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Mr.Froussard
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Hallo,

ich glaube ich könnte noch ein paar mehr Tipps gebrauchen wie ich meine hypochondrische Fake-Beschwerden wegkriege.


Einige Punkte habe ich bereits:

1. Sich klar machen, dass die Beschwerden selbst harmlos sind. (also keine Krankheit dahinter steckt)

2. Die Beschwerden akzeptieren. (sie müssen einem einfach egal werden) (nicht die Beschwerden sind das Problem sondern die negative Wertung die man ihnen anhefet)

3. Sich klar machen, dass diese Beschwerden ein falsches Bild des Körpers wiedergeben und somit eine Lüge sind. (Die Wahrheit ist hingegen, dass der Körper gesund ist)



Damit gelingt es schrittweise Hypochondrien abzubauen.

Mir ist es selbst damit bereits gelungen mehrere hypochondrische Beschwerden abzubauen.




Nur leider habe ich zurzeit Zweifel daran jemals wieder gesund zu werden. (bzw. soweit gesund zu werden, dass ich überhaupt die nächsten Wochen überleben kann)

Dadurch fällt es mir zurzeit sehr schwer, diese Methoden anzuwenden.




Kann mir jemand bitte noch mehr Tipps geben?

Oder Sagen mir Mut machen, dass ich auf jeden Fall wieder gesund werde?

07.12.2010 #1


38 Antworten ↓
Christina

Christina
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Zitat von Mr.Froussard:
Wenn ich aufwache bin ich z.B. erst symptomfrei, dann erinnere ich mich daran, dass ich ja sonst immer diese Symptome hätte und dann kommen sie wieder.
Mit anderen Worten: Du hast keine Symptome, auch keine Symptome von Hypochondrie, du hast "ganz einfach" ein Angstproblem, das anscheinend nicht sein darf. Und offensichtlich bist du ein - für Angstpatienten typischer - Kontrolletti.

Zitat von Mr.Froussard:
Angefangen hatte es vor 5 Monaten nach der Dopingspritze mit einem Gefühl, dass sich wie Bluthochdruck angefühlt hat. Da ich es nicht weg bekommen hatte schlug es irgendwann in ein Gefühl um, dass sich wie Angst angefühlt hat. (es war allerdings keine richtige Angst sondern nur Zittern und Unruhe)
Wie fühlt sich denn Bluthochdruck an? Doch eigentlich gar nicht. Und was sich anfühlt wie Angst, ist Angst.

Zitat von Mr.Froussard:
Später hatte es sich wie eine depressive Verstimmung angefühlt (nur, dass es sich mehr wie ein "Nachhall" einer depressiven Verstimmung anfühlte)

Noch später hatte ich ein Brennen im Bauchraum.

Ein Symptom dass auch mal vorkam war ähnlich wie Kälte. (ich hatte dann ständig gezittert)
Du scheinst ganz extrem in dich hineinzuhorchen - vielleicht um die ständig präsente (frei flottierende) Angst endlich einem Symptom anhängen zu können. Es ist leichter zu ertragen, vor etwas Angst zu haben als irgendwie Angst zu haben, ohne zu wissen wieso und wovor. Meine Vermutung wäre: Die Dopingspritze hat dir den Boden unter den Füßen weggerissen, weil sie mit einem gewissen Kontrollverlust verbunden war. Vorher konntest du dir u.U. einbilden, alles erreichen zu können, wenn du nur die richtigen Maßnahmen ergreifst und dich genug anstrengst. Und da zeigt dir das Leben gerade den Stinkefinger... Körper und Psyche machen nicht, was sie sollen, Kontrolle und Planung werden hinfällig. Wirklich! GastB hat völlig Recht damit, du kannst es vergessen, da etwas "unter Kontrolle" oder "in den Griff" zu bekommen. Das kann kurzfristig funktionieren, ich habe das selbst mal unter dem Druck meiner damaligen Verhaltenstherapeutin knapp zwei Jahre durchexerziert. Den darauf folgenden schlimmen Rückfall erspart man sich besser.

Zitat von Mr.Froussard:
Aber leider halten mich die Symptome dennoch davon ab zur Uni zu gehen. Da ich dort immer anfange in mich hineinzuhorchen.
Das ist natürlich Meideverhalten. Aber auch das kann seinen Sinn haben: Wie sinnvoll finden denn deine Gefühle (nicht die Vernunft!) die Uni und dein Studium? Macht's Spaß und hast du 'ne gute Zeit?

