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positivgetestet
Hallo allerseits.
Ich habe jetzt langsam doch Sorge, für diesen beiden Folgeerscheinungen.

Kurz, vor 6 Wochen hatte ich meine erste Corona Infektion. Hat sich in starker Müdigkeit und Erschöpfung, Übelkeit und Nervenschmerzen am Kopf geäußert. Wenig husten, wenig Schnupfen, keine Halsschmerzen.
Gliederschmerzen und Fieber allerdings 3 Tage ca

Seit dem immernoch sehr kaputt, Muskelkater Gefühl ständig, nicht leistungsfähg, müde immer, schleppe mich durch den Tag, bekomme bei zu viel Anstrengung, zb einkaufen, Therapie,Kopfweh.
Ich mache meinen Alltag so gut es geht, Staubsauger bleibt vielleicht Mal eher einen Tag länger stehen, als sonst, Fenster sind halt auch nicht geputzt, solche Sachen, aber großteils was muß mache ich. Kochen, einkaufen, spazieren gehen.
Aber ich bin so sehr kaputt und habe Angst, es könnte in cfs übergehen.
Kann das passieren?
Ab wann isd6es Long Covid und was kann man tun.
Ich werde in 14 Tagen nochmals zum Hausarzt gehen, wenn es nicht besser wird.
Aber vielleicht kann mir ja jemand auch sagen, es wird besser.

Bin übrigens nicht geimpft, aber glaub das ist auch nicht relevant.

Liebe Grüße p

07.04.2023 11:35 • 06.12.2023 #1


13 Antworten ↓


A
@positivgetestet Hallo, wir kennen uns ja schon aus dem anderen Thread. Soweit ich mich erinnere, hast du schon öfter geschrieben, dass du schon seit Jahren an Erschöpfung leidest. Des Weiteren kommt es nach einer Coronainfektion öfter zu anhaltender Erschöpfung, Schmerzen, Belastungsintoleranz usw.. CFS wird erst in Erwägung gezogen, wenn der Zustand länger als sechs Monate anhält, zuvor handelt es sich um Long Covid, Post Covid, also ein postvirales Syndrom, welches auch nach anderen Viruserkrankungen auftreten kann (nach Corona wohl öfter). Erfahrungsgemäß kann ich folgendes sagen: zu mir: ich bin 24 leide schon seitdem ich denken kann unter Müdigkeit, welche weder durch mehr Schlaf noch durch sonstiges komplett eliminiert werden kann und seit meiner Jugend unter Kreislaufproblemen. Bin schon seitdem ich denken kann total gestresst durch familiäre Probleme, denke das könnte auch ein Faktor sein. Trotzdem würde ich sagen, dass ich eine fitte junge Frau und damals Jugendliche war. 5-6 Mal die Woche Sport, 40 h Job, Freunde treffen usw., alles in eine Woche gepackt. Ende 2021 hatte ich einen Infekt (nachweislich kein Corona), welcher sich über drei Tage gestreckt hat. Zurück blieb ich mit Kreislaufproblemen und einer starken Erschöpfung. Der Zustand hat meine Ängste natürlich nochmal befeuert. Januar 22 8 Wochen Corona PCR-positiv und in diesem Jahr im Januar genau dasselbe Spiel. Symptome hatte ich kaum. Erschöpft bin ich trotzdem noch und Kreislauf habe ich auch immer noch. Letztes Jahr habe ich die Diagnose POTS bekommen. Mit der Belastbarkeit ist es immer ein auf und ab, ab August 22 konnte ich monatelang total viel (Arbeit, Sport, Freunde treffen) und seit Infektion Nummer zwei wieder sehr wenig (kann mich zur Arbeit schleppen, teilweise auch AU). Momentan bin ich AU, weil ich einfach körperlich nicht belastbar bin und erstmal voll auf den Trichter kommen mag. Für mich habe ich auch entschieden, dass ich nicht mehr Vollzeit arbeiten möchte, da ich einfach mehr Zeit für mich möchte.

