Pfeil rechts
2

Schneeflocken
Hallo martamitte50,

ich war auch extrem baff, als sie mir dass sagte und hatte auch das Gefühl, dass sie mittlerweile bei mir nicht weiter weiss. Sie meinte auch im nächsten Atemzug, dass ich jetzt nur noch eine Therapiestunde hätte und wann ich die noch machen möchte

Ich hatte ja dann zu ihr gesagt, dass es nicht so leicht ist, wie sie sich das vorstellt, sonst wäre ich ja nicht hier. Sie sagte daraufhin: ich muß, sonst komme ich aus dem Teufelskreis nicht mehr raus". Ja und so verabschiedete sie sich von mir und seitdem war ich auch nicht mehr dort. Ich kam mir in diesem Moment ziemlich doof vor und hatte das Gefühl, dass sie mich bei den ganzen Therapiestunden nie verstanden hatte. Zu ihr hingehen kann ich nicht mehr, dass würde mich dann nur extrem runter ziehen.

Nach der Tagesklinik nehme ich an einem Projekt meiner Krankenkasse teil. Da bekomme ich dann auch eine Psychologin gestellt, die ich schon kennenlernen durfte und kann jeden Tag anrufen wenn was ist und gehe ein bis zweimal die Woche zu einem Einzelgespräch. Das ganze geht drei Jahre, wenn man möchte. Es hat sich alles ganz gut angehört und ich weiß, dass ich nach der Tagesklinik weiterhin eine Therapie brauche.

30.10.2014 00:42 • #21


So eine Situation hatte ich auch schon mit meinem ersten ambulanten Therapeuten. Hatte den Platz bei ihm nur über Connections bekommen sozusagen, also jeder kannte jeden, meine Betreuer im Heim ihn und er meine Betreuer. An sich war der auch nett und alles, aber ich hatte auch das Gefühl, dass wir uns doch nicht ganz grün sind, dass er mich nicht versteht oder auch nicht ernst nimmt, was ich sage. Allerdings fühlte ich mich damals gezwungen bei ihm in Behandlung zu bleiben. Nach etwa einem Jahr glaub ich hab ich die Therapie dann aber abgebrochen (weil er einfach befangen/voreingenommen war und er Infos über mich von anderen bekam) und das war echt das richtige.
Habe dann, als ich wieder ne ambulante Therapie machen wollte, zwar lange gesucht und zig Vorgespräche gehabt, aber letztendlich hab ich dann doch "den richtigen" für mich gefunden.
Und für mich klingt das eben so, dass du dich bei deiner Therapeutin nicht besonders gut aufgehoben fühlst und du willst ja auch nicht mehr hingehen, also such dir echt lieber nen neuen Platz, bringt einfach nix, wenn man zwar nen TP endlich gefunden hat aber dann mit demjenigen nicht zurecht kommt

Was mich jetzt echt mal interessieren würde, was für ein Projekt der KK denn?

30.10.2014 00:58 • #22



Tagesklinik Erfahrungen

x 3


Schneeflocken
Hallo VanNelle,

das Projekt von der Krankenkasse nennt sich

NETZWERK PSYCHISCHE GESUNDHEIT.

Ich weiß aber nicht, ob das jede Krankenkasse anbietet.

31.10.2014 22:37 • x 1 #23


mathilda03
Zitat von Schneeflocken:
Hallo an alle


Kurz zu mir:

Ich habe eine Angststörung seit etlichen Jahren (was mir aber erst seit kurzem bewusst ist) und seit etwa einem Jahr ist es richtig ausgebrochen und ich leide fast täglich unter PA und nehme 1x tgl. Mirtazapin.
Seitdem bin ich auch arbeitsunfähig, weil ich so gut wie nichts mehr alleine schaffe.
Für kurze Zeit ging es mir etwas besser, durch die Verhaltenstherapie, die ich machte. Dadurch konnte ich sogar wieder drei Monate arbeiten gehen. Leider ging es mir dann wieder sehr sehr schlecht, so dass mir meine Neurologin zu einer Tagesklinik riet.
Nächste Woche ist es nun soweit und meine 8-wöchige Therapie in einer Tagesklinik beginnt.

Meine Psychologin ist von der Tagesklinik nicht begeistert und meinte, dass es nichts bringen wird. Sie meinte ich soll mich zusammenreißen und jeden Tag meinen Alltag meistern, dann werden die Angst und die Panikattacken wieder verschwinden. Ja wenn es mal so einfach wäre
Ich bin ja schon froh, wenn ich es schaffe meine Kinder zur Schule zu bringen. Hoffe auch, dass ich überhaupt täglich diesen Weg zur Tagesklinik schaffe Ich weiß aber auch, dass sie recht hat und man sich nicht verkriechen darf, damit es nicht noch schlimmer wird.

