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Hallo,
ich leide seit über 10 Jahren an einer Angststörung. Nachdem ich ein anstrengendes Semester hinter mir hatte, war ich echt urlaubsreif, jedoch war ich Ende Juli weder nervös, noch hatte ich merkwürdige körperliche Symptome. Ich hatte relativ gut mein 6. Semester hinter mich gebracht. Seit August haben mein Freund und ich nun eine ernsthafte Krise und ich leide zunehmend an den verschiedensten Symptomen. An die erhoffte Erholung war also leider in den Semesterferien nicht zu denken. Seit einem Monat wird mir öfter plötzlich übel, und dann bekomme ich auch Herzrasen und Angst fühle mich sehr aufgebläht. Mein Magen ist seitdem voll empfindlich. Außerdem fühle ich mich ständig wie benommen, wenn ich draußen unterwegs bin habe ich manchmal das Gefühl ich falle gleich hin, mir ist oft schwindlig naja das volle Programm eben. Eigentlich kenne ich das ganze schon, aber immer wenn wieder so Phasen kommen und länger anhalten hat man eben doch Angst das es Warnzeichen für eine Krankheit sind. Dadurch das ich nie "wirklich" krank war wenn ich solche Symptome hatte, versuche ich mich eben nicht immer gleich total verrückt zu machen und alle möglichen Ärzte abzuklappern, weil das mein kleines Hypochonderdasein auch nicht gerade verbessert. Trotzdem weiß ich einfach nicht, wann es was sein könnte und wann eben nicht. Da es aber wieder mal relativ plötzlich kam zeitgleich mit der Beziehungskrise, vermute ich eben das die Angst dahinter steckt. Was meint ihr? Danke für eure Hilfe

13.10.2011 22:24 • 13.10.2011 #1


3 Antworten ↓


ich könnte mir auch gut vorstellen, dass es an der beziehungskrise liegt - ist bei mir ähnlich. ist total unangenehm, dieser mist, ne?

Deine Püppi

13.10.2011 22:31 • #2



Viele verschiedene Symptome

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Ja ist schon anstrengend, wenn man sich mit ängsten auch noch so ne schwierige beziehung aussucht. hätte mir eigentlich schon vor 9 jahren klar sein müssen, dass mir diese beziehung immer wieder besonders viel kraft abverlangen wird...aber wo die liebe nun mal hinfällt. stehe nun nach fast 2 jahren fernbeziehung, vor der entscheidung auswandern ohne die beziehung aufgeben, obwohl ich ihn liebe (er war bereits vor diesen 2 jahren 7 jahre in meinem land hier aber nicht glücklich). naja ich hoffe unsere beziehung und mein gesundheitszustand stabilisieren sich. ich hoffe, dass ich es dann schaffe wenigstens zu versuchen bei ihm zu leben.
LG

13.10.2011 22:41 • #3


Schattenbinder
Das Problem mit dem "Wann weiss man, dass es etwas körperliches ist, und wann weiss man, dass es psychisch ist?" kenne ich im Moment nur zu gut. Habe derzeit auch wieder eine schlechte Phase, die sich mit verschiedenen Symptomen bemerkbar macht wie Schmerzen in der Brust, Schweissausbrüche, Kältegefühl in Armen und Beinen, Schwindel, extremer Müdigkeit und Kreislaufbeschwerden. Dazu dann noch die Angst. Das schlaucht so ungemein und ich bin schon wieder der Meinung, eine Thrombose, Herzprobleme, Schlaganfall oder einen Tumor zu haben. Zum Arzt komme ich weder zeitlich noch denke ich, dass es etwas bringen wird, da ich eh immer (auch ohne Untersuchung) nur höre: "Das ist doch nur psychisch."

Obwohl ich auf der einen Seite Angst habe, dass ich doch ernsthaft krank sein könnte und dass ich irgendwie zusammenklappe oder sterben muss, weiss ich auf der anderen Seite auch, dass ich derzeit einfach unglaublich viel Stress auf der Arbeit habe und furchtbar angespannt bin, weil meine engsten Vertrauenspersonen seit Wochen in Florida sind und somit für mich unerreichbar. Ich fühle mich also ziemlich allein und hilflos allem ausgeliefert. Ist ein super Nährboden für die Panik.

Von daher kann ich dich so gut verstehen...
Deine Beziehungskrise ist für dich vermutlich auch gerade der Grund. Wir können die Dinge ja auch vernünftig anschauen und sagen "Das ist es!", aber die Symptome gehen davon ja leider nicht einfach so weg. Wenn wir doch nur diese verflixten Katastrophengedanken abstellen könnten...

13.10.2011 23:03 • #4




Prof. Dr. Heuser-Collier