25

Nil97
Zitat von nektarine:
Hallo!Ich bin auch Pädagogin, momentan bei den ganz kleinen zwergen, kenne das Berufsfeld also sehr gut.Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Beruf der richtige für dich ist. Du wirkst sehr unsicher, suchst immer Bestätigung. Das ist in unserem Beruf kein großer Vorteil. Du musst vor den Kindern und den Eltern selbstbewusst auftreten, damit du ernstgenommen wirst!Warum arbeitest du nicht in einem ganz normalen Kindergarten? Da kann man anfangs als hausspringerin arbeiten, ist nicht alleine in der Gruppe und kann vieles lernen. Ich verstehe auch nicht ganz wie du als 30 Stunden nanny arbeiten und nebenbei die Ausbildung machen möchtest. Als nanny kannst du dir die Stunden nicht wirklich selbst einteilen und so eine Ausbildung ist sehr zeitintensiv. Liebe Grüße


Hallo!

Dass ich diese Unsicherheit habe, hat seine Gründe. Ich versuche vor den Eltern sicher aufzutreten und weiß, dass das sehr wichtig ist.

Was kann ich denn jetzt machen?
Ich weiß daher ja auch, dass momentan die Tätigkeit, wo ich ganz alleine arbeite momentan nicht so hilfreich für mich ist. Ich wollte Erfahrungen sammeln , um sicherer zu werden und habe keine Kollegin und bin auf mich allein gestellt.
Anfangs habe ich mir das so nicht vorgestellt. Ich merke einfach, dass ich mich ausgelaugt , überfordert und erschöpft fühle. Oft habe ich abends starke Kopfschmerzen im Stirnbereich. Das dauert dann ein paar Stunden. Am nächsten Morgen muss ich dann ganz früh morgens um 5:30 Uhr aufstehen und komme nicht zur Ruhe. In die Therapie bin ich wegen einer sozialen Phobie gegangen. Meine Ängste und Unsicherheiten waren anfangs viel schlimmer. Vor Bewerbungsgesprächen hatte ich auch Alpträume und war sehr aufgeregt und hatte Angst Morgenkreise anzuleiten. Jetzt komme ich heute viel besser damit klar und kann das vor den Eltern machen.

Wenn ich die Tätigkeit als Nanny übernehme, habe ich 1 oder 2 mal in der Woche frei. Die Weiterbildung ist einmal in der Woche montags von 15:30-20:30. Und dauert drei Jahre. Im zweiten Jahr findet die Weiterbildung auch an Samstagen statt.

12.10.2019 20:11 • #41


la2la2
Zitat von Nil97:
Was kann ich denn jetzt machen?

Kündigen. Und vor allem dein Denkmuster ändern: Dir KEINE Gedanken zu machen, was die Chefin darüber denkt oder ob sie dadurch Probleme hat. Das ist zu 100% ihr Problem und nicht dein Problem.
Stattdessen nach dem Abschicken den Kündigung die Sektflasche öffnen und feiern, dass du den unangenehmen Job bald los bist.

Überlege dir doch mal vollkommen FREI und unabhängig, was/wo/wie du beruflich machen willst. Willst du wirklich In der Kinderbetreuung o.ä. bleiben? Gibt es irgendeinen anderen Beruf, den du dir auch vorstellen könntest? Spricht nichts dagegen einfach nochmal eine andere Ausbildung zu machen.

12.10.2019 20:14 • #42


Verstehe. Wenn du die Ausbildung unbedingt machen möchtest, tu es.
Ich glaube trotzdem, dass du fürs erste in einem ganz normalen Kindergarten besser aufgehoben bist. Ich habe in den ersten monaten im Kindergarten mehr gelernt als in meiner 5 jährigen Ausbildung.
Gerade habe ich eine ganz junge Kollegin bekommen, die ein sehr gutes Händchen für Kinder hat, aber die routine im Alltag fehlt ihr noch, wobei ich versuche ihr zu helfen.
So etwas bräuchtest du auch!
Liebe Grüße

12.10.2019 20:19 • x 1 #43


Nil97
Zitat von nektarine:
Verstehe. Wenn du die Ausbildung unbedingt machen möchtest, tu es. Ich glaube trotzdem, dass du fürs erste in einem ganz normalen Kindergarten besser aufgehoben bist. Ich habe in den ersten monaten im Kindergarten mehr gelernt als in meiner 5 jährigen Ausbildung.Gerade habe ich eine ganz junge Kollegin bekommen, die ein sehr gutes Händchen für Kinder hat, aber die routine im Alltag fehlt ihr noch, wobei ich versuche ihr zu helfen. So etwas bräuchtest du auch!Liebe Grüße


Ich glaube, dass ich auch eine helfende Hand brauche. Hättest du das meiner Arbeitgeberin gesagt? Dass das auch davon kommt, dass ich kündigen möchte und merke, dass mir momentan diese Tätigkeit nicht viel helfen wird.

