.Hallo zusammen,
bin jetzt ein paar Tage dabei und wollte auch mal meine Situation schildern.
Ich habe eine diagnostizierte Somatisierungsstörung, d.h. ich habe immer wieder verschiedenste körperliche Symptome ohne medizinische Erklärung. Mein aktuelles Hauptsymptom sind Kopfschmerzen an der rechten Schläfe, oft in Verbindung mit Nackenschmerzen.
Es ist wie bei allen Symptomen, nachts hab ich nix, weder Kopf- noch Nackenschmerzen, dann morgens nach dem Aufstehen geht's los sobald ich an die Stelle denke und dann wird es über den Tag meistens schlimmer, weil der Fokus auf den Symptomen liegt.
Ich hab auch starke Angst in Bezug auf die Symptome, weniger dass es was schlimmes ist, sondern mehr dass es nicht mehr weg geht und ich deswegen irgendwann nicht mehr funktioniere.
Ich neige zum Katastrophisieren bei ganz vielen Dingen, nicht nur in Bezug auf die Symptome.
Hatte auch schon Phasen, da hatte ich anderswo Symptome (und hab mir dann darüber Sorgen gemacht), dann waren die Kopfschmerzen komplett weg.
Medizinisch ist vieles abgeklärt, MRT des Kopfs war ohne Befund, Orthopäde hat auch nichts auffälliges gefunden, Physiotherapie hat nichts gebracht, es ist auch kein CMD (beim Zahnarzt abgeklärt). Beim googeln finde ich natürlich immer noch ein paar exotische oder irgendwie passende Diagnosen, aber das macht alles nur schlimmer.
Kopfschmerztabletten helfen überhauptn icht, selbst 800er IBU haben bislang nie was geändert. Das war bei den anderen Symptomen oft auch so. Nehme Venlafaxin 150mg täglich, keine Ahnung ob das noch was bringt, aber ich weiß auch nicht wie es ohne wäre.
Ich bin mit der ganzen Situation frustriert und wenns so schlimm ist wie jetzt gerade auch deprimiert, weil die Aussicht, jeden Tag mit diesen Kopfschmerzen leben zu müssen, sehr schwer für mich ist. Ich weiß, dass es zu 99% psychisch bedingt ist, auch wenn die Schmerzen real da sind. Aber das frustriert mich zum einen,weil es trotzdem nicht weg geht und zum Anderen reichen die 1% Restwahrscheinlichkeit, um immer wieder Dr. Google anzuschmeißen.
So, ich wollte mir zuerst mal meinen Frust runter schreiben.
Und fragen, ob es anderen vielleicht ähnlich geht?
Falls ja, wie geht ihr mit euren Symptomen um bzw. wie habt ihr es vielleicht sogar geschafft, dass sie weniger Raum einnehmen?
Gibt es hier sonst noch Menschen mit starken Kopfschmerzen, die nicht auf Medikamente reagieren? Habt ihr eventuell noch einen Tipp?
Erst mal vielen Dank fürs Lesen bis hierhin.
Gestern 19:14 • • 25.11.2025
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