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Hallo Ihr Lieben,

wer vielleicht meinen thread weiter unten gelsesn hat ( ÜberschriftIch bin an einemPunkt..), der weiß, dass ich im Moment massiv versuche meine körperlichen Symptome zu ignorieren.

Meine Symptome sind stets, wie ja bei vielen von euch, lebensbedrohlich und ich habe Angst vor den Krankheiten per se, aber auch vor den Diagnosestellungen, denen womöglich aufwendige Untersuchungen voraus gehen..
Ich bin im Grunde sehr gesund, mein Körper hat mich noch nie im Stiich gelassen.

Jetzt war ich letzte Woche mit dem einen Symptom (Darmkrebs) durch und dachte bei mir:Jetzt bitte keine neue Krankheit, die eine CT oder Kernspin zur Folge hätte, ich meine zwecks Abklärung.
Dann nahm ich morgens, letzten Sonntag, einen kurzen leichten Kopfschmerz wahr, war schon in Hab-Acht-Stellung, der währte Sekunden, ein paar Stunden später noch ein mal so ein kurzer Schmerz - und ich saß wieder in meinem Symptom-Gefängnis....ich konzentrierte mich auf den Kopf, ich horchte sozusagen nach dem Schmerz, der sich dann auch natürlich ab dem Nachmittag einstellte.......Vom Verstand ganz einfach: Die Geister, die ich rief bzw. Nocebo-Effekt.

!!Jetzt meine Frage an euch, wie haltet ihr solche Symptome aus OHNE euch beim Arzt rückzuversichern?!!

Erstens habe ich natürlich wider Angst vor der Diagnose.....aber mein Hauptanliegen ist ja, dass ich aus diesem ständigen Abchecken beim Arzt ´raus will, mir selbst die Sicherheit geben möchte?

Mir ist diese Frage an euch sehr wichtig, da ies mir heute aufgrund der Kopfschmerzen, die gar nicht mal doll sind schlecht geht. Dann habe ich noch gegoogelt....ja, ich weiß, selbst schuld , las dann noch etwas von Hirntumor; Kopfschmerzen und Übelkeit und erinnere mich an gestern Abend, wo mir leicht schlecht/übel war .....( Totwein, Zwiebeln....)

Seid so gut und antwortet mir, ich drehe mcih im Kreis, habe heute große Zweifel, dass ich es je schaffen werde!

Liebe Grüße,

Charly

18.11.2012 19:14 • 19.11.2012 #1


9 Antworten ↓


Nach Symptome zu googeln ist das allerschlimmste was man tun kann! Ich hab mich damit sowas von verrückt gemacht, dass die Beschwerden nur noch schlimmer geworden sind vor lauter Angst.

18.11.2012 19:59 • #2



Wer hält es aus.

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Hi Casadero,

danke für deine schnelle Antwort.....ich laufe wie ein Tiger durch´s Haus, weiß nicht, wie ich das packen soll, ob ich es schaffe, bin also sehr froh über eine andere Meinung. Wobei deine Meinung ja gar nicht anders ist, wir WISSEN ja, WAS zu tun ist......aber wir fühlen es nicht!

Du hast es schön geschrieben:wir haben vor etwas Angst, das wir selbst sind Wie wahr.
Ja, es gibt -zig Erklärungen, WARUM ich mich heute so verhalte, wie ich es tue, aber die Erklärungen sacken nicht tiefer, nicht in das Empfinden hinein. Ich habe auch keine Lust mehr zu forschen, es hat nichts gebracht.

Stimmt, mit den Medikamenten war der Fokus nicht so stark. Aber ich kann nicht sagen, dass es mir mit den Medikamenten gut ging, also so richtig gut, unbeschwert.....Also weg mit dem Zeugs, was alles langfristig nur noch schlimmer macht.

