Zitat von Angsthase1997:Das komische ist, woher soll ich jetzt wissen, was es ist? Ich hatte eigentlich in der letzter Zeit. Blutabnahmen und der Glukosewert war normal Könnte es auch vielleicht vom Rücken kommen ich meine, es muss ja abgeklärt werden, woher das kommt oder nicht? Und es ist wirklich so, dass ich damit leben muss, weil ...
Eher eine Frage der Akzeptanz, als des Wissens.
Du hast von einem Spezialisten diagnostiziert bekommen, dass es von den kaputten Nerven kommt.
Du weißt also was es ist, willst es aber nicht wahr haben.
Warum kein MRT?
Da es sich bei der Polyneuropathie um Veränderungen an peripheren Nerven handelt, die meistens einen sehr kleine und feine Strukturen haben, wird eine Diagnose durch eine Magnetresonanztomographie schwierig bzw. ist eher nicht möglich.
Das MRT ist zwar eine sehr gute bildgebende Untersuchung, die auch sehr gut Weichteilstrukturen und dessen Veränderungen darstellen kann, aber bei Nervenverläufen und auch -veränderungen ist diese nicht möglich.
Hinzu kommt der Fakt, dass eine MRT- Untersuchung sehr kostspielig ist und daher selten zur Früherkennung von Polyneuropathien eingesetzt wird. In selten Fällen wird die Untersuchung durchgeführt und dient dann zum Ausschluss andere möglichen Erkrankungen, die die Beschwerden verursachen können.
Kann es vom Rücken kommen?
Eher unwahrscheinlich. Am ehesten können noch Durchblutungsstörungen in den Beinen eine Verwechslung herbeiführen. Wurde ja aber schon untersucht
Alter
Da es über 200 verschiedene Ursachen gibt und wenn z.B. Vererbung die Ursache ist, kann auch schon in jüngeren Jahren eine PNP auftreten.,
Bei mir mit Ende 30 und zu Beginn war auch erst eine Glukoseintoleranz gegeben, die damals noch nicht als behandlungsnotwendig eingeschätzt wurde. Also wurde weiteruntersucht.
Dann wurde die Nervenleitgeschwindigkeiten in den Füßen gemessen, die Berührungs- und T- Empfindlichkeit, Ultraschall der Beinvenen, Untersuchungen von Blut und Liquor, auch in Richtung Borreliose, Rheumawerte, als letztes wäre dann eine Nervenbiopsie zum schlüssigen Nachweis notwendig gewesen, wurde aber dann doch nicht gemacht, weil mittlerweile doch Diabetes da war und es eindeutig wurde und ich auch nicht mehr wollte.
Leben
Man kann damit gut leben und wenn die Schmerzen zu arg werden, besteht auch die Möglichkeit einer Schmerztherapie.
Ich habe es jetzt schon länger als 30 Jahre und bin glücklich, dass es sehr langsam voranschreitet, beginnend vom Zehenbereich bin ich jetzt bei der Hacke und kann noch gut laufen und nicht wie ein Alki rum tappeln, weil auch Taubheit und Strumpfgefühl dazukommen und vom Ameisenkrabbeln mal ganz abgesehen.
Meine Frau hat auch eine PNP, genauer gesagt eine Chronisch inflammatorisch demyelinisierende Polyneuropathie, kurz CIDP, ist eine seltene und fortschreitende Autoimmunerkrankung die die Nerven in Armen und Beinen betrifft.
Da bist schon schlechter dran, da alle 3 Wochen 2 Tage im KH Infusionen verabreicht werden, um es aufzuhalten.
Trotzdem leben wir damit ziemlich normal.