Zitat von Mr.Froussard:
Wobei der Satz, dass ich mich nicht von den Symptomen von irgendetwas abhalten lassen darf ebenfalls sehr wichtig ist.

Das muss ich mir dringend möglichst stark verinnerlichen.
Genau so meinte ich es nicht. Die Symptome bzw. die Gedanken über mögliche Symptome sollen dich nicht von Dingen abhalten, die dir gut täten und dein Wohlbefinden steigern könnten. Es geht nicht um Selbstdressur, sondern um Selbstfürsorge!

Zitat von Mr.Froussard:
Es wäre natürlich prima wenn es wirklich so wäre, dass ich "einfach" nur zu einem Psychologen gehen brauche, ein paar Sitzungen lang über meine Kindheit erzähle und dann wieder "störungsfrei" bin. Aber mein Problem liegt darin, dass ich nicht so richtig daran glaube, dass es so funktioniert. (auch wenn ich gerne daran glauben möchte)
So funktioniert es nicht und es hat auch niemand behauptet, dass es so funktionieren könnte. Du biegst dir da was zurecht, vielleicht in der Hoffnung, den ultimativen Trick zu finden. Gibt's aber nicht. Das haben übrigens VT und psychodynamische Verfahren gemeinsam: Man muss genau und geduldig hinschauen, die eigenen Gefühle erkennen und unrealistische Einschätzungen korrigieren. Die Wege dahin sind eben unterschiedlich.

Zitat von Mr.Froussard:
Aber in meinem Fall gab es keinen Auslöser bei dem ich irgendeinen Vorteil durch diese Beschwerden bekommen hätte.

Im Gegenteil. Es gab nur Nachteile.
Das sagt am Anfang jeder. Und im sozialen Leben, in der geplanten Karriere und im persönlichen Empfinden sitmmt das ja auch. Trotzdem kann es für die Psyche von Vorteil sein, das Problem aufrecht zu erhalten. Siehe oben: Kontrollverlust gehört zu den Dingen, die Menschen am schlechtesten wegstecken. Da schlägt sich die Psyche schon mal lieber mit Symptomen rum, als sich endgültig damit zu arrangieren, dass wir im Leben nicht so wahnsinnig viele Dinge unter Kontrolle haben.

Liebe Grüße
Christina

02.12.2010 21:59 • #30


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A


Wie kriegt man hypochondrische Fake-Beschwerden weg?

x 3


Christina

Christina
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Zitat von Mr.Froussard:
Die Lösung die ich bisher gefunden habe ist, dass ich mir klar machen muss, dass es mir diese Gefühle egal sind, da sie keine Gefahr für mich darstellen.

Auf diese Weise gelingt es mir immer öfter die Kontrolle aufzugeben.

Zudem mache ich mir immer wieder bewusst, dass diese "Symptome" und Empfindungen völlig harmlos sind und ich sie einfach zulassen muss. (ich sie aber gleichzeitig auch nicht zu sehr beachten darf)
"Lösung suchen/finden" und "Kontrolle aufgeben" sind widersprüchlich. Der Versuch, den Gefühlen gegenüber gleichgültig zu bleiben und so zu tun, als wären sie nicht da, ist nichts anderes als eine massive Kontrollmaßnahme. Gefühlskontrolle eben, andere kontrollieren anderes (Blutdruck oder Symptome oder - bei Zwangskranken - Gedanken). Auf Dauer verstärkst du deine Probleme damit, denn deine Beruhigungsstrategie hat sich erledigt, sobald ein Symptom mal etwas stärker wird oder ein neues hinzukommt.

Zitat von Mr.Froussard:
Wobei ich glaube, dass es doch weniger daran liegt, dass ich etwas kontrollieren will.

Das Problem scheint eher daran zu liegen, dass mir die Symptome unangenehm sind und ich sie gerne weg kriegen möchte.

Dadurch nimmt sie mein Körper als Bedrohung wahr und wertet die Symptome negativ. Wodurch sie für mich unangenehm sind.
Inwiefern ist das etwas anderes als ein Kontrollbedürfnis?