Ich fühle mich wie ein Tier in Gefangenschaft, ich bin unruhig, voller Angst, voller Angst vor meiner Angst, vor meinen Re-Aktionen...
Ich habe auch schon ge, dacht, ich müsste einsam und verlassen, nur auf mich gestellt mit einfachsten Mitteln im Himalaya ausgesetzt werden, vielleicht würde ich dann meine eigene Kraft spüren.....will aber nicht ins Himalaya , kleiner Egotrip, ach´Familie, ach´Job......
Es ist genauso wie du es beschreibst, du hattest es schon mal sehr treffend unter so funktioniert der Hypochonder geschrieben, ALLES gibt Anlass zum Alarm.
Ich wünschte, ich hätte die Gelassenheit zu sagen, ok, dann raff´mich halt dahin Krankheit/Tumor aber solange lebe ich eben.
Ich lebe aber nicht, ich halte mich irgendwie aufrecht, erfinde alle zehn Minuten neue Überlebensstrategien.....

18.11.2012 20:15 • #3


Elfenkind, wie hast du es geschafft, NICHT zu googlen, ggfs nicht zum Arzt zu gehen?

18.11.2012 20:16 • #4


Weißt du, ich finde gar nicht, dass es sich komisch anhört, den Jacobsweg zu gehen. Gedacht habe ich das auch schon, muss ja nicht de J´weg sein, es gibt ja auch in Deutschland nette Alternativmöglichkeiten, aber ich rede mich damit heraus, dass mein Kind noch zu jung ist, dass ich meine Yogasschüler nicht im Stich lassen kann usw.

Sich auf sich selbst besinnen, ja - deshalb habe ich vor Jahren eine vierjährige Yogalehrerausbildung gemacht. Für die Besinnung, für den vertieften Kontakt zu mir selbst, um mich besser entspannen zu können. Psychologisch, auch philosophisch habe ich viel gelernt...
Unterm Strich habe ich mich dadurch beruflich gut etablieren können, bin denke ich gerade ob meiner Sensibilität eine gute Yogalehrerin, habe mir etwas aufgebaut - aber die Ängste sind immer noch da.

Casadero, gehe ich also Recht in der Annahme, dass du dich auch jeden Tag 50.000x bezwingen musst nicht zum Arzt zu rennen?
Was machst du in den Momenten?

18.11.2012 21:05 • #5


Charly,

ich musste zugegeben ein wenig grinsen, als ich das mit dem Himalaya las. Ich schaue mir jede Bergsteigerdoku an oder jeden Film darüber oder überhaupt alles wo Menschen bis an die Grenze ihrer körperlichen Belastbarkeit und weit darüber hinaus gehen... Und sagte sogar schon das ein oder andere Mal den Mount Everest zu besteigen, das würde ich gern, das wäre es doch.
Und im echten Leben bringt mich jedes körperliche Symptom, was bei mir ja schon teilweise gesundheitsbedingt ist, dazu, die Sachen total zu katastrophisieren. Aus eher harmlosen aber durchaus realen Geschichten bastele ich mir die schlimmsten alternativen (Un-)Möglichkeiten ohne dass ich googeln muss, weil ich nämlich auch noch medizinisches Vorwissen habe.
Ich kann dir deine Ausgangsfrage leider nicht beantworten. Denn ich halte es aus, nicht zum Arzt zu gehen, weil mein Kopf mir sagt, ich gehe dann zum Arzt, wenn die Notwendigkeit dafür gegeben ist- soweit kriege ich das Ganze noch kontrolliert.
Zitat von Charly:
Ich wünschte, ich hätte die Gelassenheit zu sagen, ok, dann raff´mich halt dahin Krankheit/Tumor aber solange lebe ich eben.
Ich lebe aber nicht, ich halte mich irgendwie aufrecht, erfinde alle zehn Minuten neue Überlebensstrategien.....


Deshalb bleibt mir leider nur anteilnehmend zu sagen, dass ich mich genauso fühle und mir das gleiche wünschte wie du. Vielleicht ist da bei mir auch noch ne gehörige Portion Ärger auf mich selbst im Spiel, dass es nur beim Wünschen bleibt und zum Umsetzen nicht reicht.
Lg

18.11.2012 21:09 • #6


Aziza,

...du hast dich doch schnell hier eingelebt, oder??