Nun bin ich sehr unsicher, weil meine Ärztin und meine Pschologin total unterschiedlicher Meinung sind.
Ich habe auch Angst, dass ich zu hohe Erwartungen an die Tagesklinik habe.
Mein Ziel ist es, dass ich wieder halbwegs "normal" und glücklich mit dieser Krankheit Leben kann und wieder arbeitsfähig bin.

Hat jemand Erfahrungen mit einer Tagesklinik gemacht und kann mir berichten, ob es euch gut getan hat und wie euer Leben danach weiter ging?


Viele Dank und liebe Grüße

hey ich war vor ca 3 monaten in der tagesklinik weil stationär garnicht ging für mich war es das beste was es gibt echt super toll hat mir sehr viel geholfen weil ich es ja alles immer gemieden hab durch die panikattacken...ich wünsche dir viel erfolg!ausser die tagesklinik hat einen schlechten ruf aber das solltest du selbst herausfinden!lg

05.11.2014 10:54 • #24


Rick Grimes

29.11.2015 16:22 • #25


Bei einer Tagesklinik war ich noch nicht, das steht bei mir zurzeit an. Soweit ich weiß, ist es ähnlich wie ein stationäre Therapie, nur mit dem Unterschied, dass es von morgens acht bis um vier Uhr ist. Ob die nur medikamentenorientiert sind hängt wahrscheinlich vom Angebot ab. Bei der Tagesklinik zu der ich hin gehen möchte muss ich allein für das Erstgespräch drei Monate warten, aber dafür haben die ein top Ruf und tolle Angebote wie z.B. Reittherapie, was ich schonmal gemacht habe und es ist toll. Es kommt also meiner Meinung nach ganz auf die Klinik an. Du musst ja nicht eine wählen, die in deiner Stadt ist. Nur die Fahrtkosten werden dann vermutlich nicht übernommen.

29.11.2015 16:40 • #26


Rick Grimes
Zitat von Levent:
Bei einer Tagesklinik war ich noch nicht, das steht bei mir zurzeit an. Soweit ich weiß, ist es ähnlich wie ein stationäre Therapie, nur mit dem Unterschied, dass es von morgens acht bis um vier Uhr ist. Ob die nur medikamentenorientiert sind hängt wahrscheinlich vom Angebot ab. Bei der Tagesklinik zu der ich hin gehen möchte muss ich allein für das Erstgespräch drei Monate warten, aber dafür haben die ein top Ruf und tolle Angebote wie z.B. Reittherapie, was ich schonmal gemacht habe und es ist toll. Es kommt also meiner Meinung nach ganz auf die Klinik an. Du musst ja nicht eine wählen, die in deiner Stadt ist. Nur die Fahrtkosten werden dann vermutlich nicht übernommen.




Also ist die Wartezeit auch nicht wirklich verkürzt wenn du für das Erstgespräch drei Monate warten musst. Was das mit der anderen Stadt angeht bin ich durch meine Angst so eingeschränkt das ich es mir nicht zutraue all zu weit zu fahren

29.11.2015 16:52 • #27


Perle
Hallo,

in einer Tagesklinik hast Du z.B. Einzel- und Gruppentherapien, Bewegungs- und Gestaltungstherapien, Entspannungsübungen, Sport usw.

Warum denkst Du, dort evtl. mit Medikamenten voll gestopft zu werden? Es gibt Patienten, die parallel ein Medikament nehmen möchten, was dann mit dem Arzt besprochen wird. Genauso gibt es aber auch die Patienten, die eben kein Medikament nehmen möchten und das wird genau so akzeptiert. Du bist ein freier Mensch und sollst selbst über Dein Leben bestimmen.

Was genau möchtest Du denn noch über die Therapie in einer Tagesklinik wissen?

LG, Martina

29.11.2015 16:58 • #28


Rick Grimes
Mich würde noch interessieren wie lange so eine Therapie gehen kann ? Ist bestimmt unterschiedlich ?

29.11.2015 18:08 • #29


Die meisten Tageskliniken sind psychotherapeutisch orientiert, "mit Medikamenten zugestopft" wird man im Allgemeinen nur in der Akutpsychiatrie. Wenn es dir also gut genug geht, dass du keine vollstationäre Aufnahme benötigst dürfte die Priorität der Behandlung eher nicht auf Medikamenten liegen.

Ich hab mich über Tageskliniken in meiner Gegend (Grossstadt) informiert und verschiedene TKs unterscheiden sich offenbar in ihrem Therapieansatz durchaus. Es gibt auch hier Angebote für verschiedene Krankheitsbilder, eher verhaltenstherapeutische, tiefenpsychologische, DBT Angebote, auf Traumatherapie spezialisierte etc.