Was ich als Tipp geben kann ist folgendes, auch wenn die Situation wirklich nicht schön ist solltest du sie erstmal akzeptieren. Die Angst vor CFS kenne ich auch, weil man wenn man das Internet benutzt oder TV schaut einfach ausschließlich Horrorgeschichten zu sehen kriegt. Die Angst ist aber kontraproduktiv, denn damit setzt du deinen Körper in einen konstanten fight-or-flight-Modus, welcher sehr viel Kraft und Energie kostet. An aller erster Stelle ist ME/CFS/Long Covid/Post Covid/Post Vac eine Erkrankung, welche noch nicht genug erforscht ist. Mein Arzt sagte es ist ein Syndrom, bzw. mehrere Symptome die unter einem Deckmantel zusammengefasst sind. Nur weil es bis dato keine Therapie gibt, bedeutet es aber nicht, dass man nicht wieder gesund werden kann. Der Weg ist hart, aber nicht unmöglich. Zwei Bekannte leiden an PostVac und dadurch an CFS. Sie waren auf der Bell-Skala ganz unten und führen mittlerweile wieder ein relativ normales Leben, mit Arbeit, Sport und Freunden. (Dazu hatte ich etwas im Post Covid Thread geschrieben) Ich persönlich habe für mich herausgefunden, dass mir das negative Denken und viele negative Geschichten schaden. Stattdessen habe ich angefangen nur noch nach Menschen zu gucken, die gesund geworden sind und auf meinen Körper zu hören. Braucht mein Körper eine Pause kriegt er diese, möchte mein Körper Bewegung kriegt er diese. Ich für mich habe außerdem festgestellt, dass mir eine Routine gut tut, auch wenn ich gerade krankgeschrieben bin. Ich stelle meinen Wecker jeden Tag zwischen 7:30-8:00 Uhr, frühstücke, mache einen Spaziergang, den Haushalt (oft etappenweise, da ich kraftloseren müde bin), entspanne, lese, bekomme Besuch, gehe mal ins Restaurant, mache me-Time, usw. Bei Bewegung habe ich gemerkt, dass strammes Laufen zu viel Ausdauer erfordert und mich im aktuellen Zustand sehr erschöpft, also schlendere ich. Kraftsport ist momentan auch nicht möglich, probiere es immer wieder mal, aber die Tage danach (meist 1-3) sind schrecklich. Müde, Muskelkater, starke Kreislaufprobleme, Halsschmerzen und geschwollene Lymphknoten.

Bevor nicht abgeklärt ist, was du hast würde ich den Teufel nicht an die Wand malen. Es braucht oft länger, wieder gesund zu werden. Erfahrungsgemäß verläuft Heilung nicht linear. Versuche an aller erster Stelle erstmal die Angst abzulegen und so doof es klingt das beste aus der Situation zu machen.

Sorry für den langen Text. Ich wünsche dir schöne Feiertage und hoffe du kannst abschalten!

07.04.2023 12:15 • x 4 #2


A


Sorge vor Fatigue und Long Covid

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colitis9439
Zitat von positivgetestet:
Aber vielleicht kann mir ja jemand auch sagen, es wird besser.
Bin übrigens nicht geimpft, aber glaub das ist auch nicht relevant.


Also einige Menschen in meinem Umfeld waren 3 Monate lang erschöpft so wie du es beschreibst und dann wars aber auch wieder komplett weg. Man kann da wohl nur hoffen und optimistisch bleiben und regelmäßig zum Arzt. Vor allem sollte man keine Horrorstories lesen. Die gibt es, sind aber eben sehr selten.

Bei Covid-Langzeitfolgen spielt die Impfung wohl tatsächlich keine Rolle mehr. Die treffen alle gleichermaßen häufig.

Ich denke ich bin mit meinem Corona seit einer Woche komplett durch. Auch wenn ich Mittags echt noch ein krasses tief habe. Aber das könnte auch am Wetterumschwung liegen.

Gute Besserung

07.04.2023 12:20 • x 2 #3


positivgetestet
Liebe @Anonym99 danke, dass du dir die Zeit genommen hast so ausführlich zu antworten

Ich werde versuchen, den Zustand jetzt erstmal so anzunehmen.

Wenn man ,, gewöhnt,, Ist, dass man psychosomatische Beschwerden hat, die aber eigentlich nichts tun außer nerven und wo man sich eben durch pushed (das tu ich seit vielen Jahren), ist es ungewohnt, etwas körperlich zu haben und Rücksicht darauf nehmen zu müssen, weil es garnicht anders geht. Glaub damit hab ich sehr zu kämpfen gerade.
Ich versuche es mit meiner normalen Strategie, einfach durch, egal was der Körper sagt, aber ich habe den Eindruck, es wird gerade nur schlechter, oder zumindest nicht besser.
Gut pushen hat mir auch vorher nicht geholfen.
Weder gegen die erschöpfungssymptome und Müdigkeit noch gegen den Dauer Schwindel, aber was sonst bleibt einem.

Ja mein Tagesablauf ist auch sehr strukturiert.me Time kommt definitiv zu kurz immer und vor Covid hatte ich ziemlich Stress und auch die Familie ja, da ist aus der Kindheit schon viel an Stress da .
Müde war ich eigentlich auch immer zumindest so ab Mitte 20.
Allerdings hatte ich auch Magersucht zu der Zeit.

Also ich werde versuchen zu lernen zu unterscheiden, ob ich pushen muß oder nicht. Auch eine Aufgabe.

