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Haui80
Hallo Gemeinde,

Mein Name ist Michael, bin Mitte 30, hab eine süße kleine Tochter und bin verheiratet.

Meine erste Panik hatte ich im Jahr 2006, also wird meine Karriere heuer zehn Jahre.

Natürlich hab ich nicht mehr nur schlechte Tage, aber leider hab ich bis heute meine Ängste nicht so im Griff das ich ruhig leben kann.

Mein Thema sind immer wieder Krankheiten und der damit verbundene baldige Tod.

Organisch ist bisher noch nichts gefunden worden, aber ihr wisst ja selbst am besten wie mächtig der Kopf ist...

Klinikerfahrung habe ich auch, 2x Windach vor sechs und acht Jahren.

Ich hoffe das genügt für den Anfang- LG

Haui

04.05.2016 01:35 • 05.05.2016 #1


20 Antworten ↓


Hotin
Hallo Haui80,

herzlich willkommen hier.
Es ist bestimmt hifreich, wenn Du etwas mehr zu Dir und Deinen Ängsten schreibst.

Was hat verhindert, dass Dein Selbstbewusstsein nicht stark werden konnte?
Oder hast Du sehr viel Stress.

Viele Grüße

Bernhard

04.05.2016 02:29 • #2



Organisch bin ich gesund aber trotzdem Angst

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Vergissmeinicht
Hey Haui,

begrüße Dich ganz lieb bei uns.

Nun, das warst Du 20 Jahre jung. Hast Du je Therapie gemacht und bist dahinter gekommen, was es bei Dir sein könnte; was war der Auslöser?

04.05.2016 03:27 • #3


Haui80
So ein Mist, Text weg.
Ich schreibe euch von Zuhause aus nochmal.
Es geht sicher besser vom PC aus.

04.05.2016 03:52 • #4


Herzlich willkommen Haui,

wünsche dir viele Tipps und Anregungen...was machst du gegen deine Ängste? Therapie, Medis?

L.G. Waage

04.05.2016 06:35 • #5


Haui80
Hallo,

ja Bernhard- natürlich habe ich Stress, und zwar den den ich mir jeden Tag selber mache.
Eben diese Woche hatte ich Nachtschicht, und eben da geht es mir immer am bescheidensten.
Ich bekomme zu wenig Schlaf, Nachts darf ich nicht obwohl es mir die Augen zuzieht und zuhause geht es nicht mehr weil es dann wieder hell ist.
Teufelskreis, denn um so länger die Zeit des Schlafmangels andauert umso mehr denke oder steigere ich mich in meine Gedanken hinein und bewerte nonstop
meine körperlichen leiden (Schmerzen, Kopfweh, Darmprobleme und und und.

Zu den Ängsten kann ich garnicht so viel sagen, denn Ängste so wie sie früher mal da waren inkl. Panik habe ich ansich nicht mehr.
Konfrontationstherapie in der Klink Windach sowie Verhaltenstherapie bei einer Therapeutin brachten mir schon einiges.
Wenngleich ich auch nicht alle Tipps umsetzen kann. ZB hieß es die Angst aushalten, damit ich lerne es geht vorbei und die Angst wird damit schwächer.
Manchmal geht es, wenn ich mir im klaren bin das es die Angst ist und manchmal habe ich nur die körperlichen wehwehchen und steigere mich dann rein - so mit Rückversicherung und Dr. Google und Arztterminen und und und.
Naja, jedenfalls geht es bei mir um Angst vor Krankheiten, speziell Krebs oder anders gesagt ich glaube nicht das ich normal krank werden kann sondern wenn es mich erwischt gibt es keine Rettung für mich und die damit verbundene Angst vor dem Tod natürlich.

@ Angelika

ich war so um 25 als die erste Angst/Panik kam.
Ja ich war 08 und 10 in der Klinik Windach was mir einiges brachte.
Medis nehme ich keine.
Bin grad am überlegen ob ich nochmal in eine Klinik gehen soll, da es von Zeit zu Zeit schon wieder ganz schön heftig wird mit dem Kopf.
Ich bin der Meinung ich habe ein Trauma was aufgearbeitet gehört, doch erzähl das mal einen Therapeuten...
Die sind es die dir sagen was richtig und gut für dich ist und zudem passt es wohl nicht in den Behandlungsansatz einer Verhaltenstherapie.
Deshalb werde ich wenn es klappt eine Klinik besuchen die sich mit auf Traumata spezialisiert hat.

