Die Krämpfe kommen eher durch die Angst und folgend innere Anspannung, Hyperventilation... oft verstärkt - wie schon gesagt - durch einen chronischen Magnesiummangel.
Ca. 50 % der erwachsenen Menschen haben Faszikulationen. Die meisten stört es nicht, oder sie merken es nicht einmal...
Für die anderen gibt es für mich im wesentlichen 2 Gründe, warum man darunter leiden kann.
Erstens, weil es einen einfach nervt... das ist dann so wie beim "restless legs Syndrom".
Leider häufiger, und da zähle ich mich auch dazu, kommt eine tiefer liegende Angststörung an die Oberfläche. Viele von uns haben oder hatten ja auch schon Angst vor anderen Krankheiten (Hirntumor, Bauchspeicheldrüsenkrebs...). Und dann ist da plötzlich ein (vermeintliches) Krankheitssymptom, das man noch dazu nicht kontrollieren kann. Es zuckt einfach wie es will... für Menschen mit Bereitschaft zur Angst, die gerne alles unter Kontrolle haben möchten (ich hab deswegen z.B. auch Flugangst), ist es natürlich unerträglich und angsteinflösend, wenn der eigene Körper Dinge fabriziert, die wir nicht beeinflussen können und die noch dazu im Zusammenhang mit der vielleicht schrecklichsten Erkrankung genannt werden, die in unserer Vorstellung existiert - obwohl in nahezu allen diesen Fällen bereits zu Beginn deutliche, objektivierbare motorische Ausfälle auftreten (was im Umkehrschluss natürlich nicht heißt, dass jede motorische Schwäche gleich eine schlimme neurodegenerative Erkrankung sein muss; viel häufiger sind Nervenengpasssyndrome (Karpaltunnel etc.), Bandscheibenprobleme, Polyneuropathien...)
Egal: die Angst erhöht die Sensibilität, das in sich "hineinhorchen" und oft noch schlimmer: den Beginn endloser Selbstbeobachtungen und Selbsttests. Und da hält unser Körper eine Unmenge an vermeintlich bedrohlichen Auffälligkeiten bereit: Schliesslich ist kein Mensch symmetrisch, aber wenn die Muskulatur an der Wade rechts schlanker ist wie links oder anders konfiguriert ... oder beim Abspreizen des kleinen Fingers die Hautfalte an der Handkante auf der einen Seite anders ausschaut und sich langsamer einzieht wie auf der anderen Seite...oder man durch Andrücken des Daumens kurze Muskelzuckungen im Daumenballen auslösen kann ... (alles schon selbst ausprobiert:-) ... dann ist sie wieder da, die Angst. Es ist gerade so, als (nein ich vermeide jetzt nicht das Wort zu benutzen) würde sich die Angst immer neue Stellen suchen, jede neue Beobachtung von Auffälligkeiten (die wahrscheinlich schon immer so waren, aber von uns nie beachtet wurden) triggert uns an und lässt die ganze sch. Panikkaskade ablaufen.
Irgendwann ist der Panikpfad in unserm Hirn wie eine Autobahn ausgetrampelt, während der Pfad des Vertrauens in den eigenen Körper und die eigene Gesundheit zugewuchert, weil kaum begangen ist. Und so enden wir immer wieder in den gleichen, unselig negativen Denkmustern und Abläufen.
Was tun?
Psychotherapie kann helfen, eine Umprogrammierung einzuleiten. Oft finden wir dabei auch Erklärungen aus unserer Biografie, vielleicht sogar im eigenetischen Sinne in dem Schicksal unserer Vorfahren. Mir persönlich hilft auch das Aufsuchen meiner eigenen Kraftorte in der Natur, täglich Yoga, Atemübungen nach Buteyko. Es lohnt schon auch - wie ich schon geschrieben habe - den Mg Speicher (intraerythrozytär) und die kompletten B-Vitamine (auch B1,B3,B6...) bestimmen zu lassen, weil ein Mangel die Faszikulationen verstärken (Mg) und auch Depressionen und Angst auslösen kann (B-Vit.). Auch eine unbehandelte Schlafapnoe kann Zuckungen und Angst (ca. 40%) verstärken.
Manchmal will uns die Angst ja auch etwas mitteilen... was uns hilflos erscheinen lässt, haben wir doch gelernt, um im Alltag funktionieren zu können, unsere Emotionen "im Griff" zu haben - will heissen: meist zu unterdrücken.
Danke euch allen für eure Einträge und Erfahrungsberichte, mir hilft es jedenfalls sehr lesen zu können, dass man nicht der einzige mit solchen Ängsten auf diesem Planeten ist
