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Liebe Leidensgenossen,

ich hatte eine Weile Ruhe und nun ist es wieder soweit: Angst macht sich breit.

Ich habe seit fünf Tagen Schmerzen im linken Bauch - eher im unteren Bereich. Zuerst dachte ich, es hinge mit meiner Periode zusammen, die im fast gleichen Zeitraum da war. Nun ist die aber vorbei und die Schmerzen immer noch da.
Dann dachte ich an Blähungen, aber es ist seit Tagen ein und dieselbe Stelle und dementsprechend fallen Blähungen wohl auch weg.

Dann fing es langsam an, mich zu beunruhigen, denn ich fand ja keine Erklärung. Also - schlagt mich ruhig - habe ich gegoogelt. Und da habe ich Divertikulitis gefunden. Als ich den Abschnitt der Komplikationen erreicht hatte, habe ich das Fenster schnell geschlossen, aber es reichte noch, um irgendwas von Perforation oder so zu lesen und da war es vorbei. Scheint also gefährlich zu sein.

Jetzt habe ich furchtbare Angst, dass ich ins Krankenhaus muss und dass ich was Schlimmes habe. Ich wollte nicht sofort zum Arzt, um meine Angst nicht wieder direkt zu bestätigen, aber nachdem es jetzt nicht wegging, habe ich heute Abend doch noch einen Termin vereinbart. Aber ich hab so Angst, hinzugehen.

Kennt einer von euch solche Schmerzen? Es fühlt sich ein wenig an wie Seitenstiche und tritt bei Druck auf - also Husten, wenn ich mich hinhocke und der Bauch quasi gedrückt wird, beim tiefen einatmen oder halt wenn ich draufdrücke. Lokal begrenzter Schmerz.

Ich wäre sehr dankbar für ein paar aufmunternde Worte von euch...

Liebe Grüße

24.11.2015 13:00 • 27.11.2015 #1


13 Antworten ↓


Hallo Maedchen,

denk nicht gleich an das Schlimmste - und vertraue vor allem nicht Dr. Google
Regelschmerzen können durchaus auch Mal länger andauern als gewöhnlich. Es könnte auch einfach eine leichte/beginnende Magen-Darm-Grippe sein. Vielleicht hast du dir auch einen Nerven eingeklemmt oder Muskelkater (dazu würden die Schmerzen beim Husten passen), weil du dich irgendwie falsch/anders als sonst bewegt hast.
Manchmal hat man auch einfach so einen leicht gereizten Magen/Darm. Da gibt es dann keinen bestimmten Grund für und verschwindet nach einiger Zeit wieder.

Mach dir also nicht so einen Kopf und warte einfach was der Arzt heute Abend sagt

24.11.2015 13:08 • x 1 #2



Seit 5 Tagen Bauchschmerzen - Angst vor was ernstem

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Bellabel63
Hallo Mädchen, es ist lange her, aber ich hatte vor Jahren genau die gleichen Beschwerden (und Befürchtungen). Damals waren es winzige Nierensteinchen, die die Beschwerden verursacht haben. Ich musste viel Brennesseltee trinken damit sie sich alleine ausschwemmen. Hat funktioniert. Nach ein paar Tagen waren die Steinchnen und die Beschwerden weg.

Ich hoffe, der Arzt kann dich beruhigen.

LG Von Bella

24.11.2015 18:56 • #3


Nein, leider konnte er mich nicht beruhigen - bei einem Ultraschall ist rausgekommen, dass ich eine 8 cm große Zyste am Eierstock habe. Als ich den Arzt voller Panik gefragt habe, ob das Krebs sei, sagte er nur total genervt, dass er das nicht sagen könne, er sei schließlich kein Hellseher. Ich habe ihn noch mehrfach gefragt, wonach es denn aussehe und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass so eine Zyste bösartig ist - er hat das immer wieder unfreundlich abgewehrt und ich bin dementsprechend voller Panik gerade.
Hab eine Einweisung fürs Krankenhaus und hab gerade keine Ahnung, was ich nun befürchten muss. Vor allem ist die Zyste rechts, die Schmerzen aber links - jetzt habe ich natürlich Angst, dass das Krebs ist und der schon gestreut hat und es deswegen jetzt links weh tut, weil da schon Metastasen sind.