@waage

damit wäre Deine Frage auch beantwortet. Keine Medis und Klinik in Planung.
Gegen die Angst tue ich das was ich gelernt habe, aber eben leider nur mit mäßsigen Erfolg.

Am schwersten ist es für mich positiv zu denken!
Ich bin mir bewusst das das ein riesiger Anteil meiner Ängste ist.
Leider habe ich noch nicht gelernt wie es geht den Kopf umzuspeichern und positiv denken zu lassen...

04.05.2016 13:21 • #6


Hallo Haui ,

auch von mir ein herzliches Willkommen.
Ich kann dich sehr gut verstehen , da ich genauso fühle und denke. Immer wechselnde körperliche Symptome , die natürlich immer eine schlimme Krankheit ankündigen. Zum Glück ist von meinen Vermutungen noch nie was eingetreten , aber die Lebensqualität läßt doch sehr zu wünschen übrig. Und wie du so richtig schreibst , der Kopf kann viel auslösen , das ist mir auch bewußt. Wie ist das bei dir wenn die Ängste sehr stark sind , werden dann auch die Symptome schlimmer ?

LG evelinchen

04.05.2016 13:50 • #7


Icefalki
Haui, ich sag das mal ganz lapidar. Mit deiner Nachtschicht und den damit zusammenhängenden Problemen bist du genau in dem Modus, den wir Angsterkrankte nicht ertragen.

Dem Ausgeliefertsein!

Brech das mal gedanklich runter und überlege dir dann das gesamte Dilemma. Und die Alternativen dazu.

Angst entsteht, wenn wir in Situationen ohne Ausweg verharren. Nun die Überlegung, ginge es auch anders? Und wenn nicht, was kann man tun, damit sich die Situation entschärft?

Es gibt viele Möglichkeiten, um Zu Veränderungen zu gelangen. Innere, gedankliche Bewertung, dass die Nachtarbeit auch ohne großen Schlaf bewältigt werden könnte, Arbeitsplatzwechsel, oder im Keller zu schlafen, und und und....

04.05.2016 13:57 • #8


Hotin
Hallo Haui80,

danke für Deine Antwort.

Zitat:
natürlich habe ich Stress, und zwar den, den ich mir jeden Tag selber mache.


Tolle Antwort. Wenn Dir das klar ist, bist Du schon sehr weit.
Das zu ändern ist dann nicht ganz so einfach.

Dein Problem mit der Nachtschicht kenne ich etwas. Seit letzten August
mache ich fast nur Nachtschicht im Sicherheitsdienst.
Mit dem Schlafen habe ich bisher wenig Probleme, weil ich allein lebe und
mein Schlafzimmer völlig abgedunkelt ist.
Entspannter Schlaf ist einer der wichtigsten Bereiche des Lebens.
Zitat:
Zu den Ängsten kann ich gar nicht so viel sagen, denn Ängste so wie sie früher mal da waren inkl. Panik
habe ich an sich nicht mehr.


Zitat:
Naja, jedenfalls geht es bei mir um Angst vor Krankheiten, speziell Krebs oder anders gesagt ich glaube nicht das ich normal krank werden kann


Vielleicht urteile ich hier etwas vorschnell. Was Du schreibst, hört sich jedoch genau so an, als wenn Du
Deine früheren Ängste, in Angst vor Krankheiten verschoben hast.

Nicht Ängste woanders hin verschieben hilft. Du solltest anders mit Deinen Gefühlen (Ängsten) umgehen.

Zitat:
Ich bin der Meinung ich habe ein Trauma was aufgearbeitet gehört, doch erzähl das mal einen Therapeuten..


Was Du hier sagst, kann gut sein. Was aber soll ein Therapeut daran machen?
Wenn Du ein Trauma haben solltest, musst Du die Ursache natürlich selbst
herausfinden.
Therapeuten sind normale Fachleute, keine Hellseher und Traumdeuter.

Zitat:
Deshalb werde ich wenn es klappt eine Klinik besuchen die sich mit auf Traumata spezialisiert hat.


Vielleicht liege ich falsch. Ich glaube aber kaum, dass ein Erfolg an der Form der
Therapie liegt. Es wird vor allem daran liegen, wie ehrlich Du zu Dir selbst bist.