Nochmal lieben Dank für deine Antwort und frohe Ostern.

07.04.2023 15:25 • x 1 #4


positivgetestet
Zitat von colitis9439:
Also einige Menschen in meinem Umfeld waren 3 Monate lang erschöpft so wie du es beschreibst und dann wars aber auch wieder komplett weg. Man kann ...

Ich glaube, wir haben auch schon im Corona Thread geschrieben.
Lieben Dank für deine Antwort und Erfahrung.
Ja mein Mann hat das auch mit der Müdigkeit immer noch und meinte, vielleicht auch Allergie und frühjahrsmüdigkeit. Bei ihm geht es seit Montag etwas aufwärts.

Deshalb will ich das jetzt auch.
Ja 3 Monate habe ich tatsächlich auch schon so gehört.

Momentan habe ich Urlaub, danach sind ca 8 Wochen um... Dann müßte ich ja nur 4 Wochen irgendwie überbrücken. Wenn das bei mir auch so läuft. Vielleicht geht's ja auch schneller. Danke für die Antwort.
Für dich und deine lieben frohe Ostern.

07.04.2023 15:29 • x 2 #5


matiani712
Ich hatte jetzt auch innerhalb von 10 Wochen 2x Covid und hatte als Ungeimpfte tierische Angst, vorallem als ich das zweite Mal pos. getestet wurde.
Die letzte Infektion ist nun 4 Wochen her und ich bin immernoch etwas angeschlagen.
Ich bin seitdem sehr schnell erschöpft, habe Magen Darm Probleme und meine chronischen Schmerzen sind stärker.

Laut meiner Neurologin ist das alles normal, besonders bei viralen Infektionen.
Gib deinem Körper etwas Zeit, überlaste dich nicht und achte auf deine Ernährung dann wird das bestimmt wieder

07.04.2023 15:47 • x 1 #6


positivgetestet
Zitat von matiani712:
Ich hatte jetzt auch innerhalb von 10 Wochen 2x Covid und hatte als Ungeimpfte tierische Angst, vorallem als ich das zweite Mal pos. getestet wurde. Die letzte Infektion ist nun 4 Wochen her und ich bin immernoch etwas angeschlagen. Ich bin seitdem sehr schnell erschöpft, habe Magen Darm Probleme und meine ...

Lieben Dank puh 2x in so kurzer Zeit du arme. Ich hoffe, dass ich das so bald nicht wieder mitmachen muss. Ja meine chronischen Schmerzen freuen sich auch, die drehen gut auf derzeit. Selbst von Mass. bekomme ich schmerzen, obwohl mir das sonst gut tut und Appetit habe ich auch wenig.
Ich wünsche dir weiter auch gute Genesung

07.04.2023 16:49 • x 1 #7


A
Zitat von matiani712:
Ich hatte jetzt auch innerhalb von 10 Wochen 2x Covid und hatte als Ungeimpfte tierische Angst, vorallem als ich das zweite Mal pos. getestet wurde. ...

Hey! Bist du dir sicher, dass du zweimal Corona hattest und es nicht ein langer Verlauf war? Bei mir dachte man auch ich wäre zweimal positiv gewesen beim ersten Mal, da mein PCR-Test nach 6 Wochen immer noch positiv war, während mein Schnelltest es gar nicht mehr war. Dieses Jahr war es genauso, habe es da aber mehr beobachtet. Wieder an die 8 Wochen.
Wundere mich total, dass man sich innerhalb so kurzer Zeit wieder anstecken kann, aber hat es bei einer Bekannten von mir auch schon gegeben.

07.04.2023 16:51 • x 2 #8


matiani712
@Anonym99 Es waren wohl zwei Infektionen mit zwei verschiedenen Varianten, zumindest sagte mir das mein Hausarzt.
Die Verläufe waren auch total unterschiedlich.
Die erste Infektion- Durchfall, Übelkeit, Magen-Darm-Schmerzen und extreme Gliederschmerzen.
Zweite Infektion- Husten, Schnupfen, starke Müdigkeit.

Ich bin nach der ersten Ansteckung davon ausgegangen, dass ich für eine gewisse Zeit auf der sicheren Seite wäre.. aber Pustekuchen

07.04.2023 17:10 • x 2 #9


Juliehb
Hello
Ich find es wichtig, dass wir uns hier immer die Wahrheit sagen.

Thema Impfung - Impfung senkt das LC Risiko um 40%. Natürlich erwischt es am Ende mehr geimpfte, davon gibt es einfach mehr. Die Impfung wirkt nicht so wie man geplant, aber schützt immer noch vor Tod/ schlimmen Verläufen. Aber das Thema ist seit heute eh vom Tisch.