Zitat von Mr.Froussard:
Aber im Moment habe ich ein hypochondrisches Gefühl, das sich wie Nervosität anfühlt.
Mein Eindruck ist nach wie vor, dass da nichts Hypochondrisches ist, sondern dass du ganz normale Gefühle (wie eben Nervosität) für Symptome hälst. Wenn du wegen deiner "Symptome" Schwierigkeiten hast, die Uni zu besuchen, ist es normal, morgens, bevor es losgeht, nervös zu sein, ob das jetzt klappen wird. Das fühlt sich blöd an, ist aber nichts, was man "in den Griff bekommen" muss. Man kann sich auch mit einem flauen Gefühl auf den Weg machen.

Zitat von Mr.Froussard:
Daran in die Uni zu fahren ist jetzt überhaupt nicht mehr zu denken
Wieso nicht? Jetzt am späten Nachmittag ist klar, hat sich erledigt... Aber wieso solltest du nicht trotz irgendwelcher Symptome zur Uni fahren können? Du hast keine Lähmungen, Bewusstseinstrübungen, schwere Schmerzen oder Ohnmachtsanfälle oder sonstwas objektiv Beeinträchtigendes, sondern "nur" Ängste und störende Gefühle. Akzeptieren bedeutet, diese wahrzunehmen und dann eben mit ihnen loszuziehen. Natürlich wird das kein schöner Tag an der Uni. Dann wird's eben ein beschissener Tag an der Uni. Aber einer, an dem du dein Leben weiterführst.

Nochmal zur unbeantworteten Gretchenfrage: Gefällt es dir an der Uni? Macht dir dein Studium Spaß? Steuerst du einen Beruf an, der auch ein bisschen Berufung ist? Und hast du mal ausprobiert, wohltuende und normalerweise spaßbringende Dinge trotz der Symptome zu tun? Du scheinst mir sehr im Denken gefangen, wo Handeln und Erleben mehr bringen würden.

Liebe Grüße
Christina

03.12.2010 17:35 • #37


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P
Ich nehme mich selbst nicht mehr so "über-wichtig.
Habe Humor, und bin nicht der Dreh,- und Angelpunkt der Welt.

#2


M
Zitat von pax:
Ich nehme mich selbst nicht mehr so "über-wichtig.
Habe Humor, und bin nicht der Dreh,- und Angelpunkt der Welt.


Danke

kennst Du nicht noch weitere Methoden bzw. therapeutisch wirksame Verhaltensweisen?

#3


G
Na, da sind wir ja wieder in dem vorhergesagten Hamsterrad.
Offenbar klappt dein Patent doch nicht so toll wie du gemeint hast.
Zitat von Mr.Froussard:
1. Sich klar machen, dass die Beschwerden selbst harmlos sind. (also keine Krankheit dahinter steckt)

2. Sich klar machen, dass diese Beschwerden ein falsches Bild des Körpers wiedergeben und somit eine Lüge sind. (Die Wahrheit ist hingegen, dass der Körper gesund ist)

Ja, der KÖRPER!

Und was ist mit der SEELE ?

Was meinst du denn, warum dein Körper überhaupt irgendwelche Symptome produziert, wenn du doch körperlich gesund bist? WARUM denn?
Hast du dich das schon mal gefragt?

Wie ich schon x-mal geschrieben habe: Du bist seelisch nicht gesund, daher produzierst du, produziert dein Körper SIGNALE - damit du AUFWACHST!

Stattdessen versuchst du lediglich, die Symptome abzuwerten und zu unterdrücken.

Deine Symptome sind die Überbringer einer schlechten Nachricht, nämlich der, dass deine Seele leidet, dass sie krank ist und einer liebevollen, sorgsamen, fachmännischen Behandlung bedarf.

Anstatt also diese Nachricht ernst zu nehmen, willst du die Überbringer der schlechten Nachricht töten. So haben es frühere autoritäre, narzisstische Herrscher gemacht, die die Kriegsniederlage nicht wahrhaben wollten, sie seelisch nicht verkraften konnten, die ihnen mitgeteilt wurde.

Zitat von Wikipedia:
Der Überbringer der schlechten Nachricht
Das Verhaltensmuster, den Überbringer einer schlechten Nachricht stellvertretend für deren Ursache zur Verantwortung zu ziehen, konnte in der Geschichte häufig beobachtet werden. Beispiele hierfür finden sich auch in jahrhundertealten Mythen und Erzählungen, die bis in die Zeit der alten Griechen zurückreichen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bote
[/quote]
http://de.wikipedia.org/wiki/Sophokles : Ihm wird der Ausspruch „Töte nicht den Boten.“ zugeordnet.