Ich bin völlig am Ende...

24.11.2015 23:20 • #4


Schaf
Ich hatte auch mal 'ne Zyste am Eierstock, auch recht groß. Das haben doch viele Frauen, ohne dass es was mit Krebs zu tun hat. Ich bekam ein Hormonpräparat, das die Zyste zum Abbluten brachte.
Wenn die Schmerzen unerträglich geworden wären, hätte ich sie auch rausoperieren lassen können. Wenn befürchet werden muss, dass sie platzt, wird das dann auch gemacht.
Am Eierstock entstehen schonmal Zysten, weil sich die Reste der Follikel (also das Ding, aus dem das Ei springt) nicht vollständigen zurückbilden und sich dann mit Flüssigkeit füllen. So wurde es mir erklärt. Es gibt dazu sogar eine eigene Bezeichnung für Frauen, die dazu neigen: PCO(S).
Keine Panik.

25.11.2015 00:01 • #5


Ich wünschte, ich könnte so ruhig bleiben... Vielleicht wäre ich ruhiger, wenn der Arzt gestern das nicht so dargestellt hätte, als wäre es gut möglich, dass es bösartig ist. Ich war so schockiert und hab ihn mehrfach nach Wahrscheinlichkeiten für das eine oder das andere gefragt - ich wollte ja nur wissen, wie oft solche Zysten bösartig sind. Er meinte darauf nur, dass man es im Ultraschall eben nicht durchsichtig sehen würde, sondern dunkel und es dementsprechend kein Wasser sein würde. Das macht mich alles so fertig, ich bin so unglaublich in Angst und kann keinen klaren Gedanken mehr fassen. Fahre jetzt gleich ins Krankenhaus mit meiner Einweisung, aber die werden mir wahrscheinlich auch keine Entwarnung geben können - falls sie mich heute überhaupt untersuchen. Ich weiß nicht, wie ich die nächste Zeit in dieser Ungewissheit schaffen soll. Ich ertrage diese Angst nicht - ständig kommen mir so Gedanken, dass dieses oder jenes, was ich gerade tue, wahrscheinlich nie mehr in Normalität stattfinden wird und ich bald sterben muss. Ich kann nicht mehr.

25.11.2015 10:02 • #6


Schaf
Wer hat den Ultraschall gestern gemacht? Ein Allgemeinmediziner? Vielleicht war er deshalb etwas komisch. Ich kann verstehen, dass dich seine Aussagen nicht beruhigen, im Gegenteil. Ein Arzt sollte sowas feinfühliger hinbekommen.
Bei mir stand die Frage überhaupt nicht im Raum, ob das bösartig ist und das wurde auch nicht gecheckt. Wenn du heute im KH bist, kommst du sicher gleich zu einem Gynäkologen und ich hoffe, dass die dich beruhigen können.
In der Regel sind Zysten nicht gefährlich, gerade wenn man unter 30 ist.

Nachtrag: Wenn die Untersuchung vorbei ist und die Zyste irgendwann weg, solltest du etwas gegen diese panische Angst tun. Angst zu haben ist in solchen Situation normal, aber diese riesige Panik ist ja so belastend für dich, dass du etwas dagegen tun solltest.