12.10.2019 20:21 • #44


Nil97
Zitat von la2la2:
Kündigen. Und vor allem dein Denkmuster ändern: Dir KEINE Gedanken zu machen, was die Chefin darüber denkt oder ob sie dadurch Probleme hat. Das ist zu 100% ihr Problem und nicht dein Problem.Stattdessen nach dem Abschicken den Kündigung die Sektflasche öffnen und feiern, dass du den unangenehmen Job bald los bist. Überlege dir doch mal vollkommen FREI und unabhängig, was/wo/wie du beruflich machen willst. Willst du wirklich In der Kinderbetreuung o.ä. bleiben? Gibt es irgendeinen anderen Beruf, den du dir auch vorstellen könntest? Spricht nichts dagegen einfach nochmal eine andere Ausbildung zu machen.


Ich könnte mir eine Tätigkeit als Fotografin gut vorstellen z.B. Neugeborene, Kinder, Familien.

12.10.2019 20:52 • #45


Skade
Zitat von Nil97:
Ich glaube, dass ich auch eine helfende Hand brauche. Hättest du das meiner Arbeitgeberin gesagt? Dass das auch davon kommt, dass ich kündigen möchte und merke, dass mir momentan diese Tätigkeit nicht viel helfen wird.

NEIN! Um Gottes Willen.
DU ziehst einfach deiner Wege.
Deine Noch-Chefin hat ja wie jeder Mensch ein Recht darauf so zu sein wie sie ist. Und du hast das Recht zu gehen. Sie muss weder deine Beweggründe verstehen noch diese reflektieren.
Nur du bist für dich verantwortlich.

Allerdings wirst du auch in Zukunft immer "blöde" Kollegen haben. Du wirst verunsichert sein und Fluchttendenzen haben. Das ist natürlich keine Lösung.

Ich bin auch Kindertagespflegerin. Zumindest auf dem Papier.

Edit:

Und warum möchtet du dann die Zusatzausbildung machen für Waldorfschulen? Wenn du lieber fotografierst?

12.10.2019 20:55 • x 1 #46


la2la2
Zitat von Nil97:
Ich könnte mir eine Tätigkeit als Fotografin gut vorstellen z.B. Neugeborene, Kinder, Familien.

Hast du schon eine vernünftige Kamera und fotografierst hobbymäßig viel?
Wenn ja: Hast du ein gutes "Gefühl" für tolle Motive?

12.10.2019 20:58 • #47


Nil97
Zitat von Skade:
NEIN! Um Gottes Willen. DU ziehst einfach deiner Wege. Deine Noch-Chefin hat ja wie jeder Mensch ein Recht darauf so zu sein wie sie ist. Und du hast das Recht zu gehen. Sie muss weder deine Beweggründe verstehen noch diese reflektieren. Nur du bist für dich verantwortlich. Allerdings wirst du auch in Zukunft immer "blöde" Kollegen haben. Du wirst verunsichert sein und Fluchttendenzen haben. Das ist natürlich keine Lösung.Ich bin auch Kindertagespflegerin. Zumindest auf dem Papier.Edit:Und warum möchtet du dann die Zusatzausbildung machen für Waldorfschulen? Wenn du lieber fotografierst?



Wie hättest du am Montag die Kündigung ausgesprochen. Nein, ich habe nicht gesagt, dass das fotografieren an Erster Stelle steht. Ich habe gesagt, dass ich mir das auch vorstellen kann, weil ich von meiner kleinen Nichte, die im Sommer geboren ist sehr schöne Fotos gemacht habe und ein gutes Auge dafür hatte.

12.10.2019 22:23 • #48


Nil97
Zitat von la2la2:
Hast du schon eine vernünftige Kamera und fotografierst hobbymäßig viel?Wenn ja: Hast du ein gutes "Gefühl" für tolle Motive?


Nein, ich habe keine eigene Kamera. Ich habe am Strand Sonnenuntergänge fotografiert und ich habe von meiner kleinen Nichte, die im Sommer geboren ist schöne Fotos gemacht und hatte ein sehr gutes Auge dafür für die Liegeposition usw.

12.10.2019 22:26 • #49


Skade
Zitat von Nil97:
Wie hättest du am Montag die Kündigung ausgesprochen.


Ich bin ein recht souveräner Mensch.
Du musst selbst die richtige Form für dich finden und dich dann zur Umsetzung trauen. Das hilft dir nicht, wenn ich dir jetzt sage, was genau ich gesagt hätte. Du bist ja nicht ich.

