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Hallo ihr Lieben,

nachdem es mir gott sei Dank wieder besser geht, merke ich, wie sehr einem "echte Krankheiten" doch auf die Psyche schlagen. Ich bin jetzt SO empfindlich bei allem. Nachdem ich eine Woche lang dachte, ich müsste bald sterben (man weiss immernoch nicht genau, was es war, ich hatte definitiv eine starke vulvovaginitis, meine Ärztin tippt auf einen Herpes als auslöser, allerdings hat die auch nur rote Punkte gesehen und keine bläschen und findet auch dass alles irgendwie nicht so richtig zusammen passt, kriege am dienstag das laborergebnis), achte ich auf jedes winzig kleinste zeichen meines körpers. Ich gucke ständig, wie das ganze im spiegel aussieht, ob vielleicht doch wieder etwas geschwollen ist, ob die restlichen roten flecken mehr werden statt weniger, ob mein bauch vielleicht weh tut, ob ich irgendwo anders am körper bläschen, pickel oder punkte hab,.....und wenn ich was sehe, was mir auffällig erscheint, kriege ich sofort eine panikattacke und bin mir sicher, dass es jetzt wieder von vorne losgeht. wenn ich auf die toilette muss habe ich tierisch schiss, dass es wieder weh tut, obeohl es das schon seit tagen nicht mehr tat. aber das "trauma", dadurch dass es mir so dreckig ging, bleibt. Habt ihr ähnliche erfahrungen?

Liebe Grüße, Eure Püppi

20.01.2013 20:08 • 26.01.2013 #1


3 Antworten ↓


Hallo Püppi,
wie geht es dir denn heute?
Ich denke schon, dass es möglich ist, durch echte Krankheiten sowas wie ein Trauma zu bekommen.
Obwohl ich auch die Meinungen gehört habe von z.B. Krebskranken, die viel mitgemacht haben und
"gesund" geworden sind, dass sie dem Tod schon so nah gewesen sind, dass sie überhaupt keine Angst mehr vor dem Tod haben.
Ich habe in einer Kur auch mal eine Frau kennengelernt, die klinisch tot war, wiederbelebt wurde
und zutiefst erschüttert war, wiederbelebt worden zu sein. So schön fand sie es in der kurzen Zeit im Jenseits.
Vielleicht ist es eher der Weg zur Diagnose, der einem so Angst macht.
Ich hatte es z. B. auch schon mal erlebt, dass in einer Röntgenpraxis total die Hektik ausbrach, als mein Bild fertig war
und die Helferinnen häufiger zum Arzt ins Nebenzimmer rannten.
Danach machten sie noch einige Bilder mehr und niemand sagte mir, weshalb.
Das war eine sehr beängstigende Situation, deshalb finde ich es immer besser, wenn Ärzte mit offenen Karten spielen
und z. B. auch sagen, dass sie dazu verpflichtet sind, auch kleine Auffälligkeiten besser frühzeitig checken zu lassen.
Ansonsten würde es mich wirklich interessieren, was aus deiner Geschichte geworden ist.
Viele Grüße Kükenfeder

23.01.2013 18:43 • #2



"Traumata" durch echte Krankheiten

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Juhuuuuu ich hab ne Antwort
Also mir geht es eigentlich körperlich wieder sehr gut. Leider habe ich immernoch kein ergebnis. Ich hatte gestern morgen meinen kontrolltermin, ich kam da an und die helferin sagt: Das ergebnis von ihrem letzten abstrich ist noch nicht da. wir können jetzt nichts machen. wenn das ergebnis da ist rufen wir an. toll, dafür bin ich extra bei der arbeit abgehauen und da hin gefahren....:/ Naja, also sonst geht es mri aber wieder ziemlich gut und auch psychisch geht es...ich merke, dass ich immernoch sehrsehr senisbel bin, was körperliche veränderungen angeht, aber so stabil, dass ich heute früh morgens zb auf dienstreise nach berlin und eben wieder zurückgeflogen bin.

Das, was du allerdings auch schreibst, kann ich so auch bestätigen. Auf zweierlei weise. erstens bin ich mein ganzes leben schon rheumapatientin. mein ganzes leben schon war ich eingeschränkt und hatte schmerzen. viele sagen dann: Oh mein gott, du arme, schon als kind?!?!
Aber durch diesen umstand bibn ich, was "solche sachen " angeht, total unempfindlich. ich habe keine angst vor so etwas. zweitens muss ich eben aus diesem umstand öfters mal zur ganzkörperszintigraphie mit kontrastmittel. vor ca. 4-5 jahren war ich dort und man hat in meinem linken oberschenkel und meinem rechten oberarm weisse flecken gefunden. zuerst die schwester, dann der arzt haben mich verrückt gemacht. ich solle sofort zum röntgen, denn das sähe schwer nach gestreutem knochenkrebs aus.
Als sich der verdacht gott sei dank zerschlagen hat, war ich monatelang so froh, dass ich das nicht habe, dass ich NIX anderes hatte. NIX: und ich merke es auch jetzt, nachdem ich ja "wirklich mal" was hatte - in der zeit war nix mit schwindel oder augenproblemen - ich habe also gesehen, dass es die psyche war.

23.01.2013 19:07 • #3


Kann ich nur bestätigen: da ich eine chronische Haukrankheit habe, muß ich sehr oft zum Hautarzt und einmal im Quartal wegen Dauermedikament Blut abnehmen lassen. Und Hautkrebs ist außer Knochenkrebs die einzigste Krebsart, vor der ich keine Angst habe.
Freut mich, dass es dir wieder besser geht und du sogar nach Berlin konntest. Ich habe im Moment vor keiner bestimmten Krankheit Angst, aber vorhin trotzdem beim Gang in den Supermarkt ganz wacklige Beine und Schwäche bekommen. Echt ätzend, wann hört das endlich auf?
Viele Grüße Küken

26.01.2013 19:43 • #4




Prof. Dr. Heuser-Collier