Ich würde mir also die Tageskliniken die es bei dir in der Gegend gibt anschauen und sehen welche Arten von Angeboten vorhanden sind.

29.11.2015 18:19 • #30


Rick Grimes
Kann man denn überhaupt pauschal sagen welche Therapie die beste ist bei einer Angststörung ? Wenn man das googelt kommt immer die verhaltenstherapie bei raus

29.11.2015 18:22 • #31


Zitat von Rick Grimes:
Kann man denn überhaupt pauschal sagen welche Therapie die beste ist bei einer Angststörung ? Wenn man das googelt kommt immer die verhaltenstherapie bei raus



Kann man so nicht sagen, wenn es eine reine Phobie ist vieleicht schon, aber wenn da eine problematische Biografie dahintersteckt langt eine VT alleine mit Sicherheit nicht aus, da würden sich mit Wegkonfrontieren der einen konkreten Angst nur eine Symptomverschiebung einstellen und das ganze in anderer Form wiederauftreten.

29.11.2015 18:31 • #32


Perle
Die meisten meiner Mitpatienten sowie auch ich selbst waren 6 Wochen in der Tagesklinik. Einige Patienten verkürzten auf 4 Wochen, andere wiederum durften nach Rücksprache mit den Ärzten und Therapeuten auf 8 Wochen verlängern.

Meine Tagesklinik war tiefenpsychologisch ausgerichtet, beinhaltete aber auch immer wieder Konfrontationstherapie.

29.11.2015 18:56 • #33


Rick Grimes
Zitat von Garfield71:
Zitat von Rick Grimes:
Kann man denn überhaupt pauschal sagen welche Therapie die beste ist bei einer Angststörung ? Wenn man das googelt kommt immer die verhaltenstherapie bei raus



Kann man so nicht sagen, wenn es eine reine Phobie ist vieleicht schon, aber wenn da eine problematische Biografie dahintersteckt langt eine VT alleine mit Sicherheit nicht aus, da würden sich mit Wegkonfrontieren der einen konkreten Angst nur eine Symptomverschiebung einstellen und das ganze in anderer Form wiederauftreten.




Phobie schließe ich aus. Problematische Biografie, was genau gehört dazu ? So von wegen Kindheit und so?

29.11.2015 19:35 • #34


Vergissmeinicht
Hey Rick,

Perle hat es schon richtig beschrieben. In der Regel macht man eine Tagesklinik im Anschluss eines stationären Aufenthaltes. Warum, um Struktur in den Tag zu bekommen. D.h. dort wird auch zusammen eingekauft, gekocht etc. und um 16.00 Uhr kann man wieder nach Hause.

Um hinter seine Ängste zu kommen halte ich eine Verhaltens- und Gesprächstherapie für wesentlich sinnvoller.

29.11.2015 19:43 • #35


Rick Grimes
Zitat von Vergissmeinicht:
Hey Rick,

Perle hat es schon richtig beschrieben. In der Regel macht man eine Tagesklinik im Anschluss eines stationären Aufenthaltes. Warum, um Struktur in den Tag zu bekommen. D.h. dort wird auch zusammen eingekauft, gekocht etc. und um 16.00 Uhr kann man wieder nach Hause.

Um hinter seine Ängste zu kommen halte ich eine Verhaltens- und Gesprächstherapie für wesentlich sinnvoller.




Das heißt warten bis ich einen Platz bekomme

29.11.2015 21:06 • #36


14.02.2016 19:13 • #37

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von lachaly:
Hallo ihr lieben ,
wollte mich mal wieder melden und berichten .
Bin zur Zeit in der Tagesklinik, morgen beginnt die 6 Woche.
Ich kann nur für mich sagen , das ich so froh bin das ich den weg gegangen bin .
Ich habe zwar noch keine super große Schritte gemacht , aber ich lerne und verstehe wie ich da langsam wieder raus komme. Von August bis Januar war es nur eine qual den Tag rum zu bekommen, jetzt stehen die negativen Gedanken nicht mehr so oft im Vordergrund .
In 5 Wochen habe ich gelernt die Gedanken und Symptome nicht mehr zu stark zu bewerten .
Ich weis jetzt wie der Weg zum Ziel ist , ich habe es vorher einfach nicht verstanden .


LG


Freut mich sehr für dich...weiter so

15.02.2016 10:29 • x 1 #38


waage
Super lachaly...alles Gute weiterhin

L.G. Waage

15.02.2016 10:32 • x 1 #39


Hazy
Das freut mich lachaly! Viel Erfolg für deinen weiteren Therapieweg

15.02.2016 21:56 • x 1 #40



x 4


Pfeil rechts


Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Matthias Nagel