weil man die ganze Zeit über mit dem Alltagsleben in Kontakt geblieben ist.

Und meistens sind vollstationäre Aufenthalte auch länger als teilstationäre Aufenthalte.

Ganz allgemein sind die durchschnittlichen Wartezeiten für einen Platz in einer Tagesklinik meist etwas kürzer als für einen vollstationären Platz.

Es gibt noch mehr Unterschiede, aber soweit erstmal, sonst wird das hier noch länger als eh schon Smile. Gerade in Bezug auf Kinder gibt es natürlich auch noch einiges zu bedenken.

Kurz gesagt: Umso schwerer und spezifischer das Krankheitsbild, desto mehr halte ich vollstationäre Kliniken für sinnvoller.
Umso weniger Unterstützung man durch sein Umfeld und in seinem Alltag insgesamt hat, desto mehr halte ich vollstationäre Kliniken für sinnvoller.

Grundsätzlich gilt meiner Meinung nach: Wenn es einem schlecht geht, ist eine Tagesklinik besser als keine Klinik. Sie kann auch ein guter Einstieg sein, um seine Diagnostik noch genauer anzugehen. (Und für viele Patienten dient sie auch zum Übergang zwischen einem vollstationären Aufenthalt und der Rückkehr nach Hause.)

Die Therapiepläne sehen meistens gar nicht so unterschiedlich aus, es gibt Einzel- und Gruppentherapien, Sport, Entspannung, Achtsamkeit, Kunst- und/oder Musiktherapie u.v.m.

Insgesamt waren meine Therapiepläne in der vollstationären Klinik umfangreicher, aber die grundsätzliche Aufteilung der verschiedenen Therapiebausteine war ähnlich.

Ob ein Klinikaufenthalt ganz allgemein hilft, hängt leider auch von Faktoren ab, auf die man keinen Einfluss hat, wie z.B. die Bezugstherapeuten und die Mitpatienten.

Ich denke, es ist wichtig, dass man sich überhaupt auf die „Reise“ begibt. Man kann meistens aus jedem Klinikaufenthalt etwas Sinnvolles mitnehmen, das einem weiterhilft.

Alles Gute 🍀! LG

x 2 #59


B
... schwieriges Thema, da vieles möglich, aber für uns Leser nicht bekannt ist was genau.

Meinen Kenntnissen nach ist eine "psychoanalytische Therapie" (Pschoanalyse) erstens nicht so einfach zu bekommen und zweitens nicht für jede Person geeignet. Das sollte nur "gefestigt" getan werden, weil es da ans Eingemachte geht. Zudem muss der Therapeut zu einem passen. Du bist kein PKW, der in die Werkstatt muss.

Die Psychoanalyse ist das stärkste legale Mittel in der westlichen Welt. In der östlichen sind es die Methoden von Makarenko, die in der westlichen verboten sind. Psychoanalyse ist aber in dem Punkt damit vergleichbar, dass die eigene Persönlichkeit in Frage gestellt und eventuell korrigiert wird, jedoch nur so, dass dies die betroffene Person selbst tut unter Aufsicht und Anleitung eines Psychotherapeuten. Es ist in der westlichen Welt verboten die Persönlichkeit anderer Personen zu ändern und auch verboten andere Personen dazu zu animieren ihre Persönlichkeit zu ändern. Es ist nur legitim sie dabei zu unterstützen, mit Zulassung dazu.

Die Verwechslung der Eigenschaften maskulin/feminin (Genus) mit den Identitäten männlich/weiblich (Sexus) ist leider in unserer Gesellschaft stark gefestigt. Es wird zuerst an Sexus und erst dann oder auch gar nicht an Genus gedacht. maskulin/feminin hat nur etwas mit männlich/weiblich zu tun, was die Anatomie der Sexualorgane betrifft und sonst gar nichts.

Bei dir - und das wurde wohl irgendwie übersehen - war dies ein Trigger. Jedoch wurde dieser sexuell gedeutet, was falsch war. Denn tatsächlich getriggert wurde deine soziale Angst des Verlustes der Partnerschaft und sozialen Integration in deinem sozialen Umfeld und nicht eine sexuelle Angst deiner sexuellen Identität.

Auch Therapeuten können toxisch sein. Mir wurde zwar eine psychoanalytische Therapie nahegelegt, aber ich hatte keinen Therapeuten gefunden. Eine war richtig fies. Eine andere einfach unpassend. Viele lehnten unbegründet ab.

Der angesprochene Klinikaufenthalt ist keine Heilung, sondern eine Findung. Der Vorteil ist, dass mehrere Personen gleichzeitig für dich da sind. Die Ärzte halten Rücksprache mit den Schwestern, die die eigentliche Arbeit verrichten, indem sie das Verhalten der Patienten beobachten. Deswegen ist es sehr wichtig sich dort nicht zu verstellen, wie es in der Außenwelt gerne getan wird, um den Anschein zu bewahren. Es ist wie ein Freiraum, indem du endlich mal so sein kannst wie du bist, egal wie falsch es für die anderen ist. So kommst du der Sache auf den Grund.

Bei mir war es leider so, dass ich das nicht kapiert hatte und weiter den Anschein bewahren wollte, was bei einem drei-wöchigen Aufenthalt rund um die Uhr schwierig ist. Sie konnten dann allerdings keine Diagnose stellen, sondern nur einen Verdacht und lagen damit sehr nahe, was so gesehen eine Meisterleistung des Teams war.

Tagesklinik ist so gesehen suboptimaler als Klinikaufenthalt, weil ein Teil des Tages fehlt. Aber besser als nur alle paar Tage eine Sitzungsstunde. Es ist ebenso wie Klinikaufenhalt entspannter, weil du es gelassener angehen kannst und eben am besten einfach so bist wie du bist mit allen Fehlern und auch alles ansprechen kannst. Es ist streßfreier. Therapiesitzungen sind stressiger.

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