12.10.2019 22:31 • x 1 #50


Nil97
Zitat von Skade:
Ich bin ein recht souveräner Mensch.Du musst selbst die richtige Form für dich finden und dich dann zur Umsetzung trauen. Das hilft dir nicht, wenn ich dir jetzt sage, was genau ich gesagt hätte. Du bist ja nicht ich.


Das stimmt. Ich habe Sorge, vor ihrer Reaktion und Enttäuschung. Dann bekomme ich den Gedanken, dass man mich als Person/ Mensch nicht gut findet.

Nur weil ich in der Situation stecke und Schwierigkeiten habe, möchte ich eigentlich nicht so selbstkritisch sein.

Hast du einen kleinen Tipp, wie ich ihr die Kündigung sachlich ansprechen kann, so dass sie mich vielleicht verstehen kann. Ich habe einfach gemerkt, dass das alleine arbeiten momentan für mich nicht hilfreich ist und ich so keine Erfahrungen machen kann, weil mir eine Unterstützung fehlt.

Wenn ich eine Mitarbeiterin hätte, die ihren Arbeitsplatz in der Probezeit und auch später kündigen möchte, hätte ich es nicht persönlich genommen und es akzeptiert, weil es ihr gutes Recht ist. Ich würde ja auch nicht wollen, dass jemand mit Bauchschmerzen zur Arbeit kommt und sich nicht zufrieden fühlt. Jeder hat nur das eine Leben und darf es gestalten, wie er/ sie es möchte. Ich würde es gut finden, wenn jemand für sein Wohlbefinden sorgt.

12.10.2019 22:32 • #51


Skade
So wie ich die anderen hier teilweise im Thema verstanden habe, ist das ein bekanntes Muster. Und es wurde schon einiges dazu vermutlich an anderer Stelle geschrieben. Und du hast über dieses Problematik in der Therapie gesprochen.
Ergo heißt es jetzt "üben & aushalten".

Ich gehe nun ins Bettchen

12.10.2019 22:35 • #52


Nil97
Zitat von Skade:
So wie ich die anderen hier teilweise im Thema verstanden habe, ist das ein bekanntes Muster. Und es wurde schon einiges dazu vermutlich an anderer Stelle geschrieben. Und du hast über dieses Problematik in der Therapie gesprochen. Ergo heißt es jetzt "üben & aushalten".Ich gehe nun ins Bettchen



Nein, die Kündigung habe ich in der Therapie noch nicht angesprochen. Das mache ich am Montagabend.

12.10.2019 22:38 • #53


Skade
Es geht nicht um die Kündigung.
Es geht darum was Entscheidungen und Konflikte in dir auslösen.

12.10.2019 22:42 • x 1 #54


Nil97
Zitat von Skade:
Es geht nicht um die Kündigung. Es geht darum was Entscheidungen und Konflikte in dir auslösen.


Ich verstehe deine Antwort leider nicht

12.10.2019 22:44 • #55


Nil97
Zitat von la2la2:
Kündigen. Und vor allem dein Denkmuster ändern: Dir KEINE Gedanken zu machen, was die Chefin darüber denkt oder ob sie dadurch Probleme hat. Das ist zu 100% ihr Problem und nicht dein Problem.Stattdessen nach dem Abschicken den Kündigung die Sektflasche öffnen und feiern, dass du den unangenehmen Job bald los bist. Überlege dir doch mal vollkommen FREI und unabhängig, was/wo/wie du beruflich machen willst. Willst du wirklich In der Kinderbetreuung o.ä. bleiben? Gibt es irgendeinen anderen Beruf, den du dir auch vorstellen könntest? Spricht nichts dagegen einfach nochmal eine andere Ausbildung zu machen.



Ich kann mir auch vorstellen, mit Menschen zu arbeiten, die auf der Straße leben, (obdachlos sind aus irgendeinem Grund.) Ich hatte mal letztes Jahr ein paar Obdachlose angesprochen und ihnen eine warme Suppe, Wasser , brot Obst, warme Socken gekauft. Das war so ein schönes Gefühl, einem Menschen wertfrei ohne Vorurteile zu begegnen und ihm zu helfen. Viele gucken leider weg. Das Lächeln war unbezahlbar. Ein junger Mann war total berührt und bekam Tränen. Ich wollte mal auf Facebook in einer Gruppe mal fragen, wer Lust hätte im Winter mit mir Menschen auf der Straße anzusprechen und ihnen warmes Essen und etwas zu trinken, Decke, Socken zu schenken. Und mit ihnen zu sprechen eine Anlaufstelle zu empfehlen und zu unterstützen.

