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Guten Tag,

ich bin wahrscheinlich einer der jüngeren Mitglieder hier. Weiblich, siebzehn Jahre alt, leide seit bald drei Jahren an einer ziemlich intensiven Angststörung und bin vor etwa zwei Jahren hier auf dieses Forum gestoßen (war bis jetzt aber nur ein stiller Mitleser).
Die Symptomatik meiner Attacken hat sich seit Beginn der Quarantäne extrem verändert, von gut einschätzbarem Herzrasen/Extraschlägen und Schwächeanfällen, von Migränen begleitet, ging es für mich geradewegs in Richtung Atemnot, psychosomatische Fiebrigkeit und extremen Zitter- und Schwindelanfällen.
Meine Mutter hat zu Krankheitsbeginn sehr schnell reagiert und mich sofort zur Therapie geschickt - die Therapeutin habe ich einmal gewechselt und komme eigentlich sehr gut mit ihr zurecht.
Nur mache ich mir trotzdem extreme Sorgen; ich bin kein übermäßig aktiver Mensch und genieße es oft, alleine zu sein. Ich arbeite mich momentan durch die elfte Klasse in einem Gymnasium und habe zeitgleich ziemlich schwierige Verhältnisse Zuhause.

Dass sich die Symptome meiner Panikattacken ständig ändern, treibt mich momentan in den Wahnsinn. Von tagelanger Atemnot rutsche ich in Herzängste, kriege Zitteranfälle, obwohl mir viel zu heiß ist. An anderen Tagen stehe ich wie unter Strom, fühle ein Kribbeln unter der Kopfhaut, habe Missempfindungen wie kalte Stiche am Körper. Ich habe sämtlichen Appetit verloren und schaffe es kaum noch, lange Gespräche zu führen, da mir extrem schnell die Luft ausgeht.
Die momentane Lage um Covid-19 macht es auch nicht gerade leichter, vor allem da ich ständig mit einer Halsentzündung zu kämpfen habe.

Erlebt jemand momentan die selben Umschwünge oder weiß, woher sie bei sich kamen? Eine Antwort wäre eine riesige Hilfe für mich.

Vielen Dank, und einen angenehmen Tag!

09.05.2020 03:03 • 10.05.2020 #1


5 Antworten ↓


sun78
Ohh ja das kenn ich immer was neues alles Mist bin heute in der Nacht munter geworden total benebelt
und Unruhe bin sehr müde hab Angst einzuschlafen

09.05.2020 09:50 • x 1 #2



Veränderung der Symptomatik

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cube_melon
Willkommen im Forum.

das geht hier sehr vielen Usern so.
Corona, die Angst davor, die Kontaktsperre, das Schließen der Schulen, Entlassungen aus der Klinik deswegen, Hausärzte nicht mehr so verfügbar..... die Liste ist lang.

Angst hat die Tendenz ein Feindbild zu suchen. Etwas worauf es sich konzentrieren kann. So verschieben sich Symptome gerne.

09.05.2020 10:08 • x 3 #3


Marinamilazzo99
Hey du , musste als ich das gelesen habe sofort an mich denken. Das ist irgendwie so eine kleine Erleichterung wenn man so etwas ließt wo man sich selbst wieder erkennt. Also darf ich mich vorstellen ich bin 20 Jahre alt und habe seit 7 Jahren Panik Attacken Angst vor Krankheiten und eine generalisierte Angststörung. Wie schon beschrieben von dir dieser ständige Wechsel von Symptomen, ich dachte wirklich ich bin teilweise alleine damit... Falls es dir bekannt vorkommt die Sätze von anderen Leuten so wie : du hast doch auch jeden Tag etwas anderes du weist doch das du gesund bist bla bla bla ... sowas muss ich mir ständig anhören .. sodass ich mich manchmal gar nicht mehr traue was zu sagen aus Angst andere zu nerven .. aber zu dem Problem an sich : Ja ich kenne es zu gut ich hab ständig Probleme mit meinen Hals also sprich Mandeln, Rachen, Lymphknoten etc. derzeit ist es auf einer Seiter geschwollen leicht und Schmerzen dort zieht sich auch bis zur Stirn da macht man sich wieder Sorgen. Was Atemnot betrifft hab ich auch erst seit kurzem, äußert sich bei mir oft beim Essen oder wenn ich still da sitze . immer das Gefühl nicht richtig durchatmen zu können . oder die Angst vor Corona wenn man ließt das Betroffene Atembeschwerden haben . Da fokusiert man sich sehr drauf .. Das ist ein ekelhaftes Gefühl . ich mein auch immer ich hab einen Klos im Hals und muss immer räuspern . Dann kamen auf einmal Herzbeschwerden Stolpern, Doppelklopfen oder wie man das nennt ... sodass man es richtig spürt für einen Moment und sogar direkt erschrickt. Auch schon oft passiert und glaub mir noch so vieles anderes da könnte ich noch so ins Detail gehen . Es macht einen verrückt immer etwas anderes zu verspüren und Angst zu haben . Man ist dem quasi hilflos ausgeliefert .. Ich wünsche dir nur das Beste kannst mir gerne auch privat schreiben Liebe Grüße

10.05.2020 02:14 • x 3 #4


Shyiox
Zitat von Marinamilazzo99:
Was Atemnot betrifft hab ich auch erst seit kurzem, äußert sich bei mir oft beim Essen oder wenn ich still da sitze . immer das Gefühl nicht richtig durchatmen zu können .

Das kann ich so unterschreiben. Außerdem achtet man die ganze Zeit immer nur darauf und versucht so tief wie möglich einzuatmen. Klappt nach dem 100x natürlich nicht mehr und dann klopft schon die Angst an.

Zitat von Marinamilazzo99:
Dann kamen auf einmal Herzbeschwerden Stolpern, Doppelklopfen oder wie man das nennt ... sodass man es richtig spürt für einen Moment und sogar direkt erschrickt.

Ja, dass hatte ich heute irgendwie extrem. Ich glaube auch das eigentlich viel die Psyche ist :-/

10.05.2020 02:26 • x 1 #5


sun78
Oh ja kenn ich alles man kommt von denn sch.. Gedanken nicht weg hatte am Freitag eine Lympftrainage und in der Nacht bin ich vor Angst hochgeschreckt hatte ich noch nie dazu wie watte im kopf schiebe es natürlich wieder auf die Mass.

10.05.2020 10:37 • x 1 #6




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