Pfeil rechts

Zur Zeit mache ich mir Gedanken darum, wie und was ich dem AG sage, wenn es soweit ist, daß in der Tagesklinik ein Platz für mich frei ist.

Jemand außerhalb der Arbeit riet mir, über Prognose nicht ganz zu schweigen, auch wenn generell dem AG über keine Diagnose genannt werden muß.
Bei meinen vielen Fehlzeiten im Jan./Feb. sagte ich etwas über Rücken/ Muskel/neurolog. Probleme, was ja auch so sich äußerte und weshalb ich eine Woche stationär in Neurologie war.
Insgesamt liegt mir immer viel daran, daß man nicht merkt, wie es mir geht. Ich gehe aus dem Ei gepellt zur Arbeit, mache mich auch attraktiv, ziehe schöne Sachen an.
Wenn ich DP oder DR habe, werde ich meist sehr zurückgezogen und still, habe keinen Anschluß.
Jetzt muß ich nur noch eine Woche arbeiten und habe dann wegen meinem schulpflichtigen Sohn 4 Wochen Ferien. Irgendwann danach oder vll. direkt im Anschluß könnte ein Platz in der Tagesklinik frei sein (4-6 Wochen krankgeschrieben).

Ich weiß nun nicht, ob es vor Antritt so gut ist, meiner Chefin zu sagen, daß es eine Tagesklinik ist, oder ob ich von heute auf morgen einfach fehle und dann Woche für Woche eine Krankmeldung faxe.
Vereinzelt ließ ich Kollegen in einem Anflug von Vertrauen wissen, daß ich eine Angsterkrankung habe und AD nehme.

Was meint ihr, wie habt ihr es gemacht? lg psydo

19.06.2011 12:34 • 23.06.2011 #1


6 Antworten ↓


hallo... das ist eine gute Frage! Ich finde, Du solltest Deiner Chefin oder Chef reinen Wein ausschenken. Sie hat Schweigepflicht! Was die Arbeitskollegen anbelangt, kann ich jetzt nur von mir sprechen, da solltest Du zurückhaltender sein! Ich hatte mich "geoutet"und die Kollegen haben mich ziemlich fertig gemacht, bis meine Vorgesetzten der Sache einen Riegel vorgeschoben haben. Dennoch habe ich den Arbeitsplatz gewechselt und halte mich mit meinen Problemen sehr bedeckt! Da mußt Du einfach auf Dein Gefühl hören! LG. Patricia

19.06.2011 15:41 • #2



AG und Tagesklinik

x 3


Ich würde meinem Chef nichts sagen, das geht die Firma auch nichts an. Den Stempel den bekommst du nie wieder los, da bleibt immer ein fader Beigeschmack. Würde es andeuten, das du in eine Klinik gehst und mehr aber auch nicht. Vielleicht sagst du das eine ansteht..

19.06.2011 16:54 • #3


Dummerweise dachte ich anfangs, Tagesklinik würde unter Reha laufen und habe meiner Chefin gegenüber von Reha gesprochen. Die KK hat mir gesagt, daß es ein KH- Aufenthalt ist (halt teilstationär) und eine Reha dann nächstes Jahr noch möglich wäre.

Daß meine Chefin verschwiegen ist, glaube ich schon, auch über andere Krankheitsfälle verliert sie kein Wort. Nur sie löchert einen immer so, schwierig, da hart zu bleiben und nicht zuviel zu sagen.

Trotzdem scheue ich mich davor zu sagen, daß es psychisch ist. Wie soll sie dann die Kurve zwischen den "WS- Krankheit mit neurologischen Störungen" zu Angststörung hinkriegen?
Ich glaube ich sage ihr einfach, daß die neurolog. Störung nochmal im KH behandelt wird und die Reha erst nächstes Jahr stattfindet (habe nämlich wegen Hautkrankheit alle vier Jahre Anrecht auf Kur).

lg und hattet ihr schonmal Tagesklinik?

19.06.2011 18:43 • #4


hallo
warum stehst du nicht dazu das du psychisch krank bist ,mit dem heimlich tun erreichst du nur das du dich weiter unter druck setzt .(nicht falsch verstehn).aber ich glaube dadurch geht es Dir nicht besser !
Ich war bis Ende Januar in der Tagesklinik und habe noch nie ein Geheimnis daraus gemacht das ich Krank bin warum auch ,mit 4-6 Wochen könnte knapp werden ich selber und auch die meisten anderen waren bis zu 3 Monaten dort und die krankmeldung haben wir auch von da erhalten also verheimlichen funktioniert eh nicht wirklich .Versuche offen damit umzugehen ich finde damit fährt man am besten und ich habe bis jetzt noch keine schlechte Erfahrung damit gemacht im Gegenteil !


LG:Tini

19.06.2011 19:12 • #5


Es kommt ein bißchen drauf an, wo man arbeitet. Ich arbeite in eine großen Büro- Firma mit Hackordnung. Ich weiß von anderen Fällen, daß dort ziemlich unbarmherzig mit psychisch Kranken umgegangen wurde. Zwei Fälle haben nach dem Zusammenbruch die Firma verlassen.
Wirklich 3 Monate? Das ist ja ...krass. Bei mir sagten sie was wie gesagt von max. 6 Wochen. Ich war aber vor Jahren mal in einer psych. Reha für Borderliner in Freiburg.
Dort habe ich auch 3 Monate gelebt. lg psydo

19.06.2011 20:14 • #6


callisto
Also ich würde es eher dem Chef sagen, als den Arbeitskollegen. Ausserdem kann er dir nicht kündigen, wenn du zugibst eine Angsterkrankung zu haben. Denn mit der Tagelsklinik tust du ja etwas dagegen. Da kann eigentlich kein Arbeitgeber was sagen. Mein Chef weiss auch von meinen Herzrhythmusstörungen und meiner Angsterkrankung und, dass ich schon in Therapie war. Ist zwar nicht der Geschäftsführer, mit dem hab ich auch nichts zu tun, da die Firma sehr gross ist, aber es mein direkter Chef. Der hat jedenfalls Verständnis.

23.06.2011 18:39 • #7




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Prof. Dr. Heuser-Collier