OK, du gehst dann also zum Arzt. Täte ich das, so säße ich aber jede Woche da. Woher weißt du, wann die NOTWENDIGKEIT besteht??!! Ich kann es nicht mehr unterscheiden, wann geht ein normaler Mensch zum Arzt, bis wohin muss ich etwas aushalten?
Außerdem weiß ich ja auch ganz genau, dass die vermaldeiten Symptome wesentlich eher verschwinden würden, würde ich nicht soviel Energie hineinstecken!

So ähnlich verhält es sich auch. die mich behandelnde Heilpraktikerin ( ich mach selbst gerade eine Heilpraktiker-Ausbildung) ist die Frau meines Hausarztes......sie stellt sozusagen den verlängerten Arm da und fängt schon mal so manches im Vorweg ab. Ich habe also ein kleines Hintertürchen, wenn sie es besorgniserregend fände, dann wüßte es ihr Mann auch und würde dann auch intervenieren - so sieht mein Konstrukt aus.
Im Grunde ist das Modell aber auch für die Tonne, da ich immer merh Abhängigkeiten aufbaue.
Wie heißt es bei facebook: Es ist kompliziert.

18.11.2012 21:46 • #7


Nach Symptome zu googeln ist das allerschlimmste was man tun kann! Ich hab mich damit sowas von verrückt gemacht, dass die Beschwerden nur noch schlimmer geworden sind vor lauter Angst.

19.11.2012 01:22 • #8


Hallo Charly,
ich persönlich versuche es in letzter Zeit mit einer Art Fristsetzung. Wenn ich irgend ein Symptom entdecke/habe dann mach ich mit mir selbst ganz genau aus, bis wann ich es ignorieren werde und mir keine weiteren Sorgen machen werde. Also z. B. Wenn dieses Ziehen im Kopf bis Freitag nächster Woche nicht weg ist, DANN mache ich mir wieder Gedanken darüber. Selbst bei schweren Krankheiten käme es in seltenen Fällen auf den Tag an. Und wenn dann würde es mir viel schlechter gehen (sage ich mir immer)... Und meistens sind die Symptome schon vor dem mit mir ausgehandelten Tag weg!
LG

19.11.2012 08:09 • #9


Hi little_mermaid,

ich danke dir...wie alte Bekannte..?!
Fristensetzen finde ich gut und mache ich auch, ich habe es aber noch nicht bei Krankheiten geschafft, die für mich lebensbedrohlich sind.........


-----------------
Das sind wir beim Thema. Meine Überschrift hier lautet Wer hält es aus......nicht zum Arzt zu gehen?

Ich jedenfalls nicht. Trotz aller guter Vorsätze, ich hatte heute Morgen so eine Angst, es ging nicht mehr. Ich ging wegen der Kopfschmerzen zu meinem Hausarzt, der mich, Got sei Dank, gut kennt.
Er sprach von degenerativen Prozessen, Alter; da er mich aber auch kennt, geht er auch davon aus, dass ich mich eher hineingesteigert habe.....ich erzählte ihm von meiner Angst vor weiterführenden Untersuchungen, er sagt nur, das habe ich gar nicht mit Ihnen vor. Ich seh´Sie sehr gern, aber beim nächsten Mal mit einer schön dicken Erkältung. Dann nahm er noch Blut ab (Knochenwerte, jetzt natürlich wieder Angst vor dem Ergebnis...). Ach ja, dann sagte er noch, dass es bei ihm auch jeden Tag mal hier und da zieht und kribbelt......komisch, scheint menschlich zu sein

Ich tendiere dazu, mich wegen des Besuchs zu verurteilen, darf ich aber nicht. Ich habe es trotzdem, so gut ich eben konnte, gemacht. Ich darf nicht aufgeben. Ihr auch nicht!!

Ich habe gestern den Test, der hier im Forum von der Uni Bern eingstellt war, gemacht und war wegen der hohen Stresswerte und Krankheitsängste echt schockiert. Ich muss mich irgendwie vor mir selbst schützen. Ich bekämpfe mich selbst, das ist doch der blanke Wahnsinn.

19.11.2012 16:53 • #10



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