25.11.2015 10:19 • #7


Ich bin aber schon 32 Nein, den Ultraschall hat mein Gynäkologe gemacht - das ist ja das Schlimme. Ich gehe da nie wieder hin, ich hab noch nie erlebt, dass jemand derart genervt auf eine weinende und absolut ängstliche Patientin reagiert. Ich hoffe einfach nur, dass die im Krankenhaus gleich anders drauf sind als er. Er hat halt auch so ein uraltes Ultraschall Gerät, bei dem ich als Laie nicht sicher bin, inwieweit man auf solchen Bildern etwas besser oder schlechter erkennen kann bzw ob es einen Unterschied macht, wie alt das Gerät ist.

25.11.2015 10:25 • #8


Was die Angst anbelangt, würde ich gern etwas dagegen tun, aber die Krankenkasse verweigert mir eine Therapie, weil die letzte noch keine zwei Jahre her ist. Ich habe immer mal wieder privat Stunden genommen, aber das kann ich nicht regelmäßig einmal die Woche finanzieren...

25.11.2015 10:27 • #9


Schaf
Ich drück dir die Daumen und hoffe, du kommst an kompetente Ärzte!

25.11.2015 10:32 • x 1 #10


Schaf
Wie war's im KH?

26.11.2015 12:40 • #11


Huhu,

entschuldige die späte Antwort, aber ich wurde heute direkt operiert.

Gestern bin ich hin, habe direkt mitgeteilt, dass ich Angstpatientin bin und hab eigentlich schon den ganzen Tag geheult. Dementsprechend haben sie mich dazwischengeschoben, nachdem klar war, dass ich definitiv operiert werden muss - die Zyste war zu groß, um sie dort zu belassen und erst einmal zu beobachten. Die haben natürlich versucht, mir da Angst zu nehmen, aber das war einfach zu spät...

Heute war es dann richtig schlimm, ich sollte um elf kommen, aber alles zog sich und zur OP wurde ich erst gegen 14 Uhr abgeholt. Da ich vorher noch ein Gespräch mit dem Anästhesisten führen musste, konnte man mich auch nicht direkt bei eintreffen abschießen. Ich war also den ganzen Morgen und Mittag unfassbar in Panik und als es dann losgehen sollte, hat meine Beruhigungstablette vor lauter Adrenalin nicht mehr geholfen. Ich hatte Panik, wie ich sie - ehrlich gesagt - noch nie zuvor erlebt hatte, hab hyperventiliert und dadurch wurde natürlich alles nur noch schlimmer. Im Aufwachraum haben sie mir dann einen Zugang gelegt und mussten intravenös noch zwei Mal was von dem Beruhigungsmittel nachspritzen, bis ich dann endlich nix mehr mitbekommen habe.

Im Nachhinein war dann alles halb so wild, aber ich wurde halt noch nie operiert, hatte davor also eh schon Angst und dann noch diese Angst, dass das bösartig ist - das hat der ganzen Situation halt die Krone aufgesetzt.

Jetzt tut halt der Bauch weh von der OP, aber psychisch bin ich wieder auf dem Damm. Eine Ärztin kam auch noch recht spät und sagte mir, dass die operierenden Ärzte sie gebeten hätten, mir Bescheid zu geben, dass es sich um Endometriose gehandelt hat (natürlich wird zur 100 %igen Entwarnung immer auf den Pathologen verwiesen, dessen Ergebnis erst in zwei Tagen da ist, aber sie sagte mir, dass ich mir sehr, sehr sicher sein könne, dass alles gut ist). Die Operateure haben meine Panik natürlich auch mitbekommen und ich fand es unglaublich nett, dass sie mir die Angst so schnell es geht nehmen wollten.

Alles in allem ist es gut ausgegangen - und ich bin sehr froh darüber.

Lieben Dank für deine Nachfrage und dein Interesse

26.11.2015 23:46 • #12


Schaf
Es freut mich, dass alles ok ist und du dort anscheinend auf sehr kompetente Menschen getroffen bist.
Gute Besserung für die Restbeschwerden!

27.11.2015 05:29 • x 1 #13


Vielen lieben Dank 3

27.11.2015 08:20 • #14



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