Es gibt keine Immunität gg Corona. Es ist immer ein Risiko. Je Infektion kann zu LC Covid führen. Mit den Gedanken müssen wir uns anfreunden .

Meine Hausärztin meinte, man soll einfach nicht mehr testen. Hahahahah
Zumal ein PCR Test wichtig ist um die offizielle Diagnose LC zu bekommen.

Wenn man durch andere Infektionen auch schon sowas wie „Long Grippe“ oder „Long EBV“ hatte , dann ist die Wahrscheinlichkeit größer an LC zu erkranken.

Achte auf dich und deinen Körper und versuche weitere Infektionen zu vermeiden auch Grippe etc. Es ist einfach bescheiden und auch ein milder Verlauf kann eben zu LC führen.

Das soll keine Dystopie sein, aber es gehe inzwischen Millionen Menschen kn Deutschland so (10 % Chance pro Infektion)
Long Covid kann symptomatisch behandelt werden.

07.04.2023 17:19 • x 1 #10


positivgetestet
Danke für deine Antwort.
Ich habe zu viel Angst vor wie man es inzwischen nennt, Post VAC gehabt um mich zu impfen.
Da wußte man aber nicht, das es das Mal gibt.
Aber ich war da schon erschöpft und hatte einfach Angst, der Körper kommt nicht klar.
Gut jetzt halt Corona itself das mich umhaut.

Ich weiß einfach n6, wie verhalte ich mich.
Spazieren vorhin, dachte echt das gibt's nicht und das ging auch vor 1 Woche noch besser. Zügiger, weniger kaputt, weiter... Was soll das.

08.04.2023 14:43 • #11


Juliehb
@positivgetestet ich verstehe die Angst auch ….
Ich hab mich jetzt das 4. mal impfen lassen, weil ich zur Reha muss und die ganzen Berichte haben mich total verunsichert. Aber es ist doch deutlich seltener als Long Covid. Deshalb bin ich. Subjektiv, für mich das Risiko eingegangen. Weil es mir nach Corona auch nicht gut ging… aber mir ging’s psychisch auch schlecht und wusste nie, was wovon jetzt kommt.
Und das es mal besser und mal schlechter geht habe ich leider auch schon gehört:((

08.04.2023 15:56 • x 1 #12


positivgetestet
Zitat von Juliehb:
@positivgetestet ich verstehe die Angst auch …. Ich hab mich jetzt das 4. mal impfen lassen, weil ich zur Reha muss und die ganzen Berichte haben ...

Danke für deine Antwort
Ich muß da wirklich meine Angst im Zaum halten, aber der Zustand macht mir echt Sorgen .

Ich wünsche dir alles gute für deine Reha.

Ja für uns ist das alles schwer zu unterscheiden.
Auch das war mit ein Grund, warum ich Angst vor der Impfung hatte.
Leider wurde man da ganz schön fertig gemacht für und mit den Querdenkern in eine Schublade gesteckt. Aber das ist ja zum Glück vorbei.
Ich bin nur froh, dass ich es jetzt habe und nicht schon früher bekommen habe, als es noch so arg war.. das wäre vielleicht echt schief gegangen

08.04.2023 22:39 • #13


JohnnyWishbone
@positivgetestet

wie hat sich das bei dir weiter entwickelt ? Alles wieder gut geworden?

Aktuell habe ich ähnliche Beschwerden und bin jetzt in der 7. Woche negativ.
Mich plagt noch eine richtig eckelhafte bleiernde Müdigkeit. Gefühl schleicht es sich ein und wird immer schlimmer über den Tag. Ab einem gewissen Punkt / Hoch ist es wirklich extrem, das ich mich sehr maschtig im Kopf fühle und eigtl nur noch hinlegen kann. Irgendwann lässt es wieder nach und fühle mich wieder leidlich wach.

Es gibt auch wenige Tage, da habe ich es garnicht.
Ich starte wach zu einem Spaziergang und habe es dannach, ich hab es akut und gehe damit spazieren (zum Glück späten Nachmittag und es ist dunkel) und es ist dannach besser.

Solche Zustände hatte ich vor Corona auch schon .... aber sehr wenig (1-2h lang Nachmittags) und bis vor Corona fast garnicht mehr.

Ich empfinde es als so extrem geworden nach Corona und bin natürlich auch verwirrt ob es jetzt rein psychischer Natur ist oder doch nachwehen von der Infektion.

Und wie das mit der Geduld bei uns is brauche ich ja nicht vertiefen

Gibt es viell. noch andere mit ähnlichen Wahrnehmungen / Erfahrungen ?

Ich bin übrigens einer aus der GAS Fraktion und Hobbyhypochonder

lg Marten

06.12.2023 18:55 • #14


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