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Hallo zusammen,

war vielleicht schon mal jemand von euch in der gleichen Situation und kann mir einen Tipp geben, wie ich damit umgehen soll? Was ihr gegen die angst tut?

...angefangen hat alles schon vor ca 9 Monaten. Probleme mit dem Bauch...komisches Gefühl, linker unterbauch dicker als rechts, schmerzen und missempfinden links unter den Rippen und im unterbauch, in der hüfte/leiste. Die Schmerzen sind mal da mal nicht, oft sehr unangenehm aber nicht so, dass man es nicht aushalten kann. Irgendwann vielen mir auch geschwollene lymphknoten in und über die linken leiste auf, die sich seit Monaten nicht verändert haben. Panik! Es könnte ja was schlimmes sein, ein Tumor im Bauch vielleicht! Seitdem war ich bei vielen Ärzten (3 x frauenarzt - 2 verschiedene, internist, 2 verschiedene Orthopäden... 2 verschiedene Hausärzte - wie oft kann ich schon gar nicht mehr zählen). Mir wurde sehr oft Blut abgenommen, ultraschall von Bauch gemacht, abgetastet, Lebensmittelunverträglichkeitstest gemacht und immer wieder hieß es: keine sorge, sie haben nichts schlimmes...sie sind viel zu ängstlich ... Sie sind jung und gesund so wie es sein sollte Und und und. Irgendwie hab ich noch von Anfang an nicht richtig ernst genommen gefühlt und - großer Fehler - natürlich habe ich dann angefangen zu googlen. Seit dem renne ich von einer panikattacke in die nächste! Jeder Besuch beim arzt beruhigt mich nur kurz. Irgendwie bin ich fest davon überzeugt Krebs zu haben. Fast jeden abend verbringe ich heulend auf der Couch weil ich mir sicher bin, dass mich die Ärzte nicht genug ernst genommen haben. Ich hatte seit dem so viele Beschwerden, von denen ich nicht mehr einschätzen kann ob sie nicht harmlos sind oder sogar psychisch bedingt...
Seit Freitag ist alles nur noch schlimmer, zum dritten mal (im Abstand von jeweils ca. 3 Wochen) habe ich am Abend fieber bekommen, was nach 2 Tagen wieder weg war. Seit dem lieg ich nur noch im Bett und bin komplett panisch. Klar, morgen werde ich deshalb wieder zum Arzt gehen....

Ich hoffe, dass die Ursache für meine Beschwerden bald gefunden wird und meine Angst dann verschwindet. Aber bis dahin, muss ich das irgendwie in den Griff bekommen.

Was hilft euch von den schlimmen Gedanken wegzunehmen? Was tut ihr um nicht dauernd von panikattacken gequält zu werden?

Danke für eure Hilfe!
Die Vanni

17.07.2016 10:58 • 17.07.2016 #1


4 Antworten ↓


FeuerWasser
Ich denke, dass du die falschen Ärzte aufsuchst. Zuständig ist da sicher kein Gynäkologe, Gastroenterologe oä sondern ein Psychotherapeut, möglichst jemand
der sich mit somatischen Erkrankungsbildern auskennt. Für mich liest sich das in Richtung Konversionsstörung.

17.07.2016 12:13 • #2



Symptome, keine Diagnose einfach nur Angst!

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Danke für deine Einschätzung!

Eigentlich ging es mir, bis das mit meinem Bauch - oder wo immer es auch herkommen mag - angefangen hat, psychisch sehr gut. Keine Probleme oder irgendwelche Vorfälle von denen man sagen könnte dass sie sich auf meinem Körper übertragen haben könnten (wenn ich das mit der Konversionsstörung richtig verstehe).

Außerdem sind meine Beschwerden ja nicht unbedingt neurologischer Art, sowie das bei Konversionsstörungen der Fall ist...

17.07.2016 13:11 • #3


FeuerWasser
Eine Bekannte von mir hat eine chronische Konversionsstörung. Die hat ständig, Probleme mit der Leber (unklare Leberwerterhöhungen), Unterleibsprobleme, Zysten, Reizdarm, trockene Haut, Ekzeme, Übelkeit, Erbrechen, Koliken, Kopfschmerzen, Schwindel, Herzattacken, Müdigkeit, Erschöpfungszustände, Tinnitus, zittern, Bettnässen, Rheumaschübe.... etc pp Natürlich nicht alles gleichzeitig sondern zeitlich versetzt aber es ist jeden Tag etwas anderes. Ein Ärztemarathon wo keiner etwas findet ist dafür typisch.
Das sind auch nicht alles neurologische Beschwerden. Wenn mal Lähmungserscheinungen auftreten (undiff. Somatisierungsstörung) dann ist bereits von einer chronifizierung auszugehen und Missempfindungen am Bauch, wie du es beschreibst, ist auch neurologisch. Ich möchte dir absolut nichts einreden, mir kam das nur nach deiner Beschreibung sehr bekannt vor. Vielleicht versuchst du es mal zu beobachten wann genau solche Symptome auftreten und was du vorher gemacht hast und führst Tagebuch. Vielleicht stecken doch Stressfaktoren dahinter die du als solche emotional nicht wahrnimmst?!

17.07.2016 13:23 • x 1 #4


Die Schmerzen in Bauch/Leiste/Hüfte treten unabhängig von Stress etc auf, das habe ich schon beobachtet.
Beim Fieber würde ich sogar einen Zusammenhang nicht ausschließen, das kam immer nur in Stresssituationen.

Danke auf jeden Fall für den Gedankenanstoss, ich werde ab jetzt vermehrt darauf achten und es ggf. auch beim nächsten arztbesuch ansprechen.

LG, vanni

17.07.2016 13:38 • #5




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