Viele Grüße

Bernhard

04.05.2016 14:11 • #9


Vergissmeinicht
Hey Haui,

sehe es wie Icefalki und Bernhard.

Nachtschicht ist für Ängstler ganz sicher nicht förderlich.

Bzgl. Trauma; um was geht es und denke auch nicht, das eine Klinik Dir da helfen kann. Anders, was haben Dir bislang die 2 Klinikaufenthalte gebracht?

04.05.2016 15:09 • #10


Haui80
Hallo,

Ich verstehe euch glaube ich nicht ganz.
Warum soll eine Klinik da nicht helfen können?
Die Kliniken gibt es doch nicht für umsonst?!

Ich stelle mir das ganz naiv so vor wie wie in psychosomatischen Kliniken, die haben mir ja auch geholfen.
Wie genau die Herangehensweise für Traumas ist weiß ich natürlich nicht, aber ich bin zuversichtlich das man etwas auflösen oder erklären kann um nachher besser mit sich und seinen Befindlichkeiten umgehen zu können.

Meine Ängste haben vermutlich den Ursprung im Verlust meiner Großeltern an denen ich sehr hing.
Die waren von heute auf morgen einfach nicht mehr da, einfach gestorben. Der Opa am Herzinfarkt und die Oma kurze Zeit später an Krebs.
So und seit dieser Zeit habe ich Angst vor dem Tod, später kam dann die körperliche Bewertung dazu und die Gedanken das hinter allem etwas gefährliches steckt und ich selbst bald nicht mehr bin.

Ihr meint das lässt sich nicht lösen? Schade!

04.05.2016 15:49 • #11


Vergissmeinicht
Hey Haui,

sicher lässt sich da lösen. Denke aber in der Klinik geht sowas unter, da dort soviele Einzelgespräche nicht stattfinden. Fruchtbarer wäre m.E. eine ambulante Therapie. So meinte ich es.

04.05.2016 16:05 • #12


Haui80
Ach so, ok dann hatte ich es komplett falsch verstanden.

Klinik ist deswegen in Überlegung da ich ja nicht nur mich selbst sondern auch meine Familie belaste.
Und so sehe ich die Chance erstmal wieder klar zu sehen und etwas für mich zu tun wenn ich in der Klinik bin.
Weg vom Alltag, von Stress, Schichten, Hausbau und und und.
Wie gesagt das ist nur meine Vorstellung, ob es so wird- kein Plan.
Aber damals in der anderen Klinik bekam es mir sehr gut als ich nicht mehr vor ud zurück konnte gedanklich.

04.05.2016 16:13 • #13


Vergissmeinicht
Hey Haui,

Du solltest Dein Grundproblem lösen. Auch die beste Klinik geht einmal zu Ende und da heißt es wieder Schichten, Hausbau ...

04.05.2016 16:35 • x 1 #14


Hotin
Hallo Haui80,

Zitat:
Weg vom Alltag, von Stress, Schichten, Hausbau und und und.


Darf ich das abkürzen? Brauchst Du mal wieder Abstand und Ruhe
von Stress und Alltag? Wie nennt man diese Therapieform?
Die kenne ich noch nicht.

In welcher Phase bist Du denn mit Deinem Hausbau?

Viele Grüße

Bernhard

04.05.2016 16:49 • #15


Icefalki
Siehst du Haui, Vergissmeinnicht und Hotin sagen es dir so. Ich sage es mal provozierend, aber nicht böse: Wenn die Seele dermaßen schreit, dass du einen Ausweg suchst, der in eine Klinik führen muss, dann kannst du jetzt mal ein bisschen über dein Leben/Stress nachdenken.

Und dann kommen die Gedanken meiner Vorredner wieder zum Tragen, was ist anders, wenn du wieder draußen bist?

Akku neu aufgeladen und zurück ins alte Leben?

Nix gegen Klinik jetzt, aber vielleicht bringen wir dich ein wenig zum Nachdenken und zur Überprüfung deiner jetzigen Situation.

04.05.2016 17:30 • x 2 #16


Haui80
Mhhh, eigentlich verstehe ich garnix wenn ich ehrlich bin.
Hab hier eher gerade den Eindruck es wird zynisch und sarkastisch geschrieben... Was ist los hier?

Hatte ich denn schon eine Frage gestellt?
Ich dachte das ist hier die Vorstellungsrunde!

Versteht mich jetzt nicht falsch aber, auf Nachfrage erkläre ich hier in der Vorstellung in groben zügen was ich habe und was ich beabsichtigte zu tun für mich - und ihr kommt hier mit so nen Dingern um die Kurve... Ne nicht wirklich oder.

Egal, ist nicht wirklich wild aber ich finde es schöner auf Augenhöhe miteinander zu kommunizieren.

Ich denke gern über Entscheidungen nach oder überdenke manchen Plan, aber bitte auf einer flacheren Ebene sonst fühle ich mich sehr schnell angepisst- sorry!

Zur Klinik - die Vorlaufzeit beträgt 8 Monate und beantragt ist auch noch nichts.
Also empfinde ich es nicht als Flucht oder gar überstürzt, ich habe einmal gute Erfahrungen damit gemacht und wüsste nicht was dagegen spricht es zu wiederholen.

04.05.2016 18:53 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hotin
Hallo Haui80,

Zitat:
Hatte ich denn schon eine Frage gestellt?
Ich dachte das ist hier die Vorstellungsrunde!


Das siehst Du schon richtig. Das ist Deine Vorstellung hier.
Ich hoffe, wir haben Dich nicht erschreckt. Die User hier sind überdurchschnittlich
erfahren, denke ich.
Du hast aber die Möglichkeit eine Frage klar zu formulieren.
Zitat:
auf Nachfrage erkläre ich hier in der Vorstellung in groben zügen was ich habe und was ich beabsichtigte zu tun für mich


Dann mach das, was Du für richtig hältst.
Dürfen User hier nicht sagen, dass sie Zweifel an einem dauerhaften Erfolg haben?

Zitat:
und ihr kommt hier mit so nen Dingern um die Kurve...


Was für Dinger meinst Du denn?

Zitat:
Mhhh, eigentlich verstehe ich garnix wenn ich ehrlich bin.
Hab hier eher gerade den Eindruck es wird zynisch und sarkastisch geschrieben... Was ist los hier?


Was bitte empfindest Du als zynisch oder sarkastisch?
Haui, dies ist ein funktionierendes Forum für Angststörungen, kein Streichelzoo. Bitte nicht erschrecken
und nichts direkt persönlich nehmen. Wir sind hier so.

Zitat:
Also empfinde ich es nicht als Flucht oder gar überstürzt, ich habe einmal gute Erfahrungen damit gemacht


Dann wiederhole das.

Viele Grüße

Bernhard

05.05.2016 06:30 • #18


Haui80
Moin Bernhard,

Sorry sollte nicht so hart rüber kommen, war nur etwas verärgert gestern.
Sicher darf hier jeder etwas sagen das ist nicht die Frage.
Wenn aber schon in der Vorstellung ein Erfolg angezweifelt wird obwohl das nie zur Frage stand finde ich das schon traurig. Nur weil ich hier keine Romane schreibe bedeutet das nicht das ich nicht überlegt habe vorher.
Das meiste Ängste nicht von ungefähr kommen ist mir bewusst und damit verbunden wird wohl einiges in meinem Leben nicht so richtig stimmen.
Manche Dinge kann ich aber nicht gleich abstellen, zb Stress durch den Bau neben meiner Schichtarbeit.

Ich will damit nur sagen das ich nicht blauäugig bin und mir auch klar ist das ich etwas ändern muss- nicht ein Klinikaufenthalt wird mir meine Sorgen oder Ängste nehmen können.
Aber ich hoffe da etwas zu lernen was mich nachher für mich selbst noch weiter bringt.

Ich werde bald meine eigentlichen Probleme in der Hypochonder Spalte Posten.

DANKE AUCH AN ALLE FÜR DIE WILLKOMMENS WÜNSCHE!

LG Micha

05.05.2016 08:06 • x 1 #19


Hotin
Hallo Haui,

Zitat:
Sorry sollte nicht so hart rüber kommen


Ich darf eigentlich nicht für andere mitreden. Mache es aber trotzdem mal.

Sorry, sollte von uns bestimmt auch nicht so hart rüber kommen.
Wir sind auch nur Menschen.

Dann bist Du hier wohl angekommen.

Viele Grüße

Bernhard

05.05.2016 14:30 • x 2 #20



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