Du kannst den Boten (deine Symptome) töten, der Inhalt ihrer Nachricht bleibt trotzdem bestehen.

#4


M
Ich verstehe ja was Du meinst und ich würde auch gerne glauben, dass es so ist.

(zeitweise hatte ich auch daran geglaubt, da es mir dadurch über den Zeitraum von 2 Tagen besser ging und ich daran glauben wollte)

(Zudem danke ich Dir dafür, dass Du Dir weiterhin soviel Mühe mit mir gibst. Vielleicht hast Du ja wirklich recht und hälst tatsächlich den Schlüssel für meine Heilung in den Händen.)


Aber das Problem ist, dass ich inzwischen gemerkt habe, dass die Symptome immer dann stärker werden wenn ich mir Sorgen darüber mache. Z.B. wenn ich glaube, dass hinter den Symptomen eine seelische Krankheit stecken könnte.

Immer wenn mir die Symptome egal waren wurden sie hingegen schwächer.



Wobei es möglicherweise auch einfach nur einen Versuch wert ist.


Wie würde Deiner Einschätzung nach eine erfolgreiche Therapie bei mir ablaufen?

Würde ich dann irgendwelche Sachen aus meiner Kindheit bzw. meiner Jugend oder einfach den letzten Jahren erzählen und dann auf verdrängte Erinnerungen aufmerksam gemacht werden?

Und wenn ja, welchen Einfluss hätte das dann auf meine Psyche?



(Wirksamkeitsstudien über diese Art von Therapie sind mir mehrer bekannt. Aber irgendwie fällt es mir immer noch schwer daran zu glauben, dass das funktioniert.) (obwohl ich gerne daran glauben möchte, da ich mir nichts sehnlicher wünsche als endlich wieder "normal" zu sein)

#5


G
Zitat von Mr.Froussard:
Aber das Problem ist, dass ich inzwischen gemerkt habe, dass die Symptome immer dann stärker werden wenn ich mir Sorgen darüber mache. Z.B. wenn ich glaube, dass hinter den Symptomen eine seelische Krankheit stecken könnte.

Kannst du sehen, dass du dir schon wieder und immer noch ständig widersprichst?

Vor wenigen Minuten hast du in dem anderen, fast gleichen Thread behauptet, dir sei es völlig egal, ob du seelisch krank seist oder nicht, das würde dir gar nichts ausmachen, wenn du seelisch krank wärst!

Und hier schreibst du, du machst dir SORGEN, dass hinter den Symptomen eine seelische Krankheit stecken könnte.

Zitat:
Wie würde Deiner Einschätzung nach eine erfolgreiche Therapie bei mir ablaufen?

Würde ich dann irgendwelche Sachen aus meiner Kindheit bzw. meiner Jugend oder einfach den letzten Jahren erzählen und dann auf verdrängte Erinnerungen aufmerksam gemacht werden?

Und wenn ja, welchen Einfluss hätte das dann auf meine Psyche?

So ähnlich. Aber du würdest nicht auf Verdrängtes aufmerksam GEMACHT werden, sondern Verdrängtes selber wiederfinden.

#6


M
Zitat:
Vor wenigen Minuten hast du in dem anderen, fast gleichen Thread behauptet, dir sei es völlig egal, ob du seelisch krank seist oder nicht, das würde dir gar nichts ausmachen, wenn du seelisch krank wärst!


Da ist jetzt der Widerspruch zwischen meinem Leiden und der Autosuggestion mit drin die ich verwende um mich über eine Art "selbstgebastelte Verhaltenstherapie" selbst zu therapieren.

Aber ich verstehe was Du meinst.

Ich würde auf etwas stoßen, dass ich ins Unterbewusstsein verdrängt habe. Das würde dann durch die Therapie ans Tageslicht kommen. Könnte von mir bewusst bearbeitet werden und die Störung wäre beseitigt. (vereinfacht ausgedrückt)

Aber mein Problem ist, dass ich daran häufig zweifel. Gibt es eigentlich irgendwelche Fallbeispiele bei der diese Vorgehensweise tatsächlich funktioniert hat und im einzelnen auch heraus zu lesen ist, dass es an der Vorgehensweise lag und kein Placebo-Effekt war?

#7


P
Zitat:
Und was ist mit der SEELE ?

Was meinst du denn, warum dein Körper überhaupt irgendwelche Symptome produziert, wenn du doch körperlich gesund bist? WARUM denn?
Hast du dich das schon mal gefragt?

Ja, und was fehlt Dir denn in Deinem Leben so sehr, dass Du das in scheinbaren Phantomschmerzen ausdrücken musst Mr.Froussard?
Da ist Deine Beobachtungsgabe offensichtlich ubersensibel.

#8


M
Zitat von pax:
Ja, und was fehlt Dir denn in Deinem Leben so sehr, dass Du das in scheinbaren Phantomschmerzen ausdrücken musst Mr.Froussard?
Da ist Deine Beobachtungsgabe offensichtlich ubersensibel.


Hallo Pax,

genau, dass ist mein Problem. Ich habe scheinbar ständig Angst vor körperlichem und seelischem Missempfinden.

Das war auch genau das womit es losging. Nachdem ich die Dopingspritze genommen hatte, hatte ich Angst davor, dass es mir nervlich wieder schlechter gehen könnte. Diese Angst führte dann dazu, dass ich Tagelang eine Art bluthochdruckartiges Gefühl hatte, dass einfach nicht weggehen wollte.

Damals (vor 5 Monaten) hatte mich meine Angst davor, dass es mir wieder schlechter gehen könnte mich in eine Situation getrieben in der ich ständig Angst hatte in irgendeine Form von Missempfinden reinzugeraten.

Daher versuche ich zurzeit zu lernen, dass es mir egal ist wie ich mich fühle.

Die letzten 15 Tage lang hat dass ganz gut geklappt. Der Rückschlag hat mir etwas Mut genommen. Aber inzwischen habe ich schon wieder etwas mehr Mut, das durchzustehen.

(ich muss mir einfach immer wieder sagen, dass mir meinen Befinden egal ist.)

#9


P
Zitat:
Nachdem ich die Dopingspritze genommen hatte,

Was wolltest damit denn erreichen?

#10


M
Mir ging es einfach nur darum um - noch - kräftiger zu werden. (ich war lange Zeit Freizeit-Bodybuilder)

Hat sich allerdings als Fehlschlag erwiesen. Alles was ich zuvor an Muskelmasse aufgebaut hatte, habe ich inzwischen verloren.

Inzwischen wiege ich ca. 20kg weniger als vor 5 Monaten.



Bis heute könnte ich mich dafür selbst in den Hintern treten, dass ich diese dämliche Dopingspritze genommen habe

#11


P
Zitat:
Hat sich allerdings als Fehlschlag erwiesen. Alles was ich zuvor an Muskelmasse aufgebaut hatte, habe ich inzwischen verloren.

Gut, dann kann sich jetzt das Hirn ausweiten.
Ist auch kein Fehler

#12


M
Zitat von pax:
Gut, dann kann sich jetzt das Hirn ausweiten.
Ist auch kein Fehler


Wäre ja nicht schlecht

Hätte ich nur diese Einstellung schon vorher gehabt

#13


P
Die Dopingsspritze ist abgebaut- jetzt kannst neu starten.
Willst Du das überhaupt?

#14


jadi
ich verstehe nicht warum du jetze angst hast die nä. wochen nicht mehr zu überleben.....??du wiedersprichst dich in allen..........wenn du wie im anderen thread doch jetze alles umsetzen kannst,wieso hast du nun angst nicht zu überleben.also denkst du doch noch du hättest etwas schlimmes........ich finde du redest dich aus allen raus und wirklichkeit ist deine angst und symptome noch genau so schlimm wie vorher....du kannst noch garnix umsetzen...........man liest es aus deinen zeilen.......und einige andere haben es ja auch schon vermutet....und dieser thread hier beweisst es eindeutig.........

#15


M
Zitat:
du kannst noch garnix umsetzen..


Doch konnte ich. Allerdings nur 15 Tage lang. Dann kam ein Rückschlag und jetzt geht es wieder Bergauf.

Ich glaube ich muss es einfach nur lernen mit diesen Beschwerden zu leben. Sie so gut wie möglich ignorieren und mir klar machen, dass es mir egal ist wenn es mir nicht gut geht.

#16


jadi
dann tue dieses......und wiederspreche dich nicht immer...du wirst zeit brauchen und bist nicht mit der einsicht sofort geheilt.........

#17

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M
Dass ich nicht sofort durch die Einsicht geheilt bin war mir schon vorher klar.

Es ist einfach nur schrecklich anstrengend sich immer wieder selbst sagen zu müssen, dass die Symptome und negativen Empfindungen harmlos sind und sie mir egal sein müssen.

Vor allem da ich mich ständig besch******* fühle. (und mir selbst dazu noch sagen muss, dass es so in Ordnung ist und ich damit leben muss)

Hinzu kommt die Angst davor diese verdammte Hypochondrie nie wieder los zu werden.

Zudem kann ich zurzeit kaum noch etwas machen, dass mich ablenkt. Das ist einfach die Hölle




Wie lange hatte es bei Dir eigentlich gedauert bis Du Deine Hypochondrie unter Kontrolle hattest Jadi?

#18


jadi
ich habe sie noch nicht unter kontrolle....aber ich kann behaupten das ich damit besser umgehen kann..............klar gibs noch tage an dem es schwerer ist vorallem wenn man stress hat..aber ich weiss auch das es noch ein langer weg ist bis man da wirklich mal raus ist......wenn man meine anfänge hier liest sieht man wie verzeifelt ich war...
und im übrigen müssen wir das alle durch machen.es ist hart aber lohnenswert sich das immer wieder klar zu machen......

#19


Christina
Zitat von Mr.Froussard:
Ich würde auf etwas stoßen, dass ich ins Unterbewusstsein verdrängt habe. Das würde dann durch die Therapie ans Tageslicht kommen. Könnte von mir bewusst bearbeitet werden und die Störung wäre beseitigt. (vereinfacht ausgedrückt)

Aber mein Problem ist, dass ich daran häufig zweifel. Gibt es eigentlich irgendwelche Fallbeispiele bei der diese Vorgehensweise tatsächlich funktioniert hat und im einzelnen auch heraus zu lesen ist, dass es an der Vorgehensweise lag und kein Placebo-Effekt war?
Die Zweifel sind berechtigt, denn das sind freudsche Vorstellungen des "psychischen Apparates". Sicher haben deine Symptome ihre (auch oder sogar fast ausschließlich psychischen) Gründe. Aber bevor du auch nur die Richtung eruieren kannst, aus der die Symptome kommen, mach' mal 'ne Liste, was für Symptome es genau sind. ***Kannst du gerne einfach für mich machen, denn ich bin zu faul, mich dafür durch deine Beiträge zu arbeiten... *** Sind deine Symptome "laut", wie z.B. mittlere bis starke Kopfschmerzen? Würden sie dich auch dann deutlich beeinträchtigen, wenn du stark abgelenkt wärst? Oder horchst du in dich rein und machst dann konsequent aus Mücken Elefanten?

Symptome zu ignorieren bringt m.E. gar nichts. Sie haben ja ihren Sinn und wenn dein Körper in Zusammenarbeit mit deiner Psyche so bei dir nicht weiterkommt, werden die beiden u.U. noch 'ne Schippe drauflegen, bis du zur Kurskorrektur bereit bist. Es geht um eine realistische Einschätzung deiner Lage. Wenn du Symptome hast und dich irgendwie mies fühlst, solltest du das nicht übergehen, sondern kraft deines Verstandes überlegen, ob diese Symptome für eine tatsächliche gesundheitliche Gefahr stehen. I.d.R. tun sie das nicht, sondern sind lästig, aber harmlos. Dann heißt es aber nicht, Augen zu und durch, sondern Augen auf und schauen, woran es dir fehlt. Nicht unter dem Aspekt, wie kriege ich das Symptom klein. Du musst vielmehr überlegen, was dir in diesem Moment gut täte, was du wirklich tun willst (unabhängig davon, ob es vernünftig oder nutzbringend ist). Genau das solltest du dann tun. Und nur hierbei solltest du tatsächlich die Symptome "ignorieren" i.d.S., dass du dich nicht von ihnen abhalten lässt.

Liebe Grüße
Christina


P.S.: Dopingspritze, 20 kg Verlust von Muskelmasse in fünf Monaten, evtl. verändertes Trainings- und Ernährungsverhalten - das sind schon sehr heftige körperliche Veränderungen und ich finde es nur normal, wenn die sich im Befinden niederschlagen, sowohl körperlich als auch psychisch.

#20


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