Ich habe vor mich da zu trauen, den Schritt zu gehen.

Mit obdachlosen zu arbeiten, da braucht man ein Studium z.B. soziale Arbeit!

12.10.2019 23:27 • #56


Miami
Wenn es finanziell bei Dir geht sichere NICHT zu das Du bis Dezember bleibst!

Das wird ihre Laune nicht verbessern aber Deine ungute Situation um das Doppelte verlängern.

Wenn ich es richtig herauslese hat sie Dich eh schon in die "Selbstständigkeit" gedrängt.

Sie kann auf ihren Vorteil achten. Deshalb solltest Du DICH nicht aus den Augen verlieren.

Und Dich nicht von dem Wunsch "das sie es versteht" und "das sie es gut heißt" zu unbedachten Zugeständnissen verleiten lassen.

Auch wenn es Dir jetzt vorkommt wie ein Riesenproblem, in 5 - 10 Jahren ist es ein völlig unbedeutendes "war mal".

12.10.2019 23:56 • x 2 #57


Nil97
Zitat von Miami:
Wenn es finanziell bei Dir geht sichere NICHT zu das Du bis Dezember bleibst!Das wird ihre Laune nicht verbessern aber Deine ungute Situation um das Doppelte verlängern.Wenn ich es richtig herauslese hat sie Dich eh schon in die "Selbstständigkeit" gedrängt.Sie kann auf ihren Vorteil achten. Deshalb solltest Du DICH nicht aus den Augen verlieren.Und Dich nicht von dem Wunsch "das sie es versteht" und "das sie es gut heißt" zu unbedachten Zugeständnissen verleiten lassen.Auch wenn es Dir jetzt vorkommt wie ein Riesenproblem, in 5 - 10 Jahren ist es ein völlig unbedeutendes "war mal".


Aus finanzieller Sicht wäre es besser, wenn ich bis Dezember bleibe.
Ich denke, sie braucht auch Zeit eine neue Mitarbeiterin zu finden. Ich muss ja so oder so gesetzlich bis zum 15.11. noch bleiben. Dann bekomme ich nur den halben Monat bezahlt und so schnell findet sie vielleicht keine neue Mitarbeiterin.

Ich möchte daher bis Dezember bleiben.
Bis Mitte Dezember ginge auch. Ich habe ab Ende November 30 Urlaubstage.
Das ist ein Kleinbetrieb. Die Eltern werden vielleicht auch nicht positiv überrascht sein. Es heißt für sie, dass sie Zeit einbringen müssen für die neue Eingewöhnung. Ich weiß nicht, wie eine andere Mutter es schafft, weil sie ab Ende November wieder arbeiten wird.
Das ist aber nicht mein Problem.

Ja, sie wollte mich nicht als Angestellte einstellen. Ihre Steuerberaterin hätte es ihr abgeraten und ich würde ja sowieso gleich verdienen. Da hat sie nur Vorteile, weil ich nur bei Krankheit und Ausfall 37 Stunden im Monat fehlen darf.

Und sie keine Arbeitgeberanteile hat.

Wie hättest du am Montag die Kündigung ausgesprochen.

13.10.2019 00:22 • #58


Schlaflose
Zitat von Nil97:
Wie hättest du am Montag die Kündigung ausgesprochen.

Ich habe einmal eine Umschulung als Buchhändlerin angefangen und nach 3 Monaten gekündigt. Ich habe meinem Chef einfach mein Kündigungsschreiben in die Hand gedrückt und gesagt, dass ich zum Ende des Monats kündige. Da ich noch einige Urlaubstage hatte, war das nur noch eine Woche, wo ich arbeiten musste. Er hat nichts dazu gesagt, nicht gefragt warum.

13.10.2019 06:10 • #59


Schlaflose
Zitat von Nil97:
Ich kann mir auch vorstellen, mit Menschen zu arbeiten, die auf der Straße leben, (obdachlos sind aus irgendeinem Grund.) Ich hatte mal letztes Jahr ein paar Obdachlose angesprochen und ihnen eine warme Suppe, Wasser , brot Obst, warme Socken gekauft. Das war so ein schönes Gefühl, einem Menschen wertfrei ohne Vorurteile zu begegnen und ihm zu helfen.

So etwas wird in der Regel ehrenamtlich gemacht. Damit kannst du kein Geld verdienen. Um einen richtigen Beruf im sozialen Bereich zu machen, muss man ein Studium absolvieren.
Auch der die Ausbildung zur Kindergärtnerin wird neuerdings über ein Studium durchgeführt.

13.10.2019 06:18 • #60




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag